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Jugendkulturelle Musik in der sozialen Arbeit mit Jugendlichen

Title: Jugendkulturelle Musik in der sozialen Arbeit mit Jugendlichen

Term Paper , 2006 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Nicole Wilbrandt (Author)

Social Work
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Musik ist, denke ich, etwas, dass uns alle angeht. Viele Menschen, und ich zähle mich dazu, lassen sich fast den ganzen Tag über von Musik via Radio, CDs oder MP3-Player begleiten. Sie dient dabei zur Entspannung, Stimmungsverbesserung, Vertreibung der Langeweile und zu vielem mehr. Schon in Kindergarten und Grundschule werden Lieder gesungen und gehört, aber ganz besonders wichtig, ja gerade zu unentbehrlich, wird Musik im Jugendalter und sie wird dann auch in besonderer Form jugendspezifisch. Meine Frage in dieser Hausarbeit ist, welche Funktionen und Bedeutungen das Medium populäre - als jugendspezifische - Musik für Jugendliche innehat (Kap.2) und in welcher Weise dies in der sozialen Arbeit mit Adoleszenten umgesetzt und berücksichtigt werden sollte. Dies veranschauliche ich insbesondere am Beispiel der mobilen Musikarbeit (Kap.3). In Kapitel vier behandele ich schließlich die durch meine bis dahin geleisteten Recherchen weiterhin aufgeworfene Frage, inwiefern respektive unter welchen Voraussetzungen Sozialarbeitern eine gewisse Teilhabe an jugendkulturellen Umgangsformen als Voraussetzung für die sozialpädagogische Arbeit möglich ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Bedeutung und Funktion von populärer Musik für Jugendliche

3 Mobile Musikarbeit

3.1 Das erste Rockmobil

3.2 Konzeption mobiler Musikarbeit in der BRD

3.3 Mobile Musikarbeit ist gruppenkonstitutiv

3.4 Sozialpädagogische Anforderungen

3.5 Musik als Ausdrucksmedium

3.6 Ziele

4 Zum Verhältnis von populärer Musik und sozialer Arbeit

5 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung und die Funktionen populärer Musik für Jugendliche im Kontext der Adoleszenz und analysiert, wie diese Erkenntnisse für eine niedrigschwellige, präventive sozialpädagogische Praxis, insbesondere am Beispiel der mobilen Musikarbeit, genutzt werden können.

  • Identitätsstiftende und handlungsleitende Funktionen von populärer Musik für Jugendliche
  • Konzept und Arbeitsweisen der mobilen Musikarbeit (z.B. Musikmobile)
  • Sozialpädagogische Anforderungen an Fachkräfte im Bereich der Musikarbeit
  • Das Spannungsfeld zwischen jugendkulturellem Ausdruck und pädagogischer Intervention
  • Förderung kultureller Teilhabe und persönlicher Entwicklung durch Musikprojekte

Auszug aus dem Buch

3.3 Mobile Musikarbeit ist gruppenkonstitutiv

Musik ist, wie schon in Kapitel eins erläutert, immanenter Bestandteil der jugendlichen Peer Group, nicht nur in Form von einfachem akustischem Konsum, sondern vielmehr das zentrale Merkmal der Peer Group zur Abgrenzung und Aufwertung gegenüber anderen Gleichaltrigengruppen und natürlich gegenüber Erwachsenen und nimmt somit identitätsstiftenden Charakter an. Dementsprechend ist die Gruppenarbeit gerade bei der Arbeit mit Jugendlichen von besonderer Bedeutung und wird auch innerhalb der mobilen Musikarbeit in den Produktionsprozess mit einbezogen, ist sogar gruppenkonstitutiv. Das Musikmachen innerhalb einer Band ermöglicht bewusstes Wahrnehmen von Erlebnissen und Erfahrungen und fördert so das Lernen von sozialer Kommunikation und Integration (vgl. Pleiner, Günter, 1999, S. 26). Dabei ist eine eigenständige und selbstgewählte Entwicklung der Gruppen durch ihre Mitglieder, auf Grund von persönlichen Präferenzen und Interessen, besonders wünschenswert, da hier die Bindungsstruktur stärker ist und Aushandlungsprozesse leichter erreicht werden können. Eine von Sozialpädagogen zusammengestellte Gruppe ist häufig ausschließlich durch den äußeren Rahmen und Arbeitszweck verbunden und bricht dadurch auch schneller wieder auseinander. Ein längerfristiges Projekt mit anspruchsvollen und konfliktbehafteten Arbeitsprozessen ist hier nur mit Mühe und Anstrengung seitens der Sozialarbeiter überhaupt möglich.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Interesse an der funktionalen Bedeutung populärer Musik für Jugendliche und stellt die zentrale Forschungsfrage nach deren Umsetzung in der sozialpädagogischen Praxis.

2 Bedeutung und Funktion von populärer Musik für Jugendliche: Dieses Kapitel erläutert, wie Musik als zentrales Ausdrucksmedium und Bewältigungshilfe in der Adoleszenz dient und Jugendliche bei der Identitätsbildung unterstützt.

3 Mobile Musikarbeit: Das Kapitel behandelt das Konzept, die Anforderungen und die Zielsetzungen der mobilen Musikarbeit als niedrigschwelliges, präventives Angebot der Jugendhilfe.

3.1 Das erste Rockmobil: Hier werden die historischen Wurzeln und der Grundgedanke des ersten Rockmobils als Katalysator für Lernvorgänge dargestellt.

3.2 Konzeption mobiler Musikarbeit in der BRD: Es wird der aufsuchende Ansatz mobiler Musikarbeit beschrieben, der schwer erreichbare Jugendliche in ihrem Lebensumfeld ansprechen soll.

3.3 Mobile Musikarbeit ist gruppenkonstitutiv: Das Kapitel erklärt, warum die Arbeit in Bandstrukturen soziale Kommunikation und Integration innerhalb der Peer Group maßgeblich fördert.

3.4 Sozialpädagogische Anforderungen: Hier werden die Erwartungen an Fachkräfte bezüglich musikalischer Kompetenz und die Notwendigkeit einer authentischen, interessenbezogenen Beziehungsarbeit diskutiert.

3.5 Musik als Ausdrucksmedium: Es wird die Rolle der Musik als authentisches Mittel zur Gefühlsarbeit und emotionalen Selbstbehauptung der Jugendlichen aufgezeigt.

3.6 Ziele: Die Ziele der Musikarbeit, insbesondere die Ausweitung kreativer Fähigkeiten und die Steigerung des Selbstwertgefühls durch Erfolgserlebnisse, werden zusammengefasst.

4 Zum Verhältnis von populärer Musik und sozialer Arbeit: Das Kapitel analysiert kritisch das Spannungsfeld zwischen jugendlicher Provokation durch Musik und den pädagogischen Anforderungen sowie der nötigen professionellen Distanz des Sozialarbeiters.

5 Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet kritisch die Wirksamkeit der Musikarbeit hinsichtlich einer Generalisierung von Lernerfolgen auf andere Lebensbereiche.

Schlüsselwörter

Popmusik, Jugendhilfe, Mobile Musikarbeit, Adoleszenz, Identitätsbildung, Musikpädagogik, Empowerment, Peer Group, Soziale Arbeit, Kulturelle Teilhabe, Sozialpädagogische Praxis, Gruppenprozesse, Jugendkultur, Musikmobil, Rollendistanz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Stellenwert populärer Musik im Leben von Jugendlichen und der Frage, wie die Sozialpädagogik dieses Medium sinnvoll in ihre Arbeit integrieren kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen die Bedeutung von Musik für die Identitätsfindung im Jugendalter, das Konzept der mobilen Musikarbeit und das Spannungsfeld zwischen jugendlichem Musikgeschmack und pädagogischer Intervention.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit populäre Musik als Zugangsweg zur Lebenswelt von Jugendlichen dienen kann und welche Anforderungen dies an eine professionelle sozialpädagogische Arbeit stellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der theoretischen Auseinandersetzung mit musikpädagogischen sowie sozialarbeiterischen Konzepten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Funktionen von Musik in der Adoleszenz, das spezielle Konzept der mobilen Musikarbeit, die Bedeutung von Gruppenprozessen beim Musikmachen sowie die professionellen Anforderungen an Sozialarbeiter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere populäre Musik, Jugendhilfe, mobile Musikarbeit, Adoleszenz, kulturelle Teilhabe und sozialpädagogische Rollendistanz.

Was versteht die Autorin unter „engagierter Rollendistanz“?

Es ist ein professioneller Habitus, der durch bewussten Abstand zwischen privater Person und beruflicher Rolle den Sozialarbeiter vor Überreagieren oder Abstumpfen schützt und eine selbstreflexive Arbeit ermöglicht.

Inwieweit kann Musik problematische Inhalte kompensieren?

Musik kann als Ventil und Ausdrucksmittel dienen, um Ängste und Aggressionen symbolisch zu verarbeiten, wobei der Sozialarbeiter stets eine beratende und begleitende Rolle einnimmt, um bei Bedarf intervenieren zu können.

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Details

Title
Jugendkulturelle Musik in der sozialen Arbeit mit Jugendlichen
College
Protestant University of Applied Sciences Rheinland-Westfalen-Lippe
Grade
1,3
Author
Nicole Wilbrandt (Author)
Publication Year
2006
Pages
23
Catalog Number
V49470
ISBN (eBook)
9783638459181
Language
German
Tags
Jugendkulturelle Musik Arbeit Jugendlichen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Wilbrandt (Author), 2006, Jugendkulturelle Musik in der sozialen Arbeit mit Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49470
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