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Unternehmensberatung in Deutschland – unter besonderer Berücksichtigung der Rolle des Beraters als Hauptakteur auf einem lukrativen Markt

Title: Unternehmensberatung in Deutschland – unter besonderer Berücksichtigung der Rolle des Beraters als Hauptakteur auf einem lukrativen Markt

Term Paper , 2005 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christian Dube (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Über lange Zeit galt die Branche der Unternehmensberatung in Deutschland als Paradebeispiel für langfristig erfolgreiche Wachstumsstrategien. Jährliche Wachstumsraten im zweistelligen Bereich waren bei vielen Firmen keine Seltenheit. Gerade zu Beginn der 90er Jahre erfolgte ein regelrechter „Boom“ im Bereich der Beratungsunternehmen, welcher sowohl die quantitative Seite des Angebots, als auch die Ausdifferenzierung des Dienstleistungsangebots gegenüber den Kunden betraf. „Laut einer Statistik des Bundes deutscher Unternehmensberater (BDU) belief sich 2001 der Umsatz unternehmensbezogener Beratungsdienstleistungen auf insgesamt 12,9 Mrd. Euro. 1995 waren es noch 7,2 Mrd. Euro.“ Die Zahl der in Deutschland ansässigen Beratungsunternehmen soll nach Angaben des BDU derzeit rund 14440 betragen, in denen ca. 70000 Berater beschäftigt sind. Die meisten dieser Unternehmen sind Klein- und Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und verfügen über einen Marktanteil von 16,2 Prozent. Dominiert wird die Branche von einigen, zumeist international tätigen Großunternehmen, welche einen weitaus größeren Marktanteil besitzen und über doppelt so hohe Umsatzspannen pro Berater verfügen wie Kleinstunternehmen und freiberuflich tätige Berater.

Erstmals kritisch erwähnt wurde die Beratungsbranche im Zusammenhang mit größeren Skandalen um einige global players. In Deutschland entzündete sich die Kritik vor allem an der schlechten Qualität, zumeist nicht namentlich ausgewiesener Berater, welche die Unerfahrenheit ostdeutscher Unternehmen nach der Wiedervereinigung schamlos ausgenutzt hatten. 3 Die anhaltend verlangsamte Wachstumsdynamik seit 2001 ist auch an der scheinbar heilen Beraterwelt nicht spurlos vorbeigezogen. Mancherorts wird von Personalfreisetzung gesprochen, durch Fluktuation frei werdende Stellen werden nicht nach besetzt und der Preiskampf beim Kunden ist um vieles härter geworden. Die großen Beratungsunternehmen fassen nun auch gezielt den Mittelstand ins Auge, den sie zunächst gemieden hatten. Bisher profitierte die Beraterbranche von konjunkturellen Schwächephasen, schien der Bedarf an sachgerechter Beratung hier schließlich am größten. Momentan trifft der überall verbreitete permanente Spar- und Effizienzdruck jedoch gerade die Beratungsbranche selbst, da das Geld der großen Unternehmen nicht mehr so locker sitzt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Grundlagen der Unternehmensberatung

2.1 Historische Entwicklungen

2.2 Produkte der Unternehmensberatung

3. Unternehmensberatung in Deutschland – Krise oder vorübergehende Sparwelle

3.1 Entwicklung der Branche seit der Widervereinigung

3.2 Nachfrageseite und Beratungsfelder

4. Die Rahmenbedingungen eines professionslose Berufsstandes

4.1 Rolle und Selbstverständnis des Beraters

4.2 Die Berater – Klient – Beziehung

4.3 Das Problem des fehlenden Professionsstatus

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Situation und die Rahmenbedingungen der Unternehmensberatung in Deutschland. Ziel ist es, die spezifische Rolle des Beraters, die Herausforderungen durch den fehlenden Professionsstatus sowie die Dynamik der Berater-Klient-Beziehung unter den veränderten ökonomischen Gegebenheiten kritisch zu beleuchten.

  • Historische Entwicklung der Beratungsbranche und aktuelle Marktdynamiken.
  • Entwicklung und Kategorisierung von Beratungsprodukten.
  • Analyse der Rolle, des Selbstverständnisses und der Interaktion von Beratern.
  • Problematik des fehlenden rechtlichen Professionsstatus und die Folgen für die Branche.

Auszug aus dem Buch

2. Grundlagen der Unternehmensberatung

„Unternehmensberatung wird definiert als höherwertige, persönliche Dienstleistung, die durch eine oder mehrere unabhängige und qualifizierte Person(en) erbracht wird. Sie hat zum Inhalt, Probleme zu identifizieren, zu definieren und zu analysieren, welche die Kultur, Strategien, Organisation, Prozesse, Verfahren und Methoden des Unternehmens des Auftraggebers betreffen.“ Für den Berater selbst bedeutet dies Problemlösungskonzepte zu erarbeiten und im Unternehmen umzusetzen, beziehungsweise zu begleiten. Daraus ergeben sich in der Praxis unterschiedlichste Probleme. Zunächst ist die Berufsbezeichnung „Unternehmensberater“ nicht geschützt, folglich drängen viele unqualifizierte Personen in den Markt und versuchen sich zu etablieren. Aufgrund der enormen Bedeutung dieses Umstandes für die Branche soll im Laufe der Arbeit detaillierter darauf eingegangen werden. Des Weiteren sind nicht alle Berater unabhängig. Gerade im Bereich der Softwareentwicklung und der Hardwareauswahl bestehen meist Abhängigkeiten zu Herstellern. Nicht immer wird dieser Umstand den Kunden tatsächlich mitgeteilt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert den historischen Boom der Branche, den wachsenden Wettbewerb und die sich verschlechternden Rahmenbedingungen für Unternehmensberater in Deutschland.

2. Grundlagen der Unternehmensberatung: Hier werden Definitionen der Branche, historische Entwicklungslinien in den USA und Europa sowie die Ansätze zur Entwicklung von Beratungsprodukten erörtert.

3. Unternehmensberatung in Deutschland – Krise oder vorübergehende Sparwelle: Das Kapitel analysiert den Rückgang der Wachstumszahlen seit 2002, die Folgen der Wiedervereinigung sowie die sich verändernde Nachfragestruktur und Beratungsfelder.

4. Die Rahmenbedingungen eines professionslose Berufsstandes: Hier werden die konfliktreiche Rolle des Beraters, die Dynamik der Berater-Klient-Beziehung und die negativen Auswirkungen des fehlenden Professionsstatus detailliert behandelt.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass trotz wegfallender „Blütezeiten“ der Branche für kompetente Berater durch spezialisierte Anforderungen und notwendige Veränderungen weiterhin vielfältige Chancen bestehen.

Schlüsselwörter

Unternehmensberatung, Beratermarkt, Professionsstatus, Beratungsprodukte, Prozessberatung, Strategieberatung, Klientenbeziehung, Wirtschaftswandel, Managementberatung, Qualifizierung, Zertifizierung, Marktdynamik, Berufsrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Berufsfeld der Unternehmensberatung in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen Marktbedingungen, der Rollenanforderungen an Berater und der Problematik eines fehlenden offiziellen Berufsstandes.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die historische Branchenentwicklung, die Typologie von Beratungsprodukten, die Berater-Klient-Interaktion sowie die Auswirkungen der ungeschützten Berufsbezeichnung „Unternehmensberater“.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den strukturellen Problemen der Branche und dem Einfluss dieser Rahmenbedingungen auf das Selbstverständnis und die Professionalität der Akteure.

Welche methodische Vorgehensweise wird genutzt?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse der Fachliteratur, aktueller Marktstudien (z.B. des BDU) und betriebswirtschaftlicher Perspektiven auf das Dienstleistungsmanagement.

Was ist Gegenstand des Hauptteils?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung der Branche seit der Wiedervereinigung, die Klassifizierung von Beratungsfeldern sowie die tiefgreifende Untersuchung der Berater-Klienten-Beziehung und des fehlenden Professionsstatus.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere der fehlende Professionsstatus, das Rollenverständnis, die Marktdynamik sowie die Unterscheidung zwischen verschiedenen Beratungsprodukten.

Welchen Einfluss hatte die deutsche Wiedervereinigung auf den Beratermarkt?

Die Wiedervereinigung führte zu einem sprunghaften Anstieg des Beratungsbedarfs, jedoch auch zu negativen Erfahrungen mit unseriösen Anbietern, was langfristig eine skeptische Haltung gegenüber externer Beratung im ostdeutschen Markt begünstigte.

Warum wird der fehlende Professionsstatus als kritisch angesehen?

Der fehlende Schutz der Berufsbezeichnung ermöglicht inkompetenten Akteuren den Markteintritt, erschwert die Qualitätsprüfung für Kunden und schadet durch unseriöses Verhalten dem Image der gesamten Beratungsbranche.

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Details

Title
Unternehmensberatung in Deutschland – unter besonderer Berücksichtigung der Rolle des Beraters als Hauptakteur auf einem lukrativen Markt
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Course
Rolle und Selbstverständnis des Beraters
Grade
1,7
Author
Christian Dube (Author)
Publication Year
2005
Pages
22
Catalog Number
V49396
ISBN (eBook)
9783638458672
ISBN (Book)
9783638660372
Language
German
Tags
Unternehmensberatung Deutschland Berücksichtigung Rolle Beraters Hauptakteur Markt Rolle Selbstverständnis Beraters
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Dube (Author), 2005, Unternehmensberatung in Deutschland – unter besonderer Berücksichtigung der Rolle des Beraters als Hauptakteur auf einem lukrativen Markt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49396
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