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Chinas wachsender Einfluss in Europa

Title: Chinas wachsender Einfluss in Europa

Script , 2019 , 17 Pages

Autor:in: Dr. phil. hist. Rolf Tanner (Author)

Politics - Other International Politics Topics
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Diese Vorlesung analysiert den wachsenden Einfluss Chinas in Europa im Laufe der letzten 20 Jahre - wirtschaftlich, politisch und auch kulturell. Dabei wird die Frage behandelt, inwiefern China eine eigene Grossmachtpolitik betreibt bzw. inwiefern Chinas wachsender Einfluss eine Folge seines ökonomischen Aufschwungs seit den 1980er Jahren ist. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf die Politik Beijings in Ost- und Südosteuropa.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Rückblick: Chinas Weg in die Welt

3. Chinas wachsender Fußabdruck in Europa nach 2009

3.1 Ökonomische Ebene

3.2 Politisch-institutionelle Ebene

3.3 Mediale und kulturelle Ebene

4. Die drei europäischen Positionen gegenüber China

5. Rote Linien und Interessenskonflikte

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den zunehmenden Einfluss Chinas in Europa und analysiert, inwieweit dieser als Resultat eines natürlichen wirtschaftlichen Wachstums oder als Teil einer gezielten strategischen Expansion zu verstehen ist. Dabei wird insbesondere beleuchtet, wie Europa auf diese geopolitische Herausforderung reagiert und ob eine einheitliche europäische Haltung gegenüber Beijing möglich ist.

  • Historische Einordnung der chinesisch-europäischen Beziehungen
  • Analyse der ökonomischen Investitionsstrategien (u.a. Belt and Road Initiative)
  • Untersuchung des politisch-institutionellen Lobby-Apparats und medialer Einflussnahme
  • Differenzierung der europäischen Reaktionen zwischen Pragmatismus und Skepsis
  • Herausforderungen durch chinesische "rote Linien" (Menschenrechte, Taiwan, Tibet)

Auszug aus dem Buch

Chinas wachsender Einfluss in Europa

Bis vor wenigen Jahren war das Narrativ zu China im Westen – in den USA und in Europa - grossmehrheitlich ein positives. Man sah das wirtschaftliche Wachstum des Reichs der Mitte mit Wohlwollen, ja vielleicht sogar mit etwas Bewunderung; man schätzte die technisch zunehmend leistungsfähigeren Produkte, wie etwa Smartphones, die für Apple in chinesischen Fertigungsstätten zusammengebaut wurden; man rühmte den vielversprechenden Markt der Zukunft, der mit mehr als 1.5 Milliarden kaufkräftiger Kunden lockte. Man sah die Chancen und die Vorteile und den Profit.

Und man war vielleicht auch ein bisschen stolz bei der Betrachtung dieses Bildes. Denn dass China so rasant aufgestiegen war – ein Aufstieg, von dem wir als Konsumenten letztlich alle profitierten – schrieb man zu Recht der Tatsache zu, dass China den Sozialismus scheinbar entsorgt und die kapitalistische Produktions- und Wirtschaftsweise übernommen hatte. Das bestätigte viele einmal mehr im Glauben, dass die Marktwirtschaft, bei allen Mängeln, die ihr zweifelsohne auch anhaften, eben doch die beste Wirtschaftsform ist. Und stolz machte uns dabei wohl auch, dass diese Wirtschaftsform von uns im Westen erfunden worden war.

Mehr noch: Wir glaubten fest, dass Marktwirtschaft und Demokratie Hand in Hand gehen würden. Folglich würde China, nachdem es nun einmal kapitalistisch war, früher oder später auch demokratisch werden, unabhängig davon, was vor 30 Jahren auf dem Tiananmen-Platz abgespielt hatte. Ein demokratisches China aber, da war man sich einig, konnte für uns keine Gefahr sein.

Nun, dieses Narrativ hat sich in den letzten 2-3 Jahren gründlich geändert – und ist dabei, sich weiter zu ändern, eventuell gar sich zu radikalisieren, bis hin zu einer erneuten Beschwörung der Gelben Gefahr. In den USA können wir diese Entwicklung bereits deutlich erkennen. Präsident Donald Trump und seine demokratischen Gegner mögen sich spinnefeind sein – in einem Punkt sind sie sich einig, auch wenn sie das nicht so laut sagen: China ist der Gegner, wenn nicht schon der Feind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt das Wandel des westlichen Narrativs über China von einem positiven wirtschaftlichen Partner hin zu einem systemischen Rivalen.

2. Historischer Rückblick: Chinas Weg in die Welt: Analysiert die Entwicklung von der erzwungenen Öffnung im 19. Jahrhundert bis zur Ära Maos und der anschließenden wirtschaftlichen Reformpolitik Deng Xiaopings.

3. Chinas wachsender Fußabdruck in Europa nach 2009: Untersucht die drei Ebenen des chinesischen Einflusses: Wirtschaft, Politik und Medienkultur.

4. Die drei europäischen Positionen gegenüber China: Identifiziert drei Lager innerhalb Europas, die von kritischer Distanz über pragmatische Kooperation bis hin zu politischer Annäherung reichen.

5. Rote Linien und Interessenskonflikte: Diskutiert Bereiche wie Menschenrechte und Tibet, die für die chinesische Führung keine Verhandlungsbasis bieten und zu diplomatischen Spannungen führen.

6. Fazit und Ausblick: Bewertet die zukünftige geopolitische Rolle Europas und die Herausforderung durch das Auseinanderdriften der EU-Mitgliedstaaten angesichts des US-China-Konflikts.

Schlüsselwörter

China, Europa, Belt and Road Initiative, Geopolitik, Wirtschaft, Investitionen, Demokratie, Menschenrechte, Handel, Souveränität, Xi Jinping, EU, Rivalität, Strategie, Bilateralismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Publikation analysiert den Wandel in den Beziehungen zwischen China und Europa vor dem Hintergrund des wachsenden globalen Einflusses Pekings.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernpunkten gehören chinesische Investitionen in Europa, die politische Lobbyarbeit, kulturelle Programme wie Konfuzius-Institute und die europäische Reaktion auf diese Entwicklungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu erörtern, ob der chinesische Einfluss in Europa aus einem rein ökonomischen Wachstum resultiert oder ob eine gezielte politische Strategie zur Schwächung europäischer Einigkeit dahintersteckt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven und analytischen Auswertung politischer und ökonomischer Entwicklungen, gestützt durch aktuelle Berichte, Pressemeldungen und historische Kontexte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die ökonomische Ebene (Investitionen), die politisch-institutionelle Ebene (Lobbying/17+1-Format) sowie die mediale und kulturelle Ebene der chinesischen Einflussnahme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentral sind Begriffe wie Geopolitik, wirtschaftliche Kooperation, Systemrivalität und die verschiedenen europäischen Ansätze gegenüber China.

Inwiefern hat die Finanzkrise 2008/09 das chinesische Handeln beeinflusst?

Die Krise festigte die Überzeugung in Peking, dass das eigene autoritäre System dem westlichen überlegen sei, und bot gleichzeitig durch den Spardruck in Europa Möglichkeiten für chinesische Akquisitionen.

Warum fällt der EU eine einheitliche Reaktion auf China so schwer?

Es bestehen unterschiedliche strategische Interessen zwischen den EU-Staaten: während einige auf pragmatische Investitionen setzen, sehen andere in China eine systemische Bedrohung für demokratische Werte.

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Details

Title
Chinas wachsender Einfluss in Europa
Course
Ringvorlesung "One Belt One Road"
Author
Dr. phil. hist. Rolf Tanner (Author)
Publication Year
2019
Pages
17
Catalog Number
V494390
ISBN (eBook)
9783346000842
ISBN (Book)
9783346000859
Language
German
Tags
China Belt and Road Europa EU Grossmacht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. phil. hist. Rolf Tanner (Author), 2019, Chinas wachsender Einfluss in Europa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/494390
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