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Sinti und Roma. Geschichte, Antiziganismus und Bildungsaufträge

Title: Sinti und Roma. Geschichte, Antiziganismus und Bildungsaufträge

Term Paper , 2011 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Katharina Grieß (Author)

Pedagogy - Intercultural Pedagogy
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In der vorliegenden Hausarbeit möchte ich mich näher mit der Minderheitengruppe der Sinti und Roma auseinandersetzen. Dabei werde ich zunächst erläutern, woher die Begriffe "Sinti, Roma und Zigeuner" stammen und welche Geschichte hinter diesem Volk steht.

Anschließend möchte ich beschreiben, in wie weit der Antiziganismus heutzutage noch vorherrscht und wie er unter anderem in Form von "Zigeunerbildern" in der Kinder- und Jugendliteratur in Erscheinung tritt. Darauf aufbauend soll erläutert werden, welche Handlungsmöglichkeiten und Bildungsaufträge sich für mich, als angehende Lehrerin daraus ergeben.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Begriffe „Sinti“, „Roma“ und „Zigeuner“

3. Die Geschichte der Sinti und Roma

3.1 Fortschritte seit Ende der 1970er Jahre

3.2 Rückschläge seit 1989

4. Antiziganismus heute

5. Bildungsauftrag der Institution Schule

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Situation der Minderheitengruppe der Sinti und Roma in Deutschland, wobei der Fokus auf der historischen Herleitung von Begrifflichkeiten, der Analyse von Antiziganismus und den pädagogischen Handlungsoptionen im schulischen Kontext liegt.

  • Etymologie und historische Herkunft der Bezeichnungen Sinti, Roma und Zigeuner
  • Historische Verfolgung und Marginalisierung vom Mittelalter bis zur Nachkriegszeit
  • Die Rolle der Bürgerrechtsbewegung und politische Entwicklungen seit 1970
  • Strukturen des Antiziganismus in der heutigen Gesellschaft
  • Der Bildungsauftrag und antirassistische Strategien in der Institution Schule

Auszug aus dem Buch

3. Die Geschichte der Sinti und Roma

Warum es damals zu der großen Völkerwanderung der Roma und Sinti gekommen ist und sie ihre Heimat verlassen haben, bleibt ungewiss. Möglicherweise liegen die Ursachen in Vertreibung, Verschleppung oder Flucht, bedingt durch die Raubzüge der arabischen Eroberer zwischen dem 8.und 12. Jahrhundert (vgl. Krausnick/Strauß 2008, S.30). Das älteste Schriftstück, welches belegt, dass die Sinti und Roma im deutschen Reich eingetroffen sind, stammt aus dem Jahr 1407. Anfangs wurden die Sinti und Roma, welche ausgaben Christen auf einer langen Buß- und Pilgerfahrt zu sein, weitestgehend toleriert. Nach und nach machte sich dann aber doch immer mehr Unmut gegenüber dieser „dunkelhäutigen Sippe mit fremder Sprache“ (Krausnick/Strauß 2008, S.32) breit. Die Einheimischen fühlten sich von diesem wandernden Händler- und Handwerkervolk bedroht und machten sie immer häufiger zum Sündenbock für alle ungeklärten Missverhältnisse und Schandtaten. Auch die Kirche verfolgte und verurteilte die Sintiza und Romnija, welche sich der Kunst des Wahrsagens und Handlesens bedienten (vgl. Krausnick/Strauß 2008, S.32ff). Die Sinti und Roma wurden als Heiden oder Verbündete des Teufels gesehen.

Mit einem Beschluss des Reichstags zu Freiburg beginnt dann die große Verfolgung der Sinti und Roma im Jahr 1481. Sie gelten von nun an als vogelfrei. In den Jahren 1497 bis 1774 werden insgesamt 146 Verordnungen erlassen, die jegliche Arten von Gewalt, bis hin zum Töten, an den Sinti und Roma erlauben. (vgl. Krausnick/Strauß 2008, S.35ff)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Zielsetzung der Arbeit dar, die Minderheitengruppe zu beleuchten und den Bildungsauftrag für angehende Lehrkräfte abzuleiten.

2. Die Begriffe „Sinti“, „Roma“ und „Zigeuner“: Dieses Kapitel erläutert die korrekten Selbstbezeichnungen und die problematische, historisch belastete Fremdbezeichnung „Zigeuner“.

3. Die Geschichte der Sinti und Roma: Das Kapitel zeichnet den langen Weg der Verfolgung und Marginalisierung von der Einwanderung im 15. Jahrhundert bis hin zur NS-Zeit und den schwierigen Prozess der Anerkennung nach 1945 nach.

3.1 Fortschritte seit Ende der 1970er Jahre: Es wird die Entstehung der Bürgerrechtsbewegung und die politische Aufarbeitung des Völkermordes durch den Zentralrat Deutscher Sinti und Roma beschrieben.

3.2 Rückschläge seit 1989: Dieses Kapitel thematisiert die erneute Verschlechterung der gesellschaftlichen Wahrnehmung und rechtlichen Situation nach dem Mauerfall durch den Anstieg von Vorurteilen.

4. Antiziganismus heute: Das Kapitel definiert den modernen Antiziganismus und analysiert die anhaltende Präsenz von Klischees in Medien und Gesellschaft.

5. Bildungsauftrag der Institution Schule: Hier wird die Rolle der Schule als Ort der antirassistischen Aufklärung und Reflexion über gesellschaftliche Machtverhältnisse diskutiert.

6. Fazit: Das Fazit fasst die persönliche Auseinandersetzung der Autorin mit dem Thema zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, Stereotype im Unterricht aktiv abzubauen.

Schlüsselwörter

Sinti, Roma, Antiziganismus, Minderheit, Diskriminierung, Rassismus, NS-Verfolgung, Holocaust, Bürgerrechtsbewegung, Pädagogik, Vorurteile, Schule, Geschichte, Identität, Integration

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit primär?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Geschichte und der aktuellen gesellschaftlichen Situation der Sinti und Roma in Deutschland sowie mit den Möglichkeiten, diesen Minderheiten in der Schule vorurteilsfrei und antirassistisch zu begegnen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Schwerpunkte sind die historische Etymologie der Begriffe, der Prozess der sozialen und politischen Ausgrenzung über Jahrhunderte hinweg, die Rolle der Medien bei der Verbreitung von Stereotypen und der Bildungsauftrag der Institution Schule.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Minderheit zu schaffen, die Mechanismen des Antiziganismus zu identifizieren und angehenden Lehrkräften methodische Wege aufzuzeigen, um Rassismus im Unterricht aktiv entgegenzuwirken.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle sozialwissenschaftliche und historische Fachliteratur sowie Dokumente der Bürgerrechtsbewegung ausgewertet werden, um die Thematik fundiert aufzubereiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historisch-etymologische Einordnung, eine Darstellung der Verfolgungsgeschichte vom Mittelalter bis in die Nachkriegszeit sowie eine Analyse des Antiziganismus in modernen Medien und der Schule.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die wichtigsten Schlagworte sind Antiziganismus, Sinti und Roma, Diskriminierung, antirassistische Pädagogik, Minderheitenrechte und Geschichtsaufarbeitung.

Welche Rolle spielt die Sprache bei der Definition der Sinti und Roma?

Die Autorin betont, dass die korrekte Bezeichnung aus dem Romanes stammt, während der Begriff „Zigeuner“ eine durch Vorurteile und nationalsozialistische Verfolgung belastete Fremdbezeichnung ist, die von den Betroffenen abgelehnt wird.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Schule im Umgang mit diesem Thema?

Die Schule wird als zentrale Institution gesehen, die aufgrund ihres Bildungsauftrags die moralische Verantwortung trägt, über Vorurteile aufzuklären und durch authentische Materialien rassistische Denkmuster bei Schülern aufzudecken.

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Details

Title
Sinti und Roma. Geschichte, Antiziganismus und Bildungsaufträge
College
University of Cologne  (Humanwissenschaftliche Fakultät)
Course
Minderheiten in Deutschland
Grade
1,7
Author
Katharina Grieß (Author)
Publication Year
2011
Pages
13
Catalog Number
V493665
ISBN (eBook)
9783668994928
ISBN (Book)
9783668994935
Language
German
Tags
sinti roma geschichte antiziganismus bildungsaufträge
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Grieß (Author), 2011, Sinti und Roma. Geschichte, Antiziganismus und Bildungsaufträge, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/493665
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