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Der Lehrer an der Waldorfschule - Begleiter eines esoterischen Erkenntniswegs

Title: Der Lehrer an der Waldorfschule - Begleiter eines esoterischen Erkenntniswegs

Term Paper , 2005 , 14 Pages , Grade: bestanden/unbenotet

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - The Teacher, Educational Leadership
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Waldorfpädagogik und Anthroposophie, insbesondere das Bild des Waldorflehrers, werden im Folgenden überwiegend kritisch betrachtet. Positive Darstellungen kommen aus dem Grund weniger zu Wort, da sie ohnehin in jeder Behandlung des Themas zu finden sind. Insofern ist folgende Darstellung allein gelesen an manchen Stellen bewußt parteiisch, in den Kontext der gesamten Literatur gestellt aber eine Ergänzung, die umso kürzer ausfallen müsste, je öfter die häufig wiederholten positiven Aspekte einbezogen würden. Daher sei hier ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Arbeit keine einseitig pauschale Verurteilung der Waldorfpädagogik ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Vorbemerkung

1. Einleitung: Anthroposophie

2. Waldorflehrer und Waldorfpädagogik

2.1 Grundlagen

2.2 Autorität

2.3 Methoden des Lehrers: Verbote und Strafen

3. Waldorfseminare: Ausbildung zum Anthroposophen

4. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch das Bild und die Rolle des Lehrers an Waldorfschulen im Kontext der anthroposophischen Weltanschauung Rudolf Steiners. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwieweit die autoritäre Stellung des Waldorflehrers und die damit verbundene esoterische Erkenntnismethodik die kindliche Entwicklung beeinflussen und warum diese Praxis trotz fachlicher Kritik in der Öffentlichkeit weitgehend unhinterfragt bleibt.

  • Kritische Analyse der anthroposophischen Grundlagen der Waldorfpädagogik
  • Untersuchung der absoluten Autoritätsposition des Waldorflehrers
  • Dokumentation von Erziehungsmethoden, Verboten und Bestrafungspraktiken
  • Evaluation der Ausbildung zum Waldorflehrer in anthroposophischen Seminaren
  • Betrachtung der pädagogischen Freiheit und des Fehlens verbindlicher Lehrpläne

Auszug aus dem Buch

2.2 Autorität

Waldorflehrer sollen im Kind Ehrfurcht und Scheu wecken, was nach Steiner eigene Urteilsbildung vor dem 12. Lebensjahr verhindern soll. Erst dann soll der Jugendliche denken, davor nur „'Genießer' der anthroposophischen Umgebung sein“, die auch der Lehrer prägend gestaltet. Der Lehrer soll den 6-11jährigen Schülern somit das Denken abnehmen.

Steiners Pädagogik ist die Begleitung des Kindes auf einem esoterischen Erkenntnisweg. Das Kind wird in der Waldorfpädagogik als reinkarniertes Wesen betrachtet: „Wir empfangen mit jedem Kind eine Botschaft aus der geistigen Welt über Dinge, die wir nicht mehr miterlebt haben.“

Aufgabe des Lehrers ist es, diese Botschaften aus dem Kind herauszuholen. Erziehung wird dadurch zu einer mystischen Handlung, der Pädagoge zu einer Art Priester. Zur Vollkommenheit durchläuft ein Mensch nach Steiner vier verschiedene Phasen, in denen sich verschiedene Leiber wie Äther- und Astralleib bilden. Der Lehrer ist der Begleiter dieses Weges; er soll aus spiritueller Erkenntnis heraus die Göttlichkeit des Kindes fördern. Unterricht ist somit im Wesentlichen kultische Handlung. Dazu ist nach Steiner eine unbedingte Unterwerfung des Kindes unter die Lehrerpersönlichkeit notwendig.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Vorbemerkung: Der Autor erläutert den bewusst kritischen Fokus der Arbeit auf das Bild des Waldorflehrers und betont, dass die Darstellung eine Ergänzung zur häufig einseitig positiven Literatur sein soll.

1. Einleitung: Anthroposophie: Dieses Kapitel führt in das Gedankengut Rudolf Steiners ein und skizziert die anthroposophische Pädagogik als ein von esoterischen Annahmen geprägtes System.

2. Waldorflehrer und Waldorfpädagogik: Es wird untersucht, wie das Fehlen eines verbindlichen Lehrplans und der anthroposophische Anspruch die Rolle des Lehrers als absolute Autoritätsperson definieren und legitimieren.

3. Waldorfseminare: Ausbildung zum Anthroposophen: Dieses Kapitel beleuchtet den Ausbildungsweg zum Waldorflehrer, der häufig eher einer ideologischen Einweihung in die Lehren Steiners als einer fachlich-pädagogischen Qualifikation gleicht.

4. Fazit: Die Arbeit resümiert die zentralen Kritikpunkte – insbesondere die problematische Autoritätsstruktur – und mahnt eine offenere bildungspolitische Diskussion über Waldorfschulen an.

Schlüsselwörter

Waldorfpädagogik, Anthroposophie, Rudolf Steiner, Lehrerrolle, Autorität, Erziehungsmethoden, Esoterik, Menschenkunde, Kindesentwicklung, Pädagogik, Kritik, Klassenlehrer, Bildungskonzept, Schulwesen, Erkenntnisweg

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer kritischen Betrachtung der Rolle des Waldorflehrers und der dahinterstehenden anthroposophischen Weltanschauung Rudolf Steiners.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Autorität des Lehrers, den esoterischen Grundlagen des Unterrichts, den Erziehungsmethoden inklusive Disziplinarmaßnahmen sowie der spezifischen Ausbildung zum Waldorflehrer.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die Machtposition des Waldorflehrers und die damit verbundene Unkritisierbarkeit anthroposophischer Ansätze wissenschaftlich zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur, pädagogischen Schriften Steiners und Berichten von Zeitzeugen, um ein kritisches Korrektiv zur etablierten Waldorf-Literatur zu bilden.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Lehrer-Schüler-Verhältnis, das Fehlen von Lehrplänen, die Einordnung von Schülern in Temperamente sowie die problematische Praxis der Bestrafung an Waldorfschulen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Untersuchung wird maßgeblich durch Begriffe wie Waldorfpädagogik, Autorität, Anthroposophie, Lehrerrolle und Erziehungsmethodik bestimmt.

Warum wird der Waldorflehrer im Text als "Priester" bezeichnet?

Der Autor führt dies auf das Verständnis der Erziehung als mystische Handlung zurück, bei der der Lehrer als Begleiter eines esoterischen Erkenntniswegs agiert, um das "göttliche" Wesen des Kindes zu fördern.

Wie wird die Ausbildung zum Waldorflehrer kritisiert?

Kritisiert wird, dass diese Ausbildung weniger auf einer klassischen Pädagogik basiert, sondern vielmehr eine ideologische Einweihung in Steiners Lehren darstellt, die sogar von Quereinsteigern ohne Hochschulabschluss vollzogen werden kann.

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Details

Title
Der Lehrer an der Waldorfschule - Begleiter eines esoterischen Erkenntniswegs
College
University of Paderborn
Course
Berufsfeld LehrerIn
Grade
bestanden/unbenotet
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2005
Pages
14
Catalog Number
V49427
ISBN (eBook)
9783638458856
Language
German
Tags
Lehrer Waldorfschule Begleiter Erkenntniswegs Berufsfeld LehrerIn
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2005, Der Lehrer an der Waldorfschule - Begleiter eines esoterischen Erkenntniswegs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49427
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