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Karl Marx "Das Kapital". Ware, Geld und der Fetischcharakter

Title: Karl Marx "Das Kapital". Ware, Geld und der Fetischcharakter

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Nora Allbadei (Author)

Philosophy - Philosophy of the 19th Century
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Die folgende Arbeit befasst sich mit einer Kritik des ersten Kapitels von Marx Werk "Das Kapital", spezieller mit einer Kritik seiner Konzepte der zwei Faktoren der Ware, der Rolle der Arbeit für den Wert der Ware und dem Fetishcharakter der Ware.

"Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie" erschien vor rund 150 Jahren, im Jahr 1867. Seither ist dieses Werk wesentlicher Bestandteil der Weltgeschichte. Die Absicht, die Marx in seiner Kritik der politischen Ökonomie verfolgt ist die Darstellung des Produktionsprozesses des Kapitals, also mehr als der Titel verspricht. Marx legt die innere Dynamik der Produktionsweise in kapitalistischen Gesellschaften dar und untersucht die Charakteristika, die der kapitalistischen Produktionsweise zugrunde liegen. Diese Darstellung der Ökonomie ist zugleich ihre Kritik.

Am Werk des Kapitals orientiert wird eine ausführliche Darstellung und Interpretation des ersten Kapitels dargeboten. Zu klären sind im ersten Kapitel die zwei Faktoren der Ware. Anschließend wird die Rolle der Arbeit für den Wert der Ware untersucht. Das geschieht im zweiten Kapitel. In Kapitel drei werden die unterschiedlichen Wertformen dargelegt. Schließlich befassen wir uns in Kapitel vier mit dem Fetischcharakter der Ware.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Ware

2.1 Gebrauchswert

2.2 Tauschwert

3. Doppelcharakter der in den Waren dargestellten Arbeit

4. Die Wertformen und das Geld

5. Der Fetischcharakter der Ware

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das erste Kapitel von Karl Marx’ Werk „Das Kapital“ in einem gesellschaftstheoretischen Diskurs ausführlich darzustellen und zu interpretieren, um die Grundlagen der Marxschen Ökonomiekritik verständlich zu machen.

  • Die Analyse der Ware als Elementarform des kapitalistischen Reichtums.
  • Die Differenzierung zwischen Gebrauchswert und Tauschwert.
  • Der Doppelcharakter der Arbeit (konkrete vs. abstrakte Arbeit).
  • Die logische Herleitung der Wertformen bis hin zur Geldform.
  • Die Untersuchung des Warenfetischismus als gesellschaftliches Phänomen.

Auszug aus dem Buch

5. Der Fetischcharakter der Ware

Marx behandelt am Ende des Kapitels, das was auf den ersten Seiten des Kapitals schon angedeutet wurde, wenn er von gespenstiger Gegenständlichkeit spricht. „Eine Ware scheint auf den ersten Blick ein selbstverständliches, triviales Ding. Ihre Analyse ergibt, daß sie ein sehr vertracktes Ding ist, voll metaphysischer Spitzfindigkeit und theologischer Mucken“ (MEW 23, S. 58). Weiter spricht er vom mytische[n] Charakter und vom übersinnliche[n] Ding (ebd.). Was ist dieser Fetischcharakter und wie kommt er den Waren zu? Zuallererst gilt es den Begriff Fetischismus zu klären. Fetischismus ist der Glaube an magischen, übernatürlichen Kräften in Verbindung mit Verehrung bestimmter Gegenstände. Abzugrenzen hiervon ist das heute verbreitete Verständnis im Sinne von sexuellem Fetischismus. Wenn Marx vom Warenfetisch spricht hat dies auch eine gesellschaftskritische Komponente, denn so verdeutlicht er, dass die bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft keineswegs so fortgeschritten und rational ist wie sie von sich glaubt. Denn der Fetischismus war in westafrikanischen Stammesgesellschaften verbreitet, zu dieser Zeit galten solche Praktiken als Beleg Rückständigkeit (Quante / Schweikard 2016, S. 178). Woher kommt dieses Geheimnisvolle der Ware? Nicht als Gebrauchswert kommt der Ware dieser mystische Charakter zu, denn als Gebrauchswert bleibt es ein sinnliches Ding. Ebenso wenig entspringt dieser rätselhafte Charakter dem Inhalt der Wertbestimmung, also der Arbeitszeit. Marx merkt an, dass sobald ein Produkt als Ware auftritt verwandelt es sich in ein sinnlich übersinnliches Ding. Geheimnisvoll ist also die Warenform selbst. Gesellschaftlichen Charakter erhalten Waren auf dem freien Markt als Endprodukte verschiedener Produzenten in einem Austauschverhältnis.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet das Werk „Das Kapital“ historisch und theoretisch und benennt das Ziel der Arbeit, das erste Kapitel einer kritischen Interpretation zu unterziehen.

2. Die Ware: Dieses Kapitel definiert die Ware über ihre Nützlichkeit und ihren Tauschwert, wobei zwischen dem Gebrauchswert und dem Tauschwert unterschieden wird.

2.1 Gebrauchswert: Hier wird dargelegt, dass der Gebrauchswert die materielle Nützlichkeit eines Gutes beschreibt, die unabhängig von der aufgewendeten Arbeit ist.

2.2 Tauschwert: Dieser Abschnitt erläutert den Tauschwert als gesellschaftliches Verhältnis, das auf der abstrakt-menschlichen Arbeit basiert und sich in quantitativen Austauschverhältnissen äußert.

3. Doppelcharakter der in den Waren dargestellten Arbeit: Das Kapitel führt aus, wie konkrete Arbeit Gebrauchswerte und abstrakte Arbeit den Wert einer Ware produziert.

4. Die Wertformen und das Geld: Hier erfolgt eine Analyse der Entwicklung von der einfachen über die entfaltete zur allgemeinen Wertform, die schließlich in der Geldform mündet.

5. Der Fetischcharakter der Ware: Das Kapitel untersucht, warum Waren als „sinnlich übersinnliche“ Dinge erscheinen und wie gesellschaftliche Beziehungen als sachliche Verhältnisse missverstanden werden.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zur Warenanalyse, dem Arbeitsbegriff, der Geldentstehung und dem Warenfetisch zusammen.

Schlüsselwörter

Karl Marx, Das Kapital, Ware, Gebrauchswert, Tauschwert, konkrete Arbeit, abstrakte Arbeit, Wertform, Geldform, Warenfetischismus, Ökonomiekritik, politische Ökonomie, gesellschaftliches Verhältnis, Wertgegenständlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Interpretation des ersten Kapitels von Karl Marx’ Hauptwerk „Das Kapital“, insbesondere mit den Begriffen Ware, Wert und Geld.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Warenanalyse, der Doppelcharakter der Arbeit, die Herleitung der Geldform aus dem Wertverhältnis sowie der Fetischcharakter der Ware.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Darstellung und Interpretation der Marxschen Grundlagen der Ökonomiekritik, um zu klären, wie gesellschaftliche Verhältnisse in der Warenform verborgen liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer deskriptiven Analyse und Interpretation der Marxschen Originaltexte und einschlägiger Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Gebrauchswert, Tauschwert, der zwei Arten der Arbeit, der Wertformanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Fetischismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Warenfetischismus, abstrakte Arbeit, Wertform und Ökonomiekritik charakterisiert.

Warum unterscheidet Marx zwischen konkreter und abstrakter Arbeit?

Die Unterscheidung ist zentral, da die konkrete Arbeit den Gebrauchswert eines Produkts bestimmt, während die abstrakte Arbeit die Grundlage für den gesellschaftlich messbaren Wert einer Ware bildet.

Wie ist der Warenfetischismus laut der Arbeit zu verstehen?

Der Fetischismus beschreibt den Umstand, dass Menschen gesellschaftliche Beziehungen zwischen sich selbst als bloße sachliche Beziehungen zwischen Waren wahrnehmen, was die wahre Natur der ökonomischen Produktion verschleiert.

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Details

Title
Karl Marx "Das Kapital". Ware, Geld und der Fetischcharakter
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
1,3
Author
Nora Allbadei (Author)
Publication Year
2017
Pages
14
Catalog Number
V493637
ISBN (eBook)
9783346009692
ISBN (Book)
9783346009708
Language
German
Tags
karl marx kapital ware geld fetischcharakter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nora Allbadei (Author), 2017, Karl Marx "Das Kapital". Ware, Geld und der Fetischcharakter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/493637
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