Diese Arbeit analysiert die Verfilmung von "Harry Potter und der Stein der Weisen" und macht Vorschläge, wie diese im Deutschunterricht behandelt werden kann.
In vielen Deutschunterrichten ist heute die Harry Potter Romanreihe ein fester Bestandteil. Die Bücher von J. K. Rowling erreichen in aller Welt Schüler und Lehrer und werden zum Gegenstand der Unterrichtsstunde. Einerseits halten viele Lehrkräfte "Harry Potter" als hilfreich für didaktische Anregungen. Andererseits ist es für leistungsschwächere Schüler eine Möglichkeit, sich mit einem Buch zu beschäftigen, das eventuell "in" ist, ihnen somit nicht verschlossen bleiben würde und sie motiviert.
Hier wird allerdings bewusst von "didaktischen" und nicht von "literaturdidaktischen" Annäherungen gesprochen. Die mehr und mehr in den Lehrplänen verankerte Auseinandersetzung Multimedia kann sich auf das Thema "Harry Potter" konzentrieren. Mit "Harry Potter" in der Schule soll nicht allein eine Bestandsaufnahme des aktuellen didaktischen Diskussionsstandes verursacht werden, sondern auch vor allem dazu motivieren, selbst das didaktische, lesefördernde, filmische Potential von Harry Potter zu nutzen.
Hierzu ist es erforderlich, dass die Lehrer und auch die Schüler sich mit Filmtexten auseinandersetzen. Damit die Schüler lernen, filmanalytisch vorzugehen, gilt es, sie in die besondere Ästhetik des Filmes einzuführen. Dazu müssen die Grundlagen, wie die Filmsprache, die audiovisuelle Filmgestaltung, sowie die wichtigsten Montageprinzipien gelernt und umgesetzt werden.
Harry Potter bietet eine sehr gute Grundlage für eine Filminterpretation bzw. einer Filmanalyse zum Vergleich des Buches. Es gibt deutliche Unterschiede zwischen den zwei Werken. Außerdem lässt der "Hype" um das Buch auch Schüler mitarbeiten, die weniger begeistert von Buchlektüren und Film sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Harry Potter geht zur Schule
2. Harry Potter und der Stein der Weisen
2.1 Die Autorin
2.2. Der Inhalt
3. Harry Potter der Film
3.1 Die Verfilmung von „Harry Potter und der Stein der Weisen“
3.2 Die Filmanalyse
3.3 Der Film im Deutschunterricht
3.2.1 Ein Unterrichtsentwurf für die Schule
3.2.1.1 Unterrichtssequenzen
3.2.1.2 Übersicht über die Unterrichtssequenzen
3.2.2 Vergleich der zwei „Extremen“
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das didaktische Potenzial der Verfilmung von „Harry Potter und der Stein der Weisen“ im Deutschunterricht. Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Schüler durch den Vergleich von Romanvorlage und filmischer Umsetzung analytische Kompetenzen erwerben und die spezifische Ästhetik des Mediums Film verstehen lernen können.
- Integration populärer Jugendmedien in den Deutschunterricht
- Vermittlung von Grundlagen der Filmanalyse (visuelle, auditive und narrative Ebene)
- Vergleichende Analyse zwischen Literaturvorlage und Filmadaption
- Entwicklung eines konkreten Unterrichtsentwurfs für die 5. Jahrgangsstufe
- Reflexion über die mediale Transformation und didaktische Nutzung des „Harry Potter“-Hypes
Auszug aus dem Buch
3.2.2 Vergleich der zwei „Extremen“
Die Verfilmung orientiert sich eng an der Romanvorlage, wobei aber bei der Mehrzahl der Filmkritiker Einigkeit darüber herrscht, dass die Qualität des Romans nicht erreicht wird. Die Unterschiede von Romanvorlage und filmischer Umsetzung können exemplarisch anhand von Auszügen aus den Filmsequenzen verdeutlicht werden.
Im Allgemeinen ergibt die Analyse des Romans, dass Stoff- und Textstruktur, die adressatenbezogene Sprache, die geschickte Vermischung verschiedener Genres und die klug geplante und ausgeführte „Architektur“ den Leser mitreisen. Das Buch ist so strukturiert, dass es der Bildungskultur eines englischen Internats entspricht. Rowling steht mit ihrem Roman in der Tradition der klassischen britischen Schulgeschichte, wobei sie hierbei den Fantasy Genre miteinbaut.
Im Großen und Ganzen nimmt die Einführung von Harry und seinen Freunden, ebenso wie die Einführung in Hogwarts im Film sehr viel Zeit in Anspruch und zeigt fast vollständig die Kapitel aus dem Buch. Allerdings fehlt der kurze Einblick in das „normale“ Leben der Familie Dursley, ehe Dumbledore den eineinvierteljährigen Harry auf ihrer Schwelle ablegt. Dagegen aber wird fast deutlicher als im Buch noch einmal detailliert dargestellt, dass die Dursleys überhaupt nicht zum Rest der Geschichte passen und sich vollständig abgrenzen von anderen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Harry Potter geht zur Schule: Dieses Kapitel erläutert die didaktische Relevanz der Harry-Potter-Reihe im Deutschunterricht und betont das Potenzial für die Leseförderung sowie die Notwendigkeit, Filmanalysekompetenzen zu vermitteln.
2. Harry Potter und der Stein der Weisen: Hier werden biografische Hintergründe zur Autorin J. K. Rowling sowie eine inhaltliche Zusammenfassung der Romanhandlung präsentiert.
3. Harry Potter der Film: Dieses Kapitel beleuchtet die Entstehung der Verfilmung, definiert die Ebenen der Filmanalyse und entwirft eine konkrete Unterrichtssequenz für die Schule, inklusive eines Vergleichs von Buch und Film.
4. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass die Filmadaption zwar technisch beeindruckend und buchgetreu ist, jedoch gegenüber dem Roman an emotionaler Tiefe verliert, aber dennoch hervorragend für fachspezifische Ziele im Unterricht genutzt werden kann.
Schlüsselwörter
Harry Potter, Filmanalyse, Deutschunterricht, Literaturadaption, Medienkompetenz, Literaturunterricht, Jugendbuch, Filmdidaktik, Vergleich, Roman, J. K. Rowling, Unterrichtsentwurf, Medienverbund, Schullektüre, Filmgestaltung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem didaktischen Einsatz des Films „Harry Potter und der Stein der Weisen“ im Deutschunterricht und dem Vergleich zwischen der Romanvorlage und ihrer filmischen Umsetzung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die Filmanalyse, die Möglichkeiten der Literaturadaption in der Schule sowie die pädagogische Nutzung des hohen Bekanntheitsgrades von Harry Potter.
Welches Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer den „Hype“ um Harry Potter nutzen können, um Schülern die Grundlagen der Filmanalyse zu vermitteln und ein tieferes Verständnis für mediale Unterschiede zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine fachdidaktische Perspektive, die Theorie der Filmanalyse mit praktischen Unterrichtsentwürfen verknüpft, um einen systematischen Vergleich der zwei Medien (Buch und Film) zu ermöglichen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Filmanalyse (visuelle, auditive und narrative Ebene) erläutert und eine 8-stündige Unterrichtssequenz vorgestellt, die den Vergleich von Charakteren und Schlüsselszenen fokussiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Filmanalyse, Literaturadaption, Medienkompetenz, Deutschunterricht und Harry Potter zusammenfassen.
Wie unterscheidet sich laut der Autorin das Medium Film vom Buch im Kontext der "Dursley-Szenen"?
Die Autorin stellt fest, dass im Film der Einblick in das „normale“ Leben der Dursleys vor Harrys Ankunft fehlt, während gleichzeitig die soziale Abgrenzung der Familie im Vergleich zum Buch noch detaillierter und deutlicher inszeniert wird.
Welche Rolle spielt die visuelle Ebene bei der Filmanalyse im Unterricht?
Die visuelle Ebene ist entscheidend, da Schüler durch sie lernen, filmische Gestaltungsmittel wie Bildformate, Kameraperspektiven, Einstellungsgrößen und Lichtsetzung bewusst wahrzunehmen und zu analysieren.
- Arbeit zitieren
- Rebecca Munique (Autor:in), 2017, Eine Filmanalyse von "Harry Potter und der Stein der Weisen" im Deutschunterricht. Die Unterschiede zwischen Buch und Film, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/494779