Die Kommunikationsstrategie Framing im Interdiskurs

Verwendung von Frames in der Berichterstattung der Bundestagswahl 2017


Hausarbeit, 2019
18 Seiten, Note: 2,0

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Gliederung

1 Einleitung

2 Politische Situation vor der Bundestagswahl
2.1 Entwicklung des Rechtspopulismus
2.2 Kommunikationsstrategien der AfD
2.3 Frametheorie

3 Frameanalyse
3.1 Analyse Textkorpus “Die Zeit”
3.2 Analyse Textkorpus "Alternative für Deutschland”
3.3 Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Frames
3.4 Der Anti-Establishment Frame
3.5 Reframing / Umgang mit rechtspopulistischen Tabubrüchen

4 Fazit

5 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Informiert man sich über die innerpolitischen Ereignisse der letzten Jahre, so wird man folglich auf die Nachricht stoßen, dass zurzeit eine Diskursverschiebung nach rechts stattfindet. Als zentrales Indiz wird dabei auf die Bundestagswahl im Jahre 2017 hingewiesen, bei der die rechtspopulistische Partei AfD kurz für Alternative für Deutschland mit 12,6 % als drittstärkste Partei in den Bundestag einziehen konnte. Da es das erste Mal nach der Weimarer Republik ist, dass eine Partei mit rechtspopulistischem Gedankengut den Einzug in den deutschen Bundestag erreichen konnte, kommt dem Thema im Diskurs zurzeit ein hoher Stellenwert zu. Zu Beginn dieser Arbeit wird der von der AfD vertretene populistische Politikstil und dessen Entstehung, sowie die politische Situation in Deutschland thematisiert. Hierbei gilt es vor allem die Umstände zu erläutern, durch die eine Erstarkung der Partei erst möglich wurde. Allerdings können die politischen Umstände in der vorliegenden Arbeit lediglich angeschnitten werden, da eine umfassende Ursachenforschung des Sachverhaltes in das Aufgabengebiet der Politikwissenschaft fällt. Eine Teilanalyse, die benötigt wird, um das Phänomen Populismus bestmöglich zu beschreiben, ist die Analyse der Kommunikation und Sprachwissenschaften. Dies ist ebenfalls bei der Ursachenforschung der vorliegenden Fragestellung der Fall, da sich die Politiker/innen der AfD gekonnt Kommunikationsstrategien nutzen, um Wählerschaften für sich zu gewinnen[1]. Von zentraler Bedeutung in dieser Arbeit ist eine kommunikative Methode, die in den letzten Jahren an Brisanz gewonnen hat, und vor allem durch das Erstarken des Populismus häufiger debattiert wurde, das Framing.[2] Framing ist eine Kommunikationsstrategie, die beschreibt, mit welchem Rahmen ein politischer Begriff versehen ist. Die Framingforschung versucht die Wirkung der Frames im Kopf des Rezipienten zu untersuchen. Obgleich den Rechtspopulisten Framing oft vorgeworfen wird[3], handelt es sich dabei um eine Kommunikationsstrategie, die von jeglichen Diskursteilnehmern verwendet werden kann. Zur Illustration wird im zweiten Teil der Arbeit eine qualitative Analyse anhand eines Textkorpus erstellt, der einerseits Artikel der Online-Version des Verlags Die Zeit, auf rechtspopulistisches Framing untersucht. Andererseits werden Äußerungen von AfD Politikern in Pressemitteilungen aufgegriffen und analysiert. Es wird untersucht, wie Framingbegriffe von den politischen Figuren verwendet werden, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten herauszukristallisieren. Der Korpus besteht aus Texten, die im Bezug zu der Bundestagswahl des Jahres 2017 stehen und Wortverwendungen beinhalten die als Frame zu verstehen sind. Ziel ist es, die unterschiedliche Verwendung von Frames aufzuzeigen. Im Anschluss wird strategisches Framing an einem konkreten Beispiel analysiert. Der von der AfD verwendete Anti­Establishment Frame beschreibt eine Grundhaltung der Partei und soll somit in dieser Arbeit besonderes berücksichtigt werden. Dafür werden Begriffe, die im Bezug zu dem übergeordneten Frame stehen ebenfalls erläutert. Abschließend sollen alternative Framingmethoden vorgestellt werden, die im Diskurs Verwendung finden könnten. Ziel der Arbeit ist es, die Unterschiede bei der Verwendung von Frames im Interdiskurs aufzuzeigen und Hypothesen über deren Wirkung beim Rezipienten aufzustellen.

2.1 Entwicklung des Rechtpopulismus

Die Bedeutung der Bundestagswahl im September 2017 galt als richtungsweisend.[4] Während eine Koalition aus CDU und SPD in der vergangenen Legislaturperiode die Regierung unter Bundeskanzlerin Angela Merkel gebildet hatte, erstarkten im Laufe der Jahre populistische Parteien, die u.a. mit der Kritik an dem Stil der Regierungsparteien eine vermehrt regierungskritische gesellschaftliche Personengruppe ansprach, die sich von den Regierungsparteien abwendete[5]. Ein Grund für die Entwicklung waren Themen mit enormer gesellschaftlicher, sowie politischer Brisanz. Während der Legislaturperiode, die von 2013 bis 2017 andauerte, kam der Flüchtlingsdebatte eine zentrale Rolle zu, bei der sich Teile der Gesellschaft ein härteres Durchgreifen der Regierungsparteien wünschten[6]. Am meisten konnte die AfD von dieser Entwicklung profitieren, die durch einen strikteren Umgang bei der Flüchtlingsthematik sowie einem gestärkten Nationalismus die Gunst vieler Wähler gewinnen konnte. Diese Strategie hatte zur Folge, dass die AfD durch gutes Abschneiden bei den Landtagswahlen an politischen Einfluss gewann und der Flüchtlingsdebatte ein noch größerer Stellenwert zukommen konnte. Da es ähnliche Entwicklungen in anderen Europäischen Ländern zu beobachten gab, spitzte sich die Situation zu. Durch den erfolgreichen populistischen Wahlkampf von Donald Trump in den USA, sowie der Brexit-Abstimmung in Großbritannien, avancierte der Populismus grenzübergreifend zu einem sowohl politisch als auch gesellschaftlich hochbrisanten Thema. "Spätestens mit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten, der Brexit Entscheidung und dem stetigen Aufstieg populistischer Parteien und Bewegungen in weiteren Ländern wurde deutlich, dass der Aufstieg des Populismus zu einem globalen Phänomen geworden[7] [8] Während sich die Politikwissenschaft bemühte, Gründe für die Ursachen des Erstarkens der Rechtspopulisten zu erforschen, gab es vermehrt Erkenntnisse, die Inhalte der Sprachwissenschaften benötigten und sprachliche Analysen zu einer besonderen Teildisziplin bei der Erforschung des Phänomens Populismus machten. Die Realisierung der politischen Einstellungen und Ansichten in der politischen Kommunikation durch strategisch verwendete Sprache galt als einer der Gründe für das Erstarken des Rechtspopulismus. Demnach entstand eine breite Zahl an Analysen über den Sprachegebrauch und der Kommunikationsstrategien der AfD, die im folgenden Kapitel erläutert wird.

2.2 Kommunikationsstrategien der AfD

Eine der bedeutendsten Kommunikationsstrategien der AfD ist die Entwicklung von sprachlichen Bildern, die häufig einen Bezug zu der Flüchtlingsthematik besitzen und denen laut Wichmann eine prominente Stellung im Zuwanderungsdiskurs zukommt.[9] Johannes Hillje beschreibt in seinem Buch Propaganda 4.0 die Verwendung von Metaphern der AfD wie folgt. “Im Jargon der Rechtspopulisten gibt es auffallend viele sprachliche Bilder, also Metaphern, die sofort bestimmte Assoziationen im menschlichen Gehirn hervorrufen”[10] Metaphern werden in einen Deutungsrahmen verpackt, um bei Rezipienten eine Reaktion auszulösen und ein Bild entstehen zu lassen, das strategisch genutzt werden kann, um Einstellungen zu politischen Themen zu beeinflussen.[11] “Besonders wirkungsvoll sind Metaphern, wenn sie Teil eines übergeordneten Framings sind.”[12] Das Phänomen der Deutungsrahmen wird in der Sprach und Kommunikationswissenschaft Framing genannt und erfährt analog zu dem Erstarken des Rechtspopulismus einen enormen Anstieg an akademischer sowie politischer Relevanz. Laut Hillje (2018) basiert die Kommunikationsstrategie der AfD auf zwei grundsätzlichen Einstellungen der Partei, die als übergeordnete Frames fungieren. Auf der einen Hand der Elite versus Volk Frame, der eine Meinungsdiktatur der Elite impliziert. (Der Frame wird in einem späteren Kapitel gesondert analysiert) Der zweite übergeordnete und zentralste Frame der AfD ist der Migranten gegen Volk Frame, der sich beispielsweise in Wortverwendungen wie Flüchtlingstsunami wiederspiegelt[13]. Neben der strategisch wertvollen Verwendung der oben genannten Phänomene, verwende die AfD laut Frank Gadinger überwiegend einfache Sprache, die sich komplexen politischen Problemstellungen nicht annehme und stattdessen einfache Schuldzuweisung vorziehe.[14] Das Brechen sprachlicher Tabus ist ein weiteres einzigartiges Kommunikationsmittel, das von der AfD strategisch genutzt wird und laut Gadinger darauf abziele, sich über die Gebote politischer Korrektheit lustvoll hinwegzusetzen und das linksliberale Meinungskartell zu entlarven.[15] Durch die wiederkehrende Relativierung von Vokabular aus der NS-Zeit kommt es regelmäßig zu öffentlichen Debatten über die Kommunikationsstrategie der AfD, sowie die dadurch entstehenden Diskussionen über die Grenzen des Sagbaren.[16] Die Diskussionen erwecken enorme Aufmerksamkeit, die von dem Skandalisieren von Politikern anderer Parteien, bis zu der Veröffentlichung in den Leitmedien reicht. Auch durch die enorme Öffentlichkeitsrelevanz gelang es der AfD Grundhaltung und Ideen in F orm von Frames in den Diskurs zu etablieren. ”Medien unterliegen in ihrer Berichterstattung ökonomischen Sachzwängen, wie z.B. ihren Eigentumsverhältnissen, und werden dadurch auch in der Wahl ihrer Frames geprägt. So konnten sich rechtskonservative Deutungsrahmen und Sichtweisen stärker verbreiten.”[17] Die Theorie des Framingansatzes wird das zentrale Thema im nächsten Kapitel sein.

2.3 Framingtheorie

Parallel zu dem Aufschwung der populistischen Parteien war ein wachsendes akademisches Interesse an dem Phänomen des Framings zu erkennen. Die ersten Erkenntnisse zu der Framingthematik gehen auf Erving Gofmann (Frame Analysis 1974) und Gregory Bateson zurück. Spätestens durch das von Elisabeth Wehling publizierte Buch Politisches Framing: Wie eine Nation sich ihr Denken einredet - und daraus Politik macht war das Interesse an dem Thema ebenfalls in dem Alltagsdiskurs angekommen. “Heute herrscht in allen Parteizentralen ein Bewusstsein für dieses mächtige Instrument.”[18] Um den kommunikativen sowie politischen Erfolg der AfD zu erklären, wird dem Framing ein zentraler Stellenwert zugewiesen. Folgender Definition von Entman (1993) kommt im akademischen Diskurs eine große Bedeutung zu.

“To frame ist to select some aspects of a perceived reality and make them more salient in communicating text, in such a way as to promote a particular problem definition, causal interpretation, moral evaluation and/or treatment recommendation.”[19]

Jörg Matthes Buch Framing-Effekte war für die Framing-Forschung von zentraler Bedeutung und soll als theoretische Grundlage für die Analyse im späteren Teil der Arbeit fungieren. Matthes differenziert zwischen vier unterschiedlichen Teilbereichen des Framing-Ansatzes: Strategisches Framing, Journalistisches Framing, Frames in Medientexten sowie Frames beim Rezipienten.20 Aufgrund der begrenzten Länge dieser Arbeit muss auf den Teilbereich des journalistischen Framings verzichtet werden, der die Selektion von Nachrichten durch Journalisten behandelt21 und in dieser Fragestellung kaum relevant ist. Strategisches Framing definiert Matthes in Anlehnung an Weßler (1996) wie folgt. “Es ist ein Grundprinzip der modernen Demokratie, dass politische und andere strategische Akteure versuchen, die Öffentlichkeit von ihren Positionen bzw. von ihrem Blickwinkel zu überzeugen und für Unterstützung zu werben. Sie setzen aus ihrer Sicht einen „Rahmen“ auf das Geschehene”.22 Bezugnehmend auf die Frames in Medientexten differenziert er zwischen den übergeordneten Kategorien Formal­stilistische Frames, sowie inhaltsbezogene Frames.23 Aufgrund des begrenzten Umfangs dieser Arbeit werden in der Analyse hauptsächlich die Formal-stilistischen Frames berücksichtigt, bei denen laut Matthes “die Struktur bzw. Präsentationsform einer Medienbotschaft im Vordergrund steht”.24 In seinem Buch knüpft Matthes an die Differenzierung der Medienframes von Urs Dahinden (Framing 2006) an. Der Autor unterscheidet zwischen den Basisframes Konflikt, Wirtschaftlichkeit, Fortschritt, Moral, Ethik, Recht und Personalisierung,25 wobei die Kategorie Konfliktframe die größte Bedeutung in der gegebenen Fragestellung besitzt. Eine erneute Differenzierung erfolgt bei der Analyse des Teilbereiches: Frames beim Rezipienten. Hier unterscheidet Matthes zwischen Second Level Agenda Setting, Frames durch Kausalattribution Framing- Effekte durch Wissensaktivierung, Framing Effekte als Shema-Veränderung sowie Wichtigkeitsbasierte Effekte 26 Bezugnehmend auf die Kommunikationsstrategie der AfD kommt dem Teilbereich der Frames durch Kausalattribution die wohl größte Rolle zu. Darunter versteht Matthes die “Wirkung von Frames auf Verantwortungszuschreibungen. Je nach politischer und wirtschaftlicher Situation werden unterschiedliche Akteure oder Systeme für Erfolg oder Misserfolg zur Verantwortung gezogen.”27 Ein weiterer, insbesondere im Bezug auf die Analyse des Framings von Rechtspopulisten interessanter Teilbereich, ist die Voreinstellung der Rezipienten. In seinem Buch attestiert Matthes den angefügten Studien, dass sie nicht auf die Voreinstellung der Rezipienten zurückgreifen würden.[28] Über die möglichen Unterschiede in der Rezipientenwirkung sollen in der Arbeit einige Hypothesen aufgestellt werden.

3.1 Analyse Textkorpus Zeit Online

Für die vorliegende qualitative Analyse wurden Zeitungsartikel der Online Ausgabe der Zeit im Zeitraum um die Bundestagswahlen des Jahres 2017 verwendet, die in einem thematischen Kontext mit der AfD stehen. Angestrebt wird das Aufzeigen der Übernahme rechtspopulistischer Begriffe, sowie die Erstellung von Hypothesen, über deren Auswirkungen bei Rezipienten. Die Berichterstattung der Zeit hat im Zuge der Bundestagswahl vermehrt Parteiprogramme debattiert und Berichte über Parteieinstellungen veröffentlicht. Eines der zentralen Themen der politischen Berichterstattung am Rande der Bundestagswahl 2017 waren Äußerungen von Politikern der AfD. Der überwiegende Anteil der Berichterstattung über die Partei ist durch eine Konfrontation mit deren Ideen und Anschauungen gekennzeichnet. Dabei kam es regelmäßig zu Berichterstattungen über Formulierungen, die als Tabubrüche des politisch Sagbaren gelten.[29] Formulierungen, die teilweise an NS-Vokabular anschließen, wurden scharf kritisiert, doch nichtsdestotrotz meist wortwörtlich übernommen bzw. aufgegriffen. In einem Artikel zur Relevanz des Wahljahres 2017, der u.a. auch die Machtsteigerung der Rechtspopulisten thematisiert, wird beispielsweise die von der AfD verwendete Formulierung Merkels Tote aufgegriffen. “Wenn prominente AfD- Funktionäre nach dem Berliner Anschlag nicht abwarten können, die Opfer politisch zu verwerten ("Merkels Tote") [...]”.[30] Unter der Berücksichtigung der Framingforschung kann davon ausgegangen werden, dass die Formulierungen einen Frame im Kopf des Rezipienten aktivieren, der Angela Merkel eine direkte Schuld an den von Einwanderern begangenen Ermordungen gibt und sich außerdem mit dem, von Matthes beschriebenen, Framing durch Kausalattribution deckt. Ein weiteres Beispiel für die Übernahme von rechtspopulistischem Framing in die Berichterstattung ist ein Mailverdacht, der wohlmöglich von Alice Weidel, der Co-Fraktionschefin der AfD stammt. "Diese Schweine sind nichts anderes als Marionetten der Siegermächte des 2. WK und haben die Aufgabe das dt. Volk klein zu halten.”[31] Die Formulierung erschien in einem Artikel, der die Veränderungen der Demokratie und die Diskurse durch den Populismus analysiert und den polarisieren Namen “Das Ende der Bundesrepublik” trägt. Ähnlich wie im oben genannten Beispiel wird durch die Verwendung ein Frame aktiviert, der eine Meinungsdiktatur der Siegermächte impliziert. Dabei spielt die Spekulation über die Herkunft der Formulierung keinerlei Rolle. Weidels vermeintliche Formulierung basiert auf der im späteren Kapitel analysierten Anti-Establishment Haltung. Während es sich bei den Beispielen generell um Frames in Medientexten handelt, kann bezugnehmend auf Dahinden den Beispielen die größten Überschneidungen mit der Kategorie Konfliktframe zugesprochen werden. So beschreibt Dahinden einen Konfliktframe wie folgt: Das Thema (in dem Falle die Flüchtlingsthematik) ist Gegenstand von Interessenkonflikten zwischen unterschiedlichen sozialen Gruppen.”[32]

3.2 Analyse Textkorpus AfD

Für die vorliegende qualitative Analyse wurden Pressemitteilungen verwendet, die auf der AfD Homepage zwischen den Monaten Juni 2017 und September 2017 veröffentlicht wurden. Angestrebt wird das Aufzeigen von verwendeten Frames, die Kernaussagen der Partei anschaulich illustrieren. Auffällig ist dabei, wie in Kapitel 2.2 bereits erläutert, dass Sachverhalte in sprachlichen Bildern transportiert werden. So auch in der Überschrift von Paul Hampels Pressemitteilung vom 28.06.2017, in der außerdem zwei Frames präsent sind. (Schlaraffenland für Armutsmirgranten) Die Verwendung des Wortes Armutsmigranten illustriert, dass es sich bei den Einwanderern lediglich um “Schlecht bis gar nicht ausgebildete Migranten"[33] handele. In Verbindung mit dem sprachlichen Bild des Schlaraffenlands, erzeugt Hampel ein Bild im Kopf des Rezipienten, in dem schlecht ausgebildete Menschen nach Deutschland kommen, um von dem Sozialstaat zu profitieren. An einer ähnlichen Metaphorik bedient sich Alice Weidel, indem sie in der Pressemitteilung vom 29.08.17 von dem “Familiennachzug als Sargnagel unseres Sozialsystems”[34] spricht. Dieser Frame aktiviert das Bild, von einem bereits gestorbenen Sozialsystem. Beim Rezipienten erweckt der Frame Sorge und Angst, da der in Zukunft erfolgende Familiennachzug in diesem sprachlichen Bild das Ende der Sozialsysteme in Deutschland bedeuten würde. Bezugnehmend auf Matthes Framing Definition kann die Überschrift der Pressemitteilungen “Merkel provoziert die nächste Migrationswelle“ (Im Wort Migrationswelle befindet sich ebenfalls ein Frame) als Framing durch Kausalattribution verstanden werden. Auffällig ist außerdem die häufige Verwendung von Explosionsmethaphorik. (Zum explodierenden Familiennachzug, das birgt enormen sozialen Sprengstoff)[35]. Wie bereits im vorherigen Kapitel angekündigt, sollen einige Hypothesen zu der Voreinstellung der Rezipienten, sowie die dadurch entstehenden Wirkungen aufgestellt werden. Bezüglich der Zielgruppe wird daher angenommen, dass eine vermehrte Anzahl an AfD-Interessierten besorgt ist, dass es zu weiteren Terroranschlägen in Deutschland kommen könnte. Auch wenn Alice Weidel die Explosionsmethaphorik im Kontext zu dem Sozialsystem nutzt, kommt der verbildlichten Sprache eine besondere Rolle zu, da davon ausgegangen werden kann, dass strategisch auf die Terroranschläge geframt wird. “Wann immer unser Gehirn Worte und Ideen verarbeitet, aktiviert es dazu Wissen und Sinnzusammenhänge aus vorangegangen Erfahrungen mit der Welt.[36] Diese vorgegangen Erfahrungen nutzt Weidel, um durch gezielte Verwendung von sprachlichen Bildern Reaktionen zu beeinflussen. Bezugnehmend auf die angeführte Theorie lässt sich das Framing der AfD generell als strategisches Framing einzustufen, das häufig durch Kausalattributionen realisiert wird.

3.3 Analyse: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Das Ziel des folgenden Kapitels ist die Herausstellung von Unterschieden sowie Gemeinsamkeiten zwischen den herausgearbeiteten Beispielen. Es lässt sich beobachten, dass die Zeit Formulierungen der AfD unverändert übernimmt. Die angeführten Beispiele Merkels Tote, Marionetten der Siegermächte, Schlaraffenland für Armutsmigranten, Sargnagel unseres Sozialsystems sind alle Teil der von Hilltje angeführten grundlegenden Deutungsrahmen, Volk gegen Migranten sowie Volk gegen Establishment.37 Durch das Anspielen auf vorgegangen Erfahrungen entsteht ein Bild des Klassenkampfes in der deutschen Gesellschaft bzw. Politik. Bezugnehmend auf die Klassifizierung von Dahinden (2006) lassen sich die Frames als Konfliktframes einstufen, die sich außerdem durch teils direkte (Merkels Tote), teils indirekte Kausalattributionen gegenüber der führenden Politik charakterisieren. Der zentrale Unterschied liegt in der Veröffentlichung der Formulierungen in den unterschiedlichen Medien und die daraus vermeintlich resultierenden Unterschiede in der Rezeption. Eine besondere Rolle spielt dabei die publizierte Plattform. Unter Berücksichtigung der komplexen Voraussetzung lassen sich einige Hypothesen über die Voreinstellung sowie die Zielgruppe der Pressemitteilungen erstellen. So kann unter Berücksichtigung der Skepsis gegenüber den Leitmedien davon ausgegangen werden, dass sich vermehrt Anhänger sowie Sympathisanten der AfD an dem Informationsangebot der Homepage interessieren. Daher kann die Voreinstellung bei einer solchen Analyse nicht ignoriert werden. Während Matthes bisherigen Modellen zur Wirkung von Frames die Vernachlässigung der Voreinstellung von Rezipienten attestiert,38 gibt Hillje einen Erklärungsansatz. “Die Effektivität des politischen Framing besteht darin, dass es an Werte, persönliche Erfahrung aber auch Emotionen andockt und darüber eine ideologische Interpretation von Fakten bewirkt.“39 Diese ideologische Interpretation kann die Wirkung beim Rezipienten durch strategisches Framing verstärken und in einer Festigung der Frames durch Bestätigung bereits bestehenden Einstellung resultieren. Trotz der Konfrontation und Stigmatisierung der Formulierung in den Artikeln der Zeit sowie die Veränderung der Zielgruppe, die außerdem mit einer Wendung der Voreinstellung einhergeht, kann es zu ähnlichen Wirkungen beim Rezipienten kommen. Wehling begründet diesen Effekt wie folgt: “Will man sich gegen abwertende oder diffamierende Angriffe eines Gegners verteidigen, darf man eben nicht dessen Frames aufgreifen, sonst propagiert man in den Köpfen der Zuhörer genau das Bild, das diese Frames zeichnen”40 So aktiviert die Formulierung “Merkels Tote” (Framing durch Kausalattribution) beispielsweise erst den Frame, das Angela Merkel direkte Schuld in der Flüchtlingsthematik zukommen würde. Trotz der vermeintlichen Relativierung der Bedeutung, wird der Grundgedanke der Formulierung in einem Frame weitergetragen. “Kann mit Anführungsstrichen nicht relativiert werden”[41] Ähnliche Wirkungen können durch das Aufgreifen des Marionetten der Siegermächte Frames entstehen. Als Teil des übergeordneten Anti-Establishment Frames aktiviert die Formulierung den Frame einer Diktatur der Siegermächte. Zusammenfassend gilt es zu sagen, dass die angeführten Formulierungen allesamt aus dem strategischen Framing der AfD stammen und somit Grundhaltungen der Partei realisieren. Durch die unterschiedliche Kontextualisierung bzw. Veröffentlichung entstehen allerdings unterschiedliche Wirkungen beim Rezipienten die durch die “Die Neinsager-Falle: Frame Negierung”[42] relativiert werden. Die Diskursverschiebung sowie das starke Ergebnis bei der Bundestagswahl 2017 sind u.a. Folge dieser Entwicklung. Eine alternative Umgangsform für Frames in den Medientexten wird in Kapitel 3.5 beschrieben.

3.4 Der Anti-Establishment Frame

Ein übergeordneter Frame, der zentraler Bedeutung für das Verständnis des kommunikativen Erfolgs der AfD besitzt, ist der Anti-Establishment Frame, der sich in unterschiedlichen Methapern realisiert. Das Phänomen wird als Grundhaltung populistischer Parteien angesehen, “wonach sich Populismus primär durch einen Antagonismus auszeichnet zwischen einem als homogen gedachten reinen Volk und einer dessen politischen Willen entgegenstehenden politischen Elite.[43] Der übergeordnete Frame, der durch die Realisierung in verschiedene Formulierung (Links-Rot-Grün- Versifft[44], Urbane Akademikerklasse[45], Lügenpresse[46] ) realisiert wird impliziert eine übergeordnete Elite, die durch den Aufbau eines Meinungskartell den Diskurs kontrolliert[47]. “Eine wirkungsmächtige Metapher, die in der deutschen Debatte von Rechtspopulisten der AfD und der verwandten Pegida-Protestbewegung wieder aufgegriffen wurde, ist die Beschreibung der Medien als Lügenpresse.”[48] Diese Einstellung findet sich auch in dem oben angeführten Beispiel der Politiker als Marionetten der Siegermächte wieder. Durch die Differenzierung entsteht eine Art Klassenkampf zwischen der Elite, die den Gesellschaftsvertrag aufgekündigt und sich aus verräterischen Motiven vom ursprünglichen Regierungsauftrag bzw. Demokratischen Auftrag der Presse abgewendet hat und dem Volke, das sich nicht mehr länger belügen lasse und sich gegen das Kartell wehre.[49] Die Erkenntnisse decken sich mit der Definition von Dahindens Konjlliktjrame. Das Thema (Flüchtlingsthematik) ist Gegenstand von Interessenkonflikten zwischen unterschiedlichen sozialen Gruppen (Elite vs Volk)[50]

3.5 Reframing / Alternativer Umgang mit Rechtspopulistischem Framing

Mit der Erkenntnis, dass Konfrontation und Aufgreifen der populistischen Formulierung an der Diskursverschiebung mitverantwortlich sind, gab es erste Überlegungen zu einem alternativen Umgang mit Frames von Politikern sowie deren Verwendung in den Medien. Ein möglicher alternativer Umgang mit dem Framing findet bei Hillje (2017) anklang. Er differenziert zwischen der Appeasement Strategie, die laut Hillje gleich mehrere Schritte auf die Rechtspopulisten zumacht und einem liberalen Gegenentwurf, der Framing durch positive Werte wie Toleranz, und Offenheit vorschlägt.[51] Durch die kontinuierliche Verwendung positiver Sprache entstehe eine Wirklichkeit die von Hoffnung, Mitmenschlichkeit und Wertschätzung geprägt sei, so Hillje.[52] Was das positive Framing in Deutschland betrifft, so haben viele Parteien in der Etablierung eigener Frames noch Nachholbedarf. Bezugnehmend auf die Migrationsthematik ist es den Parteien noch nicht gelungen, die Migration beispielsweise als Chance zu framen. Zum Umgang mit Frames in Medientexten schlägt Hillje vor, nicht über jede Provokation der AfD zu berichten, sondern sich zu fragen, welche Äußerungen relevant genug seien.[53]

4 Fazit

Mein Ziel war es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei der Verwendung von Frames anhand von einigen Beispieltexten aufzuzeigen. Eine grundsätzliche Unterscheidung besteht in der unterschiedlichen Publikation, die allerdings ähnliche Wirkungen beim Rezipienten erwirkt. Über den Einfluss der Voreinstellung, sowie dessen Einfluss in die Rezipientenwirkung, wurden einige Hypothesen aufgestellt, die empirischen bestätigt werden können. Matthes gibt in seinem Buch wichtige Ansätze zur Klassifizierung sowie Differenzierung der Frames, die allerdings bisher noch keine Anwendung auf die Kommunikationsstrategien der AfD gefunden hat. Aufgrund der aktuellen Brisanz der Medienberichterstattung im Kontext von rechtspopulistischem Framing, könnte auf der Basis der Framedifferenzierung alternative Umgangsformen entwickelt werden. Bezugnehmend auf die Bundestagswahl 2017 kann davon ausgegangen werden, dass der Umgang mit den rechtspopulistischen Kommunikationsstrategien ein Grund für die Diskursverschiebung war und u.a durch die direkte Übernahme von rechtspopulistischem Framing ein erfolgreiches Abschneiden der AfD erst möglich wurde. Für das Erstarken des Populismus sind besonders gesellschaftliche Entwicklungen anzubringen. Allerdings habe ich in der Arbeit versucht, die strategische Nutzung von Kommunikationsstrategien anhand von Beispielen aufzuzeigen, um mögliche Wirkungen beim Rezipienten aufzuzeigen. Es wird interessant sein zu beobachten, wie sich das Framing durch Kausalattribution (meist im direkten Bezug auf die Bundeskanzlerin Angela Merkel) entwickelt, wenn es zu Änderungen politischer Ämter kommen wird. Aufgrund der Erkenntnisse und der akademischen Relevanz den die Framingforschung erhalten hat, wird der zukünftige mediale Umgang mit der strategischem Framing spannend. Mittlerweile gilt, dass sich dominantes Medienframing auf der Ebene der Gesellschaft und der politischen Struktur als probates Machtinstrument erweisen kann.[54]

So wird Framing im weiteren Verlauf der politischen Analyse von Sprache ein zentraler Faktor bleiben, den es weiter umfassend zu analysieren gilt. Denn, “wer das Framing bestimmt, bestimmt auch die Debatte.”[55]

5 Literaturverzeichnis

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[1] Schwarz, Carolin: “Finger weg vom AfD Framing” (Stand: 09.02.2016) http://www.taz.de/i5359993/ labgerufen 10,04,20191

[2] Eckert, Thomas & Joachim Huber: “Wir gehen Trump immer noch auf den Leim” (Stand: 03.02.2017) https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/sprachforscherin-elisabeth-wehling-wir-gehen-trump- immer-noch-auf-den-leim/19345710.html labgerufen 10.04.2019]

[3] Mast, Maria: “Populistisches Sprechen schürt Angst, grenzt aus und homogenisiert.” (Stand 05.09.2019) https://www.zeit.de/politik/2018-07/rhetorik-populismus-sprache-wissenschaft-erkennen [abgerufen 08.04.2019]

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[5] Schiermeyer, Matthias: Ein Denkzettel für die etablierten Parteien. (Stand: 24.09.2017) https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.analysen-zur-bundestagswahl-ein-denkzEttel-fuer-die- etablierten-parteien.61f2a6f0-5604-49c8-b0be-fa360b56702b.html [abgerufen 13.04.2019]

[6] Ebd.

[7] Gadinger, Frank: Lügenpresse, gesunder Volkskörper, tatkräftiger Macher: Erzählformen des Populismuses. In: Narrative des Populismus Hrsg. Michael Müller & Jorn Precht Springer VS Wiesbaden (2018) S.115

[8] Gadinger, Frank: Lügenpresse, gesunder Volkskörper, tatkräftiger Macher: Erzählformen des Populismuses. In: Narrative des Populismus Hrsg. Michael Müller & Jorn Precht Springer VS Wiesbaden (2018) S.115

[9] Wichmann, Martin: Metaphern im Zuwanderungsdiskurs: Linguistische Analysen zur Metaphorik in der politischen Kommunikation: Peter Lang GmbH: Berlin (2018) S.13

[10] Hillje, Johannes: Propaganda 4.0: Wie Rechte Populisten Politik machen. Dietz Verlag: Bonn (2018) S. 42

[11] Pühringer, Marco: Wie Framing und politisches Denken beeinflusst. (Stand 25.01.2018) https://kontrast.at/framing-politisches-denken-beeinflussung/ [abgerufen 14.04.2019]

[12] Hillje, Johannes: Propaganda 4.0 (2018) S.36

[13] Ebd. S.36

[14] Vgl. Gadinger, Frank: Lügenpresse, gesunder Volkskörper, tatkräftiger Macher: Erzählformen des Populismus (2018) S.121

[15] Ebd. S.122

[16] Dorn, Gerrit: Provokation und Rückzug - So funktioniert die Taktik der AfD (Stand: 30.05.2016) https://www.derwesten.de/politik/provokation-und-rueckzug-so-funktioniert-die-taktik-der-afd- id11870161.html [abgerufen 13.04.2019]

[17] Pühringer, Marco: Wie Framing und politisches Denken beeinflusst. (2018)

[18] Hillje, Johannes: Propaganda 4.0 (2018) S.39

[19] Entmann, Robert M. : Framing: Toward Clarification of a Fractured Paradigm. In: Jounral of Communication 43, H. 4, (1993) S. 52

[20] Matthes, Jörg: Framing-Effekte: Zum Einfluss der Politikberichterstattung auf die Einstellung der Rezipienten. In: Reihe Rezeptionsforschung. Bd. 13: München (2007) S.33

[21] Ebd. S.34

[22] Ebd. S.17

[23] Ebd. S.52

[24] Ebd. S.57

[25] Dahinden, Urs: Framing. Eine integrative Theorie der Massenkommunikation. UVK Konstanz (2006) S.108

[26] Vgl. Matthes, Jörg: Framing-Effekte: (2007) S.91

[27] Ebd. S.98

[28] Vgl. Ebd. S.125

[29] Kittlitz, Alfred, von: Macht die AfD nicht so groß! (Stand 14.10.2018)https://www.zeit.de/2018/42/afd- berichterstattung-journalisten-partei-aufmerksamkeit [abgerufen 05.04.2019]

[30] Geis, Matthias: Alles wird anders. (2017)

[31] Erk, Daniel: Das Ende der Bundesrepublik. (Stand 24.09.2017) https://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-09/afd-bundestagswahl-alexander-gauland-avdan-oezoguz- rassismus-fluechtlinge/seite-2 [abgerufen 14.04.2019]

[32] Dahinden, Urs: Framing (2006) S.108

[33] Hampel, Paul: Deutschland darf nicht länger das Schlaraffenland für Armutsmigranten sein. (Stand: 28.06.2017) https://www.afd.de/paul-hampel-deutschland-darf-nicht-laenger-das-schlaraffenland-fuer- armutsmigranten-sein/ [abgerufen 15.03.2019]

[34] Weidel, Alice: Merkel provoziert die nächste Migrationswelle. (Stand: 26.09.2017) https://www.afd.de/alice-weidel-merkel-provoziert-die-naechste-migrationswelle/ [abgerufen 15.03.2019]

[35] Ebd.

[36] Wehling, Elisabeth: Politisches Framing: wie eine Nation sich ihr Denken einredet - und daraus Politik macht. Köln: Halem (2016) S.21

[37] Hillje, Johannes: Propaganda 4.0 S.39

[38] Matthes, Jörg: Framing-Effekte (2007) S.125

[39] Hillje, Johannes: Propaganda 4.0 (2018) S.37

[40] Wehling, Elisabeth: Politisches Framing: (2016) S.56

[41] Hillje, Johannes: Propaganda 4.0 (2018) S.43

[42] Ebd. S.52

[43] Gadinger, Frank: Lügenpresse, gesunder Volkskörper, tatkräftiger Macher: Erzählformen des Populismus. (2018) S.119

[44] Kamann, Matthias: Die notorische Selbstüberschätzung der AfD (Stand 08.04.2017) https://www.welt.de/debatte/kommentare/article163528436/Die-notorische-Selbstueberschaetzung-der- AfD.html [abgerufen 14.04.2019)

[45] Soboczynski, Adam: Die verhassten Weltbürger. (Stand: 14.11.2018) https://www.zeit.de/2018/47/akademiker-weltbuerger-populismus-feindbild-afd [abgerufen 14.04.2019)

[46] Orde, Sabine Am: Bleibt sachlich! (Stand: 23.05.2017) http://www.taz.de/i5410438/ [abgerufen 04.04.2019)

[47] Gadinger, Frank: Lügenpresse, gesunder Volkskörper, tatkräftiger Macher: Erzählformen des Populismuses (2018) S.130

[48] Ebd. S.130

[49] Vgl. Ebd.. S.131

[50] Vgl.Dahinden, Urs: Framing (2006) S.108

[51] Vgl. Hillje, Johannes: Propaganda 4.0 (2018) S.154

[52] Vgl.Ebd. 154

[53] Vgl. Ebd. S.43

[54] Leonarz, Martina: Gentschnik im Fernsehen. Eine Framing Analyse. UVK: Konstanz (2006) S.119

[55] Hillje, Johannes: Propaganda 4.0 (2018) S. 155

18 von 18 Seiten

Details

Titel
Die Kommunikationsstrategie Framing im Interdiskurs
Untertitel
Verwendung von Frames in der Berichterstattung der Bundestagswahl 2017
Hochschule
Universität Siegen
Veranstaltung
Populismus in öffentlichen Debatten
Note
2,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
18
Katalognummer
V495426
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kommunikationsstrategie, framing, interdiskurs, verwendung, frames, berichterstattung, bundestagswahl
Arbeit zitieren
Christian Neumann (Autor), 2019, Die Kommunikationsstrategie Framing im Interdiskurs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/495426

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