Virenprüfung. Begriff Computervirus, Verbreitung, Prüfung und Vernichtung


Hausarbeit, 2015

11 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Begriff „Computervirus“
1.1 Biologische Definition
1.2 Allgemein

2 Arten
2.1 Programmviren
2.1.1 Makroviren
2.1.2 Skriptviren
2.1.3 Bootviren
2.2 Systemviren

3 Verbreitung
3.1 Herkunft
3.2 Funktion
3.2.1 Bestandteile und deren Aufgaben
3.2.2 Allgemeines Fazit

4 Schutz
4.1 Prüfung und Vernichtung

5 Quellen
5.1 Literatur
5.2 Internet

1 Begriff „Computervirus“

Der Autor ist überzeugt, dass man sich erst dann sinnvoll mit einem Thema befassen kann, wenn man die dafür nötigen Fachbegriffe zunächst erst einmal definiert; also hinreichend geklärt hat. Dies will der Autor im Folgenden in Bezug auf den sogenannten „Computervirus“ tun.

Der Begriff „Virus“ entstammt der lateinischen Sprache und steht für „giftiger Saft“ oder auch „Mann“.1

1.1 Biologische Definition

Aus biologisch-medizinischer Sicht ist ein „Virus“ ein Mikroorganismus, der die Veranlagung besitzt, die Lebensfunktionen seines Wirts zu stören.2

Daraus folgerte der Autor, dass der „Computervirus“ seinem Vorbild aus der Biologie und der Medizin sehr ähnlich ist. Nur dass hier als „Wirte“ die Festplatte und die Programme eines „infizierten“ – weil betroffenen – Rechners beziehungsweise Computers gelten dürften.

Anmerkung: Über die genaue Funktionsweise eines Computervirus wird der Autor später noch Aufschluss geben.

1.2 Allgemein

Ein Computervirus ist daher ein sich selbst steuerndes und verbreitendes Computerprogramm, das in andere auf einem PC installierte Programme eindringt, um sich dort zu reproduzieren. Er gehört zur Schadsoftware-Kategorie der Malware und besitzt dieselben Infektions- und Verbreitungsmechanismen die Viren in der medizinischen Klassifizierungsterminologie. Daher hat er auch seinen Namen.3

2 Arten

An dieser Stelle möchte der Autor hier nun eine Einteilung der Computerviren vornehmen. Grob unterteilen kann man sie in Programm- und Systemviren. Näheres ist in Tabelle 1 aufgeführt.

Tabelle 1

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1 Programmviren

Programmviren befallen, wie der Name bereits vermuten lässt, nur einzelne auf dem Rechner installierte Programme und Dateien. Untergruppen sind Makroviren, Skriptviren und Bootviren. Näheres wird im Folgenden erklärt:

2.1.1 Makroviren

Sie sind auf Anwendungen angewiesen, die für die Verarbeitung von Dokumenten und Webseiten mit implementierten Makros verantwortlich sind. Sie befallen diese oder setzen selbst infizierte Makros ein. Sie kommen in allen Office-Dokumenten vor und werden im Anhang von E-Mails übermittelt.4 Makros sind allgemein betrachtet Steuerbefehle in Dokumenten und Webseiten.

2.1.2 Skriptviren

Sie verändern das Skript, sprich den „Grundbauplan“, bestimmter Programme und HTML-Seiten beziehungsweise erzeugen diesen. Sie werden schrittweise mithilfe eines Interpreters – einer Art Dolmetscher – übersetzt und behindern die Realisation von Funktionen auf Webseiten.5

2.1.3 Bootviren

Sie gehören zu den ältesten Viren überhaupt und befallen den Diskettenbootsektor, die Festplattenpartitionen oder den Master Boot Record ( kurz: MBR); und dies teilweise sogar schon vor dem Start des Betriebssystems in manipulativer Hinsicht.6

Das englische Wort „Boot“ wird hier in seiner Bedeutung für „Fuß“ verwendet und bezeichnet dementsprechend die Laufwerke; etwa für Diskette, CD-ROM oder USB-Stick.

2.2 Systemviren

Zu den Systemviren gehört alle Schadsoftware, die darauf ausgelegt ist, das komplette System „Computer“ zu infizieren und sich dabei nicht auf nur wenige Bereiche beschränkt. Dazu gehören Spyware aller Art; sowie auch (Staats-)Trojaner und Würmer. Es wäre zudem möglich, an dieser Stelle auch von „virtuellen Spionen“ auf dem Rechner zu sprechen.

Als Beispiel für einen Computerwurm möchte der Autor hier „Stuxnet“ anführen, dessen Existenz im Sommer 2010 publik wurde. Er wurde ­­– so wird vermutet – von den USA und Israel entwickelt und dafür eingesetzt, um in Deutschland, China und Iran die Steuerungseinheit Simatic 57 der Firma Siemens zu hacken und zu überwachen.

Fachleute gehen davon aus, dass Israel befürchtete, die Iraner könnten in naher Zukunft eine Atombombe bauen. Dies würde auch erklären, warum Stuxnet bevorzugt kerntechnische Anlagen, wie Forschungszentren und Kraftwerke befiel.7

3 Verbreitung

An diesem Punkt will der Autor klären, wie sich Computerviren verbreiten. Dazu soll zunächst beleuchtet werden, woher sie eigentlich stammen; oder besser, wie sie auf den Rechner gelangen.

3.1 Herkunft

Der am weitesten verbreitete Herkunftsort der Computerviren ist und bleibt das Internet. Hacker, Kriminelle, Geheimdienste und Regierungen sind deren Urheber.

Hinzu kommen noch bestimmte unseriöse Webseiten und/oder Gewinnspiele. Ferner befinden sie sich im Anhang von E-Mails, deren Absender unbekannt ist. Der Virus wird beim Öffnen dieser Mails und Anhänge ohne Wissen des Nutzers gedownloadet. Darüber hinaus können sich Viren auch auf USB-Sticks, CD-ROMs und anderen portablen Datenträgern befinden.

3.2 Funktion

Wie bereits angekündigt, soll nunmehr die Funktionsweise eines Computervirus betrachtet werden.

3.2.1 Bestandteile und deren Aufgaben

Nun, um die Funktionsweise eines Computervirus richtig zu verstehen, sollte zunächst einmal geklärt werden, wie ein Virus aufgebaut ist und welche interne Funktion diese Bestandteile haben. Dies ist in Tabelle 2 dargestellt.

Tabelle 28

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Viruskennung ist derjenige Teil, der – wenn überhaupt – für den PC-Nutzer erkennbar ist. Er markiert den Beginn des Virus‘ und trägt dessen Verkehrsnamen.

Der Kopierteil sucht nach noch nicht infizierten Programmen, um eine Kopie des Virus‘ dort hinein zu duplizieren.

Der Schadenteil ist für die Beschädigung und Vernichtung von Daten und Dateien zuständig. Jedoch beginnt er erst damit, wenn ein Tag X – also ein „Stichtag“ – erreicht wurde. Er arbeitet daher eng mit dem Kopierteil zusammen und ist damit gebunden.

Am Ende eines jeden Virus‘ steht der sogenannte Sprung. Dieser sorgt dafür, dass das betroffene Wirtsprogramm „zurückgesetzt“ wird; zurück auf Anfang, damit der PC-Nutzer die Veränderung nicht bemerkt.

3.2.2 Allgemeines Fazit

Da nun die Herkunft von Computerviren aufgeklärt; sowie ihre Bestandteile und deren jeweilige Aufgaben näher betrachtet wurden, will der Autor in diesem Abschnitt die Hauptfunktionen beziehungsweise Hauptaufgaben der Computerviren im Allgemeinen darstellen.

Sie lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

1) Das Beschädigen von Daten, Dateien und Programmen durch das Umschreiben von deren Skripts und Makros beziehungsweise Einsetzen defekter Daten-Bestandteile.
2) Das Zerstören von Daten, Dateien und Programmen durch den Schaden-Teil des Virus‘, insbesondere dessen Löschfunktion.
3) Das Ausspionieren privater Daten und Dateien durch sogenannte Spähprogramme, wie Trojaner und Würmer, sowie deren Weiterleitung an kriminelle Geheimdienste und andere Empfänger. Dies geschieht in den häufigsten Fällen ohne Einwilligung oder Kenntnis des PC-Nutzers.
4) Das Verlangsamen des Systems „Computer“ durch fehlende oder defekte Skripts oder Makros in den Programmen. Sie sorgen dafür, dass der PC nicht mehr so schnell arbeitet und reagiert wie ursprünglich gewohnt. Dabei kann es unter Umständen auch passieren, dass der Computer sogar „lahmgelegt“ wird, er also gar nicht funktioniert und sich demnach nicht einmal hochfahren lässt.

Dies ist für die Nutzer des Computers am Ende immer besonders ärgerlich. Dies kann der Autor aus persönlicher Erfahrung bestätigen.

4 Schutz

In diesem Kapitel will der Autor darüber Aufschluss geben, wie sich Nutzer am besten vor Viren schützen können; und wie man die Schadsoftware gegebenenfalls wieder vom Computer entfernt.

4.1 Prüfung und Vernichtung

An erster Stelle des Schutzsystems eines jeden Computers sollte eine funktionierende Firewall stehen, die dem Virus den Zugang zur Festplatte des Rechners erschweren, wenn nicht sogar verwehren sollte. Eine Firewall ist ein Detektionssoftware-Programm, das alle von auswärtigen – zum Beispiel aus dem Internet heruntergeladene – Dateien auf ein eventuelles Risiko prüft.

Ihr Name erklärt bereits gleichzeitig ihre Funktionsweise: Sie gibt ankommenden Dateien Befehle, durch welches ihrer „Tore“ diese auf den Rechner gelangen. Sie arbeitet daher ähnlich wie ein Torwächter. Falls das Programm diesem Befehl nicht folgen will oder kann, sorgt diese „Feuerwand“ oder „Feuermauer“ dafür, dass diesem Angreifer-Programm der Zutritt zum Rechner, und damit auch zur Festplatte verwehrt bleibt.

Den besten Schutz vor Computerviren bieten aber immer noch zwei bis drei, auf dem PC installierte Anti-Viren-Programme. Diese überprüfen die gesamte Festplatte und melden bei Gefahr die gefundenen und identifizierten Viren.

Der Nutzer sollte die Anti-Viren-Programme regelmäßig starten. Es wird empfohlen, drei komplette Überprüfungen wöchentlich vorzunehmen, um einen optimalen Schutz seiner Daten zu gewährleisten.

Es gilt als erwiesen und bestätigt, dass Anti-Viren-Programme am besten sind, da sie der Früherkennung dienen. Dies wird in Diagramm 1 deutlich.

Diagramm 19

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Diagramm 110

Aus der Grafik geht hervor, dass bereits 63 Prozent aller Viren nur durch die reine Nutzung entsprechender Software zur Virenprüfung entdeckt werden können.

Unter „reguläre Kontrollen“ versteht man auch ganz einfach die „tägliche Nutzung“ von der Software eines Rechners. Deren Anteil an der Entdeckung von Viren liegt bei 23 Prozent.

Mit nur 14 Prozent belegt die spätere Reklamation – etwa beim Fachhändler – den letzten Platz.

So hat es auch Klaus Jamin in seiner Veröffentlichung „Computerviren - Merkmale und Gegenmittel“ beschrieben.

[...]


1 Nach: www.comutervirus.de/der-computervirus (21.09.2015) K.Jamin: Computerviren, Rowohlt, Hamburg 1992, S.12 D.Gookin: Computerlexikon für Dummies, Wiley 2010, S. 336

2 Nach: K.Jamin: Computerviren, Rowohlt, Hamburg 1992, SS.12/13

3 Vgl.: www.computervirus.de/der-computervirus (21.09.2015)

4 Nach: www.computervirus.de/der-computervirus

5 Nach: www.computervirus.de/der-computervirus

6 Nach: www.computervirus.de/der-computervirus

7 Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Stuxnet (24.11.2015)

8 Vgl.: K.Jamin, Computerviren, Rowohlt, Hamburg 1992, S.45

9 Nach: K.Jamin; Computerviren, Rowohlt, Hamburg 1992, S.16

10 Nach: K.Jamin; Computerviren, Rowohlt, Hamburg 1992, S.16

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Virenprüfung. Begriff Computervirus, Verbreitung, Prüfung und Vernichtung
Hochschule
Hochschule Harz - Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH)  (Fachbereich Verwaltungswissenschaften (Standort Halberstadt))
Note
1,3
Autor
Jahr
2015
Seiten
11
Katalognummer
V493912
ISBN (eBook)
9783668993648
Sprache
Deutsch
Schlagworte
virenprüfung, begriff, computervirus, verbreitung, prüfung, vernichtung
Arbeit zitieren
Oliver Sieweck (Autor), 2015, Virenprüfung. Begriff Computervirus, Verbreitung, Prüfung und Vernichtung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/493912

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