Mobbing am Arbeitsplatz nimmt immer weiter zu. Menschliches Verhalten entsteht aus einer Vielzahl von Erfahrungen und Umwelteinflüssen. Aktuelle Studien folgern daraus, dass Führungskräfte mobbinganfällige Personen bereits über ihre Persönlichkeitsmerkmale erkennen können.
Inwiefern unterscheiden sich also die Persönlichkeitsmerkmale von Personen mit und ohne Mobbing-Erfahrung am Arbeitsplatz? Können Unternehmen durch Persönlichkeitsanalysen frühzeitig erkennen, ob ein Mitarbeiter von Mobbing gefährdet sein wird?
Christine Bergmann weist nach, welche Tendenzen sich abzeichnen. Sie empfiehlt Firmen darüber hinaus, sensibler mit dem Thema umzugehen und betont die weitreichenden Folgen, die Mobbing am Arbeitsplatz haben kann. Ihr Buch richtet sich sowohl an Arbeitnehmer als auch an Arbeitgeber.
Aus dem Inhalt:
- Beruf;
- Psychologie;
- Gesundheit;
- Prävention;
- Stress;
- Konflikt
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Definition von Mobbing
2.2 Subjektive Bewertung von Mobbing-Attacken
2.3 Mobbing am Arbeitsplatz
2.4 Risikofaktoren bei Mobbing-Betroffenen
2.5 Persönlichkeitsmerkmale und Mobbing am Arbeitsplatz
3 Methode
3.1 Rahmenbedingungen
3.2 Methodischen Vorgehen
3.3 Durchführung und Auswertung
4 Ergebnisse
4.1 Persönliche Daten in Zusammenhang mit Mobbing-Erfahrung
4.2 Ergebnisdarstellung Deskriptive Statistik
4.3 Ergebnisdarstellung der subjektiven Bewertung von Mobbing-Attacken
4.4 Auswertung der Hypothese
4.5 Zusammenfassung der Befunde
5 Diskussion
5.1 Diskussion des methodischen Vorgehens
5.2 Diskussion der Rahmenbedingungen und der deskriptiven Statistik
5.3 Diskussion der Ergebnisse
6 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Forschungsarbeit untersucht den Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen (Big Five) auf die subjektive Bewertung von Mobbing-Attacken bei Personen mit und ohne Mobbing-Erfahrung am Arbeitsplatz, um durch die Identifikation spezifischer Risikoprofile präventive Maßnahmen zu ermöglichen.
- Analyse des Zusammenhangs zwischen Persönlichkeitsprofilen und Mobbing-Wahrnehmung
- Differenzierung zwischen Mobbing-Erfahrenen (am Arbeitsplatz vs. in anderen Situationen) und Mobbing-Unerfahrenen
- Untersuchung gesundheitlicher und betriebswirtschaftlicher Folgen von Mobbing
- Prävention durch frühzeitige Identifikation potenzieller Risikofaktoren
- Empirische quantitative Auswertung mittels Online-Fragebogen
Auszug aus dem Buch
2.1 Definition von Mobbing
Das Wort „Mobbing“ wurde erst Ende der sechziger Jahre durch den schwedischen Mediziner Peter Paul Heinemann aus der Tierforschung übernommen und auf das Verhalten von Kindern in Gruppen übertragen (vgl. Heilmann, 2002, S. 43). Dieses Gruppenverhalten zeichnete sich dadurch aus, dass es ein einzelnes Kind in eine soziale Situation manövrierte, die mit Selbstmord enden könnte (ebd.).
Das Wort selbst kommt vom englischen „to mob“ und bedeutet „bedrängen, attackieren oder angreifen“ (vgl. Litzcke et al., 2013, S. 100).
Der Mobbing-Forscher Heinz Leymann definiert Mobbing wie folgt:
„Der Begriff Mobbing beschreibt negative kommunikative Handlungen, die gegen eine Person gerichtet sind (von einer oder mehreren anderen) und die sehr oft und über einen längeren Zeitraum hinaus vorkommen und dann die Beziehung zwischen Täter und Opfer kennzeichnet.“ (Leymann, 1994, S. 21).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Mobbing am Arbeitsplatz ein und definiert die zentrale Fragestellung der Arbeit.
2 Theoretischer Hintergrund: Das Kapitel beleuchtet Definitionen von Mobbing, dessen Verbreitung sowie die psychologischen Auswirkungen und Risikofaktoren bei Betroffenen.
3 Methode: Hier werden das Untersuchungsdesign, die eingesetzten Messinstrumente (BFI-2) sowie die Stichprobenbeschreibung und das methodische Vorgehen dargelegt.
4 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptive Statistik der erhobenen Daten und die Auswertung der Hypothesen mittels t-Test.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt, Limitationen der Studie diskutiert und die methodische Vorgehensweise reflektiert.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Schlüsselwörter
Mobbing am Arbeitsplatz, Big Five Inventory 2, Persönlichkeitsmerkmale, Extraversion, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit, Negative Emotionalität, Offenheit, Mobbing-Erfahrung, Subjektive Bewertung, Stress, Arbeitsunfähigkeit, Prävention, Online-Befragung, Empirische Studie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen individuellen Persönlichkeitsmerkmalen und der subjektiven Wahrnehmung bzw. Bewertung von Mobbing am Arbeitsplatz.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die psychologische Mobbing-Definition, die Big-Five-Persönlichkeitspsychologie, die Analyse von Risikofaktoren bei Betroffenen sowie die volkswirtschaftlichen Folgen von Mobbing.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, Unterschiede in der Bewertung von Mobbing-Situationen zwischen Mobbing-Erfahrenen und Mobbing-Unerfahrenen aufzuzeigen, um präventive Strategien zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine empirische Querschnittsstudie in Form einer standardisierten Online-Befragung durchgeführt, deren Daten deskriptiv und mittels t-Test ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst den theoretischen Rahmen, die methodische Vorgehensweise mit Beschreibung des BFI-2 Fragebogens sowie die ausführliche Ergebnisdarstellung und Diskussion.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Mobbing am Arbeitsplatz, Persönlichkeitstests (Big Five), Stressbewältigung, betriebswirtschaftliche Schäden und Mobbing-Prävention.
Warum wurden die Probanden in drei Profile unterteilt?
Die Einteilung in die Profile (am Arbeitsplatz erfahren, anderweitig erfahren, unerfahren) erfolgte, um eine präzisere statistische Vergleichbarkeit und Identifikation von Unterschieden zu ermöglichen.
Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Bedeutung von Offenheit?
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Mobbing-Unerfahrene tendenziell offener gegenüber Neuem sind, was als potenzieller Schutzfaktor vor Mobbing-Gefährdung interpretiert werden könnte.
- Arbeit zitieren
- Christine Bergmann (Autor:in), 2019, Mobbing am Arbeitsplatz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/493684