Einführung in die Methoden der biblischen Exegese. Markusevangelium


Hausarbeit (Hauptseminar), 2010

28 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

1. Einleitung

Die vorliegende Ausarbeitung befasst sich mit Methoden der biblischen Exegese und deren Anwendung in Texten des Neuen Testaments und wurde als Leistungsnachweis zum Seminar »Einführung in die Methoden der biblischen Exegese«, SS2011 an der Universität Siegen.

Zur Einführung gebe ich einen kurzen und komprimierten Überblick über das Markusevangelium, vor allem hinsichtlich seinem Inhalt und seinem Aufbau (Kap. 2). Daran anschließend wird, vor allem auf der Grundlage der Bibelkommentare R. Peschs und R. Schnackenburgs, eine Kontextanalyse von Mk 1-3,6 durchgeführt (Kap. 3), um dann auf die nähere narrative Analyse von Mk 2,1-12 überzuleiten (Kap. 4). Die Kontextanalyse werde ich, entgegen der empfohlenen Vorgabe, nicht bis Mk 3,35 durchführen, sondern nur bis Mk 3,6, und mich damit auch an die von Pesch vorgeschlagene Einteilung halten (vgl. Kap. 2), da dies den Höhepunkt und Abschluß der markinischen Streitgesprächsammlung darstellt und die nachfolgenden Ereignisse für die narrative Analyse von Mk 2,1-12 nicht von relevanter Bedeutung sind und mit ihnen ein neuer thematischer Abschnitt eingeleitet wird (vgl. Kap. 2). Zur Durchführung der Textkritik (Kap. 5) werde ich den Apparat Mk 2,5, auf Grundlage der bei Nestle-Aland herausgearbeiteten Versionen, unter Zuhilfenahme der Erklärungen Ebners/Heiningers, entschlüsseln und im Anschluß daran, die Gattungsanalyse von Lk 7,11-17 (Kap. 6), auf Grundlage der Methodik G. Theißens, durchführen. Neben der Motivanalyse von Mk 4,34-41 (Kap. 7) wird abschließend noch eine synoptische Redaktionskritik der Erzählung des Todes Jesu bei Markus und Matthäus durchgeführt (Kap. 8).

2. Einleitung/Überblick Markusevangelium

Das in griechisch verfasste Markusevangelium soll nach altkirchlicher Überlieferung von Johannes Markus aus Jerusalem, der ein Mitarbeiter sowohl des Paulus und als auch später des Petrus gewesen sein soll, um ca 70. n. Chr. in Rom verfasst worden sein und ist damit das älteste überlieferte Evangelium1. Nach Rudolf Pesch lässt sich das Markusevangelium, das nach der griechischen Überlieferung in 16 Kapitel unterteilt ist, darüber hinaus thematisch in sechs Hauptteile zu je drei bzw. vier Abschnitte einteilen, deren erste Hälfte (1 – 8,26) dabei die vormarkinische Lehr- und Wundertätigkeit Jesu Christus, die zweite Hälfte (8,27 – 16,8), daran anschließend, die vormarkinische Passionsgeschichte behandelt2. Im Rahmen des Gesamtüberblicks über das Markusevangelium soll diese Einteilung hier kurz und komprimiert aufgeführt werden3:

1. Hauptteil (1,1 – 3,6)
10 Thematik: Jesus vollmächtiges Auftreten
I. Anfang des Evangeliums 1,1 – 15
II. Beginn vollmächtiges Wirken Jesu 1,16 – 34
III. Höhepunkt Wirken Jesu in Galiäa 1,35 – 45
IV. Bewährung der Vollmacht in Auseinandersetzung 2,1 – 3,6

1. Hauptteil (3,7 – 6,29)
10 Thematik: Jesus Lehr- und Wundertätigkeit und deren scheidende Wirkung
I. Unterscheidung Hörer Jesu 3.7 – 35
II. Mysterium Gottesherrschaft 4,1 – 34
III. Höhepunkt Wunderwirken 4,35 – 5,43
IV. Verwerfungsgeschick, Mission der Jünger 6,1 – 29

1. Hauptteil (6,30 – 8,26)
10 Thematik: Mission der 12
I. Jesu als Hirte Israels 6,30 – 56
II. Aufhebung der Unterschiede 7,1 – 7,23
III. Zuwendung an Heiden, Unverständnis der Jünger 7,24 – 8,26

1. Hauptteil (8,27 – 10,52)
10 Thematik: Jesus Gemeindeweisungen
I. Leiden- und Auferstehungsgeheimnis, Kreuznachfolge 8,27 – 9,29
II. Weisung für die Gemeinde 9,30 – 50
III. Weisungen zu Ehe, Kinder, Reichtum, Rang Nachfolge 10,1 – 52

1. Hauptteil (11,1 – 12,44)
10 Thematik: Jerusalemer Aufenthalt Jesu
I. Einzug Jesu Jerusalem 11,1 – 25
II. Vollmachtsfrage 11,27 – 12,12
III. Messianische Lehre 12,13 – 44

1. Hauptteil (14,1 – 16,8)
10 Thematik: Leiden und Auferstehung Jesu
I. Verrat Jesu 14,1 – 52
II. Jesus Verurteilung, Verleugnung durch Petrus 14,53 – 72
III. Tod, Begräbnis, Auferstehung 15,1 – 16,8

Dem hier nicht aufgeführtem Kapitel 13 des Markusevangeliums kommt nach Pesch eine besondere Rolle zu. So ist das Kapitel zwar durch Einleitung und Thematik, dem fünften Hauptteil obiger Einteilung angeschlossen, jedoch zwinge die »formale Eigenart der großen, geschlossenen Redekomposition 13,5-37 […] dazu, den Text als 'Einschub' oder 'Anfügung' zu betrachten«4,5 und wird demnach von Pesch auch nicht aufgeführt. Während die Hauptteile I, II, V, und VI die Darstellung das Wirken und Geschick Jesu zum Inhalt haben, befassen sich die Hauptteile III und IV unter »sachlich-theologische[n] Gesichtspunkte[n] […] [mit den] Existenzfragen der christlichen Gemeinde«6.

Im gesamten Markusenvangelium ist dabei die Bindung der Gottessohnschaft an das Leid stark hervorgehoben und akzentuiert7. So ist Jesus der Messias und Gottessohn8, der leiden muss und auferstehen wird9,10.

3. Kontextanalyse

3.1. Johannes der Täufer 1,1-8

Das Markusenvangelium beginnt, nach der Eröffnungsformel, dass es sich hierbei um den »Anfang des Evangeliums nach Jesus Christus, dem Sohn Gottes« (V1) handele, mit einem Rückgriff auf die Propheten Jesaja 40,3 und Maleachi 3,1, die die Ankunft eines Boten in der Wüste verkündigen, der »den Weg der Herrn« (VV 2-3) bereiten soll. Durch diesen Einschub wird der in V4 auftauchende Johannes der Täufer11, der nach der Einheitsübersetzung »Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden«, nach Zürcher- und Lutherübersetzung »eine Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünde« bzw. »eine Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden« predigt12, als »Erfüllung jesajanischer Propheterie eschatologisch gedeutet«13 und damit auch als Vorläufer Jesu begriffen, dem Johannes durch seine Verkündigung (VV 7-8) den Weg ebnen soll. Gleichsam ist dieser »Wegbereiter des Herrn« der wiedergekommene Elijas, ein von Gott gesandter, eschatologische Bote14. Johannes, der mit einem Gewand aus Kamelhaaren, einem ledernen Gürtel und seiner asketischen Lebensweise (V6) die typischen Merkmalen eines Propheten erfüllt15 und zu dem die Einwohner Jerusalems und Judäas hinausziehen und sich im Jordan von ihm taufen lassen (V 5), ist sich dieser Aufgabe selber bewusst und kündigt dementsprechend in VV 7-8 das Kommen eines größeren Propheten an, dem er nicht würdig wäre und der nicht mehr mit Wasser, sondern mit Heiligem Geist taufen würde. Durch diese Verkündung und Bußtaufe bricht nach Pesch »die messianische Zeit« an, die »Vollendungszeit, in der alle Blicke auf die Ankunft des Herrn (Jesus!) ausgerichtet werden«16.

3.2. Die Taufe Jesu 1,9-11

Nachfolgend taucht Jesus aus Nazaret aus Galiläa in Judäa auf und lässt sich von Johannes im Jordan taufen (V9). An die hier vollzogene Tauchtaufe schließt sich eine Vision Jesus an, die ihm einen geöffneten Himmel17 offenbart und den Heiligen Geist als Taube auf ihn herabsteigen lässt (V10)18. Eine Stimme aus diesem Himmel erwählt Jesu dabei als »einzigen Sohn« (V11). Diese Hierophanie ist das »Hervortreten Gottes aus seiner Transzendenz«19. Durch Vision und Erwählung Jesus, kann Jesus damit als »den mit Gottes Geist Gesalbten, als eschatologisch-messianische Gestalt«20 gedeutet werden.

3.3. Die Versuchung Jesu: 1,12-13

Nach dem Empfang des Heiligen Geistes wird Jesus von diesem in die Wüste getrieben (V12) und bewährt sich dort gegen die 40-tägige Versuchung durch Satan (V13)21. Jesus lebt dabei in paradiesischen Zuständen und wird als »neuer Adam« konzipiert, da die Gemeinschaft mit Engeln und (wilden) Tieren, ebenso wie die Versuchung durch Satan Kennzeichen des paradiesischen Zustandes des »ersten Adams« sind22,23. Die Zahl 40 taucht auch an anderen alttestamentlichen Stellen auf und bezeichnet zum einen die Wüstenzeit Israels24, die Dauer der Strafe Gottes25 und des Fastens26, und wird ebenso als Sinnbild für die Gottesnähe gebraucht27,28.

3.4. Erstes Auftreten in Galiläa 1,14-15

Nachdem Johannes der Täufer festgenommen wurde, zieht Jesus wieder nach Galiläa und verkündet dort das Evangelium Gottes (V14)29, eine neue Botschaft, die im Laufe ihrer Verkündung »alte Anschauungen sprengt und eine Bewegung entfacht, die über das bisherige Judentum hinausgeht«30. Jesus Verkündung (V15) enthält dabei sowohl Heilsankündigung (V15a), als auch Glaubens-aufforderung (V15b). Die »erfüllte Zeit«, von der Jesu dabei spricht und die das Nahen und die Herrschaft Gottes ankündigt bzw. zum Inhalt hat, findet sich auch an anderen Stellen wieder31,32.

3.5. Die Berufung der ersten Jünger: 1,16-20

Am See von Galiläa trifft Jesu auf die zwei Brüderpaare, Simon und Andreas (V16) und Jakobus und Johannes (V19), allesamt Fischer, letztere aber Söhne des Zebedäus und beruft sie zu »Menschenfischern« (V18)33. Die Berufung ist der Gattung der Berufungserzählung nach dreigliedrig34 und schildert zuerst das Aufeinandertreffen des Berufenden und des zu Berufenen (VV 16,19), die Berufung, wie in diesen Versen durch einen Ruf (VV 17,20), und die unmittelbare Nachfolge der Berufenen (VV 18,20), als Konsequenz aus dem kategorischen, machtvollen und eindringlichen Ruf des Gottgesandten35 und seiner »charismatischen Vollmacht«36, die für Jesu charakteristisch sind37, unter sofortiger Aufgabe ihres Berufs (V18), der Familie (V20), oder gar dem vollständigen Verzicht auf irdische Güter38,39. Aufgrund der vorherigen Vers-Konzeption schließe sich der »Ruf der Nachfolge […] innerlich notwendig der Forderung nach „Umkehr“ und „Glauben an das Evangelium“ an«40, sodass, auch in Hinblick auf die Berufung der 12 Jünger, deutlich wird, dass die zwei Brüderpaare, ob freiwillig oder nicht, die Ersten sind, die Jesus Christus und seiner Verkündigung des Evangeliums Gottes nachfolgen.

3.6. Jesus in der Synagoge von Kafarnaum: 1,21-28

Zusammen mit den vier Jüngern reist Jesus nach Kafarnaum und ist am Sabbat in der Synagoge zum ersten Mal lehrtätig41 (V21). Diese Lehrtätigkeit ist im Markusevangelium, im Gegensatz zur Tätigkeit der Verkündigung, öfter benannt42. Das Lehrwort, das Jesu dabei erhebt, dessen Inhalt von Markus aber nicht genannt wird, macht die Menschen »sehr betroffen« (V22), denn Jesu lehrt, im Gegensatz zu den explizit genannten »Schriftgelehrten«43, mit »göttlicher Vollmacht«, als Konsequenz aus seiner göttlichen Erwählung und Ausrüstung mit dem Geiste Gottes. (Vgl. Kap. 3.2.) Jesus bekommt es in der Synagoge im Folgenden mit einem Mann zu tun, der von einem »unreinen Geist besessen war« (V23), was im Frühjudentum die Beseelung durch dämonische Geister ausdrückt44. Die nachfolgende Austreibungs- oder Exorzismuserzählung45 gliedert sich dabei in fünf Teile46:

1. Die Begegnung zwischen Dämon und Wundertäter, wobei die Aktivität, wie in vielen anderen Wundergeschichten, vom Besessenen bzw. Hilfebedürftigen ausgeht47 (V23).
2. Die Erwehrung des Dämon, der den Namen »Jesus von Nazaret« nennt und verkündet: »Ich weiß wer du bist: Der Heilige Gottes«48 (V24).
3. Dem Befehl Jesus, zu schweigen und aus dem Manne auszufahren (V25).
4. Die letzte Gegenwehr (V26a) unter letztendlicher Befolgung des Befehls (V26b).
5. Admiration der Gemeinde, die die Vollmacht des Befehls Jesu erschrickt (V27) und die Ausbreitung des Rufes49 (V28).

So nimmt der mit Gottes Geist ausgestattete und erwählte Gottessohn »die Funktion Gottes gegenüber den chaotisch-dämonischen Mächten wahr«50,51 und erweist sich diesen gegenüber als überlegener Sieger52, die ihm ebenso wie die Jünger (vgl. Kap. 3.5.) bedingungslos gehorchen. Für Schnackenburg sind das vollmächtige Bann- und Lehrwort deutliche Zeichen »der hereinbrechenden Gottesherrschaft«53.

3.7. Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus: 1,29-31

Nach der Dämonenaustreibung begeben sich Jesu und seine vier Jünger in das Haus des Simon und Andreas (V29), in dem die Schwiegermutter des Simon mit Fieber im Bett liegt (V30a). Aus dem Gespräch, das seine Jünger mit Jesus führen (V30b) ist nicht ersichtlich, ob Jesus zu einer Heilung aufgefordert wird, die er dann in V31 durch Anfassen und Aufrichten54 vollzieht55.

3.8. Die Heilung von Besessenen und Kranken: 1,32-34

Am Abend desselben Sabbattages werden »alle Kranken und Besessenen« zu Jesus in das Haus des Simon und Andreas gebracht (VV 32-33)56. Jesu heilt viele, jedoch nicht alle Menschen, die an verschiedenen Krankheiten leiden, treibt weitere Dämonen aus (V34a) und gebietet letzteren zu schweigen, »denn sie wussten wer er war« (V34b). Trotz dem Jesus Wundertätigkeit eine große Öffentlichkeit voraussetzt (vgl. Kap. 3.6.), will dieser mit dem Schweigegebot gegenüber den Dämonen57 und manchem Geheilten58, »seine eigene Hoheit und Göttlichkeit verbergen«59 und unerkannt bleiben60.

3.9. Aufbruch von Kafarnaum: 1,35-39

Im Morgengrauen des nächsten Tages geht Jesu an einen »einsamen Ort« und betet dort (V35). Schnackenburg sieht hierin einen Rückgriff auf den Wüstenaufenthalt Jesu (vgl. Kap. 3.3.), bei dem Jesu in der Stille der Einsamkeit »Weisung und Stärkung durch Gott«, als auch »Kraft zu seinem Weg und Werk« empfängt61.

Gleichsam wird er von seinen Jüngern gesucht (V36), gefunden und ihm mitgeteilt, dass die Gemeinde aus Kafarnaum ihn ebenfalls suche (V37). Jesus fordert seine Jünger jedoch auf mit ihm in die benachbarten Dörfer zu ziehen, um auch dort zu predigen und verkündet »denn dafür bin ich gekommen« (V38)62. So zieht Jesu durch ganz Galiläa (V39a), predigt in den Synagogen und treibt weitere Dämonen aus (V39b).

3.10. Die Heilung eines Aussätzigen: 1,40-45

Während dieser Zeit kommt ein Aussätziger auf Jesu zu und erbittet mit einem Kniefall seine Heilung, da er überzeugt davon ist, dass Jesus dies vollbringen kann, spricht ihm sein Vertrauen aus, »wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde« (V40), und bekennt damit den Glauben an die göttliche Macht Jesu63. Von Mitleid ergriffen heilt Jesu den Aussätzigen durch den Heilgestus der Berührung64 mit ausgestreckter Hand, die im AT Gestus Gottes und des wunderwirkenden Moses ist und Jesu damit in diese Tradition stellt65, und dem anschließendem Heilwort »Ich will es – werde rein« (V41). Der Heilerfolg, der nicht nur die Heilung der Krankheit, sondern auch die Resozialisierung des Geheilten, sowohl in sozialer, als auch in religiöser Hinsicht bedeutet66, wird in V42 konstatiert, sodass Jesus den Geheilten fort schickt und ihm gebietet über die Heilung zu schweigen, sich dem Priester zu zeigen und das Reinigungsopfer des Moses darzubringen, wie es die biblischen Gesetze verlangen67 (VV 43-44). Dieses Geheimhaltungsgebot wird vom Geheilten jedoch nicht beachtet und so kündigt er »bei jeder Gelegenheit« von seiner Heilung, sodass Jesu sich »in keiner Stadt mehr zeigen konnte« und sich nur noch außerhalb der Städte an »einsamen Orten« aufhält, jedoch auch dort von den Menschen aufgesucht wird (V45).

3.11. Die Heilung eines Gelähmten: 2,1-12

Einige Tage später kehrt Jesus wieder nach Kafarnaum, in das Haus des Simon und Andres (vgl. Kap. 3.7.) zurück. Es findet das erste Streitgespräch zwischen Jesus und den Pharisäern statt68. Eine ausführliche Analyse findet sich in Kap. 4.

[...]


1 Vgl. Einheitsübersetzung 1980: 1128

2 Vgl. Pesch 1984: 39

3 Vgl. Pesch 1984: 32-47

4 Pesch 1984: 38

5 Vgl. Pesch 1977: 264-318

6 Pesch 1984: 39

7 Vgl. Mk 9,2-13 ; Mk 12,1-12 ; Mk 14,36

8 Vgl. Mk 8,27-9,9 ; Mk 14,61f.

9 Vgl. Mk 8,31 ; Mk 9,12 ; Mk 9,31 ; Mk 10,33f

10 Vgl. Pesch 1984: 97

11 Zur Biografie, Hintergrund und Einordnung des Johannes vgl. Theißen 1997: 184

12 Anm: Die Umkehrpredigt bleibt dabei ein bleibendes und vereinendes Moment in der Verkündigungsabfolge, bei der Johannes Jesu, Jesu das Evangelium Gottes und schließlich Jesus Jünger das »Evangelium Jesu Christi« verkünden. Vgl. Pesch 1984: 105

13 Pesch 1984: 77

14 Vgl. Pesch 1984: 78f.; Vgl. Schnackenburg 1976: 21; Vgl. Mt 11, 12-14

15 Vgl. Hebr 11,37

16 Pesch 1984: 80

17 Vgl. Jes 63,19 ; 3 Makk 6,18

18 Anm.: Die hier vollzogene Tauchtaufe kann als initiastischer Ritus aufgefasst und gedeutet werden, da Jesu seine Vision erst nach dem Auftauchen erfährt, was als symbolische Auffahrt begriffen werden kann, oder gar als rituelle Neugeburt nach dem »ersten Tod« während der Einweihung Jesu durch Gott. Dass wir es hier mit einer Einweihung zu tun haben, wird auch nochmals in Anm. 29 deutlich.

Vgl. Eliade 1976: 225ff.; ebenso Eliade 1957: 78ff.; ebenso Forstner 1977: 69ff.; ebenso Forstner 1991: 97ff.

19 Schnackenburg 1976: 25

20 Pesch 1984: 92

21 Anm.: Zu überlegen ist, ob der Kampf Jesu gegen Satan schicksalhaft für spätere Dämonenaustreibungen (vgl. Kap. 2.6.; ebenso Kap. 2.8.) gedeutet werden kann.

22 Vgl. Jes 11,6-8 ; Jes 65,25

23 Vgl. Pesch 1984: 95f.

24 Vgl. Ex 16,35 ; Dtn 1,3 ; Dtn 2,7 ; Dtn 8,2.4 ; Dtn 29,4 ; Am 2,10 ; Neh 9,21

25 Vgl. Gen 7,4

26 Vgl. Mt 4,2f. ; Dtn 9,9

27 Vgl. Ex 24,18 ; Ex 34,28 ; Dtn 9,9

28 Vgl. Pesch 1984: 95

29 Anm.: Durch die Voranstellung der Verse 9-13 ist annehmbar, dass Jesus das Evangelium Gottes erst durch die Beseelung des Heiligen Geistes und seines paradiesischen Aufenthaltes in der Wüste erlangte.

30 Schnackenburg 1976:37

31 Vgl. Gal 4,4, ; Tob 14,6 ; Jes 56,1 ; Ez 7,12 ; Klgl 4,18

32 Vgl. Eliade 1981: 143ff.; ebenso Eliade 1953: 163ff.; Vgl. dazu auch Theißen 1997: 229f.

33 Zur Charakteristik der Berufung vgl. Theißen 1997: 198

34 Vgl. Pesch 1984: 109 im Gegensatz zu Lührmann 1987:47, der eine solche Form bestreitet.

35 Vgl. Schnackenburg 1976: 43

36 Pesch 1984: 113

37 Pesch 1984: 113

38 Vgl. Pesch 1984: 109 ff.

39 Vgl. Schnackenburg 1976: 44

40 Schnackenburg 1976: 35

41 Zur Charakteristik Jesus als Lehrer vgl. Theißen 1997: 311

42 Vgl. Pesch 1984: 119

43 Anm.: Durch die explizite Nennung der Schriftgelehrten wird hier zum ersten Mal auf den späteren Konflikt zwischen Jesus und den Schriftgelehrten vorgegriffen, der sich, sukzessiv steigernd vom stummen Widerspruch (2,6), Frage an die Jünger (2,16), Frage an Jesus (2,18), öffentliche Verwarnung (2,23), Auflauern (3,2), bis zum eskalierenden Todesbeschluß (3,6) aufbaut. Vgl. zu diesem Konflikt auch Theißen 1997: 208

44 Vgl. Pesch 1984: 121

45 Zur Charakteristik der Exorzismen vgl. Theißen 1997: 265f.

46 Vgl. dazu Pesch 1984: 119, der eine Neunteilung vorschlägt

47 Vgl. Mk 1,32ff. ; Mk 1,40ff. ; Mk 2,1ff.

48 Anm.: Die Nennung des Namens beruht hierbei auf der Vorstellung, dass dadurch Macht ausgeübt werden kann, der Name somit eine gewisse Magie besitzt. Eine Vorstellung, die sich auch in alten Märchen bewahrt hat, bspw. Rumpelstilzchen. Vgl. Frazer 1977: 355ff.; ebenso Ziegler 1936: 39f.

49 Zur Charakteristik neutestamentlicher Wundergeschichten vgl. Kap. 5; ebenso Theißen 1997: 258f

50 Pesch 1984: 123

51 Anm.: Es ist zu beachten, dass Jesu die chaotischen Kräfte alleine durch das Wort beherrscht, wie Gott als Teil des Schöpfungsakt das Chaos durch das Wort ordnete, vgl. Joh 1,1ff.

52 Vgl. Mk 1,34.39 ; Mk 3,11 ; Mk 5,1-20 ; Mk 9,25f.

53 Schnackenburg 1976: 48

54 Vgl. Mk 2,9.11 ; Mk 5,41 ; Mk 9,27 ; Mk 10,49

55 Zur Charakteristik der Heilungswunder vgl Theißen 1997: 266

56 Anm.: Womöglich aufgrund der Ausbreitung seines Rufes. Vgl. Kap. 2.6.

57 Vgl. Mk 1,25 ; Mk 3,12

58 Vgl. Mk 1,44

59 Schnackenburg 1976: 56

60 Vgl. dazu Pesch 1984: 135, der von einem Messiasgeheimnis spricht

61 Schnackenburg 1976: 29

62 Anm.: In Kombination zu Anm. 29 ist hier zu überlegen, ob die Gewissheit Jesus, über seinen Auftrag, durch das zuvor vollzogene Gebet erfahren wurde.

63 Vgl. Pesch 1984: 143

64 Vgl. Mk 3,10 ; Mk 5,27ff. ; Mk 6,56 ; Mk 7,33 ; Mk 8,22 ; Mk 10,13

65 Vgl. Pesch 1984: 145

66 Vgl. Pesch 1984: 142

67 Vgl. Lev 13-14

68 Anm.: Dieses Streitgespräch ist der Anfang des sich steigernden Konfliktes zwischen Jesus und den Schriftgelehrten, vgl. Anm. 39.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Einführung in die Methoden der biblischen Exegese. Markusevangelium
Hochschule
Universität Siegen
Note
1,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
28
Katalognummer
V493441
ISBN (eBook)
9783668991033
ISBN (Buch)
9783668991040
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Markusevangelium, Bibelexegese
Arbeit zitieren
Volker Hein (Autor), 2010, Einführung in die Methoden der biblischen Exegese. Markusevangelium, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/493441

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