„Die Beziehung zwischen psychisch Gesunden und psychisch Kranken war seit jeher ambivalent. Auf der einen Seite stand das Bedürfnis, zu helfen, auf der anderen die Versuchung, die Augen vor dem Elend der Hilfsbedürftigen zu verschließen, sie auszugrenzen, sie zu misshandeln oder sich über sie lustig zu machen.“
Mit dieser Einleitung beginnt Prof. Dr. H. J. Luderer, aus dem Zentrum für Psychiatrie in Weinsberg, seinen Vortrag zum Thema „Von Aderlässen, Brechkuren und Sturzbädern zur Pharmako- Psycho- und Soziotherapie am Ende des 20. Jahrhunderts - Zur Geschichte der psychiatrischen Behandlungsverfahren“ und so möchte auch ich meinen Aufsatz zum Thema der Geschichte der Psychiatrie in Mittelalter und Neuzeit beginnen. Dieses Zitat macht auch heute noch deutlich, wie schwierig der Umgang mit psychisch Kranken in dem vergangenen Jahrhundert war und es vielleicht auch heute noch ist.
In der folgenden Ausarbeitung möchte ich einen kurzen Einblick über die Entwicklung der Geisteskrankheit vom Mittelalter bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts gewähren.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- DEFINITIONEN
- Mittelalter
- frühe Neuzeit
- DIE ENTSTEHUNG DER GEISTESKRANKHEIT IN DER GESCHICHTE
- FAZIT
- LITERATURVERZEICHNIS
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieser Aufsatz verfolgt das Ziel, einen Einblick in die Entwicklung der psychiatrischen Behandlung von der mittelalterlichen bis zur frühen Neuzeit zu geben. Der Fokus liegt dabei auf der historischen Betrachtung von Geisteskrankheit und den sich verändernden Ansätzen zur Behandlung psychischer Störungen.
- Definition und Abgrenzung des Mittelalters und der frühen Neuzeit
- Die Entstehung des Konzepts von Geisteskrankheit im historischen Kontext
- Behandlungsansätze und -methoden im Mittelalter und der frühen Neuzeit
- Soziale und gesellschaftliche Aspekte des Umgangs mit psychisch Kranken
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der psychiatrischen Behandlung ein und stellt die Ambivalenz im Umgang mit psychisch Kranken in Vergangenheit und Gegenwart heraus. Das Kapitel "Definitionen" beleuchtet die historischen Epochen des Mittelalters und der frühen Neuzeit und skizziert die Herausforderungen ihrer zeitlichen Einordnung.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselbegriffe dieses Aufsatzes sind: Geisteskrankheit, Psychiatrie, Mittelalter, Frühe Neuzeit, Behandlungsansätze, gesellschaftliche Wahrnehmung, historische Entwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Wie wurden psychisch Kranke im Mittelalter wahrgenommen?
Der Umgang war ambivalent und reichte von dem Bedürfnis zu helfen bis hin zu Ausgrenzung, Misshandlung oder Spott.
Welche Behandlungsmethoden waren in der frühen Neuzeit üblich?
Historische Verfahren umfassten unter anderem Aderlässe, Brechkuren und sogenannte Sturzbäder.
Wann begann die moderne Psychiatrie-Geschichte?
Dieser Aufsatz konzentriert sich auf die Entwicklung vom Mittelalter bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, bevor die moderne Pharmako- und Psychotherapie entstand.
Was ist das Ziel der vorliegenden Arbeit?
Ziel ist es, einen Einblick in die historische Entstehung des Konzepts der Geisteskrankheit und die sich wandelnden gesellschaftlichen Ansätze zur Behandlung zu geben.
Gibt es eine klare Abgrenzung zwischen Mittelalter und Neuzeit in der Psychiatrie?
Die Arbeit beleuchtet die Schwierigkeiten der zeitlichen Einordnung und zeigt auf, wie sich Definitionen von Wahnsinn über die Epochen hinweg entwickelten.
- Quote paper
- Annika Heindl (Author), 2006, Die Geschichte der Psychiatrie - Mittelalter bis frühe Neuzeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49536