Der intraossäre Zugang. Praxisanleitung mittels der Teleflex®-Vidacare®-Arrow®-EZ-IO®


Seminararbeit, 2019
29 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Analyse der Rahmenbedingungen
1.1 Einrichtungsanalyse
1.2 Eigenanalyse
1.3 Auszubildendenanalyse

2 Thema und Konzept der Anleitungssituation
2.1 Thema
2.2 Begründung der Wahl des Themas
2.3 Pädagogisches Konzept

3 Umsetzung der Anleitung
3.1 Planung
3.2 Vorbereitung
3.3 Durchführung
3.4 Reflexion und Feedback

4 Beurteilung durch den Praxisanleiter

5 Literaturverzeichnis
5.1 Gesetze, Verordnungen und Erlasse
5.2 Bücher und Broschüren
5.3 Weitere Dokumente

6 Abbildungsverzeichnis

7 Anlagenverzeichnis

Hinweis:

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde in der folgenden Ausarbeitung zur Bezeichnung von Personen oder Personengruppen die maskuline Form gewählt, nichtsdestoweniger beziehen sich die Angaben auf Angehörige aller Geschlechter.

Einleitung

Seit 2014 ist der Notfallsanitäter die höchste nichtärztliche Qualifikation im Rettungsdienst.

Die Ausbildung zur Notfallsanitäterin oder zum Notfallsanitäter soll entsprechend dem allgemein anerkannten Stand rettungsdienstlicher, medizinischer und weiterer bezugswissenschaftlicher Erkenntnisse fachliche, personale, soziale und methodische Kompetenzen zur eigenverantwortlichen Durchführung und teamorientierten Mitwirkung insbesondere bei der notfallmedizinischen Versorgung und dem Transport von Patientinnen und Patienten vermitteln.“ (NotSanG, § 4 Abs. 1)

Gemäß dem Gesetz über den Beruf der Notfallsanitäterin und des Notfallsanitäters § 5 Absatz 3 Satz 3 (NotSanG) sowie der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter § 3 Absatz 1 bis 3 (NotSan-APrV) wird für die praktische Ausbildung an Lehrrettungswachen eine berufspädagogische Zusatzqualifikation gefordert. (vgl. ebd.)

Ebenso sind im § 3 Absatz 1 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter (NotSan-APrV) die Voraussetzungen zur Weiterbildung zum Praxisanleiter beschrieben. So muss ein angehender Praxisanleiter die Berufsbezeichnung ‚Notfallsanitäter‘ führen und über mindestens zwei Jahre Berufserfahrung verfügen. (vgl. ebd.)

Des Weiteren sind in der Anlage 6 ‚Curriculum für die Weiterbildung zur Praxisanleitung (Lehrrettungswache)‘ der Ausführungsbestimmungen zur Notfallsanitäter-Ausbildung in NRW – Teil I (neu) die Ausbildungsziele für einen Praxisanleiter detailliert beschrieben. (vgl. ebd.)

Dem Praxisanleiter kommt in der praktischen Ausbildung eine entscheidende Bedeutung zu. So ist er dafür verantwortlich die Qualität der rettungsdienstlichen Versorgung sicher zu stellen.

Im Rahmen der 200-stündigen Weiterbildung zum Praxisanleiter gemäß Anlage 6 ‚Curriculum für die Weiterbildung zur Praxisanleitung (Lehrrettungswache)‘ der Ausführungsbestimmungen zur Notfallsanitäter-Ausbildung in NRW – Teil I (neu) wird eine praktische Prüfung mit Planung, Durchführung und Evaluation einer Anleitungssituation gefordert. (vgl. ebd.)

Die folgende Ausarbeitung beschäftigt sich mit der Planung, Durchführung und Evaluation einer Praxisanleitung eines Auszubildenden zum Notfallsanitäter in der 3-jährigen Ausbildung innerhalb des Rettungswacheneinsatzes an einer Lehrrettungswache.

1 Analyse der Rahmenbedingungen

Eine wichtige und unumgängliche Voraussetzung für die Planung, Durchführung und Reflexion einer Praxisanleitung ist eine umfangreiche Analyse der Rahmenbedingungen. Als Rahmenbedingungen sind vor allem die Einrichtung, der Praxisanleiter und der Auszubildende selbst zu analysieren. So kann unter Berücksichtigung aller vorgefundenen Rahmenbedingungen die Praxisanleitung entsprechend angepasst und durchgeführt werden.

1.1 Einrichtungsanalyse

Der Rettungswacheneinsatz des Auszubildenden erfolgt an der Feuer- und Rettungswache der Stadt Altena, Bachstraße 59, 58762 Altena (Märkischer Kreis).

An der Feuer- und Rettungswache werden drei Rettungsmittel der Notfallrettung im Regelrettungsdienst vorgehalten. Diese sind im Einzelnen zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug, welche weitestgehend durch Angestellte im Rettungsdienst mit unterschiedlichen Ausbildungsständen besetzt werden.

Ein Schulungsraum mit angegliedertem Lager, welches umfangreiches Schulungsmaterial beinhaltet, steht zur Verfügung. Nicht vorhandene Schulungsmaterialien können gegebenenfalls aus dem Rettungsdienstmateriallager herangezogen werden. Im Medikamentenlager steht für Schulungszwecke eine gesonderte Kiste mit Medikamenten, die das Verfalldatum überschritten haben und entsprechend gekennzeichnet sind.

Zusätzlich ist im gesonderten Bürotrakt der Feuer- und Rettungswache ein ruhiger Besprechungsraum vorhanden, welcher für Einführungs-, Zwischen- und Abschlussgespräche der einzelnen Rettungswachenpraktika verwendet werden kann. Ebenso kann dieser selbstverständlich auch für Lehrgespräche, Einweisungen nach dem Medizinproduktegesetz, Schulungen oder als ruhiger Lernrückzugsort durch den Auszubildenden genutzt werden.

Ebenso kann jederzeit im Rettungsdienst-Büro ein Computer mit Internetzugang, bei Bedarf auch ein Notebook, diverse Ordner mit Standardarbeitsanweisungen, Fortbildungsunterlagen, Verfahrensanweisungen und Bedienungsanleitungen sowie Fachbücher zu Recherchezwecken genutzt werden.

Außerdem stehen dem Auszubildenden neben dem zugewiesenen Praxisanleiter noch weitere Praxisanleiter, die Mitarbeiter des Rettungsdienstes sowie die Feuerwehrbeamten als Ansprechpartner zur Verfügung.

Um Verwirrungen durch unterschiedliche Lehraussagen zu vermeiden sollte dem Auszubildenden eine kleine Auswahl an Ansprechpartnern für fachliche Fragen benannt werden. Hier sollten vorwiegend die Kollegen benannt werden, die ebenfalls Praxisanleiter sind oder die Ausbildung zum Notfallsanitäter an derselben Rettungsdienstschule absolviert haben.

1.2 Eigenanalyse

Mein Name ist Nicole Schwerdt, ich bin 35 Jahre alt und Notfallsanitäterin sowie angehende Praxisanleiterin. Seit April 2018 bin ich Angestellte im Rettungsdienst der Stadt Altena (Märkischer Kreis).

Im Jahr 2007 bin ich in die Freiwillige Feuerwehr den Stadt Ennepetal eingetreten. Hierdurch kam ich sowohl durch Schulungen, Lehrgänge als auch durch zahlreiche Einsätze mit dem Rettungsdienst in Berührung.

Meine erste rettungsdienstliche Ausbildung begann ich 2009 an der ResQuality in Essen. Hier absolvierte ich die Ausbildung zur Rettungssanitäterin und direkt folgend die Ausbildung zur Rettungsassistentin. Im Jahr 2010 startete ich mein Anerkennungsjahr bei der Berufsfeuerwehr Iserlohn. Anschließend sammelte ich bei MedCareProfessional Rettungsdienst GmbH Erfahrungen im Intensivtransport und Auslandsrückholdienst.

Im Jahr 2012 wechselte ich in den Regelrettungsdienst bei der Feuerwehr der Stadt Wermelskirchen (Rheinisch-Bergischer-Kreis). Die Weiterbildung zur Notfallsanitäterin absolvierte ich im November 2017 in Form eines EP1-Kurses am Notfallpädagogischen Institut in Essen.

Seit November 2018 darf ich mich nach der Absolvierung eines mehrtätigen Lehrganges am Studieninstitut Westfalen-Lippe in Bielefeld zusätzlich zertifizierte Trauma-Managerin nennen.

Im Rahmen meiner mehrjährigen Berufserfahrung habe ich bereits in Zusammenarbeit mit einem Lehrrettungsassistenten zahlreiche Schüler-, Rettungshelfer- und Rettungs- sanitäterpraktikanten im Rettungswachenpraktikum begleitet.

1.3 Auszubildendenanalyse

Der Auszubildende befindet sich im 2. Lehrjahr der 3-jährigen Notfallsanitäterausbildung. Im Rahmen der Ausbildung hat der Auszubildende bereits fünf schulische Theorieblöcke, zwei Klinikeinsätze sowie drei Rettungswacheneinsätze absolviert und befindet sich gemäß dem Ausbildungsplan der Akademie Gesundheitswirtschaft und Senioren des Oberbergischen Kreises (AGewiS) im vierten Rettungswacheneinsatz.

Der Auszubildende ist gegebenenfalls bereits vor dem Beginn seiner Ausbildung im Rettungsdienst als Rettungshelfer oder Rettungssanitäter tätig gewesen. Grundsätzlich sind aber innerhalb des ersten Lehrjahres der Ausbildung zum Notfallsanitäter bereits alle für Rettungssanitäter relevanten Lerninhalte vermittelt worden. Insoweit der Auszubildende nicht bereits Rettungssanitäter war, so hat er im Rahmen der Ausbildung im ersten Ausbildungsjahr die Prüfung zum Rettungssanitäter ablegt. Somit sind die vorausgesetzten Kenntnisse für Rettungssanitäter als gegeben vorauszusetzen.

Der Auszubildende hat in Bezug auf die geplante Praxisanleitung die folgenden, notwendigen Vorkenntnisse durch Unterrichte in der Schule sowie durch Krankenhaus- und Rettungswacheneinsätze bereits erlangt und kann diese sicher anwenden:

- Anatomie und Physiologie
- Rechtsgrundlagen
- Hygiene im Rettungsdienst
- Umgang mit sterilen Materialien
- Pharmakologie
- Applikationsarten und -wege
- Intravenöse Zugänge
- Umgang mit Infusionssystemen

Die theoretischen Grundlagen des intraossären Zugangs wurden bereits in der Schule in Form eines Unterrichts vermittelt. Ebenfalls wurde im Unterricht eine erste Übung an einem Übungsknochen (Phantom) durchgeführt.

2 Thema und Konzept der Anleitungssituation

In den folgenden Unterkapiteln wird erläutert, welches Thema für die Praxisanleitung gewählt wurde und der Hintergrund für die Auswahl des Themas beleuchtet. Ebenso wird das zugrunde liegende pädagogische Konzept beschrieben.

2.1 Thema

Die folgende Praxisanleitung beschäftigt sich mit dem Thema ‚Anlage eines intraossären Zugangs mittels der Teleflex®-Vidacare®-Arrow®-EZ-IO’.

2.2 Begründung der Wahl des Themas

Die Wahl des Themas stützt sich auf die in den Ausführungsbestimmungen zur Notfallsanitäter-Ausbildung in NRW – Teil I (neu) und in der zugehörigen Anlage 2 geforderten Nachweise der praktischen Maßnahme ‚intraossärer Zugang‘. (vgl. ebd., S. 1)

Die geforderten Nachweise sind im persönlichen Praxisbegleitheft – Ausbildungsnachweise für die praktische Ausbildung von Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern bei Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen – Version 1.0 des Auszubildenden zu dokumentieren. (vgl. ebd.; S. 106)

Zusätzlich ist das Thema im Rahmenlehrplan - Ausbildung zum Notfallsanitäter / Notfallsanitäterin in Nordrhein-Westfalen unter dem Lernfeld 5 ‚Bei Notfalleinsätzen assistieren und erweiterte notfallmedizinische Maßnahmen durchführen‘ eingeordnet. Das Lernfeld 5 ist dem 2. Ausbildungsjahr zugeordnet und beinhaltet den Unterpunkt ‚Medikamentöse Therapie‘ in dem wiederum die intravasale Applikation eingegliedert ist. (vgl. ebd., S. 19)

[...]

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Der intraossäre Zugang. Praxisanleitung mittels der Teleflex®-Vidacare®-Arrow®-EZ-IO®
Note
1,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
29
Katalognummer
V494119
ISBN (eBook)
9783668998315
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zugang, praxisanleitung, teleflex®-vidacare®-arrow®-ez-io®
Arbeit zitieren
Nicole Schwerdt (Autor), 2019, Der intraossäre Zugang. Praxisanleitung mittels der Teleflex®-Vidacare®-Arrow®-EZ-IO®, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/494119

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