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Sozialisation von Polizeibeamten / Soldaten im Auslandseinsatz

Title: Sozialisation von Polizeibeamten / Soldaten im Auslandseinsatz

Seminar Paper , 2006 , 19 Pages

Autor:in: Erik Hoppe (Author)

Sociology - War and Peace, Military
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Summary Excerpt Details

Ich bearbeite in dieser Arbeit das Thema „Sozialisation1von Polizisten und Soldaten im Auslandseinsatz im Kosovo“. Ich werde hierbei auf verschiedene Phasen des Auslandseinsatzes eingehen, um die Entwicklung und Problematiken einer solchen Sozialisation aufzuzeigen.
Die erste Phase, auf die ich eingehe, ist der Beginn des Einsatzes. Die Einbindung eines neuen Mitgliedes in einer Gruppe soll hier im Vordergrund stehen. Hierbei werde ich hauptsächlich auf die theoretischen Aspekte eingehen und werde versuchen, diese mit meinem Thema zu verknüpfen.
Die zweite Phase stellt den Schwerpunkt der Arbeit dar und wird sich mit dem Lagerleben von Soldaten im Auslandseinsatz beschäftigen. Hier soll die Problematiken des sog. Lagerkollers, das Getrenntsein von Heimat und Familie angesprochen werden, als auch Mittel und Wege diese Problematiken einzudämmen. Weiterhin werde ich im Verlauf dieser Arbeit auf die Thematik „Interkulturelle Beziehungen: Interkulturelle Kompetenz und Konfliktmanagement“ eingehen.
Zuletzt werde ich dann auf die dritte Phase eingehen, die sich mit den Problematiken nach einem solchen Auslandseinsatz in einem Krisengebiet beschäfftigt. Die Rückkehr in den normalen Alltag stellt hier ein besonderes Problem dar. Hier möchte ich dann auch das Problem der Traumatisierung von Einsatzkräften eingehen.
Bei der Informationsbeschaffung für dieses Thema ergaben sich jedoch einige Schwierigkeiten. Obwohl dieses Thema sicherlich sehr interessant ist und auch ganz sicher nicht unwichtig ist in Bezug auf die Weiterentwicklung solcher Auslandsmissionen, wie der U.N.M.I.K, bezogen auf Vorbereitung der Einsatzkräfte, deren Betreuung und die Betreuung der Familie während der Zeit des Einsatzes, so war es doch unmöglich Literatur über dieses spezielle Thema in den Bibliotheken Oldenburgs zu finden. Selbst erfahrene Mitarbeiter konnten mir nach langer Suche nicht weiterhelfen, so dass ich ausschließlich auf Informationen aus dem Internet zurückgreifen musste. Aber auch hier ist die Informationsvielfallt bezüglich dieses Themas eher dürftig. So war es nötig, dass ich auch Informationen vom Militär miteinbeziehe. Eine reine Betrachtung von Auslandseinsätzen der Polizei wäre auf Grund der wenigen zur Verfügung stehenden Information nicht möglich gewesen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Einsatzbeginn: Eingliederung in eine neue Gruppe

2.2 Lagerleben

2.2.1. Getrennt von Heimat und Familie

2.2.2. Interkulturelle Beziehungen: Interkulturelle Kompetenz und Konfliktmanagement

2.3 Rückkehr ins „normale“ Leben – Die Zeit nach dem Einsatz

2.3.1. Traumatisierung von Einsatzkräften

2.3.1.1. Behandlung von Traumata

3. Kritik

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die soziologische Entwicklung von Polizeibeamten und Soldaten während eines Auslandseinsatzes im Kosovo, wobei der Fokus auf den verschiedenen Phasen der Sozialisation, den damit verbundenen psychischen Belastungen und der späteren Reintegration in das private und berufliche Umfeld liegt.

  • Phasen der Gruppensozialisation nach dem Modell von Moreland und Levine.
  • Herausforderungen des Lagerlebens, wie Monotonie und fehlende Privatsphäre.
  • Bedeutung der interkulturellen Kompetenz und Konfliktmanagement für den Missionserfolg.
  • Problematik der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) bei Einsatzkräften.
  • Soziale Folgen der Trennung von der Familie und die Schwierigkeiten der Reintegration nach der Rückkehr.

Auszug aus dem Buch

2.2.3. Interkulturelle Beziehungen: Interkulturelle Kompetenz und Konfliktmanagement

Auch wenn viele Einsatzkräfte die Kontingentlager nur selten verlassen, so gibt es doch einige die des Öfteren mit den Einheimischen in Kontakt kommen. Hier treffen verschiedene Kulturen mit sehr unterschiedlichen Sozialisierungen aufeinander. Viele Soldaten und Polizeibeamte übernehmen bei Auslandsmissionen polizeitypische Aufgaben, wie z.B. Streifendienst in den Krisengebieten oder auch Ausbildung von neuen, einheimischen Polizeieinheiten. Aber auch innerhalb der Truppen und Polizeieinheiten treffen bei einem multinationalen Auslandseinsatz verschiedene Einsatzkräfte verschiedener Nationen und Kulturen aufeinander.

Deutsche Polizeibeamte, die sich auf einen Auslandseinsatz bewerben, müssen sehr gute Englischkenntnisse und Teamfähigkeit besitzen. Ebenso wichtig ist es für die Einsatzkräfte, dass sie sich mit den kulturellen Gegebenheiten des Einsatzgebietes vertraut machen. Das Wissen um die kulturellen Begebenheiten in einem Einsatzgebiet sind Grundvoraussetzung für die interkulturelle Kompetenz, die zu den Grundfähigkeiten der Bundeswehrsoldaten, aber auch Polizeibeamter oder zivilen Friedenskräften im Auslandseinsatz gehören müssen.

Sollte eine solche Kompetenz nicht vorliegen, dann kann es zu Spannungen und Eskalationen während des Einsatzes kommen. Wie z.B. im aktuellen Irak-Konflikt: Die USA haben innerhalb von einem Jahr in den von ihnen kontrollierten Gebieten mehr als 1000 Soldaten durch Attentate und durch Eskalationen, die zu Kampfhandlungen führten, verloren. Im gleichen Zeitraum haben die Briten in ihren Kontrollzonen nur vereinzelte Verluste gehabt. Die hohen Verluste der USA erklären sich u.a. durch die fehlende interkulturelle Kompetenz der Einsatzkräfte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas Sozialisation im Auslandseinsatz und Erläuterung der Schwierigkeiten bei der Informationsbeschaffung.

2. Hauptteil: Analyse der Phasen der Eingliederung, des Lagerlebens, der interkulturellen Herausforderungen sowie der Problematiken nach der Rückkehr.

2.1 Einsatzbeginn: Eingliederung in eine neue Gruppe: Anwendung des Modells der Gruppensozialisation nach Moreland und Levine auf die Situation von Einsatzkräften.

2.2 Lagerleben: Beschreibung der Lebensumstände in Kontingentlagern, geprägt von Monotonie und dem Bedürfnis nach Abgrenzung.

2.2.1. Getrennt von Heimat und Familie: Darstellung der Belastung durch räumliche Trennung und der Bedeutung familiärer Unterstützung.

2.2.2. Interkulturelle Beziehungen: Interkulturelle Kompetenz und Konfliktmanagement: Untersuchung der Notwendigkeit kultureller Bildung zur Vermeidung von Eskalationen im Einsatzgebiet.

2.3 Rückkehr ins „normale“ Leben – Die Zeit nach dem Einsatz: Problematisierung der Reintegration in den Alltag und die Familie nach der Rückkehr.

2.3.1. Traumatisierung von Einsatzkräften: Erörterung der Risiken für PTBS und deren Auswirkungen auf das soziale Umfeld.

2.3.1.1. Behandlung von Traumata: Darstellung der notwendigen professionellen Hilfe und Unterstützung zur psychischen Stabilisierung.

3. Kritik: Zusammenfassende Bewertung der Sozialisationsprozesse und Reflexion über die Grenzen der vorliegenden Arbeit.

Schlüsselwörter

Sozialisation, Auslandseinsatz, Kosovo, UNMIK, Gruppensozialisation, Lagerkoller, Expatriate Community, Wir-Gruppe, Interkulturelle Kompetenz, Konfliktmanagement, Reintegration, PTBS, Traumatisierung, Familienbetreuung, Militär.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Entwicklung und den Sozialisationsprozessen von Polizeibeamten und Soldaten während ihres Auslandseinsatzes im Kosovo.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernpunkten zählen die Eingliederung in neue Gruppen, die Lebensbedingungen in Lagern, interkulturelle Kommunikation sowie die psychischen Herausforderungen nach der Rückkehr.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Entwicklung und Problematiken der Sozialisation in den verschiedenen Phasen des Auslandseinsatzes aufzuzeigen und zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor nutzt soziologische Modelle, insbesondere die Theorie der Gruppensozialisation von Moreland und Levine, und stützt sich auf Erfahrungsberichte sowie militärische und sozialwissenschaftliche Ausarbeitungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Phasen des Einsatzbeginns, das Leben im Lager, zwischenmenschliche Herausforderungen und die Prozesse nach der Rückkehr in die Heimat.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialisation, Auslandseinsatz, Gruppensozialisation, Lagerkoller, interkulturelle Kompetenz, Reintegration und PTBS.

Was versteht der Autor unter einer "Expatriate Community"?

Damit ist eine Gruppe gemeint, die im Gastland einen privilegierten Status innehat, sich nur vorübergehend dort aufhält und sich deshalb nicht in die einheimische Gesellschaft integriert.

Wie wirkt sich PTBS auf die Familie aus?

PTBS führt beim Betroffenen häufig zu erhöhter Sensibilität, Reizbarkeit und Aggressivität, was das Familienleben belasten und die Reintegration erschweren kann.

Warum ist interkulturelle Kompetenz für den Einsatz so wichtig?

Sie ist eine Grundvoraussetzung, um Konfliktlagen korrekt zu analysieren, Missverständnisse zu vermeiden und eine Eskalation zwischen den Konfliktparteien zu verhindern.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Sozialisation von Polizeibeamten / Soldaten im Auslandseinsatz
College
University of Applied Administrative Sciences Judicature Hildesheim
Author
Erik Hoppe (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V49511
ISBN (eBook)
9783638459525
Language
German
Tags
Sozialisation Polizeibeamten Soldaten Auslandseinsatz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Erik Hoppe (Author), 2006, Sozialisation von Polizeibeamten / Soldaten im Auslandseinsatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49511
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