Die Götterwelt in der Antike - der Werdegang der ägyptischen Götter bis in die römische Zeit, dargestellt am Isis-Osiris-Kult


Hausarbeit, 2002
34 Seiten, Note: sehr gut

Leseprobe

Inhalt

1 . Mysterienkulte der Antike

2. Der Isis und Osiris - Kult in Ägypten
2.1 Die Grundstruktur der ägyptischen Götterwelt
2.2 Osiris
2.3 Isis
2.4 Der Osiris-Mythos
2.5 Die Bedeutung des Isis und Osiris –Kultes für den Ägypter

3. Der Isis und Osiris - Kult im römischen Reich
3.1 Die Grundstruktur der römischen Götterwelt
3.2 Der Weg des Kultes nach Rom
3.3 Annahme und Praxis des Kultes im römischen Reich
3.4 Anfänge, Blütezeit und Niedergang des Kultes

4. Isis und Osiris in der Gegenwart

Abbildungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

1. Mysterienkulte der Antike

Mysterien (Wortstämme: mysterion: geheime Feier; mystikos: geheimnisvoll; mystes: der Eingeweihte), d.h. geheime, nur Eingeweihten zugängliche Praktiken (Feiern, Magien, Rituale) faszinieren die Menschen seit jeher. Sie haben etwas „Überirdisches“, „Übermenschliches“ an sich – leicht ist die Verbindung zum „Göttlichen“ bzw. eine Annäherung an das „Göttliche“ hergestellt.

So ist es kein Wunder, daß die Verehrung von Gottheiten zu allen Zeiten und in allen Kulturen mehr oder weniger intensiv mit derartigen Gebräuchen verbunden ist ; in den

sogenannten Mysterienkulten sind sie zentraler Bestandteil des „Gottesdienstes“

Neben dem Geheimnisvollen zeichnen sich Mysterienkulte aus durch eine zentrale Kultgottheit sowie eine reiche rituelle Praxis in entsprechend ausgestatteten Kultstätten, die von Priesterschaften und Kultanhängern unterschiedlichster sozialer Gruppen und Schichten (Sklaven, Händler, Soldaten, Frauen...) ausgeübt wird.

Mysterienkulte besitzen ein religiöses und soziales Profil. Sie sind keine geschlossenen Systeme – ganz im Gegenteil : eines der wichtigsten Merkmale (und damit auch Unterschied zu Religionen) der Mysterienkulte ist der Synkretismus, die Vermischung mit benachbarten Gottheiten und die Integration anderer Glaubensvorstellungen und Religionspraktiken.

Mysterienkulte stellen ihren Anhängern individuelle Erlösung in Aussicht, ein Versprechen, das die traditionellen antiken Religionen nicht kannten. Darin liegt ihre besondere Anziehungskraft.

Ausgangspunkt der Mysterienkulte ist ein Mythos (griechisch : Wort, Rede), d.h. eine bildhafte Erzählung, wie sie zu allen Zeiten in allen Völkern verbreitet wird .

( Trotz unterschiedlichster Variationen im Detail haben alle Mythen ähnliche Intentionen. Ihre Aufgabe ist es, aufzuklären: über die Welt mit ihrem Ursprung und Wesen, über die Stellung des Menschen in dieser Welt, über die Entstehung seiner existentiellen Rahmenbedingungen , d.h. der Sitten, Kulte, Standesunterschiede usw. und seiner Geschichte.)

Die zentralen Gottheiten in diesen Mythen haben zunächst (erste Phase der Entwicklung) lediglich lokale Ausstrahlung (z.B. Isis und Osiris mit ihrer Affinität zum lebens-spendenden Nilwasser; Kybele und Attis als Gebirgs-, Wald- und Baumgottheiten in Phrygien, Demeter als Getreidegottheit in Attika), d.h., sie werden nur von den Einheimischen verehrt.

Entscheidende Voraussetzung für die Entwicklung zum überregionalen Mysterienkult ist ein „Export“ dieser lokalen Gottheiten, ein „Heimischwerden“ in fremder Umgebung (zweite Phase). Ausgehend von Alexander dem Großen erfolgt in der Zeit des Hellenismus eine Umformung der orientalischen Mythen in auch außerhalb der Ursprungsregion akzeptable Kult- Varianten.

Bedingt durch die äußeren Rahmenbedingungen (Urbanität, Mobilität, Kommunikation einerseits; religiöse bzw. philosophische Strömungen andererseits) erlebten die Mysterienkulte in der römischen Kaiserzeit ihre Blüte(dritte Phase). Verbote und Vorbehalte von staatlicher Seite weichen allmählich der Duldung und einer aktiven Förderung.

Der Niedergang (vierte Phase) der Mysterienkulte verläuft parallel zum Erstarken des Christentums (Hegel: „ Das Christentum hat die Mysterienkulte „aufgehoben“, siehe Kloft, 1999, S.12). Die Geschwindigkeit dieser Entwicklung wird entscheidend beeinflußt durch die Erhebung des Christentums zur Staatsreligion durch Theodosius den Großen im Jahre 380 nach Christus.

Einer der bekanntesten Mythen der Antike ist die Erzählung von Isis und Osiris. Sie ist Ausgangspunkt des Isis und Osiris - Kultes, der - ausgehend vom Alten Ägypten flächendeckende Verbreitung im Römischen Reich erlangte und dort bis ins Jahr 400 n.Chr. praktiziert wurde. Sein Auf- und Niedergang ist Gegenstand der folgenden Ausführungen.

2. Der Isis- und Osiris- Kult in Ägypten

2.1 Die Grundstruktur der ägyptischen Götterwelt

Die Welt der Götter und Göttinnen im alten Ägypten ist sehr kompliziert .

Neben zahlreichen kleinen lokalen (Orts-) Gottheiten stehen die im ganzen Land verehrten kosmischen Götter und Göttinnen, aber auch Gottheiten mit ganz bestimmten Funktionen, wie z.B. die göttlichen Beschützer der Toten.

Die alten Ägypter brachten Struktur und Übersicht in die nahezu unüberschaubare Viel-zahl ihrer Götterwelt , indem sie Götterpaare und Götterfamilien schufen. Ein Götterpaar , bestehend aus einem Gott und einer Göttin, war der Ausdruck des komplementären Denkens der Ägypter: eine Ganzheit besteht aus Gegensätzen, die zusammengehören und sich ergänzen, wie Leben und Tod, Tag und Nacht, männlich und weiblich.

Später wurde dieses Denkschema erweitert zur Triade (Götterdreiheit), d.h. einer Götterfamilie aus Vatergott, Muttergott und göttlichem Kind die letztlich ausgebaut wurde zu Götterneunheiten, d.h. zur Zusammenfassung von Gottheiten oder Götterfamilien in mehreren Generationen. Die bekannteste dieser Götterneunheiten ist diejenige aus On (griechisch: Heliopolis), als Gruppe von neun systematisch und genealogisch zu vier Göttergenerationen zusammengefaßten Gottheiten. Diese repräsentieren die Grundelemente des Kosmos, wie Luftraum, Wasser, Erde und Himmel, aber auch Grundlagen der menschlichen Wesenheit wie Leben und Tod, Liebe und Haß.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1 Die Götterneunheit von On(Heliopolis)

Gemäß der Götterneunheit von On ( Abb.1) steht der selbstentstandene Atum an der Spitze der Gottheiten(Abb.2). Er zeugt die Zwillinge Schu ( den Luftgott ) und Tefnu t (die Feuchtigkeitsgöttin) . Diese erste Götterpaar vereinigt sich zur Atmosphäre und zeugt Nut

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2:Die Entstehung von Himmel und Erde

Der Gott Schu, unterstützt von 2 widderköpfigen Gottheiten, erhebt die Himmelsgöttin Nut über den liegenden Erdgott Geb.
Aus: Totenbuch der Nesitanebtascheru,
3. Zwischenzeit (21.Dynastie)

(die Himmelsgöttin) und Geb (den Erdgott).

Diese wiederum zeugen zwei Kinderpaare, einerseits Osiris (der die Ordnung und Fruchtbarkeit des Nils verkörpert) und Isis (die Göttin des Königthrones) sowie andererseits Seth (Symbol für Chaos und Unfruchtbarkeit der Wüste) und Nephthys (die Göttin des Hauses). Sämtliche dieser kosmischen Gottheiten sind menschengestaltig dargestellt.

2.2 Osiris

Grundlagen

Ursprünglich war Osiris (griechische Form des koptischen „Usire“, d. h. „Stätte des Auges“, übertragen soviel wie „Augenweide“) König von Ägypten. Er ist der Sohn und Erbe des Geb und der Nut im Königtum der „beiden Länder“.

Sein Vater übertrug ihm dieses Amt weil er „erkannte, wie vortrefflich er war und vertraute ihm an, die Länder zum Glücke zu leiten“ (Bonnet, 1952, S.568).

In der Tat scheint die Regentschaft des Osiris äußerst erfolgreich verlaufen zu sein, da er sich auf den unterschiedlichsten Gebieten profilierte:

Er lehrte sein Volk den Ackerbau, den Weinbau und das Backen von Brot. Er erließ Gesetze und ordnete den Bau von Statuen und Tempeln zur Verehrung der Götter an.

Letztendlich schuf er somit die Grundlagen für ein zivilisiertes Zusammenleben seiner Untertanen in Ägypten (und später auch in Nachbarländern). Er wird daher häufig auch als „vorzeitlicher Kulturheros“ bezeichnet, der sich bei seinem Volk großer Beliebtheit erfreute.

Bei all seinen Projekten wurde Osiris von seiner Schwester (und Gattin) Isis unterstützt.

Für seinen plötzlichen Tod, der eine erfolgreiche Regentschaft abrupt beendete, kennen die altägyptischen Quellen zwei Versionen: Unfall (Tod durch Ertrinken im Nil) und Mord durch seinen Bruder Seth (der ihm seine Erfolge neidete).

Formen der Osiris-Verehrung

Das Wesen des Gottes Osiris ist sehr komplex.

Abb. 3:

Der Königsgott Osiris mit den Insignien seiner Macht: Krummstab und Geißel

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eine erste Facette ist die Darstellung des Osiris als Königs- bzw. Herrscher-Gott “ .

Grundlage hierfür ist offensichtlich seine erfolgreiche Regentschaft, die dazu führte, daß er nach seinem Tode göttliche Ehren empfing. Ursprünglich war Osiris nämlich nicht „gottgeboren“. Weder sein Wirken noch sein Wesen weisen göttliche

Eigenschaften auf . Seine Gestalt ist rein menschlich, seine Abzeichen (Krummstab und Geißel) tragen lediglich den Charakter weltlicher Herrschaftssymbole (Abb.3). Häufig wird er als „König von göttlichem Stamm, aber menschlicher Gestalt“ charakterisiert. Die Pharaonen berufen sich daher in ihrem Wesen auf die Abstammung von Osiris bzw. seinen Sohn Horus, den „mythischen Sohn“, der seinem Vater (= Amtsvorgänger) ein Weiterleben nach dem Tod ermöglicht) .

Seit der 5.Dynastie (ca. 2450 - 2290 v.Chr.) tritt Osiris in den Vordergrund des Totenglaubens.

Basis hierfür ist der Osiris-Mythos (Kapitel 2.4). Als Totengott ist Osiris Richter beim Totengericht und Herrscher im Totenreich, in welches man nur nach sorgfältiger Vorbereitung und Ablegung von Rechenschaft über sein Leben hineinkommt.

(Das Herz eines jeden Verstorbenen wird beim Totengericht auf der Waage der Ma‘at, der Schutzgöttin des Gerichtswesens und Personifikation der Weltordnung, gegen Ma’at, symbolisiert durch eine Straußenfeder, abgewogen. Der Gott Anubis nimmt das Wiegen der Herzen vor, der Gott Thot schreibt das Urteil nieder. Sinkt die Waagschale mit dem Herz nach unten ist dies ein Zeichen für eine nicht mit der Ma’at vereinbare Lebensführung; der Tote wird vom Ungeheuer Ammut verschlungen.

Im Falle einer tugendhaften Lebensführung steigt die Waagschale nach oben, der Tote wird zum Geist und lebt im Totenreich weiter.)

Eine weitere Facette der Osiris-Verehrung ist sein Wesen als Vegetationsgott, der das Werden und Vergehen auf der Erde überwacht. Er ist unmittelbar mit Fruchtbarkeit in Form von Wasser verbunden und als Wassergott/ Fruchtbarkeitsgott die Personifikation des Nils, der Nilüberschwemmung, des Fruchtlandes bzw. des gesamten Naturablaufes.

(Eine diesbezüglich sehr konkrete Art der Verehrung ist die Gestalt des „ Kornosiris“, eine mit Erde gefüllte Osirisfigur, in die Getreidekörner gegeben werden. Nach Bewässerung keimen die Körner und symbolisieren so das Weiterleben nach dem Tod. Osiris verkörpert so die „Auferstehung im Korn“. Diese Form der Verehrung des Osiris als Fruchtbarkeitsgott hält sich bis in die römische Kaiserzeit).

Der personifizierte Gegenpart ist Seth, der die „Trockenheit, die Dürre“ symbolisiert.

Eine für die alten Ägypter und die spätere Verbreitung des Osiris-Kultes im griechischen und römischen Reich entscheidende Verehrungsform ist diejenige als Auferstehungs-/Mysterien-Gott.

Mit Osiris als Mysteriengott verbinden sich die Hoffnungen auf ein Weiterleben im Jenseits, wobei im Laufe der Zeit eine interessante Wandlung der Auffassungen zu beobachten ist: im Alten Reich (2635 – 2155 v. Chr) wurden ( diese Deutung findet sich erstmalig seit der Zeit des Pharao Pepi I. (um 2330 v. Chr.) nur die Herrscher, die Pharaonen zu Osiris, d.h. nur sie konnten unter bestimmten Voraussetzungen (rituelle Beisetzung, Mumifizierung...) auf ein Weiterleben nach dem Tode hoffen; ab dem Mittleren Reich ( 1991 – 1650 v Chr.) konnte praktisch jeder Ägypter – entsprechende Lebenshaltung vorausgesetzt – zu Osiris werden.

2.3 Isis

Grundlagen

Isis (griechische Form des ägyptischenEse “, d.h. „ Sitz “ oder „ Thron “, im übertragenen Sinn soviel wie „ diejenige, die herrschaftliche Macht hat “) ist – laut Genealogie von On die Tochter von Geb und Nut, sowie die Schwester von Osiris, Nephthys und Seth.

Durch Heirat mit ihrem Bruder Osiris wurde sie Königin von Ägypten. Als Ehefrau und Königin unterstützte sie Osiris bei der Zivilisierung und Kultivierung des Landes: Sie brachte den Frauen bei, wie man Korn mahlt, spinnt oder webt und lehrte sie die Heilkunst und den Hochzeitsritus.

Als Königin vertrat sie ihren Gatten, wenn dieser sich auf Reisen befand .

Sie ist die Mutter des Horus, der aus ihrer Verbindung mit Osiris entsteht.

Formen der Isis- Verehrung

Die Verehrung der Isis ist das klassische Beispiel für die Entwicklung einer lokalen Schutzgöttin zur Panthea, einer Universalgöttin.

Im Ägyten des Bronzezeitalters wurde der obere Nil durch eine Geiergöttin namens Nekhbet und der untere Nil durch Wejdat, eine Schlangengöttin dargestellt. Isis , ursprünglich die Schutzgöttin der kleinen Stadt Perehbet im Nildelta , übernahm zunächst Wejdats und– nach der Vereinigung der Königreiche von Unter- und Oberägypten- auch Nekhbets Identität.

Im Alten Reich (2670-2200 v. Chr.) wurde sie – durch Angleichung an die Totengöttin Tait ( für die alten Ägypter war es ganz selbstverständlich, Götter und Göttinnen einander anzugleichen und so deren Machtbereich zu vergrößern) – zusätzlich als Totengöttin verehrt.

Entscheidender erster Schritt auf dem Weg zur Universalgöttin war jedoch ihre Einbeziehung in den Osiris -Mythos. Aus der Schutzgöttin der Toten ( sie vollzieht die Totenklage für Osiris und bewacht dessen Leichnam; sie schützt den Toten mit ausgebreiteten Flügeln; Abb. 5) wurde sie zur Schutzgöttin des regierenden Königs ( als Mutter des Horus, mit dem sich alle Pharaonen identifizieren ist sie automatisch die Beschützerin des Regenten; gleichzeitig ist sie die Personifikation des Königsthrones, dessen Schriftzeichen sie in vielen Darstellungen auf dem Haupte trägt; ) und schließlich zur Muttergöttin, Frauen- und Geburtsgöttin, ein Wesenszug, der vor allem im Mittleren Reich (2050-1700 v.Chr.) im Zentrum der Verehrung stand.

( Bevorzugte Darstellung ist die der Mutter mit dem Kind Horus im Arm oder auf dem Schoß, Abb. 4; Hintergrund die Osiris-Sage, laut der Isis den Horus im Sumpf gebiert und vor den Nachstellungen des Seth versteckt)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4:

Isis als Muttergöttin mit Horus auf dem Schoß

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 5:

Isis als geflügelte Beschützerin der Toten am Sarkophag Ramses III., ca 1194-1163 v.Chr.

Im Neuen Reich (1550-1100 v.Chr.) wird Isis zusätzlich mit Selket (der Gefährtin des Horus, Schutzgöttin des Lebens) zu Isis-Selket vereinigt. Weitere Verschmelzungen mit Sechmet ( ägyptische Kriegsgöttin), Bastet (Personifikation der Freude und Liebe) und insbesondere der Mutter-, Liebes- und Himmelsgöttin Hathor ( Darstellung der Isis im Neuen Reich verstärkt mit Kuhhörnern und Sonnenscheibe als Symbol des Himmels, Abb.6), deren Wesenszüge alle auf Isis übertragen werden, erweitern ihre „göttliche Kompetenz“.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 6:

Isis mit dem Kopfschmuck der Göttin Hathor (Sonne zwischen dem Kuhgehörn), der auch sie als Himmelsgöttin charakterisiert

Sie wird zur Göttin der Meere (und damit zur Beschützerin der Seefahrer) und der Heilkunst.

( Hintergrund: ihre „Zauberhandlungen im Rahmen der Erweckung des Osiris; sie wird daher auch als die „Zauberreiche“ bezeichnet).

Die Wandlung zur Universalgöttin für Ägypten ist etwa im Jahre 1000 v. Christus abgeschlossen.

In der Spätzeit (700 – 330 v. Chr.) erlangte Isis schließlich – nach weiteren Gleichsetzungen mit anderen Göttern, u.a. der Erntegöttin Renentuet, der Geburtengöttin Thoeris, den Sarkophag- und Kanopengöttinen (Schützerin der Geburtsstätten) den Charakter einer „allumfassenden Göttin“.

Sie wird zur Mutter der Götter, zur „ Herrscherin über Himmel und Erde “.

In dieser Zeit entstehen auch ihre größten und berühmtesten Tempelanlagen in Behbet-el-Hagar und auf Philae. (Die Tempelstadt Philae auf einer Insel südlich von Assuan ist bis ins 6. nachchristliche Jahrhundert eines der heiligsten Zentren des Isis- Kultes in Ägypten).

[...]

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten

Details

Titel
Die Götterwelt in der Antike - der Werdegang der ägyptischen Götter bis in die römische Zeit, dargestellt am Isis-Osiris-Kult
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg  (Philosophische Fakultät)
Note
sehr gut
Autor
Jahr
2002
Seiten
34
Katalognummer
V4932
ISBN (eBook)
9783638130134
ISBN (Buch)
9783656058410
Dateigröße
4981 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Götterwelt, Antike, Werdegang, Götter, Zeit, Isis-Osiris-Kult
Arbeit zitieren
Katharina Einwag (Autor), 2002, Die Götterwelt in der Antike - der Werdegang der ägyptischen Götter bis in die römische Zeit, dargestellt am Isis-Osiris-Kult, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4932

Kommentare

  • Gast am 3.6.2004

    Isis-Osiris-Kult.

    Ich habe diese Arbeit heruntergeladen und war hellauf begeistert davon.Sie ist ihr Geld wirklich wert und vor allem die ausführlichen Ausführungen zu den jeweiligen Themenbereichen haben mir gut als Recherchemittel genutzt.Alles in Allem eine tolle Arbeit!

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