Analyse des Artikels "So sieht das Netz der Zukunft aus"


Hausarbeit (Hauptseminar), 2019
21 Seiten, Note: 1

Leseprobe

Inhaltverzeichnis

1. Einleitung

2. Textsorte
2.1 Merkmale des Textes
2.2 Merkmale des Lesers

3. Methode
3.1 Wahl des Textes
3.2 Sammlung der linguistischen Informationen

4. Analyse bzw. Beschreibung
4.1 Wortschatz
4.2 Pragmatische Struktur
4.3 Soziolinguistische Bemerkungen

5. Schlussfolgerung

6. Nachwort

7. Bibliographie

1. Einleitung

Die journalistische Form der Analyse widmet sich der systematischen Untersuchung eines bestimmten Themas oder Sachverhalts. Einzelne Aspekte, die zum Entstehen einer Situation beigetragen haben, werden ausgewertet, hinsichtlich ihres Einflusses auf die Gesamtsituation bewertet und miteinander in Verbindung gebracht. Das Ziel der Analyse ist es, dem Leser tiefer greifenderes Wissen über das behandelte Thema zu vermitteln.

Dabei wird eine spezifische Fachsprache verwendet, die sowohl durch Exaktheit, Präzision und Ökonomie, als auch durch eine bestimmte Schreibung, Aussprache und Grammatik gekennzeichnet wird.

Die vorliegende Hausarbeit richtet das Augenmerk genau auf die empirische Sprachforschung am Beispiel eines Online journalistisch, -wissenschaftlichen Artikels. Es werden theoretische Grundlagen der linguistischen Forschung, sowie eine detaillierte Analyse des Untersuchungsmaterials zum Ausdruck gebracht.

In dem ersten Kapitel wird der Onlinetext So sieht das Netz der Zukunft aus dargestellt und es werden noch sowohl die Merkmale des Textes, als auch die Merkmale des Lesers erwähnt. Anschließend folgt eine detaillierte Analyse, was die lexikalischen, syntaktischen, pragmatischen und soziolinguistischen Merkmale betrifft. Zum Schluss werden noch eine Schlussfolgerung ein Nachwort und die Bibliographie genannt.

2. Textsorte

So sieht das Netz der Zukunft aus

1 Unsere Welt ist ohne Technik und Internet kaum noch denkbar. Was kann da in den nächsten Jahren noch kommen? Wir wagen einen Blick nach vorn-ganz ohne Kristallkugel und Hellseherei.

Erinnern Sie sich noch an die Welt vor dem Internet? Es gab keine E-Mail, keinen 5 MP3-Download, kein YouTube und auch keine neuesten Nachrichten per Mausklick. Das Netz hat unsere Welt verändert-und zwar gründlich. Und das Netz wird unsere Welt unsere Gesellschaft weiter umkrempeln-die nächsten zehn Jahre werden mindestens ebenso spannend wie die letzten.

Denn wirklich ausgereizt ist das Internet noch nicht. Die vorerst letzte Stufe hat vor 10 ein paar Jahren der Computerhersteller Apple in Angriff genommen- und damit eine neue Revolution eingeleitet. Mit dem iPhone ist das Netz jetzt auch mobil geworden. Wer bisher zu Hause oder im Büro am PC saß und dort E-Mails schrieb oder im Netz surfte, der kann das mittlerweile auch unterwegs machen. Wie revolutionär das iPhone ist-oder besser gesagt war- das zeigt ein Blick auf die Konkurrenz: Ob Nokia, 15 Motorola oder andere Handyhersteller: Mittlerweile hat jeder ein internetfähiges Handy im Angebot.

Der Trend zu mehr Mobilität wird auch in den kommenden Jahren noch anhalten. Nicht nur die Internet-Geräte werden mobil, sondern auch die persönlichen Daten gehen mit. Cloud Computing heißt die Technik, die es bereits seit einiger Zeit gibt, 20 die aber erst in den kommenden Jahren so richtig zum Massenphänomen werden dürfte. Die eigenen Daten sind dabei nicht mehr auf der heimischen Festplatte abgelegt, sondern im Internet- irgendwo in der großen Datenwolke. Das macht es zwar schwer, ihren Speicherort auszumachen-dafür gehen sie aber überall mit hin; auf den Büro-PC ebenso wie auf den Laptop oder eben das Internet-Handy.

25 Das Internet wird in den kommenden Jahren damit zum Überall-Netz: Immer und in ausreichender Geschwindigkeit verfügbar-das ist die Vision dahinter. Allerdings dürften in den kommenden Jahren auch die Zweifler und Kritiker mehr werden. Denn das Netz wird so viel über uns wissen wie niemand zuvor.

Schon jetzt gibt es beispielsweise viel Kritik am Internet-Konzern Google und seinem 30 Vorgehen. Der Konzern gilt vielen als Datenkrake par excellence, der alles Mögliche an Daten sammelt und auswertet. Vor allem nach den Datenschutzskandalen der letzten Zeit haben viele Menschen erkannt: Es ist nicht egal, was man an Spuren im Netz hinterlässt-und es ist auch nicht egal, wem man überhaupt seine Daten anvertraut. In den kommenden Jahren wird den großen 35 Internetunternehmen daher sicherlich mehr auf die Finger geschaut werden als bisher.

Was PC, Handy und Co. angeht: Auch dort werden die kommenden Jahre sicherlich einiges an interessanten Entwicklungen bringen- ausgereizt ist die Computertechnik noch nicht. Allerdings haben sich die Maßstäbe verschoben. Immer nur schneller und 40 billiger, das gilt so nicht mehr.

Vorgemacht haben es in den letzten Jahren die so genannten Netbooks. Kleine, billige Laptops, deren Technik eigentlich drei bis vier Jahre der Entwicklung hinterherhinkt. Ging es früher darum, immer noch schnellere und leistungsfähigere PCs zu entwickeln, so ist die Entwicklung im Moment ins Stocken geraten. Viele Menschen 45 fragen sich eher: Was brauche ich- und was bin ich bereit, dafür zu bezahlen. Für Textverarbeitung, E-Mail und Co. sind die Netbooks trotz ihrer altertümlichen Technik zum Beispiel völlig ausreichend.

Was dagegen wohl nie reichen wird, das ist Speicherplatz. Musik, Filme, Fotos: Immer mehr an Daten wird heute digital gespeichert. Jeder Einzelne von uns kann 50 heute Festplatten füllen, deren Kapazität früher für ein ganzes Rechenzentrum ausgereicht hätte. Das allerdings bringt dann gleich ein ganz neues Problem mit sich. Ein Problem, das in den kommenden Jahren viele Menschen beschäftigen dürfte: Wie schaffe ich es, meine Daten über die Zeit zu retten? Wenn statt des Pappkartons mit Erinnerungen nur noch die Backup-Festplatte bleibt, kann man sich einen Ausfall der 55 Technik erst recht nicht erlauben1.

2.1 Merkmale des Textes

Bei diesem Text handelt es sich um einen geschriebenen Text, der als journalistisch,- wissenschaftlich gekennzeichnet werden kann. Es wird, wie vorher erwähnt, eine echte Fachsprache benutzt, in der sich der Mitteilungsinhalt bzw. das Thema über ein alltagssprachliches Problem heraushebt und für eine erfolgreiche Kommunikation zwischen dem Sender und dem Empfänger erreicht wird2.

Der Text stammt aus dem Lehrbuch Progress 3, C2 des berühmten Verlegers Nickolas Vlachos, der sorgfältig Texte aussucht, die didaktischen Zwecke erfüllen, die aber auch gesondert als informative Artikel von allen, die die deutsche Sprache sprechen bzw. beherrschen, gelesen werden können. Die Verwendung der Fachwörter bereiten den Lesern keine Schwierigkeiten und es geht um einen leicht verständlichen Text. Der Verleger weist uns, auf die Internetseite hin, die dw-word.de, die eine Seite ist, die sowohl didaktische Konzepte, als auch aktuelle Nachrichten über die ganze Welt auf Deutsch anbietet.

Was die Gliederung angeht, ist diese sehr deutlich geschrieben worden und dient, zusammen mit der Einfachheit der Äußerungen des Journalisten bzw. der Journalistin zur erfolgreichen Kommunikation. Der Artikelstil zeichnet sich als formell aus, weil man Passiv, Fachsprache und logische Argumente treffen kann. Vorwissen ist einigermaßen notwendig, um die Fachsprache des Computers zu verstehen und dieser Text spricht auch bestimmte Altersgruppen an, wie zum Beispiel Jugendliche und Erwachsene, die sich mit dem Thema Computer besser auskennen.

Außerdem kommen grammatische und syntaktische Phänomene nicht zu kurz, die nicht so sehr anspruchsvoll sind und nicht den Sinn erschweren. Der Text ist verständlich und interessant. Er erregt das Interesse des Publikums und bietet Motivation an. Das ist auch das Ziel der Journalisten, nicht nur zu informieren, sondern auch zum Dachdenken zu animieren. Das Ziel des Journalisten bzw. der Journalistin ist in diesem vorliegenden Text erreicht worden, viele, die sich für die Computerwelt interessieren, werden diesen Text lesen und viele Informationen in ihrem Alltag anwenden.

2.2 Merkmale des Lesers

Auf dem ersten Blick kann ein Leser die Aussage des Textes leicht nachvollziehen. Es lassen vier wesentliche Fragen beantworten: Erstens, welche Neuerung hat Apple zuletzt auf dem Markt gebracht? Zweitens, was bedeutet der Begriff Cloud Computing ? Drittens, was ist charakteristisch für die Notebooks? Und viertens, was ist mit der neuen Technologie erreicht worden? Des Weiteren enthält der Titel des Artikels auch alle nötigen Informationen, damit ein Leser direkt verstehen kann, worum es im journalistischen Text geht.

Wie vorher erwähnt, wendet sich der Text an bestimmte Altersgruppen, wie Jugendliche und Erwachsene, die mit den Fachwörtern des Computers vertraut sind. Auch könnte sich der Text sowohl an Fachleute und Experten, als auch an Firmen wenden, die ein wachsendes Interesse an technischen Neuerungen zeigen.

Der Leser braucht keine spezielle Bildung, um den Text zu begreifen. Der Artikel ist mit Exaktheit, Einfachheit und Klarheit3 strukturiert worden, so dass auch ein Teenager, der sich mit der Fachsprache zurechtkommt, den Text verstehen4 kann. Noch sollte jemand gutes Deutsch können, damit verschiedene Wörter und Ausdrücke nach ihrer Bedeutung im Text nachvollzierbar werden können.

Das Ziel eine Leser-Kontext-Text-Interaktion5 zu erreichen, wird ermöglicht, weil der Leser sowohl seinen eigenen Wissensstand, als auch sein Vorwissen aktivieren kann und dabei in der Lage zu sein, Interessen, Wünsche, Ziele und Vorstellungen zu entwickeln. Er wird informiert, motiviert und animiert.

Schließlich gibt es einen freien Zugang zu diesem Artikel, entweder in gedruckter Form im Lehrbuch Progress 3, C2 von Nikolas Vlachos, oder im Internet über die Homepage (www.dw-word.de), so dass das breite Publikum diesen Artikel finden und lesen kann.

3. Methode

Bei der Methode der empirischen Sprachforschung, die der wichtigste Schritt für die Analyse und die Bearbeitung eines Textes ist, wird das Augenmerk auf die Wahl des Textes und die Sammlung der linguistischen Informationen gerichtet. Zuerst wird beschrieben, warum wir diesen Artikel gewählt haben.

3.1 Wahl des Textes

Das Thema des Artikels ist sehr aufklärend. Viele Leute, interessieren sich für technische Neuerungen, die ihr Leben erleichtern. Wie im Text erwähnt wird, hat die neue Technik das Internet mobil gemacht. In Zukunft soll diese Mobilität noch weiter ausgebaut werden. Man wird durch das sogenannte Cloud Computing von überall Zugang auf seine Daten haben.

Diese Tatsache bringt uns aber zum Nachdenken. Auf den ersten Blick hört sich das Schlagwort von der unbegrenzten Mobilität natürlich wunderbar an, aber was uns im Privatleben segensreich vorkommt, kann im Beruf zum Beispiel auch schnell zum Fluch werden. Wenn man nämlich jeden jederzeit und an jedem Ort erreichen kann, dann wird daraus schnell die Verpflichtung, ständig erreichbar zu sein. So wird aus der Technologie, die eigentlich das Leben erleichtern soll, am Ende eine, die unseren Lebensrhythmus noch mehr beschleunigt und uns noch mehr Stress beschert.

Ein anderes Problem, das im Text erwähnt wird, ist der Datenschutz. Viele Internet-Firmen wissen viel mehr über ihre Kunden und die Informationen werden womöglich noch an weitere weitergegeben. Man sollte sicher ein zweites oder sogar ein drittes Mal überdenken, ob man seine persönlichen Daten an Dritten weitergibt. Noch soll das Internet zu verschiedenen Zwecken mit Maß genutzt werden, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, die am meisten den Maß verlieren.

Das Ziel des Journalisten bzw. der Journalistin ist erreicht worden. Der Text dient nicht nur dazu, über die technischen Neuerungen zu informieren, sondern auch uns zu motivieren und zum Nachdenken zu bringen. Eine Leser-Kontext-Text-Interaktion ist stattgefunden und die Meldung, die der Journalist verbreiten möchte, ist verständlich geworden. Linguistische Informationen kommen aber auch nicht zu kurz, die dem Text einen anderen Charakter geben und die in dem weiteren Kapitel näher betrachtet werden.

3.2 Sammlung der linguistischen Informationen

Was die Stilmittel des Textes angeht, so lassen sich im Text folgende feststellen: Funktionsverbgefüge. Es handelt sich um die syntaktischen Fügungen aus einem Verb und einem Substantiv, zusätzlich auch einer Präposition, die in ihrer Kombination die Bedeutungseinheit bilden6.

Satzglieder anstelle eines Nebensatzes. Nebensätze als Satzglieder zu komprimieren ist ein Mittel der Informationsverdichtung und eine komplexe Form der Ellipse durch Umwandlung von Satzteilen in andere funktionale Kategorien. Informationsverdichtung hat zum einen das Ziel, viel Information in wenig Zeit anzubieten, und zum anderen, schnelles Handeln zu ermöglichen7. Dabei lassen sich auch Gliedsatzersetzende Präpositionalgefüge in der syntaktischen Funktion fakultativer Adverbiale und Präpositionalgefüge mit Genitivattribut feststellen.

Des Weiteren gibt es Passivkonstruktionen und alternative Formen des Passivs. Durch die Passivbildung ist eine Thematisierung des effizierten Objekts und Rhematisierung von Prädikat und Handlungsträger möglich8. Einige Partizipialkonstruktionen tauchen auch auf, die eine wichtige Komponente für Relativkonstruktionen bieten.

Was die linguistischen Besonderheiten betrifft, so lassen sich folgende ausfindig machen: Kompositionsprozesse, die zur Bildung von Zusammensetzungen führen9, Nominalisierungen und Fachausdrücke sowie Neologismen bzw. Neubildungen wie Abkürzungen, Fremdwörter, Ableitungen mit Hilfe von Präfixen und Suffixen.

Schließlich werden in weiteren Kapiteln pragmatische und soziolinguistische Merkmale näher betrachtet und analysiert. Die kommunikativ pragmatisch orientierte Linguistik zeigt den Handlungscharakter von sprachlichen Äußerungen auf und stellt die Art des sprachlichen Handlungsvollzuges unter kommunikativem Aspekt systematisch dar10. Während soziolinguistische Aspekte soziale Rollenträger bzw. die kulturell und gesellschaftlich bedingten Einflüsse auf die Sprache ausüben11.

[...]


1 Der Text stammt aus dem Lehrbuch Progress 3, C2. Vlachos, N.: Deutsch durch die Lupe. Athen: 2011. S. 122 und das Buch weist auf die Internetseite (www.dw-word.de) hin.

2 Lehrndorfer, A.: Kontrolliertes Deutsch. Linguistische und sprachpsychologische Leitlinien für eine (maschinell) kontrollierte Sprache in der Technischen Dokumentation. Tübingen: 1996. S. 36.

3 Ebd. S.39.

4 Verstehen: kognitiver Prozess durch Interpretation von Relationen. Ebd. S.76.

5 Die Kontextvariablen haben mit Bildern, Leserperspektiven, Lern-bzw. Leseziele etc. zu tun, während die Textvariablen Darstellungsschemata, lexikalische und syntaktische Gestaltung etc. zum Vorschein bringen. Ebd. S.78.

6 Lehrndorfer, A.: Kontrolliertes Deutsch. Linguistische und sprachpsychologische Leitlinien für eine (maschinell) kontrollierte Sprache in der Technischen Dokumentation. Tübingen: 1996. S. 90.

7 Ebd. S.90.

8 Ebd. S92.

9 Portz, R.: Wort und Wortschatz. Lexikologische Betrachtungen zum Deutschen. Athen:2005. S. 75.

10 Batsalia, F.: Der semiotische Rhombus. Ein handlungstheoretisches Konzept zu einer konfrontativen Pragmatik. Athen: 1997.S. 11.

11 Batsalia, F.: Sprachvarietäten. Athen: 2003. S. 32.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Analyse des Artikels "So sieht das Netz der Zukunft aus"
Hochschule
National & Kapodistrian University of Athens  (Fachbereich für deutsche Sprache und Literatur)
Note
1
Autor
Jahr
2019
Seiten
21
Katalognummer
V494183
ISBN (eBook)
9783668996427
Sprache
Deutsch
Schlagworte
analyse, artikels, netz, zukunft
Arbeit zitieren
Maria Schreiber (Autor), 2019, Analyse des Artikels "So sieht das Netz der Zukunft aus", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/494183

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