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Politische Bildung im Fachunterricht und im Lernraum Schule - theoretische Überlegungen und empirische Daten

Titel: Politische Bildung im Fachunterricht  und im Lernraum Schule  - theoretische Überlegungen und empirische Daten

Examensarbeit , 2005 , 85 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Regine Riedel (Autor:in)

Didaktik - Politik, politische Bildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Schule nimmt in der Biografie des Menschen eine bedeutende Stellung ein. Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten werden hier erworben, die das eigene Denken und Handeln im weiteren Verlauf des Lebens enorm bestimmen. Der Schule kommt weiter gemäß dem § 1 des Schulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt die Aufgabe zu, „die Schülerinnen und Schüler auf die Übernahme politischer und sozialer Verantwortung im Sinne der freiheitlich-demokratischen Grundordnung vorzubereiten“ (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt 2003, S.10). Eine besondere Aufgabe der Bildung ist demnach die politische Bildung. Dies scheint auf den ersten Blick durchaus sinnvoll zu sein, wenn man bedenkt, dass eine Demokratie auf die Aktivität der in ihr lebenden Individuen im hohen Maße angewiesen ist. Denn wie können Bürger dieser Staatsform Leben einhauchen, wenn sie sie sich mit ihr nicht identifizieren können? Wie können Bürger eine Demokratie handlungsfähig mitgestalten, wenn sie die dafür vorgesehenen Wege und Möglichkeiten nicht kennen? Die Aktualität der Thematik zeigt sich auch in derzeitigen Ereignissen: So ist eben dieses Jahr 2005 das „Europäische Jahr der Demokratieerziehung“ (european year of citizenship through education), indem mittels zahlreicher Veranstaltungen die Thematik „Demokratieerziehung“ in dem Bewusstsein vieler Bürger (und Politiker) präsent gemacht werden soll. Auch die im Februar diesen Jahres stattgefundene
Gründung der „Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik“ verdeutlicht eine Bedeutsamkeit der politischen Bildung bzw. Demokratieerziehung für die Gegenwart. In Anbetracht dieser Überlegungen kann man aus naiver Distanz heraus annehmen, dass das Kapital der schulischen politischen Bildung in unserer Gesellschaft erkannt wurde und somit hinreichend gefördert wird und gefestigt ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Welchen Sinn macht politische Bildung?

2.1. Demokratie ist kein Naturzustand

2.2. Der Faktor der gesellschaftlichen und politischen Unbeständigkeit

3. Was versteht man unter schulischer politischer Bildung?

3.1. Inhalte und Ziele gemäß den Rahmenrichtlinien von Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt

3.2. Impulse des „Darmstädter Appells“

3.3. Richtlinien des Beutelsbacher Konsenses

4. Eine problematisierende Bestandaufnahme

4.1. Ausgewählte empirische Daten aus Studien zur politischen Bildung deutscher Jugendlicher

4.2. Theoretische Problematisierung der Ergebnisse der Studien

5. Ein konstruktiver Ausblick

5.1. Ein Auszug differenter theoretischer Ansätze

5.2. Schlussfolgernde Ansätze aus der Praxis des Fachunterrichtes der politischen Bildung und des Lernraums Schule

6. Fazit

7. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von theoretischen Zielvorgaben der politischen Bildung und deren empirisch messbarer Umsetzung im schulischen Alltag, insbesondere im Bundesland Sachsen-Anhalt. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen dem demokratischen Erziehungsanspruch und der Lebenswelt heutiger Jugendlicher zu analysieren und konstruktive Handlungsalternativen für den Fachunterricht sowie den Lernraum Schule aufzuzeigen.

  • Bedeutung und Sinn der politischen Bildung für den Erhalt der Demokratie
  • Analyse aktueller Rahmenrichtlinien und didaktischer Konsensprinzipien
  • Empirische Untersuchung des politischen Interesses und der Partizipationsbereitschaft Jugendlicher
  • Einfluss schulklimatischer Bedingungen auf demokratische Einstellungen und Rechtsextremismus
  • Entwicklung von Reformansätzen zur Stärkung der Schülerdemokratie und Partizipation

Auszug aus dem Buch

3.1. Inhalte und Ziele gemäß den Rahmenrichtlinien von Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt

Da Bildungsfragen dieser Art wesentlich auf Länderebene festgelegt werden, sind in der Bundesrepublik Deutschland nahezu ebenso zahlreich differenziert gestaltete Rahmenrichtlinien vorzufinden, wie Bundesländer existieren. Es macht daher m. E. wenig Sinn, an dieser Stelle alle momentan geltenden Rahmenrichtlinien vorzustellen. Dennoch möchte ich eventuell differenzierte Facetten an zwei Rahmenrichtlinien, deren qualitative Gestaltung im Rahmen des aktuellen Schulsystems mich weitgehend überzeugen, offen legen: die Rahmenrichtlinien der politischen Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt. Des Weiteren ermöglicht sich bei der Wahl dieser Bundesländer eine vergleichende Betrachtung von einem alten und einem neuen Bundesland.

Rahmenrichtlinien für Sozialkunde in Sachsen-Anhalt: Schon zu Beginn des Dokuments wird als allgemeines Ziel dieses Unterrichtsfaches die Befähigung des Bürgers „[…] zur politischen Beteiligung auf dem Boden des Grundgesetzes […].“ (Rahmenrichtlinien des Kultusministeriums des Landes S.-A. 2003, S.6) beschrieben. Hierbei sind v. a. Fähigkeiten, wie eine rationale Urteilsfähigkeit und Eigenständigkeit, in Bezug auf Erfassung von politischen Sachverhalten, von enormer Bedeutung. Die am Ende des Kapitel 2.1. gestellte Frage: „Macht politische Bildung eher durch Demokratielernen oder Politiklernen einen Sinn?“ wird hier ganz klar mit der Entscheidung für Demokratielernen als Hauptgewichtung des Unterrichtsfaches beantwortet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der politischen Bildung für die Demokratiefähigkeit und formuliert die zentrale Fragestellung sowie die thesenbasierte Ausrichtung der Arbeit.

2. Welchen Sinn macht politische Bildung?: Dieses Kapitel erörtert die Notwendigkeit politischer Bildung als notwendige Pflege für die Demokratie und als Antwort auf gesellschaftliche Instabilität.

3. Was versteht man unter schulischer politischer Bildung?: Es werden maßgebliche Orientierungspunkte wie Rahmenrichtlinien, der Darmstädter Appell und der Beutelsbacher Konsens als didaktische Grundlagen analysiert.

4. Eine problematisierende Bestandaufnahme: Dieses Kapitel prüft anhand empirischer Studien den Ist-Zustand, deckt Diskrepanzen zur Theorie auf und thematisiert Aspekte wie Partizipation und Rechtsextremismus.

5. Ein konstruktiver Ausblick: Der Ausblick diskutiert theoretische Reformansätze und praxisnahe Möglichkeiten zur Stärkung der politischen Bildung sowie der Schuldemokratie.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität, während es die Dringlichkeit für eine fachdidaktische Neuausrichtung betont.

7. Literatur: Das Literaturverzeichnis listet die verwendeten Quellen und Forschungsstudien auf.

Schlüsselwörter

Politische Bildung, Demokratie, Sozialkundeunterricht, Schulklima, Partizipationsbereitschaft, Beutelsbacher Konsens, Darmstädter Appell, Sachsen-Anhalt, Politische Mündigkeit, Demokratieerziehung, Schulautonomie, Politische Sozialisation, Extremismusprävention, Schülervertretung, Handlungsorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von theoretisch geforderter und praktisch umgesetzter politischer Bildung an deutschen Schulen mit einem speziellen Fokus auf Sachsen-Anhalt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Legitimation politischer Bildung, didaktische Grundlagen, empirische Befunde zu politischen Einstellungen von Jugendlichen sowie Ansätze zur Schulentwicklung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Distanz zwischen dem „Sollzustand“ (mündige Bürger) und dem „Istzustand“ (politische Desinteresse und mangelnde Konfliktfähigkeit) zu analysieren und Alternativen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit genutzt?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse, die aktuelle empirische Studien und Rahmenrichtlinien in eine theoretische Reflexion einbettet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Auseinandersetzung mit Didaktik, eine empirische Bestandsaufnahme mittels Jugendstudien sowie die Diskussion von Reformmodellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind u. a. Demokratielernen, politische Partizipation, Schulklima, Handlungsorientierung und politische Mündigkeit.

Welche Rolle spielt die Anerkennungs-Theorie in dieser Arbeit?

Sie dient als theoretischer Rahmen, um die Qualität der sozialen Beziehungen zwischen Schülern und Lehrern zu bewerten und deren Einfluss auf die politische Orientierung zu erklären.

Warum wird speziell auf das Bundesland Sachsen-Anhalt fokussiert?

Die Autorin wählt diesen territorialen Fokus, um auf Basis regional verfügbarer Studien und Rahmenrichtlinien eine fundierte und detailreiche Analyse zu ermöglichen.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Lehrer?

Lehrer werden als zentrale Vermittler angesehen, wobei deren Haltung gegenüber kontroversen Themen und ihre Fähigkeit zur Moderation als entscheidende Faktoren für die Qualität des Unterrichts hervorgehoben werden.

Was ist das „didaktische Dreieck“ im Kontext des Beutelsbacher Konsenses?

Es beschreibt die Dreierbeziehung zwischen Lehrkraft, Lernenden und dem Unterrichtsstoff, wobei die Einhaltung des Überwältigungsverbots und des Kontroversitätsgebots im Zentrum steht.

Ende der Leseprobe aus 85 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Politische Bildung im Fachunterricht und im Lernraum Schule - theoretische Überlegungen und empirische Daten
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Note
2,0
Autor
Regine Riedel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
85
Katalognummer
V49522
ISBN (eBook)
9783638459594
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Politische Bildung Fachunterricht Lernraum Schule Daten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Regine Riedel (Autor:in), 2005, Politische Bildung im Fachunterricht und im Lernraum Schule - theoretische Überlegungen und empirische Daten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49522
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Leseprobe aus  85  Seiten
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