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Chancenungleichheit in der Bildung. Warum Arbeiterkinder benachteiligt sind

Ein Erklärungsversuch nach Bourdieu

Titel: Chancenungleichheit in der Bildung. Warum Arbeiterkinder benachteiligt sind

Hausarbeit , 2019 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Saskia Albrecht (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Soziologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit soll am Beispiel von Arbeiterkindern an Universitäten die Frage klären, wie Ungleichheiten in der Bildung entstehen. Dazu soll Bourdieus Theorie zum Sozialraum und den Kapitalarten herangezogen werden und anhand dessen die unterschiedlichen Bildungswege, die sich aus den unterschiedlichen sozialen Hintergründen ergeben, erörtert werden.

Prengels Definition von Ungleichheit soll klären, was dieser Begriff überhaupt meint und wie in der Gesellschaft generell mit Ungleichheit umgegangen wird. Durch diese Definition soll der Begriff Ungleichheit außerdem von ähnlichen Begriffen abgegrenzt werden. Anschließend soll eine Übersicht über Bourdieus Theorie zu Sozialraum, Kapital und Habitus dazu beitragen, die späteren Zusammenhänge zwischen dieser Theorie und Ungleichheiten in der Bildung und die dazugehörigen Erklärungsansätze zu verstehen.

Diese Erklärungsansätze und die Darstellung der Zusammenhänge von sozialer Herkunft und Bildungswegen folgen auf eine Zusammenfassung der unterschiedlichen Bildungswege von Menschen aus unterschiedlichen Schichten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DIFFERENZ UND UNGLEICHHEIT NACH PRENGEL

3 VERTEILUNG GESELLSCHAFTLICHER AKTEUR*INNEN NACH BOURDIEU

3.1 SOZIALER RAUM

3.2 KAPITAL

3.2.1 KULTURELLES KAPITAL

3.2.2 SOZIALES KAPITAL

3.2.3 KAPITALUMWANDLUNG UND NUTZUNG

3.3 HABITUS

4 BILDUNGSWEGE IM VERGLEICH

5 ENTSTEHUNG VON CHANCENUNGLEICHHEIT IN DER BILDUNG

6 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht am Beispiel von Arbeiterkindern an Universitäten, wie Bildungsungleichheiten entstehen. Ziel ist es, unter Einbezug der soziologischen Theorie von Pierre Bourdieu sowie der Definition von Differenz und Ungleichheit nach Prengel zu klären, welche Faktoren den Bildungserfolg beeinflussen und warum soziale Herkunft weiterhin eine zentrale Rolle bei der Wahl und dem Abschluss eines Studiums spielt.

  • Analyse des Begriffs der Ungleichheit nach Prengel
  • Darstellung der Bourdieu’schen Theorie (Sozialer Raum, Kapital, Habitus)
  • Auswertung von Daten zu Bildungswegen und Studierendensurveys
  • Untersuchung von Selektionsprozessen im Bildungssystem
  • Verknüpfung von Kapitaltheorie mit Chancenungleichheit in der Bildung

Auszug aus dem Buch

3.1 Sozialer Raum

Ein seinen Werken schreibt Bourdieu über die Positionierung eines Individuums im Raum. Seine Grundannahme beruht darauf, dass die soziale Welt aus einem mehrdimensionalen, abstrakten objektiven Raum besteht. Diesen bezeichnet er als Sozialraum, der mit zwei übereinander gelegten Folien abgebildet werden kann. Die erste Folie zeigt den Raum der sozialen Positionen mit drei Dimensionen, in welchen sich die Akteur*innen verteilen. Die erste Dimension bildet die Verteilung der Akteur*innen nach dem Gesamtumfang ihres Kapitals (siehe 2.2) ab. In der zweiten Dimension verteilen sich die Akteur*innen nach der Zusammensetzung ihre Kapitalsorten. Die dritte Dimension ist die Zeit. Sie bildet die Entwicklung der sozialen Position ab. Bourdieu bezeichnet diese Dimension auch als Laufbahn. Die sozialen Akteur*innen nehmen nur eine einzige Stellung im Raum ein und werden durch diese definiert (vgl. Rehbein 2011, S. 168).

Die zweite Folie bildet den Raum der Lebensstile/Raum der sozialen Praxen und damit die sozialen Ungleichheiten im Raum ab. Empirisch rekonstruierbar wird dieser Raum zum Beispiel durch Wertvorstellungen, Gewohnheiten, Freizeitaktivitäten, politische Orientierung etc. Verbunden werden diese beiden Folien durch das Habituskonzept. (siehe 3.3) (vgl. Rehbein 2011, S. 168).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Problematik der sozialen Herkunft bei der Wahl des Bildungsweges und Vorstellung der Fragestellung bezüglich der Entstehung von Ungleichheiten.

2 DIFFERENZ UND UNGLEICHHEIT NACH PRENGEL: Theoretische Abgrenzung der Begriffe Differenz und Ungleichheit sowie Erörterung der Rolle von Macht und Hierarchien im gesellschaftlichen Kontext.

3 VERTEILUNG GESELLSCHAFTLICHER AKTEUR*INNEN NACH BOURDIEU: Erläuterung des Sozialraums, der verschiedenen Kapitalarten (ökonomisch, kulturell, sozial) und des Habitusbegriffs nach Pierre Bourdieu.

4 BILDUNGSWEGE IM VERGLEICH: Empirische Betrachtung von Studierendensurveys, die zeigen, wie soziale Herkunft und das Elternhaus die Bildungswege maßgeblich beeinflussen.

5 ENTSTEHUNG VON CHANCENUNGLEICHHEIT IN DER BILDUNG: Zusammenführung der Theorie Bourdieus mit den empirischen Erkenntnissen, um Mechanismen der Benachteiligung durch Kapitalmangel und habituelle Distanzen aufzuzeigen.

6 FAZIT: Resümee darüber, dass Bildungsbiographien stark durch soziale Herkunft und verfügbares Kapitalvolumen geprägt sind, was zu ungleichen Startbedingungen führt.

Schlüsselwörter

Soziale Herkunft, Bourdieu, Ungleichheit, Bildung, Sozialer Raum, Kulturelles Kapital, Ökonomisches Kapital, Soziales Kapital, Habitus, Bildungsaufstieg, Studienwahl, Arbeiterkinder, Chancenungleichheit, Prengel, Bildungssystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung von Chancenungleichheit im Bildungssystem, insbesondere bei Kindern aus Nicht-Akademikerfamilien, die ein Studium an einer Universität anstreben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der soziologische Begriff der Ungleichheit, die Theorie von Pierre Bourdieu zur Verteilung von Kapital und die Auswirkungen der sozialen Herkunft auf Bildungswege.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie Ungleichheiten in der Bildung am Beispiel von Arbeiterkindern entstehen und wie sich diese durch soziologische Theorieansätze erklären lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die zentrale Begriffe definiert und diese mit aktuellen empirischen Erkenntnissen, etwa aus Studierendensurveys, verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Bourdieus Konzepte zum Sozialraum, den Kapitalarten und dem Habitus und wendet diese auf die beobachtbaren Unterschiede in den Bildungswegen an.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Soziale Herkunft, Bourdieu, Kapital, Habitus, Bildungsaufstieg und Chancenungleichheit.

Was genau versteht Bourdieu unter kulturellem Kapital?

Er unterscheidet zwischen inkorporiertem (Bildung/Habitus), objektiviertem (Eigentum) und institutionalisiertem kulturellem Kapital (Titel/Abschlüsse).

Warum haben Arbeiterkinder laut dieser Analyse schlechtere Chancen beim Studium?

Sie verfügen häufig über weniger ökonomisches und kulturelles Kapital, was den Bildungszugang erschwert, den finanziellen Druck erhöht und zu einer Diskrepanz zwischen ihrem Habitus und den Erwartungen der Universität führt.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Chancenungleichheit in der Bildung. Warum Arbeiterkinder benachteiligt sind
Untertitel
Ein Erklärungsversuch nach Bourdieu
Hochschule
Pädagogische Hochschule Freiburg im Breisgau
Veranstaltung
Soziale Differenzen, Ungleichheiten und Machtverhältnisse
Note
1,7
Autor
Saskia Albrecht (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
13
Katalognummer
V493403
ISBN (eBook)
9783668988613
ISBN (Buch)
9783668988620
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildung Ungleichheit Machtverhältnis Macht soziale Ungleichheit Differenz soziale Differenz Bourdieu Chancengleichheit Arbeiterkinder Studium Bildungschancen Kapital Sozialraum Habitus Bildungswege
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Saskia Albrecht (Autor:in), 2019, Chancenungleichheit in der Bildung. Warum Arbeiterkinder benachteiligt sind, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/493403
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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