Diese Arbeit untersucht, wie genau das sogenannte Mobile Payment funktioniert. Das Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über das Thema Mobile Payment zu geben, was für die meisten Deutschen einen sehr unbekannten Bereich darstellt. Hierzu müssen folgende Fragestellungen beantwortet werden: Was ist Mobile Payment genau? Wie sehen die heutigen technischen Standards aus? Welche Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren müssen erfüllt werden? Was gibt es momentan für Anbieter der mobilen Bezahlmöglichkeit? Weiterhin soll geklärt werden, ob Mobile Payment zukünftig in Deutschland eine wichtige Rolle beim Bezahlen im stationären Handel einnehmen wird. Es wird davon ausgegangen, dass dies nicht der Fall ist.
Der zweite Punkt in dieser Arbeit klärt anfangs, wie der Begriff Mobile Payment in das Electronic Business eingeordnet werden kann. Anschließend wird eine Definition mit wichtigen Schlagwörtern für das mobile Bezahlen gefunden. Zusätzlich werden die verschiedenen Möglichkeiten des Mobile Payment aufgezeigt und teilweise genauer erklärt.
Heutzutage gibt es viele Möglichkeiten, im stationären Handel zu bezahlen. Einerseits gibt es das "gute, alte" Bargeld, was bei den Deutschen mit großem Abstand am beliebtesten ist. Die Zahlung mit EC-Karte ist die zweitbeliebteste Möglichkeit, welche allerdings in den letzten 4 Jahren deutlich an Beliebtheit eingebüßt hat. Auffällig ist auch, dass das Mobile Payment eine der unbeliebtesten Möglichkeiten zum Bezahlen in Deutschland ist.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung & Ziel
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Methodik
2. Mobile Payment
2.1 Begriffseinordnung
2.2 Technische Standards
2.3 Voraussetzungen & Erfolgsfaktoren
3. Anbieter
3.1 Apple Pay
3.2 Google Pay
3.3 „Mobiles Bezahlen“ Sparkasse
4. Fazit und Ausblick
5. Literatur- und Quellenverzeichnis
5.1 Literaturquellen
5.2 Internetquellen
5.3 Abbildungsquellen
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über das Thema Mobile Payment in Deutschland zu geben, da dieser Bereich für die Mehrheit der Bevölkerung noch weitgehend unbekannt ist. Die Arbeit untersucht, warum mobile Bezahlmethoden bisher nur geringe Akzeptanz finden, und analysiert die notwendigen technischen Voraussetzungen, Erfolgsfaktoren sowie die Rolle verschiedener Anbieter auf dem Markt.
- Definition und begriffliche Einordnung von Mobile Payment
- Analyse technischer Standards wie NFC, QR-Codes und BLE
- Untersuchung von Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren für die Marktdurchdringung
- Porträt der Anbieter Apple Pay, Google Pay und „Mobiles Bezahlen“ der Sparkassen
Auszug aus dem Buch
2.2 Technische Standards
In den letzten Jahren haben sich drei wesentliche Übertragungsstandards für mobiles Bezahlen am sogenannten Point of Sale etabliert.
„Near Field Communication“ (im Weiteren NFC), was auf der RFID-Technologie beruht, macht einen kontaktlosen Datenaustausch mit 424 Kilobits pro Sekunde innerhalb von 20 Zentimetern zwischen Sender und Empfänger möglich. Dieses Verfahren wird in Deutschland mittlerweile auch viel bei der Kartenzahlung angewandt, denn das lästige Einschieben der Karte in das Terminal wird übergangen und bis 25 € Einkaufswert muss auch keine PIN mehr eingeben werden. Das Bezahlen mit dem Smartphone funktioniert auf der gleichen Grundlage. Viele Kartenorganisationen und auch die großen Mobiltelefonhersteller unterstützen schon die NFC-Technologie. Eine kleine Einschränkung gibt es aber für die Nutzer von iPhones, denn Apple hat die Funktion bisher nur für ihren Bezahldienst „ApplePay“ freigeschaltet. Ein weiteres Argument, was für die NFC-Technologie spricht, ist die gemeinsame Verwendung mit dem „Secure Element“. Dieses ist heutzutage Bestandteil in allen Smartphones und sorgt dafür, dass sensible Informationen, wie beispielsweise persönliche Bankdaten, sicher gespeichert werden können und es schützt vor Zugriff unberechtigter Dritter. Sollte das Smartphone noch nicht über NFC und das Secure Element verfügen, kann diese über eine SIM-Karte nachgerüstet werden. Die Europäische Union hat mit der „Multilateral Interchange Fee“-Richtlinie vorgeschrieben, dass der Endkunde ab dem 01.01.2018 an der Kasse die Wahl haben muss, welche Möglichkeit er zur Zahlung am EC-Terminal nutzen will, die laut seinem Zahlungsmittel möglich ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, beleuchtet die aktuelle Zurückhaltung der deutschen Konsumenten gegenüber Mobile Payment und definiert die zentralen Fragestellungen und den Aufbau der Arbeit.
2. Mobile Payment: Hier erfolgt eine theoretische Einordnung des Begriffs in das E-Business sowie eine detaillierte Betrachtung der technischen Standards und der für einen Markterfolg notwendigen Faktoren.
3. Anbieter: Dieses Kapitel stellt verschiedene Marktteilnehmer vor und analysiert spezifisch die Funktionsweisen und Strategien von Apple Pay, Google Pay und der Sparkassen-Lösung.
4. Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und bewertet die Zukunftsaussichten für mobiles Bezahlen in Deutschland kritisch.
Schlüsselwörter
Mobile Payment, Mobiles Bezahlen, NFC, Smartphone, Digitale Geldbörse, Electronic Business, Apple Pay, Google Pay, Sparkasse, Kontaktloses Bezahlen, Sicherheit, Nutzerakzeptanz, QR-Code, Bluetooth Low Energy, Mobile Wallet
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Status Quo und den Zukunftsaussichten von Mobile Payment in Deutschland, einer Technologie, die bisher auf geringe Akzeptanz bei den Verbrauchern stößt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Einordnung, der technischen Infrastruktur, den Erfolgsfaktoren sowie der Vorstellung konkreter Anbieter wie Apple, Google und den Sparkassen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, einen Überblick über den aktuellen Stand von Mobile Payment zu geben und zu analysieren, ob sich diese Form des Bezahlens in Deutschland langfristig etablieren wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit ist als theoretische Abhandlung konzipiert und basiert ausschließlich auf einer fundierten Recherche von Sekundärliteratur und Internetquellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Definition von Mobile Payment, die Erklärung technischer Standards wie NFC, QR-Codes und BLE sowie die Analyse spezifischer Anbieterlösungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mobile Payment, NFC, Sicherheit, Nutzerakzeptanz und digitale Bezahlplattformen geprägt.
Warum spielt die Sparkassen-App eine besondere Rolle in der Analyse?
Die Sparkassen-App wird als Beispiel für eine Banken-interne Lösung angeführt, die in Deutschland als Vertrauensanker dienen könnte, da deutsche Konsumenten Finanzinstituten häufig mehr Vertrauen entgegenbringen als digitalen Giganten.
Welchen Einfluss hatte der Start von Apple Pay in Deutschland?
Der Start von Apple Pay im Dezember 2018 sorgte für eine verstärkte mediale Diskussion und führte dazu, dass auch technisch aufgeschlossenere Nutzergruppen vermehrt mit dem Thema in Berührung kamen.
- Quote paper
- Jennifer Schultz (Author), 2019, Wie funktioniert Mobile Payment?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/494628