Die durchschnittliche Kinderanzahl pro Frau geht seit dem Jahr 1975 von durchschnittlich 7 bis 8 Kindern, kontinuierlich zurück. Während in den Jahren von 1975 bis 2000 ein rasanter Abstieg zu erkennen ist, verlangsamte sich diese Entwicklung in den darauffolgenden Jahren auf durchschnittlich 3 Kinder- Die Zukunftsprognose zeigt einen weitgehend, stetigen Rückgang der Kinderanzahl. Im Jahr 2060 liegt demnach die durchschnittliche Kinderanzahl bei zwei Kindern, welche dann weiter abnimmt und fortlaufend bis 2100 knapp unter zwei Kindern beleibt. Eine Umkehr ist nicht erkennbar.
Inhaltsverzeichnis
1. Betrachtung der Kennzahlen in Zusammenhang mit der Historie Simbabwes (bis 1980 südliches Rhodesien)
2. Geburtenanzahl der Mütter im Alter von 15 bis 19 Jahren
3. Geburtenanzahl der Mütter im Alter von 20 bis 24 Jahren
4. Geburtenanzahl der Mütter im Alter von 25 bis 29 Jahren
5. Geburtenanzahl der Mütter im Alter von 30 bis 34 Jahren
6. Geburtenanzahl der Mütter im Alter von 35 bis 39 Jahren
7. Geburtenanzahl der Mütter im Alter von 40 bis 44 Jahren
8. Geburtenanzahl der Mütter im Alter von 45 bis 49 Jahren
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den historischen Verlauf der Fertilität in Simbabwe und analysiert den Zusammenhang zwischen dem Alter der Mütter bei der Geburt und den sozio-politischen Ereignissen im Land von 1950 bis zum Jahr 2100.
- Historische Analyse der Gesamtfertilität in Simbabwe
- Einfluss politischer Konflikte und der Siedlerherrschaft auf Geburtenraten
- Detaillierte Auswertung nach Altersgruppen der Mütter
- Langfristige Bevölkerungsprognosen und Entwicklungstrends
- Korrelation zwischen sozio-ökonomischen Krisen und dem Geburtenverhalten
Auszug aus dem Buch
Betrachtung der Kennzahlen in Zusammenhang mit der Historie Simbabwes (bis 1980 südliches Rhodesien)
Die durchschnittliche Kinderanzahl pro Frau geht seit dem Jahr 1975 von durchschnittlich 7 bis 8 Kindern, kontinuierlich zurück. Während in den Jahren von 1975 bis 2000 ein rasanter Abstieg zu erkennen ist, verlangsamte sich diese Entwicklung in den darauffolgenden Jahren auf durchschnittlich 3 Kinder- Die Zukunftsprognose zeigt einen weitgehend, stetigen Rückgang der Kinderanzahl. Im Jahr 2060 liegt demnach die durchschnittliche Kinderanzahl bei zwei Kindern, welche dann weiter abnimmt und fortlaufend bis 2100 knapp unter zwei Kindern beleibt. Eine Umkehr ist nicht erkennbar.
Deutlich erkennbar ist ein Anstieg in den Jahren 1950 bis 1970, sowie eine Unterbrechung des radikalen Rückgangs in den Jahren 2005 bis 2010. Grundsätzlich lässt sich Simbabwes Gesamtfertilität in vier Phasen gliedern:
1. Ca. 1950 bis 1970 – Anstieg
2. Ca. 1980 bis 2000 – radikaler Rückgang
3. Ca. 2010 bis 2055 – Rückgang
4. Ca. 2060 bis 2100 – sehr schwacher Rückgang
Genau in den Jahren 1970 bis 1980, dem Zeitraum zwischen der ersten und der zweiten Phase, in welchem eine gleichbleibende Geburtenrate festzustellen ist, befand sich Simbabwe im sogenannten „rhodesischen Buschkrieg“, ein Guerillakrieg gegen die Regierung der weißen Minderheit durch welchen Simbabwe im Jahr 1980 politische Unabhängigkeit erlangte und die Siedlerherrschaft der weißen Minderheitsregierung endete. Der darauffolgende radikale Abstieg in der zweiten Phase ist auf die starke Beeinflussung kolonialer Hinterlassenschaften von mehr als 80 Jahren Siedlerherrschaft zurückzuführen, durch welches kaum wirtschaftliche oder politische Entwicklungsmöglichkeiten blieben.
Zusammenfassung der Kapitel
Betrachtung der Kennzahlen in Zusammenhang mit der Historie Simbabwes (bis 1980 südliches Rhodesien): Dieses Kapitel analysiert die vier Phasen der Fertilitätsentwicklung in Simbabwe und setzt diese in den Kontext historischer Krisen wie des rhodesischen Buschkriegs.
Geburtenanzahl der Mütter im Alter von 15 bis 19 Jahren: Es wird der Verlauf der Geburten in dieser Altersgruppe betrachtet, wobei der deutliche Einfluss von politischer Instabilität und Konflikten hervorgehoben wird.
Geburtenanzahl der Mütter im Alter von 20 bis 24 Jahren: Die Analyse zeigt hier einen langjährigen Anstieg bis 2010 und eine Prognose für die kommenden Jahrzehnte auf.
Geburtenanzahl der Mütter im Alter von 25 bis 29 Jahren: Dieses Kapitel vergleicht das Geburtenverhalten dieser Alterskohorte mit der jüngeren Gruppe und zeigt prognostizierte Höhepunkte im Jahr 2045 auf.
Geburtenanzahl der Mütter im Alter von 30 bis 34 Jahren: Der Fokus liegt auf der Ähnlichkeit der Kurvenverläufe und dem spürbaren negativen Einfluss historischer Ereignisse.
Geburtenanzahl der Mütter im Alter von 35 bis 39 Jahren: Es wird die allgemeine Rückgangstendenz im Zeitverlauf in dieser Altersgruppe dokumentiert.
Geburtenanzahl der Mütter im Alter von 40 bis 44 Jahren: Hier werden die Schwankungen und Einbrüche der Geburtenzahlen in Bezug auf die sozio-ökonomische Lage des Landes dargestellt.
Geburtenanzahl der Mütter im Alter von 45 bis 49 Jahren: Den Abschluss bildet die Betrachtung der geringsten Geburtenzahlen in der höchsten betrachteten Altersgruppe der Mütter.
Schlüsselwörter
Simbabwe, Fertilität, Geburtenrate, Demografie, Historische Analyse, Rhodesischer Buschkrieg, Siedlerherrschaft, Bevölkerungsprognose, Altersgruppen, ZANU-PF, Landreform, Sozio-ökonomische Entwicklung, Geburtenrückgang, Krisenmanagement, Politische Unabhängigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung der Geburtenraten in Simbabwe und untersucht, wie politische und gesellschaftliche Ereignisse seit 1950 das Geburtenverhalten von Frauen unterschiedlicher Altersgruppen beeinflusst haben.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die demografische Entwicklung, den Einfluss der kolonialen Geschichte und des Unabhängigkeitskampfes auf die Fertilität sowie die Prognose zukünftiger Geburtenzahlen bis zum Jahr 2100.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Korrelation zwischen historischen Krisen, politischer Instabilität und der Anzahl der Geburten pro Altersgruppe in Simbabwe aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine historische Analyse, die quantitative Geburtsdaten (Fertilitätskennzahlen) in den Kontext der politischen Geschichte Simbabwes setzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine historische Betrachtung der Fertilität sowie eine detaillierte Auswertung der Geburtenzahlen nach spezifischen Altersgruppen von 15 bis 49 Jahren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Simbabwe, Fertilität, Demografie, historische Analyse, Geburtenrate und politischer Einfluss.
Warum spielt der rhodesische Buschkrieg für die Analyse eine Rolle?
Der Krieg markiert eine signifikante Zäsur in der Fertilitätsstatistik; die Arbeit legt dar, wie er zu einem Stillstand bzw. Einbruch der Geburtenraten aufgrund von Angst, Leid und dem Fehlen männlicher Partner führte.
Was besagt die Prognose für das Jahr 2045?
Die Prognose deutet auf einen Wechsel des durchschnittlichen Alters der Mütter mit den meisten Geburten hin, da die Gruppe der 25- bis 29-Jährigen die der 20- bis 24-Jährigen überholen wird.
- Arbeit zitieren
- Raphaela Prassl (Autor:in), 2015, Das Alter von Müttern bei der Geburt im Zusammenhang mit der Gesamtfertilität in Simbabwe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/494434