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Die Geschichte der Psychiatrie - Mittelalter bis frühe Neuzeit

Title: Die Geschichte der Psychiatrie - Mittelalter bis frühe Neuzeit

Presentation (Elaboration) , 2006 , 9 Pages , Grade: 2

Autor:in: Annika Heindl (Author)

Sociology - Law and Delinquency
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„Die Beziehung zwischen psychisch Gesunden und psychisch Kranken war seit jeher ambivalent. Auf der einen Seite stand das Bedürfnis, zu helfen, auf der anderen die Versuchung, die Augen vor dem Elend der Hilfsbedürftigen zu verschließen, sie auszugrenzen, sie zu misshandeln oder sich über sie lustig zu machen.“
Mit dieser Einleitung beginnt Prof. Dr. H. J. Luderer, aus dem Zentrum für Psychiatrie in Weinsberg, seinen Vortrag zum Thema „Von Aderlässen, Brechkuren und Sturzbädern zur Pharmako- Psycho- und Soziotherapie am Ende des 20. Jahrhunderts - Zur Geschichte der psychiatrischen Behandlungsverfahren“ und so möchte auch ich meinen Aufsatz zum Thema der Geschichte der Psychiatrie in Mittelalter und Neuzeit beginnen. Dieses Zitat macht auch heute noch deutlich, wie schwierig der Umgang mit psychisch Kranken in dem vergangenen Jahrhundert war und es vielleicht auch heute noch ist.
In der folgenden Ausarbeitung möchte ich einen kurzen Einblick über die Entwicklung der Geisteskrankheit vom Mittelalter bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts gewähren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DEFINITIONEN

2.1 Mittelalter

2.1 frühe Neuzeit

3. DIE ENTSTEHUNG DER GEISTESKRANKHEIT IN DER GESCHICHTE

4. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Umgangs mit psychisch Kranken vom Mittelalter bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts und analysiert den Wandel der gesellschaftlichen Wahrnehmung sowie die daraus resultierenden Versorgungsstrukturen.

  • Wandel der Definition von Geisteskrankheiten über die Epochen
  • Einfluss der Säfte-Lehre auf die medizinische Behandlung im Mittelalter
  • Die Rolle von Internierungs- und Zuchthäusern in der frühen Neuzeit
  • Die gesellschaftliche Ausgrenzung versus die Erhebung zum Krankenstand
  • Analyse der psychiatrischen Entwicklung nach Michel Foucault

Auszug aus dem Buch

3. Die Entstehung der Geisteskrankheit in der Geschichte

Die Geschichte der Geisteskrankheit ist für den Zeitraum des Mittelalters und der Neuzeit nur Lückenhaft dokumentiert. Da der Begriff der Geisteskrankheit erst zu Beginn der 19ten Jahrhunderts entstanden ist, werden in der Literatur verschiedene Bezeichnungen verwendet, die gleichermaßen Zeigen, wie die damalige Gesellschaft über den Geisteskranken gedacht hat. Wenn ich im Verlauf Begriffe wie „Narren", „Besessenen", „Krüppeln“ und „Geistesschwache“ spreche, sind dies Synonyme für unsere heutigen Vorstellung von Geisteskranken. Seit jeher weisen Geisteskranke Verhaltensformen auf, die in der Gesellscha ft nicht akzeptiert waren.

Im Mittelalter sah man den natürlichen Narren als Kranken an. Diese Ansicht basierte auf dem damaligen Stand der Medizin, der sich noch an der Säftelehre aus der Antike orientierte. Hierbei handelte es sich um den Glauben, dass ein Ungleichgewicht in der Balance der vier Körpersäfte, Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle, für die Psychischen Störungen und Defekte verantwortlich war. Wobei besonders daran geglaubt wurde, dass es einen Zusammenhang zwischen Störungen der schwarzen Galle und der Geisteskrankheit gab. Üblicherweise wurde zur Behandlung solcher Besessenen das Schröpfen oder der Aderlass angewandt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Ambivalenz im Umgang mit psychisch Kranken und gibt einen Ausblick auf die Entwicklung vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert.

2. DEFINITIONEN: Dieses Kapitel definiert die zeitlichen Rahmenbedingungen für das Mittelalter sowie die frühe Neuzeit anhand geschichtswissenschaftlicher Kriterien.

3. DIE ENTSTEHUNG DER GEISTESKRANKHEIT IN DER GESCHICHTE: Das Kapitel beschreibt den historischen Wandel vom Umgang mit "Narren" über die Internierung in Anstalten bis hin zur Etablierung des modernen Begriffs der Geisteskrankheit.

4. FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass medizinischer Fortschritt allein nicht ausreicht, um einen menschlichen Umgang mit psychisch Kranken sicherzustellen, und betont die anhaltende Relevanz der Thematik.

Schlüsselwörter

Psychiatrie, Geschichte, Mittelalter, frühe Neuzeit, Geisteskrankheit, Wahnsinn, Säftelehre, Internierung, Soziologie, Ausgrenzung, Stigmatisierung, Medizingeschichte, Michel Foucault, Patientenversorgung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung des Umgangs mit psychisch Kranken und der Wandlung der Wahrnehmung psychischer Störungen in der Gesellschaft vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die historische Einordnung der Epochen, medizinische Vorstellungen wie die Säftelehre, die Institutionalisierung in Narren- und Internierungshäusern sowie der Übergang zum modernen psychiatrischen Verständnis.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den historischen Prozess aufzuzeigen, wie aus der sozialen Ausgrenzung ("Sozialübel") ein medizinisch definierter Krankenstand wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische und soziologische Literaturarbeit, die bestehende Konzepte, insbesondere die von Michel Foucault, zusammenführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Behandlungspraktiken des Mittelalters, die Rolle der Familie und Gemeinden bei der Versorgung sowie die spätere Schaffung von Internierungsanstalten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Psychiatrie, Wahnsinn, Stigmatisierung, Internierung, Säftelehre und gesellschaftliche Wahrnehmung.

Wie wurde mit psychisch Kranken im Mittelalter verfahren?

Sie wurden oft innerhalb der Familie versorgt, wobei medizinische Ansätze wie Aderlass (basierend auf der Säftelehre) angewandt wurden. Bei Überforderung der Familie drohten oft Ausgrenzung oder Verjagung.

Welche Funktion hatten Internierungshäuser in der frühen Neuzeit?

Sie dienten vor allem der Verwahrung von Randgruppen wie Armen, Invaliden und Geisteskranken, um sie aus der Öffentlichkeit zu entfernen, und wurden oft durch Zwangsarbeit finanziert.

Wann und warum wandelte sich das Bild des Geisteskranken Ende des 18. Jahrhunderts?

Ende des 18. Jahrhunderts rückten Geisteskranke wieder in den Fokus, wurden erstmals als solche bezeichnet und in den Krankenstand erhoben, statt als soziales Ärgernis betrachtet zu werden.

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Details

Title
Die Geschichte der Psychiatrie - Mittelalter bis frühe Neuzeit
College
University of Koblenz-Landau
Grade
2
Author
Annika Heindl (Author)
Publication Year
2006
Pages
9
Catalog Number
V49536
ISBN (eBook)
9783638459679
Language
German
Tags
Geschichte Psychiatrie Mittelalter Neuzeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Annika Heindl (Author), 2006, Die Geschichte der Psychiatrie - Mittelalter bis frühe Neuzeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49536
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