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Diversity Management in der Sozialen Arbeit

Das Spannungsfeld zwischen Ökonomisierung und Ethik

Titel: Diversity Management in der Sozialen Arbeit

Hausarbeit , 2019 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sophie Trenkler (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Pflegemanagement
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit geht der Frage nach, inwieweit sich Diversity Management mit einer Ethik der Sozialen Arbeit verbinden lässt. Und wenn ja, ob es der Belegschaft dabei helfen kann, dieses Konzept im Unternehmen umzusetzen.

Dazu wird die Entwicklung des relativ jungen Managementkonzepts nachgezeichnet und ein kritischer Blick auf ökonomisierende Strukturen in der Sozialen Arbeit geworfen. Anschließend werden Verbindungslinien zwischen der Sozialen Arbeit, des Diversity Managements und des Ethikkodizes der IFSW gezogen.
Diversity Management ist ein relativ junges Managementkonzept, welches versucht soziale Kategorien als Ressource zu begreifen und dem Unternehmen zu mehr Erfolg zu verhelfen. Moderne Soziale Arbeit wird immer mehr als (soziale) Dienstleistung aufgefasst und unterliegt auch betriebswirtschaftlichen Marktmechanismen.

Da Diversity Management auch in sozialen Organisationen stattfindet, kann sie für dort tätige Sozialarbeitende relevant werden. Diese Arbeit wirft einen kritischen Blick auf ökonomisierende Strukturen innerhalb der Sozialen Arbeit und geht der Frage nach, ob es zwischen Diversity Management und Sozialer Arbeit Verbindungslinien gibt, die das Spannungsfeld zwischen Ökonomisierung und Ethik auflösen können.

Dafür wird im ersten Kapitel die historische Entwicklung von Diversity Management nachgezeichnet, sowie der Versuch einer Definition unternommen. Es erfolgen Aspekte für eine gelingende Umsetzung des Konzeptes. Im zweiten Kapitel erfolgt dann ein Umriss moderner Sozialer Arbeit mit Bezug auf die Theorie von Silvia Staub-Bernasconi, danach wird auf die Ökonomisierung der Sozialen Arbeit eingegangen. Im dritten Kapitel wird eine Verbindung zwischen Diversity Management und Sozialer Arbeit hergestellt, um dann im letzten Kapitel den Bezug auf die Ethik zu nehmen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Diversity Management

1.1 Historische Entwicklung Diversity Management

1.2 Definition und Umsetzung von Diversity Management

2 Soziale Arbeit

2.1 Umriss Soziale Arbeit

2.2 Ökonomisierung der Sozialen Arbeit

3 Verbindung Soziale Arbeit und Diversity Management

4 Diversity Management, Soziale Arbeit und Ethik

5 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anknüpfungspunkte von Diversity Management an die Soziale Arbeit unter Berücksichtigung eines kritischen Blicks auf ökonomische Strukturen, um Verbindungslinien aufzuzeigen, die das Spannungsfeld zwischen ökonomischer Effizienz und ethischem Handeln auflösen könnten.

  • Historische Herleitung des Diversity Management-Konzepts
  • Analyse der modernen Sozialen Arbeit nach Silvia Staub-Bernasconi
  • Diskussion der Ökonomisierung innerhalb sozialer Organisationen
  • Synthese von Diversity Management, Sozialer Arbeit und Berufsethik

Auszug aus dem Buch

1.1 Historische Entwicklung Diversity Management

Diversity Management ist als Begriff und Ansatz ein relativ junges Konzept. Es hat seine Ursprünge in den Vereinigten Staaten von Amerika in den frühen 1990er Jahren. Amerika als sogenannter „Melting Pot“ der Nationen und Einwanderungsland, hatte schon immer in ihrer Geschichte mit unterschiedlichen Rassen, Ethnien und Nationen zu tun. So scheint es logisch und sinnvoll diese auch in einer Organisation als gegeben anzuerkennen und Nutzen daraus zu ziehen. In den 1950er und vor allem den 1960er Jahren kam es zu Massenprotestbewegungen und Bürgerrechtsbewegungen vieler Minderheiten in der USA, aber am auffälligsten durch farbige Bürger. Für die meisten Menschen untrennbar mit dieser Bewegung verknüpft sind die Namen Rosa Parks („Bus-Boykott“ 1958) und Dr. Martin Luther King jr. (1968 ermordet). Auch andere Minderheiten machten sich in dieser Zeit gegen ihre Ausgrenzung stark, so die Grey Panthers (1970) gegen Altersdiskriminierung oder die Stonewall Riots in New York (1969) für die Rechte von homosexuellen Menschen.

1964 fanden diese Bewegungen ihren Aufgang im Gesetzestext des Title VII of the Civil Rights Act, das juristisch den Kampf gegen Diskriminierung aufgrund von Rasse, Hautfarbe, Religion, Geschlecht oder nationaler Herkunft aufnahm. Zur Überwachung der Einhaltung dieser Ansprüche gründete sich die „Equal Employment Opportunity Comission“, die Verstöße durch Gesetzestexte überwacht und anmahnt. Auch diese Bestrebungen wurden in Gesetzestexte umgewandelt, so der „Equal Pay Act“ (1964) und, erst gute 20 Jahre später, der „Americans with Disabilities Act“ von 1990. Um die gesetzlichen Vorgaben umsetzen zu können, wurden immer häufiger sogenannte Quotenregelungen eingeführt, so wird bei Neueinstellungen und Beförderungen auf eine Minderheitenquote geachtet. Diese positive Diskriminierung, also Benachteiligung von Mehrheiten zugunsten der Minderheiten führte aber auch zu Kritik durch, überwiegend weiße Männer (da diese Gruppe meist die Mehrheit bildet). Auch wurde kritisiert, dass die Umsetzung zu lange dauere bzw. nur Gesetze umgesetzt werden, ohne wirklich eine Gleichberechtigung im Sinne einer humanitären Haltung geschaffen zu haben.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz des Diversity Managements für soziale Organisationen und skizziert die methodische Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen Ökonomisierung und Ethik.

1 Diversity Management: Dieses Kapitel zeichnet die historische Genese des Diversity Management in den USA nach und diskutiert Herausforderungen sowie Ansätze einer erfolgreichen Implementierung.

2 Soziale Arbeit: Das Kapitel bietet einen theoretischen Umriss der Sozialen Arbeit und reflektiert die zunehmende Ökonomisierung der Branche durch neoliberale Marktmechanismen.

3 Verbindung Soziale Arbeit und Diversity Management: Hier werden Gemeinsamkeiten bei der Bekämpfung von Diskriminierung aufgezeigt und der konstruktivistische Ansatz als Brücke zwischen beiden Disziplinen beleuchtet.

4 Diversity Management, Soziale Arbeit und Ethik: Dieses Kapitel untersucht die ethische Dimension des Diversity Managements und zeigt auf, wie professionelle Ethikstandards die Umsetzung unterstützen können.

5 Resümee: Das Resümee fasst die Anknüpfungspunkte zusammen und bewertet das Potenzial von Diversity Management als Antwort auf die komplexen Anforderungen an moderne Soziale Arbeit.

Schlüsselwörter

Diversity Management, Soziale Arbeit, Ökonomisierung, Ethik, Diskriminierung, Vielfalt, Silvia Staub-Bernasconi, Menschenrechtsprofession, Empowerment, Organisationsentwicklung, Inklusion, Marktmechanismen, Sozialstaat, Personalpolitik, Interkulturelle Arbeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die theoretischen und praktischen Anknüpfungspunkte des Managementkonzepts "Diversity Management" an die Soziale Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Diversity Management, die moderne Soziale Arbeit, die ökonomischen Rahmenbedingungen sozialer Organisationen sowie die berufsethischen Grundlagen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es herauszufinden, ob und wie Diversity Management als Konzept genutzt werden kann, um das Spannungsfeld zwischen ökonomischer Notwendigkeit und ethischem Anspruch in der Sozialen Arbeit zu moderieren.

Welche wissenschaftliche Perspektive wird verwendet?

Die Arbeit nutzt maßgeblich die Theorie von Silvia Staub-Bernasconi, die Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession verortet, und setzt diese in Beziehung zu betriebswirtschaftlichen Managementansätzen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung von Diversity Management, den aktuellen Umriss der Sozialen Arbeit, die ökonomischen Herausforderungen der Branche sowie die ethischen Schnittmengen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Ökonomisierung, Vielfalt, Diskriminierungsabbau, Berufsethik und Professionalisierung.

Inwieweit spielt die historische Entwicklung für das Thema eine Rolle?

Die historische Herleitung in den USA verdeutlicht, dass Diversity Management aus Bürgerrechtsbewegungen entstand, was eine essenzielle Basis für das ethische Verständnis des Themas bildet.

Was ist die Schlussfolgerung des Autors zum Thema Inklusion?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Diversity Management eine wichtige Möglichkeit bietet, Inklusion durch die Anerkennung individueller Andersartigkeit zu fördern und bestehende Barrieren abzubauen.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Diversity Management in der Sozialen Arbeit
Untertitel
Das Spannungsfeld zwischen Ökonomisierung und Ethik
Hochschule
Hochschule Neubrandenburg
Note
1,0
Autor
Sophie Trenkler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
19
Katalognummer
V494421
ISBN (eBook)
9783668991859
ISBN (Buch)
9783668991866
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Diversity Management Ethik Soziale Arbeit Ökonomie Management
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sophie Trenkler (Autor:in), 2019, Diversity Management in der Sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/494421
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Leseprobe aus  19  Seiten
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