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Geschwister - Geliebte Rivalen

Title: Geschwister - Geliebte Rivalen

Seminar Paper , 2005 , 17 Pages , Grade: 1,9

Autor:in: Susann Colditz (Author)

Pedagogy - General
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Summary Excerpt Details

Anhand verschiedener Forschungs- und Untersuchungsergebnisse möchte ich darauf eingehen, welche Rolle die Geschwisterzahl, der Altersabstand und die Geschwisterkonstellation in der Beziehung spielt. Weiterhin möchte ich Merkmale verschiedener Beziehungen und den damit verbundenen Zusammenhang mit der Entwicklung und der Sozialisation eines Kindes darstellen. Da Rivalität unter Geschwistern keine Seltenheit ist möchte ich Gründe dafür finden und in diesem Zusammenhang auf die Geburt eines zweiten Kindes eingehen und erläutern wie die Eltern für ein harmonisches Familienklima sorgen können.
Laut der Statistik des statistischen Bundesamtes werden Familien mit Geschwisterkindern immer seltener. Aufgrund dieses Wandels der Familie in der heutigen Zeit und der weitverbreiteten Ein-Kind-Familie möchte ich auch auf das Thema Einzelkind eingehen und untersuchen ob die Vorurteile die über Einzelkinder verbreitet sind, doch Wahrheiten oder ob es wirklich nur Vorurteile sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Merkmale

3. Geburtsrangplatz und Persönlichkeit

3.1.Erstgeborene und das Entthronungstrauma

3.2.Die „Sandwich-Position“ - Mittlere Kinder

3.3.Letztgeborene – Nesthäkchen

4. Geburt eines zweiten Kindes

4.1. Drei-Phasen-Modell

4.1.1. Erste Phase

4.1.2. Zweite Phase

4.1.3. Dritte Phase

4.2.Rivalität

5. Altersabstand

5.1.Kleiner Altersabstand

5.2.Mittlerer Altersabstand

5.3.Großer Altersabstand

5.4.Günstiger Altersabstand

6. Art der Geschwisterbeziehung

6.1.Enge Identifikation

6.2.Teilidentifikation

6.3.Geringe Identifikation

7. Einzelkinder

8. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologische Dynamik von Geschwisterbeziehungen und deren Einfluss auf die kindliche Entwicklung und Sozialisation. Im Fokus steht dabei die Analyse, wie Faktoren wie Geburtsreihenfolge, Altersabstand und elterliches Verhalten die Qualität der geschwisterlichen Bindung sowie das Auftreten von Rivalität prägen.

  • Einfluss der Geburtsrangfolge auf die Persönlichkeitsentwicklung.
  • Dynamik der Rivalität und das Drei-Phasen-Modell nach der Geburt eines Geschwisterkindes.
  • Die Rolle des Altersabstands für die Beziehungsqualität.
  • Identifikationsmuster innerhalb der Geschwisterbeziehung.
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Einzelkind und verbreiteten Vorurteilen.

Auszug aus dem Buch

3.1. Erstgeborene und das Entthronungstrauma

Das erstgeborene Kind ist für die Eltern etwas ganz besonderes und sie geben ihm ihre ungeteilte Aufmerksamkeit, denn sie möchten alles besonders gut machen. Dieser Zustand kann sich, wenn ein zweites Kind geboren wird, ändern und dazu führen, dass das erstgeborene Kind einen Schock erleidet, der lange andauern kann. Der Begründer der Individualpsychologie Alfred Adler nennt diese Erscheinung das Entthronungstrauma.

Durch den Verlust der alleinigen elterlichen, vor allem mütterlichen, Aufmerksamkeit kann das erstgeborene Kind dem neuen Geschwisterchen mit Eifersucht, Ablehnung und Aggression begegnen. Aber auch das Verhältnis zur Mutter kann gestört sein, denn das Erstgeborene weiß nicht wie es seiner Mutter gegenübertreten soll. Auf der einen Seite spürt es Misstrauen, auf der anderen Zuneigung. Wenn das Kind merkt, dass es wegen des neuen Kindes nicht mehr so behandelt wird wie vor der Geburt, es sozusagen vom Thron geschubst wurde, kann es schnell dazu kommen, dass es sich wünscht das neue Kind wieder zurückzugeben, so dass alles wieder so ist wie vorher.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung dauerhafter Geschwisterbindungen und Darstellung der Forschungsinteressen hinsichtlich Konstellation und Sozialisation.

2. Merkmale: Definition der Geschwisterbeziehung als schicksalhafte, lebenslange Sozialbeziehung mit hoher Intimität.

3. Geburtsrangplatz und Persönlichkeit: Untersuchung der spezifischen Rollen von Erstgeborenen, mittleren Kindern und Nesthäkchen innerhalb der Familienstruktur.

4. Geburt eines zweiten Kindes: Analyse der familiären Veränderungen, insbesondere durch Rivalität und die Phasen der Beziehungsanpassung.

5. Altersabstand: Erörterung der Auswirkungen verschiedener zeitlicher Abstände zwischen Geschwistern auf die gemeinsame Identifikation und Aggression.

6. Art der Geschwisterbeziehung: Klassifizierung der Identifikationsmuster in enge, teilweise und distanzierte Formen.

7. Einzelkinder: Analyse der Lebensumstände von Kindern ohne Geschwister und kritische Prüfung gängiger Vorurteile.

8. Schluss: Resümee über die Einzigartigkeit der Geschwisterbeziehung und die Verantwortung der Eltern für ein harmonisches Familienklima.

Schlüsselwörter

Geschwisterbeziehung, Sozialisation, Entthronungstrauma, Geburtsrangplatz, Geschwisterrivalität, Identifikation, Einzelkind, Persönlichkeitsentwicklung, Familiendynamik, Erziehungsstil, Altersabstand, Eltern-Kind-Beziehung, Kindheitsforschung, Psychologie, Individualpsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der psychologischen Bedeutung und den strukturellen Merkmalen der Geschwisterbeziehung und untersucht, wie diese die Entwicklung eines Kindes beeinflusst.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Geburtsreihenfolge, dem Einfluss des Altersabstands, der Entstehung von Rivalität bei Familienzuwachs sowie den Lebensbedingungen von Einzelkindern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Faktoren zur Beziehungsqualität zwischen Geschwistern beitragen und wie Eltern durch ihr Verhalten die Sozialisation positiv beeinflussen können.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender pädagogischer und psychologischer Forschungsergebnisse, darunter Modelle von Alfred Adler und Hartmut Kasten.

Was ist der Inhalt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Rollenverteilung innerhalb der Geschwisterreihe, das Drei-Phasen-Modell der Rivalität bei Geburten sowie eine Differenzierung nach Altersabständen und Identifikationsformen.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Geschwisterbeziehung, Entthronungstrauma, Rivalität, Identifikation und Einzelkind.

Wie wirkt sich die „Sandwich-Position“ auf mittlere Kinder aus?

Mittlere Kinder haben es oft schwerer, ihren Platz in der Familie zu finden, da sie weder die Sonderstellung des Erstgeborenen noch die des Nesthäkchens genießen, was häufig zu einem gesteigerten Bedürfnis nach Profilierung führt.

Warum sollten Eltern im Streit zwischen Geschwistern nicht als Richter auftreten?

Die Arbeit argumentiert, dass Eltern den Streit meist nicht objektiv beurteilen können. Wenn Kinder Konflikte eigenständig lösen, lernen sie Kompromissbereitschaft und soziale Interaktion besser, als wenn sie durch elterliche Urteile sanktioniert werden.

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Details

Title
Geschwister - Geliebte Rivalen
College
University of Cooperative Education Breitenbrunn  (Sozialpädagogik)
Course
Pädagogische Handlungsansätze
Grade
1,9
Author
Susann Colditz (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V49474
ISBN (eBook)
9783638459228
Language
German
Tags
Geschwister Geliebte Rivalen Pädagogische Handlungsansätze
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susann Colditz (Author), 2005, Geschwister - Geliebte Rivalen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49474
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