Eine der zentralen Herausforderungen ist: Ob der Klimawandel auf der Basis der Theorien von John Rawls auf globaler Ebene gerecht ist. Diese Frage zielt darauf ab, genauer zu erklären, was globale Gerechtigkeit im Kontext des Klimawandels bedeutet. Dazu wird zunächst ein kurzer Überblick über den aktuellen Forschungsstand in dem Feld der Gerechtigkeitstheorien und des Klimawandels gegeben. Anschließend wird in dem Kapitel der Begriff «Klimawandel» genauer definiert und die wichtigsten politischen Ereignisse dargestellt. Das dient zum einen einer einheitlichen Grundlage und zeigt parallel die historische Entwicklung auf, die als Basis für die spätere Analyse der Gerechtigkeitstheorie auf die Thematik des Klimawandels dient. In der Analyse wird die Frage nach globaler Gerechtigkeit im Klimawandel, im Fokus stehen. Anhand der verschiedenen Klimagipfel werden verschiedene Aspekte des Klimawandels betrachtet und geprüft, ob die Theorie von John Rawls darauf anwendbar ist. Denn ein stabiles und gerechtes Globalklima ist die Voraussetzung für ein friedliches Leben auf der Erde.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. FORSCHUNGSSTAND
3. THEORETISCHER TEIL
3.1 JOHN RAWLS
3.2 KURZE BEGRIFFSDEFINITION
3.3 GESCHICHTLICHE ENTWICKLUNG DER GLOBALEN MAßNAHMEN GEGEN DEN KLIMAWANDEL
4. MAßNAHMEN GEGEN DEN GLOBALEN KLIMAWANDEL
5. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Frage, ob der Klimawandel auf Basis der Gerechtigkeitstheorien von John Rawls auf globaler Ebene als gerecht betrachtet werden kann. Dabei wird analysiert, inwieweit die internationale Staatengemeinschaft bei der Bewältigung des Klimawandels den Prinzipien von Fairness, Chancengleichheit und dem Differenzprinzip entspricht.
- Globale Gerechtigkeit im Kontext des Klimawandels
- Analyse der Gerechtigkeitstheorie nach John Rawls
- Historische Entwicklung und Bewertung internationaler Klimaabkommen
- Verhältnis zwischen Industrieländern und Entwicklungsländern
- Rolle des Gemeinwohls und Kooperationswillen von Nationalstaaten
Auszug aus dem Buch
John Rawls
Die Theorie der Gerechtigkeit von dem US-amerikanischen Philosoph John Rawls hat 1971 eine grundlegende Diskussion über die Frage der Gerechtigkeit in der politischen Philosophie ausgelöst. Bis heute ist seine Theorie bestand vieler Debatten und Diskurse. Seine Gerechtigkeitstheorie ist eine Vertragstheorie, die den allgemeinen Prinzipen für die gerechte Gestaltung der Gesellschaft beschreibt. Dies ist eine Weiterentwicklung des Grundgedankens von John Lockes und Emmanuel Kants Vorstellungen. Nach Rawls hat eine Gesellschaft zwei Grundfunktionen: Die Förderung der Interessenharmonie und die Bewältigung von Konflikten. Um diese Aufgaben zu lösen, bedarf es der Gerechtigkeit. Gerechtigkeit als Fairness ist dabei eine methodische Herleitung des Status der Gerechtigkeitsbestimmung.
John Rawls Gerechtigkeitskonzept wird als egalitärer Liberalismus eingeordnet, da es Freiheit und Gleichheit der Individuen in einer Gesellschaft im Hauptfokus stellt. Das bedeutet, die Gleichheit der Lebensaussichten, und damit um die Herstellung von Chancengleichheit und die Sicherung eines sozialen Minimums durch die Gleichverteilung von Grundgütern.
Rawls definiert zudem uneinschränkbare Grundrechte, zu denen das Recht zu wählen und öffentliche Ämter zu bekleiden, die Rede- und Versammlungsfreiheit, die Gewissens- und Gedankenfreiheit, die persönliche Freiheit, zu der der Schutz vor psychischer Unterdrückung und körperlicher Misshandlung sowie der Schutz vor willkürlicher Festnahme und Haft gehören, sowie das Recht auf Eigentum zählen (Rawls 1975: 82).
Zusammenfassung der Kapitel
EINLEITUNG: Vorstellung der Problemstellung, dass der Klimawandel soziale Ungleichheiten verschärft und die Relevanz der Frage nach globaler Gerechtigkeit auf Basis von John Rawls.
FORSCHUNGSSTAND: Überblick über philosophische Diskussionen zur globalen Gerechtigkeit und die Einordnung wichtiger zeitgenössischer Modelle, inklusive einer Literaturübersicht zum Klimawandel und Menschenrechten.
THEORETISCHER TEIL: Erläuterung der Gerechtigkeitstheorie von John Rawls mit Fokus auf Vertragstheorie, Grundsätze der Fairness sowie Definition des Klimawandels und dessen historische Verhandlungschronik.
MAßNAHMEN GEGEN DEN GLOBALEN KLIMAWANDEL: Analyse der ungleichen Emissionsverteilung zwischen Staaten und Bewertung, inwieweit Klimapolitik und internationale Abkommen den Gerechtigkeitsprinzipien von Rawls folgen.
FAZIT: Zusammenfassende Bewertung, dass eine globale Gerechtigkeit nach Rawls im Klimawandel derzeit nur ansatzweise erkennbar ist, da strukturelle Probleme in der internationalen Kooperation bestehen bleiben.
Schlüsselwörter
Globale Gerechtigkeit, Klimawandel, John Rawls, Theorie der Gerechtigkeit, Fairness, Differenzprinzip, Internationale Abkommen, Kyoto-Protokoll, Pariser Abkommen, Gemeinwohl, Entwicklungsländer, Industrieländer, Treibhausgasemissionen, Generationengerechtigkeit, Politische Philosophie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht die moralische und politische Dimension des Klimawandels durch die Brille der Gerechtigkeitstheorie von John Rawls.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Theorie der sozialen Gerechtigkeit, die internationale Klimapolitik und die ungleiche Verteilung von Lasten und Chancen zwischen Industrie- und Entwicklungsländern.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die zentrale Frage ist, ob der Klimawandel und die darauf reagierenden Maßnahmen auf Basis der Theorien von John Rawls auf globaler Ebene als gerecht eingestuft werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche und philosophische Analyse, die Gerechtigkeitsmodelle auf empirische Daten internationaler Klimaverhandlungen anwendet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Rawls’schen Gerechtigkeitstheorie, eine historische Aufarbeitung der Klimakonferenzen und eine kritische Untersuchung der nationalen Klimaschutzbemühungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind globale Gerechtigkeit, Fairness, Rawls, Klimaschutz, Gemeinwohl und internationale Kooperation.
Wie bewertet die Autorin die Rolle der USA im Pariser Abkommen?
Der Austritt bzw. die Distanzierung der USA unter Donald Trump wird als Abkehr vom Gemeinwohl bewertet, die das globale Kooperationssystem und damit die Gerechtigkeit im Sinne von Rawls untergräbt.
Warum ist das Differenzprinzip von Rawls für den Klimawandel relevant?
Es dient als Maßstab, um zu beurteilen, ob internationale Klimamaßnahmen den am wenigsten Begünstigten – also den vom Klimawandel besonders betroffenen Ländern des globalen Südens – tatsächlich Vorteile bringen.
- Arbeit zitieren
- Zoe Gebhard (Autor:in), 2019, Gibt es eine globale Gerechtigkeit im Klimawandel?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/495980