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Die Fastenfrage. Eine neutestamentliche Exegese von Mk 2, 18-22

Titel: Die Fastenfrage. Eine neutestamentliche Exegese von Mk 2, 18-22

Hausarbeit , 2013 , 32 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Luisa Förster (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Arbeit befasst sich mit einer literaturkritischen Analyse des Markusevangeliums, speziell anhand der sogenannten "Fastenfrage" aus MK 2, 18-22.

Nach einem einleitenden Übersetzungsvergleich erfolgt eine ausführliche Literaturkritik des Textes, an die sich eine nähere Betrachtung der Traditions- Form- Begriffs- und Religionsgeschichte des Evangeliums anschließt.

In einem letzten Teil erfolgt dann eine inhaltliche Interpretation des Textes, welche sich wiederum an eine Analyse seiner Überlieferungstradition und der Analyse seiner Redaktion anlehnt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Das Markusevangelium

2. Übersetzungsvergleich

3. Literarkritik

3.1. Stellung im Kontext

3.2. Abgrenzung nach oben

3.3. Abgrenzung nach unten

3.4. Einheitlichkeit

3.5. Synoptischer Vergleich

4. Traditionsgeschichte/Formgeschichte

4.1. Scheidung von Tradition und Redaktion

4.2. Gattungsbestimmung

4.3. Der Sitz im Leben

5. Begriffs- und Religionsgeschichte

5.1. Begriffsgeschichte

5.2. Religionsgeschichtliche Analyse

6. Der Sinn des Textes

6.1. Der Sinn des Textes auf der Stufe der ersten Tradition

6.2. Der Sinn des Textes auf zweiter Stufe der Tradition

6.3. Der Sinn des Textes auf der dritten Stufe der Tradition

6.4. Der Sinn des Textes auf der Stufe der Redaktion

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Perikope Mk 2, 18-22 im Markusevangelium, um durch eine tiefgehende literarkritische, traditionsgeschichtliche und religionsgeschichtliche Analyse den Sinn des Textes auf verschiedenen Stufen der Überlieferung und Redaktion zu erschließen.

  • Strukturelle Einordnung des Abschnitts innerhalb des Markusevangeliums.
  • Detaillierter Vergleich der Bibelübersetzungen zur Untersuchung sprachlicher Nuancen.
  • Literarkritische Überprüfung der Texteinheitlichkeit und Abgrenzung.
  • Formgeschichtliche Bestimmung der Gattung und des Sitzes im Leben.
  • Analyse der redaktionellen Bearbeitung durch den Evangelisten Markus.

Auszug aus dem Buch

3.4 Einheitlichkeit

Beim Ermitteln der Einheitlichkeit der Perikope Mk 2,18-22 muss auf Anzeichen geachtet werden, die darauf deuten, dass der Text nachträglich verändert wurde, indem z.B. etwas ergänzt oder weggelassen wurde. In diesem Fall wäre die Perikope literarisch uneinheitlich.

Nach Joachim Gnilka sind in der Perikope deutlich „literarische Brüche erkennbar.“

Beim Betrachten der Zeitform der Verben fallen mehrere Sprünge auf. Vers 18 beginnt in der Vergangenheitsform („fasteten“) und wechselt dann ist Präsens („kommen und sagen“). Die darauffolgende Frage der Pharisäer befindet sich ebenfalls im Präsens, doch Vers 19 beginnt erneut in der Vergangenheitsform („sprach“). Jesus Erzählung befindet sich zunächst im Präsens, in Vers 20 jedoch wird von einer Zukunftsvision gesprochen und ab Vers 21 beschränkt sich die Zeit erneut auf die Präsensform. Somit findet man schon hier Spannungen, die vor allem in den Versen 18 und 20 auf ein nachträgliches Hinzufügen oder Verändern von Textstellen verweisen.

Die Perikope kann man inhaltlich gliedern. In Vers 18 wird der Sachverhalt geschildert und die Pharisäer sprechen ihr Problem des nicht Fastens der Jünger Jesu an. In den Versen 19-20 schildert Jesus nun ein erstes Beispiel, um die Frage der Pharisäer in Vers 18 zu begründen und schildert in den Versen 21 und 22 ein weiteres Beispiel als Antwort. Dabei stellt sich hier die Frage, ob das erneute Beispiel zum ursprünglichen Text gehört, da dieses für den Sachverhalt entbehrlich wäre.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Entstehung und Struktur des Markusevangeliums sowie Begründung des Untersuchungsgegenstandes.

2. Übersetzungsvergleich: Gegenüberstellung verschiedener Bibelübersetzungen und eines Kommentars zur Analyse von Wortwahl und Sinnzusammenhängen.

3. Literarkritik: Untersuchung der Stellung der Perikope im Kontext, ihrer Abgrenzung sowie ihrer inneren Einheitlichkeit und ein Vergleich mit synoptischen Parallelstellen.

4. Traditionsgeschichte/Formgeschichte: Analyse der Überlieferungsstufen, Bestimmung der literarischen Gattung und Erschließung des Sitzes im Leben.

5. Begriffs- und Religionsgeschichte: Historische und inhaltliche Untersuchung zentraler Begriffe wie Fasten, Hochzeit und Wein sowie deren religiöse Bedeutung.

6. Der Sinn des Textes: Zusammenfassende Deutung der inhaltlichen Aussagen und Absichten auf den verschiedenen Ebenen der Tradition und Redaktion.

Schlüsselwörter

Markusevangelium, Mk 2, 18-22, Fasten, Pharisäer, Zweiquellentheorie, Traditionsgeschichte, Literarkritik, Redaktionsgeschichte, Streitgespräch, Heilszeit, Synoptischer Vergleich, Exegese, Jesus Christus, Urtext, Sitz im Leben.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einer exegetischen Interpretation der Perikope Mk 2, 18-22 aus dem Markusevangelium, die sich mit der sogenannten „Fastenfrage“ befasst.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Analyse behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf die literarische Einheitlichkeit, die Einordnung in den Kontext, die formgeschichtliche Bestimmung der Gattung sowie die begriffs- und religionsgeschichtliche Bedeutung der im Text verwendeten Symbole.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, durch die Anwendung verschiedener exegetischer Methoden den ursprünglichen Sinn des Textes sowie dessen redaktionelle Bearbeitung durch Markus auf verschiedenen Stufen der Überlieferung nachzuvollziehen.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es werden klassische Methoden der neutestamentlichen Exegese angewandt, insbesondere die Literarkritik, der synoptische Vergleich, die Traditions- und Formgeschichte sowie die Begriffs- und Religionsgeschichte.

Was ist der Kerninhalt des Hauptteils?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Struktur, die Sprache durch Übersetzungsvergleiche, die Brüche im Text zur Bestimmung der Redaktionsarbeit und interpretiert die Bedeutung des Fastens und der Metaphern von Bräutigam und Weinschläuchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Markusevangelium, Fasten, Literarkritik, Traditionsgeschichte, Zweiquellentheorie, Redaktion und Streitgespräch geprägt.

Warum wird das Markusevangelium als „literarisch uneinheitlich“ bezeichnet?

Die Analyse zeigt verschiedene Brüche in der Zeitform der Verben, Spannungen im inhaltlichen Aufbau und Hinweise darauf, dass Teile der Perikope (wie etwa die Verse 21-22) nachträglich hinzugefügt wurden.

Welche Rolle spielen die „Pharisäer“ in dieser spezifischen Perikope?

Sie treten als Gegner Jesu auf, die ihre Frömmigkeit durch das Fasten zur Schau stellen und Jesus direkt mit der Nichteinhaltung dieser Praxis durch seine Jünger konfrontieren, was den Konflikt in der Erzählung zuspitzt.

Wie verändert Lukas den Sinn der Perikope im Vergleich zu Markus?

Lukas fügt einen Schlusssatz hinzu, der den Sinn der gesamten Perikope transformiert, indem er explizit aussagt, dass alter Wein besser sei als neuer, was der markinischen Deutung entgegensteht.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Fastenfrage. Eine neutestamentliche Exegese von Mk 2, 18-22
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Evangelische Theologie)
Veranstaltung
Einführung in den Umgang mit dem neuen Testament
Note
2,0
Autor
Luisa Förster (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
32
Katalognummer
V494037
ISBN (eBook)
9783346000408
ISBN (Buch)
9783346000415
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Exegese Markusevangelium Interpretation Bibel Bibelarbeit Markus Fasten Fastenfrage neues Testament Religion Übersetzungsvergleich synoptischer Vergleich Tradition Religionsgeschichtliche Analyse Einheitlichkeit Abgrenzung Literarkritik Begriffsgeschichte Sinn des Textes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Luisa Förster (Autor:in), 2013, Die Fastenfrage. Eine neutestamentliche Exegese von Mk 2, 18-22, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/494037
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Leseprobe aus  32  Seiten
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