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Internationale Aspekte des Aktien-Portfolio-Managements und der Aktienbewertung

Title: Internationale Aspekte des Aktien-Portfolio-Managements und der Aktienbewertung

Diploma Thesis , 2005 , 103 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jens Hofmann (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Summary Excerpt Details

Die moderne Portfolio-Selektions-Theorie wurde durch Harry M. Markowitz begründet. In seinen 1952 und 1959 veröffentlichten Arbeiten legte er den Grundstein für alle später verfassten Texte zu diesem Thema. Das traditionelle Portfolio-Management wurde dahingehend ergänzt, dass nicht nur eine einseitige Beurteilung, sondern nun auch eine erfassbare Beziehung zwischen Risiko und Rendite einzelner Aktien und ganzer Portfolios vorgenommen wurde. Seitdem entwickelte sich diese Disziplin in einer rasanten Geschwindigkeit, wobei sich Theorie und Praxis in starkem Maße gegenseitig beeinflusst haben und es auch heute noch tun. Auch deshalb ist es angemessen, vom Portfolio-Management zu sprechen, und nicht lediglich von einer Portfolio-Theorie. In den Jahren 1964 bis 1966 wurde von Sharpe, Lintner und Mossin das Capital Asset Pricing Model (CAPM) entwickelt. Es basiert auf den von Markowitz veröffentlichten Arbeiten und „beschreibt in einfacher Art und Weise die Beziehung zwischen Risiko und Ertrag eines Wertpapiers beziehungsweise Portfolios.“ Der entscheidende Unterschied liegt beim CAPM darin, dass eine Bewertung der Aktien stattfindet. Dies wird durch die Verwendung eines aktien- beziehungsweise portfoliospezifischen Risikos, des so genannten Betas, erreicht.
Ein weiterer großer Untersuchungsgegenstand ist die Formalisierung und Beurteilung eines international diversifizierten Portfolios. Viele Autoren haben gezeigt, dass ein international gestreutes Portfolio einem nationalen eindeutig überlegen ist, da sich das Risiko verringern lässt, ohne dass man einen Rückgang der erwarteten Rendite in Kauf nehmen muss. Dementsprechend wurden auch mehrere Versuche angestellt, das CAPM in einen internationalen Kontext zu übertragen. Die wichtigsten Arbeiten zu diesem Thema wurden von Grauer, Litzenberger und Stehle, Solnik, Sercu sowie Adler und Dumas verfasst.6Durch sie konnte eine Bewertung einzelner Aktien nun auch im internationalen Zusammenhang vorgenommen werden.

Excerpt


Gliederung

1 Einleitung

2 Grundlagen der Portfolio-Theorie

2.1 Die Portfolio Selection-Theorie

2.1.1 Modellannahmen

2.1.2 Risiko- und Ertragsmöglichkeiten

2.1.3 Die Effizienzlinie

2.1.4 Das Separationstheorem

2.1.5 Der Diversifikationseffekt

2.2 Das Capital Asset Pricing Model

2.2.1 Modellannahmen

2.2.2 Die Kapitalmarktgerade

2.2.3 Die Wertpapiermarktgerade

2.2.4 Nichtexistenz einer risikofreien Anlage

3 Die Erweiterung auf internationale Portfolios

3.1 Das internationale Portfolio Selection-Modell

3.1.1 Die internationale Effizienzlinie

3.1.2 Diversifikationsmöglichkeiten durch internationale Streuung

3.1.3 Korrelationskoeffizienten im Zeitablauf

3.2 Das internationale Capital Asset Pricing Model

3.2.1 Der Ansatz von Grauer, Litzenberger und Stehle

3.2.2 Die Ansätze von Solnik, Sercu sowie Adler und Dumas

3.3 Zwischenfazit

4 Probleme des internationalen Portfolio-Managements

4.1 Der Einfluss von Wechselkursen

4.1.1 Rendite und Risiko einer ausländischen Aktie

4.1.2 Rendite und Risiko eines internationalen Portfolios

4.1.3 Hedging des Wechselkursrisikos

4.2 Integration versus Segmentierung der internationalen Märkte

4.2.1 Unterschiedliche Soll- und Habenzinsen

4.2.2 Kaufkraftparität

4.2.3 Direkte und indirekte Barrieren

4.3 Home Bias in internationalen Aktienportfolios

4.3.1 Internationale Diversifikation in den Portfolios deutscher Anleger

4.3.2 Erklärungsansätze für den Home Bias

4.3.2.1 Monetäre Investitionsbarrieren

4.3.2.2 Regulative Investitionsbarrieren

4.3.2.3 Hedging des Inflationsrisikos

4.3.2.4 Informationsbarrieren

4.3.2.5 Aussagen des Behavioural Finance-Ansatzes

4.3.2.6 Weitere Erklärungsansätze

4.3.3 Kritische Würdigung der Erklärungsansätze

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen des Portfolio-Managements und deren Übertragung auf den internationalen Kontext, mit einem besonderen Fokus auf das Phänomen des "Home Bias" bei privaten Anlegern und dessen mögliche Ursachen.

  • Grundlagen der modernen Portfolio-Theorie (Markowitz) und des CAPM.
  • Theoretische Erweiterung auf internationale Portfolios und deren Vorteilhaftigkeit.
  • Analyse des "Home Bias" Phänomens in der Realität bei deutschen Investoren.
  • Diskussion potenzieller Erklärungsansätze für den Home Bias (Marktfriktionen, Verhaltensaspekte).
  • Kritische Würdigung der Wirksamkeit dieser Erklärungsmodelle.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Modellannahmen

Markowitz ist der Meinung, dass es darum geht, ein möglichst gut diversifiziertes Portfolio anzulegen. „A good portfolio is more than a long list of good stocks and bonds. It is a balanced whole, providing the investor with protections and opportunities with respect to a wide range of contingencies.” Er geht in seinem Mean Variance-Modell (MVM) von folgenden Annahmen aus:

1. Investoren verhalten sich grundsätzlich risikoavers, das heißt sie ziehen bei gleichem Risiko das Wertpapier mit der höheren erwarteten Rendite beziehungsweise bei gleicher erwarteter Rendite das Wertpapier mit dem geringeren Risiko vor.

2. Für die Investoren sind der Erwartungswert und die Standardabweichung (beziehungsweise die Varianz) der Wertpapierrenditen die einzigen Entscheidungskriterien.

3. Investoren verhalten sich rational und versuchen, den erwarteten Nutzen zu maximieren.

4. Der Planungshorizont, an dem sich die Entscheidungen der Investoren ausrichten, beträgt eine Periode.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Entwicklung der modernen Portfolio-Theorie und des CAPM dar und führt in das Untersuchungsziel sowie das Phänomen des Home Bias ein.

2 Grundlagen der Portfolio-Theorie: Hier werden die theoretischen Fundamente der aktiven und passiven Portfolioverwaltung sowie die Modelle von Markowitz und das CAPM detailliert erläutert.

3 Die Erweiterung auf internationale Portfolios: Dieses Kapitel untersucht die Vorteile einer internationalen Streuung und wie die klassischen Modelle in einen internationalen Kontext übertragen werden können.

4 Probleme des internationalen Portfolio-Managements: Hier erfolgt die detaillierte Analyse der Wechselkurseinflüsse, der Marktsegmente sowie die tiefergehende Untersuchung des Home Bias und seiner verschiedenen Erklärungsansätze.

5 Fazit: Das Fazit fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass die internationale Diversifikation trotz einiger Barrieren weiterhin zu empfehlen ist.

Schlüsselwörter

Portfolio-Management, moderne Portfolio-Theorie, CAPM, internationale Diversifikation, Home Bias, Marktrisiko, systematisches Risiko, Wechselkursrisiko, Kaufkraftparität, Behavioral Finance, Investitionsbarrieren, Rendite, Varianz, Kovarianz, Beta-Faktor.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema dieser Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit internationalen Aspekten der Portfolio-Optimierung und der Bewertung von Aktien im Kontext globaler Märkte.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Themen sind die Portfolio-Theorie von Markowitz, das CAPM, die Vorteile internationaler Diversifikation sowie die Ursachen des beobachtbaren "Home Bias".

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu verstehen, warum Investoren ihre Portfolios entgegen theoretischer Empfehlungen nur gering international diversifizieren und welche Faktoren diesen Home Bias erklären könnten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit basiert primär auf einer theoretischen Analyse und Modellierung unter Verwendung finanzwissenschaftlicher Gleichungen und vergleicht diese mit vorliegenden empirischen Studien.

Was steht im Zentrum des Hauptteils?

Der Hauptteil behandelt die theoretische Ausweitung der Portfolio-Theorie auf den internationalen Bereich und die Untersuchung verschiedener Erklärungsansätze für den Home Bias, etwa durch Transaktionskosten, Steuern oder verhaltenswissenschaftliche Aspekte.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Diplomarbeit?

Portfolio-Management, Home Bias, internationale Diversifikation, CAPM, systematische Risiken und Marktintegration.

Gibt es empirische Belege für den Home Bias?

Ja, die Arbeit zeigt anhand von Daten, dass sowohl deutsche als auch Investoren anderer großer Industrienationen einen deutlichen Überhang an inländischen Wertpapieren in ihren Portfolios halten.

Wie bewertet der Autor die Bedeutung von Wechselkursrisiken?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Wechselkursschwankungen bei Aktienmärkten oft überschätzt werden und das Aktienrisiko das Währungsrisiko in der Praxis dominiert.

Kann der Home Bias durch rationale Faktoren wie Steuern oder Transaktionskosten vollständig erklärt werden?

Nein, der Autor stellt fest, dass diese Faktoren zwar einen Einfluss haben, das Ausmaß des beobachteten Home Bias jedoch nicht vollständig rechtfertigen können.

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Details

Title
Internationale Aspekte des Aktien-Portfolio-Managements und der Aktienbewertung
College
University of Passau
Grade
1,7
Author
Jens Hofmann (Author)
Publication Year
2005
Pages
103
Catalog Number
V49442
ISBN (eBook)
9783638458955
Language
German
Tags
Internationale Aspekte Aktien-Portfolio-Managements Aktienbewertung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jens Hofmann (Author), 2005, Internationale Aspekte des Aktien-Portfolio-Managements und der Aktienbewertung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49442
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