Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Accounting and Taxes

Wertrelevanz von Forschungs- und Entwicklungskosten

Bilanzanalyse nach IAS 38

Title: Wertrelevanz von Forschungs- und Entwicklungskosten

Bachelor Thesis , 2019 , 50 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Julia Vogel (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit wird untersucht, ob F&E-Ausgaben nach den Vorschriften des IAS 38 wertrelevant abgebildet werden. Aufgrund des Wandels von einer Industrie- zu einer Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft gewannen die immateriellen Vermögensgegenstände in den letzten Jahren an Bedeutung. Durch die Globalisierung des Handels und den dadurch immer stärker werdenden Wettbewerb, spielen immaterielle Vermögensgegenstände für die Unternehmen eine immer größere Rolle. Sie sind die Treiber der Innovation, die sowohl für Wettbewerbsvorteile der Unternehmen entscheidend sind, um sich von den Konkurrenten abzusetzen, als auch verantwortlich für das Wachstum von Unternehmen. Die Voraussetzung von Innovation sind Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Diese Ausgaben stellen mittlerweile den größten Anteil der selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände dar. Jedoch kann die Rechnungslegung mit diesem Wandel nicht ganz Schritt halten und bis heute liegt der Fokus auf der Abbildung von materiellen Vermögensgegenständen, was dazu führt, dass in den Bilanzen meist nicht mehr die reale wirtschaftliche Lage des Unternehmens widergespiegelt wird.

Bis heute gibt es aufgrund des unsicheren zukünftigen Nutzens von F&E- Ausgaben kontroverse Diskussionen, ob F&E-Kosten als Vermögenswerte aktiviert werden sollten oder als sofortiger Aufwand erfasst werden müssen. Selbst die verschiedenen Standardsetter sind sich über die wahrheitsgemäße bilanzielle Darstellung von F&E- Ausgaben uneinig. In den USA müssen F&E-Ausgaben sofort als Aufwand erfasst werden, mit Ausnahme von Softwareentwicklungskosten. Das International Accounting Standards Board vertritt in dieser Diskussion die Seite der Relevanz. Es ist der Meinung, dass die Aktivierung von F&E-Ausgaben nützliche Informationen über zukünftige wirtschaftliche Erträge für Jahresabschlussadressaten enthält. Der International Accounting Standard 38 ist einer der ersten Versuche die Bilanzierung von immateriellen Vermögensgegenständen und auch besonders von F&E-Ausgaben zu vereinheitlichen. Durch die verpflichtende Umstellung in Europa auf die International Financial Reporting Standards im Jahr 2005 soll die Qualität der Rechnungslegung verbessert und zugleich auch vergleichbarer werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bilanzielle Behandlung von Forschungs- und Entwicklungskosten nach IAS 38

2.1. Ansatz von Forschungs- und Entwicklungskosten nach IAS 38

2.2. Bewertung von Forschungs- und Entwicklungskosten nach IAS 38

3. Definition und Messung der Wertrelevanz von Rechnungslegungsinformationen

4. Empirische Untersuchungen zur Wertrelevanz von aktivierten Forschungs- und Entwicklungskosten

4.1. Untersuchung der Wertrelevanz anhand des Markwertes

4.2. Untersuchung der Wertrelevanz anhand des Aktienkurses

4.3. Untersuchung der Wertrelevanz anhand der Aktienrendite

4.4. Einfluss von opportunistischen Verhalten von Managern auf die Wertrelevanz von aktivierten Forschungs- und Entwicklungskosten

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die bilanzielle Abbildung von Forschungs- und Entwicklungskosten (F&E) gemäß den Vorschriften des IAS 38 wertrelevant für Investoren am Kapitalmarkt ist und welche Rolle dabei der Ermessensspielraum des Managements spielt.

  • Grundlagen der bilanziellen Behandlung von F&E-Kosten nach IAS 38
  • Theoretische Abgrenzung und Messmodelle der Wertrelevanz von Rechnungslegungsinformationen
  • Empirische Analyse der Auswirkungen aktivierter F&E-Kosten auf Marktwerte, Aktienkurse und Aktienrenditen
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen opportunistischem Managerverhalten und der Wertrelevanz
  • Diskussion der Auswirkungen von Aktivierungspflichten gegenüber Wahlrechten auf die Informationsqualität

Auszug aus dem Buch

4. Empirische Untersuchungen zur Wertrelevanz von aktivierten Forschungs- und Entwicklungskosten

Nachdem die Grundzüge des IAS 38 bekannt sind und der Begriff Wertrelevanz abgegrenzt ist, kann die Frage untersucht werden, ob die Rechnungslegungsvorschriften nach IAS 38 und damit die anteilige Aktivierung von Entwicklungskosten sowie die Aufwandserfassung von F&E-Ausgaben wertrelevante Informationen zu Verfügung stellen. Im ständigen Konflikt zwischen Objektivität und Relevanz bei der Abbildung von F&E-Ausgaben, vertritt der ISAB durch den IAS 38 die Seite der Relevanz. F&E-Ausgaben werden als Investition von Zeit und Geld gesehen, die dem Unternehmen in Zukunft einen Vorteil gegenüber den Konkurrenten verschaffen können und enthalten somit Informationen über den Unternehmenswert, der den Jahresabschlussadressaten nicht vorenthalten werden sollte. Durch die verschiedenen Ansatzkriterien des IAS 38 versucht der IASB einen Ausgleich zwischen Relevanz und Verlässlichkeit der Rechnungslegung zu erreichen. Aufgrund der Argumentation des IASB wird die Hypothese aufgestellt, dass F&E-Ausgaben, wenn sie nach den Vorschriften des IAS 38 abgebildet werden, wertrelevant sind.

Bei den Untersuchungen muss jedoch ein besonderes Augenmerk auf die Ermessensspielräume des IAS 38 gelegt werden, da durch diese die Wertrelevanz eingeschränkt werden könnte. Angesichts der Relevanz dieser Untersuchung für die Standardsetter gibt es ein breites Spektrum an Literatur, das sich mit der Untersuchung von Wertrelevanz von F&E-Ausgaben beschäftigt. Die Wertrelevanz wird im Folgenden anhand verschiedener Börsendaten, wie Marktwert, Aktienkurs sowie Aktienrendite untersucht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die wachsende Bedeutung immaterieller Vermögenswerte und die Schwierigkeiten der Rechnungslegung, diese korrekt abzubilden, insbesondere hinsichtlich der kontroversen Behandlung von F&E-Kosten.

2. Bilanzielle Behandlung von Forschungs- und Entwicklungskosten nach IAS 38: Es werden die strengen Ansatzkriterien und Bewertungsvorschriften für selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte erläutert, wobei ein Fokus auf dem durch den Standard eingeräumten Ermessensspielraum liegt.

3. Definition und Messung der Wertrelevanz von Rechnungslegungsinformationen: Dieses Kapitel definiert Wertrelevanz im Kontext der Kapitalmarktrelevanztheorie und stellt das Feltham-Ohlsen-Modell als zentrales methodisches Instrument für die empirische Analyse vor.

4. Empirische Untersuchungen zur Wertrelevanz von aktivierten Forschungs- und Entwicklungskosten: In verschiedenen Teilkapiteln wird auf Basis von Marktwerten, Aktienkursen und Renditen analysiert, ob die Aktivierung von F&E-Kosten als wertrelevantes Signal wahrgenommen wird und inwiefern Manager dieses zur Ergebnissteuerung nutzen.

5. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass die bilanzielle Behandlung von F&E-Kosten nach IAS 38 zwar wertrelevant ist, aber die Qualität der Information durch potenzielle opportunistische Gestaltungsspielräume des Managements beeinflusst wird.

Schlüsselwörter

IAS 38, Forschungs- und Entwicklungskosten, F&E, Wertrelevanz, Rechnungslegung, Aktivierung, Kapitalmarkt, Feltham-Ohlsen-Modell, Immaterielle Vermögenswerte, Ergebnissteuerung, Management, Bilanzpolitik, Unternehmenswert, Aktienrendite, Rechnungslegungsstandard.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob die Aktivierung von Forschungs- und Entwicklungskosten gemäß IAS 38 für Investoren wertrelevante Informationen liefert oder ob der Ermessensspielraum bei der Aktivierung das Bild der wirtschaftlichen Lage verzerren kann.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Themen umfassen die regulatorischen Anforderungen an die Bilanzierung immaterieller Werte nach IFRS, die Messung von Wertrelevanz anhand von Börsendaten sowie die Analyse von Anreizen zur Ergebnissteuerung durch das Management.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist zu klären, ob die nach IAS 38 aktivierten Kosten tatsächlich eine Aussagekraft über zukünftige Ertragspotenziale eines Unternehmens besitzen und somit als wertrelevant für den Kapitalmarkt einzustufen sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung zahlreicher empirischer Studien, die zur Überprüfung der Wertrelevanz schwerpunktmäßig das Feltham-Ohlsen-Modell sowie Regressionsanalysen verwenden.

Welche Inhalte stehen im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Ansatz- und Bewertungsregeln nach IAS 38, gefolgt von einer kritischen empirischen Analyse der Wertrelevanz unter Einbeziehung verschiedener Börsenkennzahlen wie Marktwert, Aktienkurs und Rendite.

Welche Schlüsselbegriffe definieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie IAS 38, F&E-Aktivierung, Wertrelevanz, Ergebnissteuerung, Feltham-Ohlsen-Modell und Kapitalmarktreaktion charakterisiert.

Wie bewerten die untersuchten Studien das Verhältnis zwischen IAS 38 und der Wertrelevanz?

Die Ergebnisse sind heterogen: Während eine Mehrheit der Studien eine grundlegende Wertrelevanz bestätigt, deuten viele Untersuchungen darauf hin, dass ein echtes Wahlrecht für Manager die Informationsqualität erhöhen könnte, da dies den Ermessensspielraum legitimiert und für Investoren transparenter macht.

Welchen Einfluss hat das opportunistische Verhalten von Managern auf die Aktivierungsentscheidung?

Einige Studien identifizieren Anreize für Manager, Aktivierungen zur Ergebnissteuerung zu nutzen, insbesondere bei Unternehmen unter Erfolgsdruck oder mit schwachen Bilanzkennzahlen, wobei jedoch einige Forscher auch zu dem Schluss kommen, dass der Markt in der Lage ist, dieses Verhalten zu antizipieren und entsprechende Korrekturen vorzunehmen.

Excerpt out of 50 pages  - scroll top

Details

Title
Wertrelevanz von Forschungs- und Entwicklungskosten
Subtitle
Bilanzanalyse nach IAS 38
College
University of Augsburg  (Wirtschaftswissenschaften)
Grade
1,3
Author
Julia Vogel (Author)
Publication Year
2019
Pages
50
Catalog Number
V493883
ISBN (eBook)
9783668996021
ISBN (Book)
9783668996038
Language
German
Tags
IAS 38 Forschungs- und Entwicklungskosten Wertrelevanz F&E
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Vogel (Author), 2019, Wertrelevanz von Forschungs- und Entwicklungskosten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/493883
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  50  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint