Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Fallbetrachtung anhand zweier Ethikmodelle aus Sozialpädagogischer Perspektive

Titel: Fallbetrachtung anhand zweier Ethikmodelle aus Sozialpädagogischer Perspektive

Hausarbeit , 2018 , 26 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Renate Dertinger (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit soll der Frage nachgegangen werden, was mit der Würde eines Menschen geschieht, der an Demenz erkrankt ist und welche Unterstützung die Soziale Arbeit Betroffenen wie Angehörigen bei der Auseinandersetzung aufkommender ethischer Fragen geben kann.

Ethik der Sozialen Arbeit befasst sich nach Hans-Ulrich Dallmann und Fritz Rüdiger Volz mit der Erörterung als auch der Problematisierung von ernsten Fragen welche die Lebensführung von Personen betrifft. Es ist eine angewandte Ethik, welche nach Kriterien und Möglichkeiten fragt wie die Praxis gelingen kann und stellt somit eine Berufsethik Sozialer Arbeit dar. In erster Linie ist davon die Beziehung zwischen SozialarbeiterInnen und AdressatInnen betroffen. Auf diese Beziehung nimmt die jeweilige Organisation welche Maßnahmen zum Beziehungsaufbau anbietet Einfluss.

Die Organisation wiederum orientiert sich am professionellen Selbstverständnis sowie dem sozialpolitischen Auftrag an die Soziale Arbeit. Eingebettet ist die Beziehung in die jeweiligen gesellschaftlichen Zusammenhänge in welchen sich Professionelle wie AdressatInnen befinden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Fragestellung der Hausarbeit

1.1.Aufbau der Arbeit

1.2.Hinführung zur philosophischen Ethik

2. Walter Jens

2.1. Begriffsannäherungen

Menschenwürde

Selbstbestimmung

3. Deontologische Ethik oder Pflichtethik

Freiheit

Kategorischer Imperativ

Selbstzwecklichkeit

3.1 Dworkin

4. Wertethik

4.1 Jaworska

5. Die Ethikmodelle bezogen auf Walter Jens

5.1 Die Deontologische Ethik und das Anliegen des Walter Jens

5.2 Die Wertehtik und das Anliegen des Walter Jens

6. Die Soziale Arbeit und Walter Jens

Das Ziel der Sozialen Arbeit

Handlungsfeld Beratungsstelle

Familie Jens in der Beratungsstelle

Sozialpsychiatrischer Dienst für alte Menschen im Landkreis Esslingen - SOFA

7. Fazit

8. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht ethische Fragestellungen bei Demenzerkrankungen am Beispiel des Schriftstellers Walter Jens und analysiert, wie die Soziale Arbeit Betroffene und Angehörige in diesem Kontext unterstützen kann. Im Fokus steht dabei die Auseinandersetzung mit den Konzepten der Menschenwürde und Selbstbestimmung unter Anwendung unterschiedlicher ethischer Modelle.

  • Analyse der Ethikmodelle von Kant, Dworkin und Scheler im Kontext von Demenz
  • Untersuchung des Verhältnisses von Autonomie, Würde und Sterbehilfe
  • Bedeutung der sozialen Beratung für Angehörige von Demenzkranken
  • Die Rolle der Sozialen Arbeit bei der ethischen Fallberatung
  • Kritische Reflexion über Lebensqualität und den Wert des Lebens im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf

Auszug aus dem Buch

3.1 Dworkin

Dworkin fragt welche ethischen Rechte ein Mensch der an Demenz erkrankt ist, im fortgeschrittenen Stadium besitzt. Welche er behalten sollte und was „das Beste“ für die Betroffenen ist (vgl. Dworkin, 1994, S. 304). Dabei betrachtet Dworkin einmal das Leben eines Menschen vor seiner Demenz Erkrankung und einmal danach. Eine seiner Fragen richtet sich an den Erhalt der Würde eines an Demenz erkrankten Menschen (vgl. ebd., 1994, S. 307). Im ersten Teil seiner Ausführungen würde jede seiner Argumentationen ob die der Selbstbestimmung auf Basis der Evidenzbegründung wie auch auf Basis der Stimmigkeitsbegründung und der Fürsorge gegen den Zuspruch eines Rechts auf Würde bei Menschen mit Demenz sprechen. Da Betroffene nach seiner Beweisführung, ihre Fähigkeiten zur Autonomie verlieren (vgl. ebd., 1994, S. 308-324). Dasselbe gilt für die erlebnisbezogenen Interessen eines Menschen, wenn er nicht mehr in der Lage ist, kritische Interessen zu äußern (vgl. ebd., 1994, S. 324-328). Erst mit Bezug auf die wertebezogenen Interessen wird begründet, warum Menschen mit Demenz ein Recht auf Würde zusteht. Wertebezogene Interessen gehen einher mit dem intrinsischen Wert und dieser steht für „die Heiligkeit“ sowie Unverletzlichkeit eines Lebens. Die wertebezogenen Interessen betreffen sowohl die Interessen als auch den Charakter des ganzen Lebens eines Menschen und diese besitzt auch ein Mensch mit Demenz. Mit wertebezogenen Interessen wird der Mensch geboren (vgl. ebd, S. 328) und alles was im Leben eines Menschen geschieht, auch im Zustand der Demenz, hat Einfluss auf den Erfolg oder Wert seines ganzen Lebens (vgl. ebd., S. 330). Deshalb ist auch ein Mensch mit Demenz noch eine Person deren „Gesamtwert seines Lebens nach wie vor intrinsisch wichtig ist“ (ebd., S. 330). Ebenfalls besteht weiterhin die Gültigkeit als Mensch ein moralisches Wesen zu sein. Deshalb darf mit diesem Mensch nichts geschehen was ihm je nach gesellschaftlicher Definition seine Würde nähme, denn der intrinsische Wert eines Menschen ist heilig (vgl. Dworkin, 1994, S. 330).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Ethik der Sozialen Arbeit als angewandte Ethik und Darlegung der Fragestellung bezüglich Würde bei Demenz.

1. Fragestellung der Hausarbeit: Definition der Zielsetzung der Arbeit und Vorstellung des methodischen Aufbaus.

2. Walter Jens: Darstellung des Lebenslaufs von Walter Jens als Fallbeispiel zur ethischen Diskussion um Demenz und Würde.

3. Deontologische Ethik oder Pflichtethik: Erläuterung der Ethik von Immanuel Kant und deren Anwendung auf Autonomie sowie Sterbehilfe.

4. Wertethik: Einführung in die Philosophie von Max Scheler und den Fokus auf objektive Werte.

5. Die Ethikmodelle bezogen auf Walter Jens: Anwendung der behandelten ethischen Modelle auf das konkrete Anliegen von Walter Jens.

6. Die Soziale Arbeit und Walter Jens: Diskussion der Rolle der Sozialen Arbeit, insbesondere der Beratungsfunktion, für betroffene Familien.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Thematik und Reflexion über die Bedeutung der Menschenwürde im Alter.

8. Ausblick: Diskussion aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen im Umgang mit Demenz und notwendige Rahmenbedingungen.

Schlüsselwörter

Ethik, Soziale Arbeit, Demenz, Menschenwürde, Selbstbestimmung, Sterbehilfe, Beratung, Immanuel Kant, Max Scheler, Ronald Dworkin, Lebensqualität, Autonomie, Wertethik, Angehörigenberatung, Fallbetrachtung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die ethische Herausforderung, die eine Demenzerkrankung für das Selbstbild, die Würde und das Leben eines betroffenen Menschen darstellt, illustriert durch das Beispiel von Walter Jens.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themenfelder sind die angewandte Ethik, die Menschenwürde, das Konzept der Autonomie und die Möglichkeiten der professionellen Beratung in der Sozialen Arbeit.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, was mit der Würde eines an Demenz erkrankten Menschen geschieht und welche Unterstützung die Soziale Arbeit Betroffenen und Angehörigen bei ethischen Konflikten bieten kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Arbeit, die philosophische Ethikmodelle (insbesondere Kant, Scheler, Dworkin) mit einer praxisnahen Fallbetrachtung verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die ethischen Positionen zu Würde und Autonomie und überträgt diese auf die Situation des Walter Jens. Zudem wird das Handlungsfeld der psychosozialen Beratung für Familien im Kontext von Demenz beleuchtet.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen neben der Demenz vor allem die Menschenwürde, die Autonomiefähigkeit, der Kategorische Imperativ, die Wertethik und die ethische Fallberatung.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Angehörigen?

Die Angehörigen werden als Akteure in einem ethischen Dilemma zwischen dem früheren Wunsch des Betroffenen nach einem "würdigen Ende" und dem Wunsch nach Erhalt des noch vorhandenen Lebenswillens dargestellt.

Welche Bedeutung hat das Beispiel Walter Jens für die Soziale Arbeit?

Walter Jens dient als exemplarisches Fallbeispiel, um die theoretischen Konzepte von Würde und Selbstbestimmung in einem realen Beratungsszenario kritisch auf ihre Praxistauglichkeit hin zu prüfen.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Fallbetrachtung anhand zweier Ethikmodelle aus Sozialpädagogischer Perspektive
Veranstaltung
Ethik Seminar
Note
1,3
Autor
Renate Dertinger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
26
Katalognummer
V493475
ISBN (eBook)
9783668996526
ISBN (Buch)
9783668996533
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ethik Kant Max Scheler Deontologische Ethik Werteethik Walter Jens Dworkin Jaworka
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Renate Dertinger (Autor:in), 2018, Fallbetrachtung anhand zweier Ethikmodelle aus Sozialpädagogischer Perspektive, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/493475
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  26  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum