Kuba als Ziel US-amerikanischer Expansionsbestrebungen zwischen 1820 und 1860 und der sich verschärfende Gegensatz zwischen Nord- und Südstaaten

Der Süden als Triebfeder der Expansion und die Frage der Sklaverei


Bachelorarbeit, 2011
52 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Die Sonderkultur der US-Südstaaten
2.1 Die Situation der Südstaaten vor dem Bürgerkrieg
2.2 Territoriale Expansion als Existenzfrage für die Südstaaten?

3. Kuba im Visier der USA
3.1 Die besondere Bedeutung Kubas für die Vereinigten Staaten
3.2 Ein neuer Staat unter dem Sternenbanner: Wie der gemeinsame Wunsch nach Annexion Teile der gesellschaftlichen und politischen Führungselite Kubas und der USA zusammenführte
3.3 Zeitungen als Medium annektionistischer Propaganda
3.4 Die „Filibuster“ als Spiegelbild revolutionärer Zeiten: Herkunft, Motivation, Ziele und Ideale einzelner Expeditionsteilnehmer und das Phänomen des „Kuba-Fiebers“ in den USA

4. Schlussbetrachtung

5. Abbildungsverzeichnis

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die vorliegende Bachelorarbeit stellt es sich zur Aufgabe, die Beziehungen Kubas und der Vereinigten Staaten während des Zeitraums von etwa 1820 bis 1860 zu beleuchten. Im Zentrum der Betrachtungen soll der Expansionsdrang der USA während dieser Epoche stehen. Hierbei ist es von besonderem Interesse, die in den US-Südstaaten vorhandenen Zielstellungen und Pläne in Bezug auf territoriale Zugewinne zu hinterfragen. Das Vorhandensein der Sklaverei in den Südstaaten hatte auch direkte Auswirkungen auf die dortige Auseinandersetzung mit dem Zugewinn neuer Staaten. Seit dem Missouri Compromise von 1820 hatten die Südstaaten auf politischer Ebene stetig an Einfluss gegenüber dem Norden verloren. Hitzige Debatten über die Zukunft der Sklaverei innerhalb der USA überschatteten viele Kongresssitzungen und sektionale Spannungen traten immer deutlicher hervor.

Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts war gleichzeitig die Blütezeit eines neuen amerikanischen Nationalbewusstseins. Der Stolz auf das eigene politische System und die gesellschaftlichen Errungenschaften der Vereinigten Staaten wirkten beflügelnd auf breite Gesellschaftsschichten und aus dieser Begeisterung gingen neue politische Bewegungen wie beispielsweise Young America hervor.

Die texanische Revolution von 1836 hatte viele Freiwillige aus den Vereinigten Staaten angezogen, die auf Seiten der Texaner ins Feld zogen. Diese Freiwilligen sowie die Veteranen des Mexiko-Krieges bildeten ein großes Reservoir für die in dieser Zeit äußerst aktiven „Filibuster“, deren prominenteste Vertreter William Walker und Narciso López waren.

Kuba stand dabei im Zentrum des amerikanischen Interesses und soll deshalb auch der Schwerpunkt dieser Arbeit sein. Besonders interessant ist die Tatsache, dass sich zwischen den gesellschaftlichen Eliten Kubas und der Vereinigten Staaten enge Verflechtungen ergaben. Eine einflussreiche Gruppe der kubanischen Zuckeraristokratie verfolgte das Ziel, Kuba zu einem Staat der Vereinigten Staaten zu machen. Diese annexionistische Bewegung fand in den USA viele Unterstützer. Derlei Wechselbeziehungen soll die vorliegende Arbeit analysieren.

Die Thematik der territorialen Expansion der USA während des 19. Jahrhunderts ist so komplex, dass es den Umfang dieser Arbeit gesprengt hätte, alle Bereiche und Facetten beleuchten zu wollen. Deshalb war eine Einschränkung auf bestimmte Aspekte erforderlich.

Den Einstieg bildet ein kurzer Abriss über die „Sonderkultur“ der Südstaaten. Hier sollen vor allem kulturelle und weltanschauliche Aspekte des Südens herausgearbeitet werden. Anschließend wird hinterfragt, ob sich bestimmte Argumente ausmachen lassen, welche die These stützen, dass die territoriale Expansion eine Existenzfrage für den Süden darstellte.

Die Behandlung der Kuba-Thematik beginnt mit einer Darstellung der besonderen Bedeutung Kubas für die Vereinigten Staaten. Der nächste Abschnitt soll die Genese des kubanischen Annexionismus sowie die gegenseitigen Verbindungslinien der kubanischen und amerikanischen Eliten aufzeigen.

Ein kurzer Abschnitt befasst sich danach mit der Exil-kubanischen Zeitungslandschaft in den Vereinigten Staaten und einigen für die Annexion Kubas eintretenden US-Journalisten. Im letzten Teil soll der gesellschaftliche Hintergrund ausgewählter „Filibuster“ hinterfragt werden.

Eine Schlussbetrachtung rundet die Arbeit ab und fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen.

2. Die Sonderkultur der US-Südstaaten

2.1 Die Situation der Südstaaten vor dem Bürgerkrieg

In diesem Abschnitt sollen zunächst einige spezifische Besonderheiten der US-Südstaaten in Gesellschaftsaufbau und Weltanschauungsfragen aufgezeigt werden, um diese dann in Kontrast zu den Gegebenheiten in den nördlichen Staaten der USA zu setzen. Als ein struktureller Unterschied wird hier natürlich auf die zunehmende wirtschaftliche Auseinanderentwicklung beider Regionen sowie die Frage der Sklaverei und ihrer Legitimation bzw. Delegitimation einzugehen sein. Zu hinterfragen ist außerdem, ob und inwieweit sich in den Südstaaten ein eigenes, sektionales Selbstbewusstsein herausbildete und ob man in diesem Zusammenhang von einem „südstaatlichen Nationalismus“ sprechen kann.

Die Spitze der südstaatlichen Gesellschaft wurde durch eine kleine Gruppe aus erfolgreichen, meist alt eingesessenen Familien gebildet, welche ihren Wohlstand und ihren Einfluss zumeist auf riesige, von Sklaven bewirtschaftete Plantagen gründete. Jedoch war selbst während der Blüte der Sklaverei im Zeitraum zwischen 1850 und 1860 nur etwa ein Drittel bis ein Viertel der Gesamtbevölkerung des Südens direkt oder indirekt in die Sklaverei involviert. Es gab nur etwa 300 Plantagenbesitzer, die über eine Anzahl von 200 oder mehr Sklaven verfügten. Die Mehrheit der im Jahre 1860 insgesamt etwa 384.000 Sklavenbesitzer besaß hingegen zwischen einem und zehn Sklaven.1 Dennoch war die „peculiar Institution“2 der Sklaverei mit der Zeit zu einem integralen Bestandteil der südstaatlichen Gesellschaft geworden und wurde im breiten gesellschaftlichen Konsens auch nicht ernsthaft in Frage gestellt. Unfreie Arbeit bildete die Grundlage der auf den Export von Baumwolle und anderer Agrarerzeugnisse spezialisierten Wirtschaft. Gleichzeitig fungierte die versklavte farbige Bevölkerung des Südens als ein Garant für die vordergründige soziale Gleichheit unter der weißen Bevölkerung und stellte aus südstaatlicher Sicht die natürliche Ordnung dar: „No white man at the South serves another as a body servant, to clean his boots, wait on his table […] His blood revolts against this, […] He is a companion and an equal.” 3

Dieses Gesellschaftsmodell wurde demjenigen des industrialisierten Nordens als positives Gegenbild präsentiert, wobei insbesondere die oft harten Lebensbedingungen der dortigen weißen Arbeiter einen Angriffspunkt südstaatlicher Propaganda bildeten: „The poor white laborer at the North is at the bottom of the social ladder, whilst his brother here has ascended several steps and can look down upon those who are beneath him, […].” 4 Gemeinsame Grundwerte und Tugenden wie beispielsweise Ritterlichkeit, Stolz, Ehre und die Idealbilder des Südstaaten-Kavaliers und der Southern Lady, gepaart mit einem tief verwurzelten Superioritätsgefühl gegenüber der afro-amerikanischen Bevölkerung können hierbei als Grundlage eines sich herausbildenden südstaatlichen Weltbildes angesehen werden.5 Die stärker individualistische und egalitäre Gesellschaft des Nordens wurde zunehmend als Bedrohung dieser überlieferten Werte und Ideale wahrgenommen. Insbesondere die in den Nordstaaten rasch voranschreitende Industrialisierung und der mit der Marktrevolution einhergehende Übergang zu einem kapitalistischen Wirtschaftssystem verstärkten diese Gegensätze noch. Von Seiten der Südstaaten wurde gerne das Idealbild eines „freien weißen Edelmannes“ dem des „Lohnsklaven“ der nordstaatlichen Fabriken gegenübergestellt: „High intellectual and moral attainments, refinement of head and heart, give standing to a man in the South, however poor he may be. Money is, with a few exceptions, the only thing that ennobles at the North. […] Actual liberty and equality with our white population has been approached much nearer than in the free States. […] It is a distinction to be a Southener, as it was once to be a Roman citizen…” 6 Diese südstaatliche Sichtweise gründete in der Coutry-Ideologie und einem tief verwurzelten Republikanismus.7 Die Landwirtschaft und das ländliche Leben an sich spielten in der Denkweise des Südens eine entscheidende Rolle und wurden gleichgesetzt mit Ordnung, Freiheit und gesellschaftlichem Frieden: „At the slaveholding South all is peace, quiet, plenty and contentment. We have no mobs, no trades unions, no strikes for higher wages, no armed resistance to the law, but little of the rich by the poor.” 8

In den Südstaaten hielt sich der Anteil der in der Landwirtschaft Beschäftigten bis 1860 mit ca. 80% konstant auf einem sehr hohen Level. Zudem war der Süden wenig urbanisiert. Nur ungefähr 10% der dortigen Bevölkerung lebte in Städten. Auch zogen die Südstaaten nur ein Achtel aller Einwanderer an, wiesen eine erheblich geringere Gewerbedichte auf als der Norden und der Mittlere Westen und auch im Bereich der allgemeinen Schulbildung war der Norden weit voraus. Hingegen konnte der Süden eine höhere Dichte an fähigen Militärs aufweisen als der Norden.9 Obwohl die Südstaaten einen Großteil der landwirtschaftlichen Rohstoffe und über drei Viertel des weltweiten Bedarfs an Rohbaumwolle produzierten, erfolgte deren Verarbeitung zum Großteil in den nördlichen Bundesstaaten und im Mittleren Westen.10 Es lässt sich also ein komplexes Geflecht von ökonomischen, politischen, kulturellen und sozialen Gegebenheiten ausmachen, welches bei einer Betrachtung der Differenzen zwischen Nord- und Südstaaten berücksichtigt werden muss.

Im Parteiensystem der Vereinigten Staaten erfolgte während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine grundlegende Umgestaltung der politischen Landschaft. Die Whigs, ebenso wie die American Party waren verschwunden. Die Demokratische Partei war im Norden erheblich geschwächt, im Süden allerdings erstarkt. Hingegen hatte sich die Republican Party neu etabliert. Obwohl sie größtenteils auf den Norden beschränkt blieb, hatte sie aufgrund des dortigen Wählerpotentials die Möglichkeit, den künftigen Präsidenten zu stellen und somit die Politik der gesamten Union zu bestimmen.

Diese Umgestaltung, verbunden mit dem Aufstieg der Republican Party und der Abolitionistenbewegung, trug in erheblichem Maße zur Verschärfung vorhandener sektionaler Differenzen bei.11 Der Süden sah sich zunehmend von den Nordstaaten unter Druck gesetzt. Dadurch wurden Gruppierungen begünstigt, die explizit für südstaatliche Interessen eintraten. Hierzu sind auch große Teile der expansionistischen Bewegungen jener Zeit zu zählen.

Ob in Bezug auf die Südstaaten von einem „südstaatlichen Nationalismus“ gesprochen werden kann ist in der Forschung umstritten. Auch wird sich im weiteren Verlauf der Arbeit zeigen, dass die meisten Impulse für die Formulierung dezidiert südstaatlicher Interessen, die Tendenz zur Entfremdung vom Norden sowie das Engagement für expansionistische Ziele meist von Einzelpersonen getragen und forciert wurden.

Man kann jedoch davon ausgehen, dass es bei den sich verschärfenden Spannungen mit dem Norden für die Südstaaten in ihrer Gesamtheit darum ging, ihre gesellschaftlichen Überzeugungen und die Sklaverei, auf der ihre Wirtschaft und ihr Wohlstand zum größten Teil basierte, gegenüber jeglichen Angriffen – sei es durch abolitionistische Eiferer des Nordens oder von außen – zu verteidigen.12 Der im Rahmen dieser Arbeit thematisierte Expansionismus des Südens stellte dabei nur eine Facette unter einer Vielzahl von Versuchen dar, im Wettbewerb mit den ständig neuen Herausforderungen, mit denen sich die Menschen der Südstaaten in der Epoche vor dem Bürgerkrieg konfrontiert sahen, Schritt zu halten.

Der Historiker Robert E. May weist zudem darauf hin, dass zumindest bis zum Ende der 1850er Jahre die Ziele des Südens eher in der Stärkung ihrer Stellung innerhalb der Union bestanden, als in der Vision eines eigenständigen slave empire außerhalb der Vereinigten Staaten.13

2.2 Territoriale Expansion als Existenzfrage für die Südstaaten?

Besonders in der Zeit zwischen dem Mexiko-Krieg und dem US-Bürgerkrieg lässt sich innerhalb der US-Südstaaten ein starkes Interesse an territorialer Expansion ausmachen. Im Fokus dieser Expansionsbestrebungen standen Kuba, Mexiko und Zentralamerika. In diesem Abschnitt der Arbeit soll erörtert werden, welche Intentionen und Zielstellungen hinter diesem Expansionsdrang standen und wo die Ursachen hierfür zu suchen sind. Es wird die Frage zu klären sein, ob sich für die Südstaaten vorrangig politische Motive ausmachen lassen, die hinter dem verstärkten Expansionismus steckten, oder ob sich dieses Phänomen als Folge weltanschaulicher und ideologischer Standpunkte erklären lässt, die in den Südstaaten vorherrschend waren. Nicht vergessen werden dürfen auch rein wirtschaftliche Motive. Es ging um die Verteilung riesiger Gebiete sowie die Erschließung neuer Absatzmärkte. Die Aussicht auf einen schnellen gesellschaftlichen Aufstieg und immense Reichtümer weckten die Begehrlichkeiten vieler ehrgeiziger Zeitgenossen – nicht nur in den Südstaaten sondern überall in den Vereinigten Staaten.

Entscheidend für die besonders vom Boden der USA ausgehenden expansiven Bestrebungen erscheint zunächst einmal der „Manifest-Destiny“ -Gedanke.

Ein Artikel von John L. O’Sullivan in der von ihm herausgegebenen Democratic Review14 lieferte 1845 das Schlagwort für jenes Phänomen, dass die Grundstimmung vieler US-Amerikaner seit der Mitte des 19. Jahrhunderts prägte: der Vorstellung, den Vereinigten Staaten sei es vom Schicksal vorherbestimmt, sich über den gesamten amerikanischen Kontinent auszubreiten.

Dieses religiös anmutende Auserwähltheitsgefühl lieferte für viele Amerikaner eine Rechtfertigung für die stetige territoriale Expansion der USA und schloss sowohl das Zurückdrängen der indianischen Urbevölkerung als auch den Erwerb neuer Gebiete von fremden Staaten mit ein. Als Ausdruck eines unerschütterlichen Zukunftsoptimismus und dem Glauben an immerwährenden Fortschritt spiegelt der Manifest Destiny-Gedanke das Selbstverständnis der jungen Vereinigten Staaten wieder. Es ging schlicht darum, das „Experiment der Freiheit und föderativen Selbstregierung“ voranzutreiben und die Grenzen des Empire of Liberty auszudehnen sowie nach außen hin abzusichern.15

Die tropischen Gebiete Mexikos, Mittelamerikas und der Karibik erschienen vielen Zeitgenossen dabei als eine Art „Garten Eden“, den es galt im Sinne dieses Auserwähltheitsgedankens zu besiedeln und für die menschliche Nutzung zu erschießen.

Kuba, Mexiko und andere Gebiete bzw. Staaten wurden zudem oft als wirtschaftlich und politisch rückständig angesehen und den Bewohnern jener Gebiete wurde mehrheitlich die Fähigkeit abgesprochen, sich selbst zu verwalten und zu regieren.16 Besonders in den US-Südstaaten mischte sich unter diese Überzeugungen meist auch die Ansicht, die tropischen Gebiete könnten aufgrund ihrer klimatischen Bedingungen ausschließlich von farbigen Sklaven bewirtschaftet werden. Dies zeigt ein bei vielen weißen Amerikanern damals vorherrschendes rassisches Überlegenheitsgefühl. Mit Verweis auf Gott bzw. die Bibel versuchten die Verfechter der Sklaverei auf diese Weise, die peculiar Institution der Südstaaten zu rechtfertigen.17 Anhand solcher Beispiele wird die Widersprüchlichkeit des Slogans Manifest Destiny besonders deutlich: die idealistischen Erklärungen von Freiheit und Demokratie fanden oft genug keinerlei Entsprechung im tatsächlichen Handeln. In der Praxis waren vielmehr klar kalkulierte wirtschaftliche und machtpolitische Interessen ausschlaggebend, wobei Farbige, Sklaven und die Ureinwohner meist keinerlei Berücksichtigung erfuhren.18

Auf politischer Ebene kann besonders der unbedingte Wille zum Erhalt der Sklaverei als wichtiges Motiv der Südstaaten für den Wunsch nach territorialer Expansion angeführt werden. Viele Südstaatler hatten die Erwartung, die Gegner der Sklaverei würden den wachsenden Einfluss des Nordens im Kongress dazu nutzen, die Sklaverei in den Südstaaten entweder mittels direkter Gesetzgebung zu verbieten oder durch indirekte legislative Maßnahmen zugrunde zu richten.19

Die wachsende Anhängerschaft der Abolitionisten und zudem deren zunehmende Radikalisierung ließen solche Befürchtungen als durchaus begründet erscheinen. Seit dem Missouri Compromise von 1820 wurde sich der Süden zudem mehr und mehr bewusst, dass der Erhalt seiner Lebensart und der Sklaverei untrennbar mit der zukünftigen territorialen Entwicklung der USA verbunden sein würde.20

Oberstes Ziel des Südens war der Erhalt einer „Balance of Power“ im US-Senat, denn ein Zugewinn neuer Staaten mit Sklaverei bedeutete die Aussicht auf zusätzliche Senatoren und Repräsentanten.21 Auch in den Zeitungen der damaligen Zeit waren Debatten über die Zukunft der Sklaverei und ihre territoriale Ausdehnung an der Tagesordnung. Das Zitat aus einem Artikel des Free Trader (Natchez), der auch in anderen Zeitungen veröffentlicht wurde, zeigt beispielhaft die Relevanz solcher Überlegungen für die Zeitgenossen: „The equilibrium of power […] must be maintained; and this can only be done by Southern expansion. The tropical regions – the Cubas – the Nicaraguas, Mexico and the whole Central American country is […] the only hope for the South.”22

Des Weiteren gerieten die Sklaverei und damit die Südstaaten auch außerhalb der Vereinigten Staaten immer mehr in Bedrängnis. Bereits 1808 erfolgte ein Verbot des afrikanischen Sklavenhandels in den USA.23 In vielen angrenzenden Regionen kam es in der Folge sogar zu einer Abschaffung der Sklaverei. Beispielsweise erfolgte 1834 die Emanzipation der Sklaven in den britischen und 1848 in den französischen Kolonien.24 Besonders Großbritannien betrieb eine gezielte Antisklavereipolitik in der Region und übte mehrfach diplomatischen Druck unter anderem auf Spanien aus, die Sklaverei auf Kuba zu beseitigen. Solche Bemühungen wurden auch innerhalb der Südstaaten mit wachsender Sorge verfolgt.25

Hinzu kam die besonders in den Südstaaten latente Furcht, mit dem Ende der Sklaverei auf der Insel könnte sich Kuba zu einem „zweiten Haiti“ entwickeln. Die unter dem neuen Generalkonsul Kubas, Juan M. de la Pezuela, ab Dezember 1853 angestoßenen Reformen schienen diese Befürchtungen zu bestätigen. Unter anderem wurde im März 1845 die Freiheit der Gutsbesitzer vor rechtlicher Verfolgung auf ihrem Land aufgehoben, alle Sklaven der Insel sollten in einem Zensus erfasst werden, es wurden erstmals freie Farbige in die Armee aufgenommen und alle nach 1820 auf Sklavenschiffen nach Kuba verbrachten Sklaven, sog. „Emancipados“, mussten laut Gesetz freigelassen werden.26

Somit war es Großbritannien gelungen, einen Großteil seiner Forderungen gegenüber Spanien durchzusetzen. Der britische Außenminister Lord Palmerston hatte zudem die politische Dimension der Sklaverei auf Kuba als Druckmittel gegenüber den Vereinigten Staaten klar erkannt: Die freien Farbigen Kubas seien „a most powerful element of resistance to any scheme for annexing Cuba to the United States, where slavery exists.“ 27

Für die Südstaaten ergab sich aus dieser Konstellation ein gewisser Handlungszwang, denn als „freier“ Staat wäre Kuba für sie praktisch wertlos gewesen. Bedenkt man zusätzlich die geografische Nähe und die wirtschaftliche Attraktivität der Insel, könnte hierin ein Grund für die Intensität liegen, mit welcher die Thematik der Annexion Kubas in den damaligen Medien und öffentlichen Diskursen präsent war.

Einige Historiker wie Rollin Osterweis28 oder John M. McCardell Jr.29 vertreten auch die Ansicht, der südstaatliche Expansionismus sei als Ausdruck eines „Southern romantic Nationalism“ aufzufassen. Bei diesen Erklärungsansätzen stehen nicht so sehr machtpolitische oder wirtschaftliche Beweggründe im Vordergrund sondern es wird argumentiert, der Süden verfolgte vielmehr die Vision eines gesonderten „Sklaverei-Empires“ – perspektivisch außerhalb der Union – welches sich rund um den Golf von Mexiko erstrecken sollte.

Raimondo Lauraghi30 argumentierte in eine ähnliche Richtung und betonte die Gemeinsamkeiten der Südstaaten mit den angrenzenden Ländern Lateinamerikas. Als Anrainer des Golfs von Mexiko und mit ihrer zumeist auf dem Einsatz von Sklaven basierenden, exportorientierten Agrarwirtschaft seien diese Gebiete Teil einer „sea-oriented world“ gewesen. Auf diese Weise untermauert Luraghi seine Sichtweise der Nord- und Südstaaten der USA als „antithetical cultures“.31

In der Forschung sind allerdings sozio-ökonomische Erklärungsmuster für den südstaatlichen Expansionismus vorherrschend. Hierzu zählen Aspekte wie soziale Mobilität, die Verfügbarkeit von Land, die Altersstruktur der Gesellschaft sowie wirtschaftliche Strukturen und Abhängigkeiten.

Auch wird gelegentlich argumentiert, die Zusammensetzung der südstaatlichen Gesellschaft machte einen stätigen Zugewinn neuen Landes praktisch unumgänglich, um mögliche Rassespannungen abzubauen und die ärmeren sozialen Schichten, welche keine Sklaven besaßen, mit günstigem Land zu beruhigen. Außerdem fungierten die neu erworbenen Gebiete als eine Art Auffangbecken für Sklaven aus den Staaten des oberen Südens, welche aufgrund der dort einsetzenden wirtschaftlichen Transformation nicht mehr benötigt wurden.32 Angelehnt an die berühmte Theorie von Frederick Jackson Turner, wonach die Frontier ein Ventil für Klassenspannungen innerhalb der städtischen Gebiete des bereits besiedelten amerikanischen Ostens gewesen sei, argumentierte der Historiker William Barney, die Tropen sowie die bereits hinzugewonnenen Gebiete von Texas hätten als ein solches Sicherheitsventil für den Süden fungiert.33

Eugene Genovese gibt darüber hinaus zu bedenken, dass es für eine Ausweitung der Sklaverei innerhalb des amerikanischen Westens natürliche Grenzen gab, so z.B. die Rocky Mountains oder die texanischen Wüstengebiete. Diese Regionen waren für die Plantagenwirtschaft nicht geeignet und hätten folglich der Grundlagen für einen „gewinnbringenden“ Einsatz von Sklaven entbehrt.34

Südstaatliche Imperialisten wie DeBow erhofften sich zudem wirtschaftliche Vorteile von einer Annexion Kubas. Die Monokultur des Südens laugte allmählich die Böden aus und führte zu sinkender Produktivität auf den bereits über längere Zeiträume bewirtschafteten Landgütern des Südens. Auf Kuba hätten die wohlhabenden Plantagenbesitzer sowohl fruchtbares Land als auch Sklaven zu moderaten Preisen vorgefunden.35

Stanley Urban arbeitete in seiner lokalgeschichtlichen Untersuchung von New Orleans heraus, dass diese Stadt aufgrund ihrer Bevölkerungsstruktur und ihrer wirtschaftlichen Beziehungen und Dependenzen ein besonders fruchtbarer Nährboden für expansionistische Ideen war. Dies hilft zu verstehen, warum New Orleans der Ausgangspunkt so vieler Filibuster-Expeditionen war.36

Zusammenfassend lassen sich mehrere Aspekte festhalten, welche den wachsenden Expansionsdrang innerhalb der Südstaaten während der 1840er und 1850er Jahre erklären helfen. Es wurde gezeigt, dass die Ursachen multikausal und vielschichtig sind. Zudem werden die folgenden Untersuchungen zeigen, dass der Expansionismus nicht nur in den Südstaaten viele Anhänger hatte, sondern es sich vielmehr um ein gesamtamerikanisches Phänomen des 19. Jahrhunderts handelte.

3. Kuba im Visier der USA

3.1 Die besondere Bedeutung Kubas für die Vereinigten Staaten

Kuba war für die Vereinigten Staaten schon vor dem Unabhängigkeitskrieg von großer Bedeutung. Die geografische Nähe der Insel zu den USA, ihre strategisch bedeutsame Lage am Eingang des Golfes von Mexiko sowie sich gegenseitig ergänzende wirtschaftliche Interessen ließen früh enge Verflechtungen beider Gebiete entstehen.

Wie John Quincy Adams bereits 1823 bemerkte, würde Kuba aus Gründen der „natürlichen Gesetze politischer Gravitation“ eines Tages in die Arme der USA getrieben werden.37 Aber worin liegen die Ursachen dieser herausragenden Bedeutung und Faszination, die Kuba zur damaligen Zeit in den USA genoss? Zunächst nimmt Kuba aufgrund seiner geografischen Lage eine Schlüsselrolle im gesamten Golf von Mexiko und der Karibik ein. Drei wichtige Meeresstraßen verlaufen um Kuba herum: Die Floridaenge, welche den Atlantischen Ozean mit dem Golf von Mexiko verbindet; die Windwardpassage zwischen westlicher Karibik und Jamaika und die Yukatan-Straße zwischen Kuba und Mexiko.38

Die Insel bietet ausgezeichnete Ankerplätze und entwickelte sich schon früh zu einem wichtigen Umschlagsplatz für den Handel zwischen der „Neuen Welt“ und Europa. Auch Spanien hatte die strategische Bedeutung Kubas frühzeitig erkannt und Havanna zu einer seiner wichtigsten Festungen in Amerika ausgebaut. Über mehr als drei Jahrhunderte war Havanna der bedeutendste Knotenpunkt für die Spanische Schatzflotte gewesen.39 Zudem zählte Havanna lange Zeit zu den größten Städten des gesamten amerikanischen Kontinents und war rasch zu einem wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Zentrum aufgestiegen. Bereits um 1810 hatte die Stadt eine Bevölkerung von nahezu 100.000 Menschen erreicht und lag somit gleichauf mit New York, der bevölkerungsreichsten Stadt der USA.40 Die vorübergehende Besetzung Havannas durch Großbritannien 1762 hatte eine Öffnung der Insel für den internationalen Handel erzwungen und ebenso erstmals im größeren Umfang afrikanische Sklaven für die Feldarbeit ins Land gebracht. Die Revolution auf Haiti 1793 und der damit verbundene Zusammenbruch der dortigen Zuckerindustrie schließlich brachte günstige Voraussetzungen für die Entwicklung Kubas zum seit 1840 weltweit führenden Zuckerproduzenten. Somit können diese beiden Ereignisse als Wendepunkte der kubanischen Geschichte angesehen werden.41 „Von allen Besitzungen Spaniens“, so schrieb Humboldt, „ist diese Insel die, welche am meisten gediehen ist. Seit den Unruhen auf Santo Domingo [Haiti]42 hat der Hafen von Havanna sich zu den ersten Plätzen der Welt erhoben.“ 43

[...]


1 Vgl. Cole, Arthur C., A History of American Life, Vol. VII: The Irrepressible Conflict 1850-1865, New York 1934, S. 34-57.

2 peculiar Institution“ = „eigentümliche Einrichtung“; Umschreibung für die Sklaverei.

3 siehe: Perman, Micheal, Major Problems in the Civil War and Reconstruction (= Schriftenreihe “Major Problems in American History”), Boston u. a. 1998, S. 9-10: DeBow Explains why Nonslaveholders should support Slavery, (1860).

4 siehe ebd. .

5 Vgl. Genovese, Eugene D., The Paternalist world of the Slave South, in: Paul D. Escott (Hrsg.), Major Problems in the History of the American South, Bd. 1, S. 374-381.

6 Siehe: Perman, Micheal, Major Problems in the Civil War and Reconstruction, S. 8-9: George Fitzhugh Praises Southern Society, (1854).

7 Vgl. Nagler, Jörg, Territoriale Expansion, Sklavenfrage, Sezessionskrieg, Rekonstruktion, 1815-1877, in: Willi Paul Adams u.a. Hrsg., Länderbericht USA 1 (= Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung, Bd. 293/1, 2. akt. u. erg. Aufl.), Bonn 1992, S. 55-87.

8 siehe: Perman, Micheal, Major Problems in the Civil War and Reconstruction, S. 8: George Fitzhugh Praises Southern Society, (1854).

9 Vgl. McPherson, James, Für die Freiheit sterben: Die Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges (= „Battle cry of Freedom“; aus dem Amerik. übers.), München 1988, S. 1-40, insbes. S. 34-35.

10 Vgl. Nagler, Jörg, Territoriale Expansion, Sklavenfrage, Sezessionskrieg, Rekonstruktion, 1815-1877, S. 63-66.

11 Vgl. Gienapp, William E., The Crisis of American Democracy. The Political System and the Coming of the Civil War, in: Borrit, Gabor S. (Hrsg.), Why the Civil War came, New York/ Oxford 1997, S. 79-124.

12 Vgl. Russel, Robert R., Critical Studies in Antebellum Sectionalism. Essays in American political and Economic History, Westport 1972, insbes. S. 73-86.

13 Vgl. May, Robert E., Epilogue to the Missouri Compromise: The South, the Balance of Power, and the Tropics in the 1850s, in: Plantation Society, No. I, Vol. 2 (June 1979), S. 205.

14 John O’Sullivan, Democratic Review XVII (1845, 5): “… the fulfillment of our manifest destiny to overspread the continent allotted by Providence for the free development of our yearly multiplying millions.”, zitiert aus: Opatrný, Josef, US Expansionism and Cuban Annexationism in the 1850s, Prag 1990, S. 141.

15 Vgl. Heideking, Jürgen, Geschichte der USA, 6. überarb. u. erw. Aufl., Tübingen/ Basel 2008, S. 123-124.

16 Vgl. May, Robert E., The Southern Dream of a Caribbean Empire, Athens (Georgia) 1989, S. 3-21.

17 siehe z. B.: De Bow`s Review 17 (1854): 281-82, “Destiny of the Slave States”: The resources of the tropical regions of the earth… “are to be finally and fully developed by that race which God in his mercy formed and created for just such regions… Providence lots off the earth to its appropriate races… the black man loves to breathe the humid air of his native swamps, while the white man exults and bounds in the elastic air of his native hills. Where you can combine the administrative governing qualities of the one race together with the patient endurance and physical capacities of the other, you have the perfect system by which the vast tropical regions of the earth are to be developed.”, zitiert aus: Anton L. Allahar, Sugar, Slaves, and the Politics of Annexionism: Cuba, 1840-1855, in: European Review of Latin American and Caribbean Studies, No. 57, December 1994, S. 288.

18 Vgl. Opatrný, Josef, US Expansionism and Cuban Annexationism, S. 141-142.

19 Vgl. May, Robert E., Epilogue to the Missouri Compromise: The South, the Balance of Power, and the Tropics in the 1850s, S. 201-225.

20 Vgl. ebd., S. 214-218.

21 Vgl. Simpson, Albert F., The Political Significance of Slave Representation, 1787-1821, in: Journal of Southern History, VII (August 1941), S. 315-342.

22 Free Trader (Natchez), 1. Juli 1857/ Daily Register (Mobile), 22. Juni 1858/ Republican (Tuskegee), 7. Januar 1858; zitiert aus: May, Robert E., Epilogue to the Missouri Compromise: The South, the Balance of Power, and the Tropics in the 1850s, in: Plantation Society, No. I, Vol. 2 (June 1979), S. 223.

23 Vgl. Bergad, Laird W., The Comparative Histories of Slavery in Brazil, Cuba, and the United States; Cambridge University Press 2007, S. 21-32.

24 Vgl. Allahar, Anton L., Sugar, Slaves, and the Politics of Annexationism. Cuba 1840-1855, S. 281-283.

25 Vgl. Rauch, Basil, American Interest in Cuba: 1848-1855, New York 1974, S. 34-35 sowie ebd., S. 40: Zitat aus einem Brief von Webster an Campbell (14.01.1843): “If this scheme should succeed, the influence of Britain in this quarter, it is remarked, will be unlimited. With 600,000 blacks in Cuba, and 800,000 in her West India Islands, she will, it is said, strike a death blow at the existence of slavery in the United States.”.

26 Vgl. Urban, Stanley C., The Africanization of Cuba Scare, 1853-1855, in: The Hispanic American Historical Review, Vol. 37, No. 1 (Februar 1957), S. 29-45.

27 Palmerston an Lord Howden, 20.10.1851, British and Foreign State Papers (London 1864), XLI, 525-526; zitiert aus: Urban, Stanley C., The Africanization of Cuba Scare, 1853-1855, S. 32.

28 siehe: Osterweis, Rollin G., Romanticism and Nationalism in the Old South, New Haven 1949.

29 siehe: McCardell, John M. Jr., Manifest Destiny and the Idea of a Southern Nation, Beitrag auf dem Jahrestreffen der Southern Historical Association am 11.11.1977.

30 siehe: Luraghi, Raimondo, The Rise and Fall of the Plantation South, New York 1978.

31 Zusammenfassung des Forschungsstandes übernommen aus: May, Robert E., Epilogue to the Missouri Compromise: The South, the Balance of Power, and the Tropics in the 1850s, S. 201-203.

32 Vgl. Genovese, Eugene, The political Economy of Slavery. Studies in the Economy and Society of the Slave South, 2. Aufl., Wesleyan Univ. Press, Middletown 1991, S. 243-251.

33 Siehe: Barney, William L., The Seccessionist Impulse: Alabama and Mississippi in 1860, Princeton 1974, S. 14-25.

34. Genovese, Eugene, The Political Economy of Slavery, S. 251-255.

35 Vgl. Rauch, Basil, American Interest in Cuba: 1848-1855, New York 1974, S. 181-209.

36 Vgl. Urban, Stanley C., A Local Study in “Manifest Destiny”: New Orleans and the Cuban Question during the Lopez Expeditions of 1849-1851, Masterarbeit an der Louisiana State University 1938, heruntergeladen von: http://www.latinamericanstudies.org/filibusters.htm, am 12.02.2011.

37 “…there are laws of political as well as physical gravitation; and if an apple severed by the tempest from its native tree cannot choose but fall to the ground, Cuba, forcibly disjointed from its own unnatural connection with Spain, and incapable of self-support, can gravitate only towards the North American union, which by the same law of nature cannot cast her off from its bossom.”, zitiert aus: Allahar, Anton L., Sugar, Slaves, and the Politics of Annexationism: Cuba, 1840-1855, in: European Review of Latin American and Caribbean Studies, No. 57, December 1994, S. 287.

38 Vgl. Zeuske, Michael, Kleine Geschichte Kubas (= Beck‘sche Reihe, Nr. 1371), München 2000, S. 30-33.

39 Vgl. Hoffmann, Bert, Kuba, 3. neu bearb. u. akt. Aufl., München 2009, S. 14-16.

40 Vgl. Beck, Hanno (Hrsg.), Studienausgabe Alexander von Humboldt, Bd. 3 (Cuba Werk), Darmstadt 1992, S. 16-18: „Für die freien Staaten dieses Weltteils mag es als ein Glück zu betrachten sein, daß Amerika nicht mehr als sechs Städte zählt, die eine Bevölkerung von 100.000 Seelen erreichen, die Städte Mexico, New York, Philadelphia, Havanna, Rio de Janeiro und Bahía.“.

41 Vgl. Hoffmann, Bert, Kuba, S. 28-30.

42 Sklavenrevolte auf Haiti zwischen 1801 und 1804 die Frankreich zum Rückzug zwang und die Unabhängigkeit Haitis am 1. Januar 1804 erreichte.

43 Vgl. Beck, Hanno (Hrsg.), Alexander von Humboldt. Cuba Werk, S. 7-8.

Ende der Leseprobe aus 52 Seiten

Details

Titel
Kuba als Ziel US-amerikanischer Expansionsbestrebungen zwischen 1820 und 1860 und der sich verschärfende Gegensatz zwischen Nord- und Südstaaten
Untertitel
Der Süden als Triebfeder der Expansion und die Frage der Sklaverei
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Vertiefungsmodul Nordamerikanische Geschichte
Note
1,3
Autor
Jahr
2011
Seiten
52
Katalognummer
V494977
ISBN (eBook)
9783346005540
ISBN (Buch)
9783346005557
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kuba, Sezession, Filibuster, USA, Sklaverei, US-Bürgerkrieg, Kolonialismus, Südstaaten, Narciso López
Arbeit zitieren
Dennis Vöste (Autor), 2011, Kuba als Ziel US-amerikanischer Expansionsbestrebungen zwischen 1820 und 1860 und der sich verschärfende Gegensatz zwischen Nord- und Südstaaten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/494977

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