Deutsch als Fremdsprache. Unterrichtseinheiten in einem Jugendintergrationskurs

Praktikumserfahrung im DaF/DaZ-Unterricht


Praktikumsbericht / -arbeit, 2016
36 Seiten, Note: Sehr Gut

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Sprachzentrum ABC
2.1 Die Zielsetzung des Instituts
2.2 Kursangebote

3. Hospitationsprotokoll am Praktikumsort mit didaktischem Kommentar

4. Unterrichtsentwurf mit didaktischen Kommentaren

5. Fazit und Reflexion

6. Literaturverzeichnis

7. Anhang

1. Einleitung

Im Rahmen meines Masterstudiums in Auslandsgermanistik, Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (DaF/DaZ), absolvierte ich im Zeitraum vom 23.05.2016 bis 23.06.2016 ein Hospitations–und Unterrichtspraktikum in einem Sprachzentrum in Jena.

Als eine erste Voraussetzung des Pflichtpraktikums besuchte ich zuerst das Seminar zur Praktikumsvorbereitung im Wintersemester 2015/2016. Dieses wurde vom 21.10.2015 bis 10.02.2016 durchgeführt. Gleichzeitig nahm ich am Praktikumstag am 08.01.2016 teil, an welchem der Universitätsdozent, der dafür verantwortlich ist, notwendige Informationen zum Praktikum gab.

Obwohl ich fünf Jahre Unterrichtserfahrung als Lehrkraft für Deutsch für Anfänger in Sri Lanka an zwei stattlichen Universitäten gesammelt habe, war die Teilnahme am Praktikum beim DaF/DaZ-Unterricht in Deutschland sehr wichtig für mich. Laut Praktikumsanforderungen des Masters DaF/DaZ sind insgesamt 10 Hospitationseinheiten sowie Unterrichtseinheiten erforderlich. Daher entschied ich mich, bevor ich mich bei anderen Sprachinstituten bewarb, zuerst einige Hospitationsstunden am Sprachzentrum in Jena zu absolvieren, um das DaF/DaZ-Unterrichtsprogramm zu verstehen und somit die nachfolgenden Hospitationseinheiten besser einordnen und in den Kontext stellen zu können. Am Sprachzentrum war es möglich für mich, über das Hospitieren erste Erfahrung in verschiedenen Sprachniveaus zu sammeln.

2. Das Sprachzentrum

Das Sprachzentrum, wird vom Hauptsitz GmbH Jena kontrolliert. Dieser ist ein in der Stadt und der Region seit 22 Jahren etablierter Bildungs- und Arbeitsmarktdienstleister (auch anerkannter Träger der freien Jugendhilfe) mit derzeit ca. 90 MitarbeiterInnen. Das Spektrum reicht traditionell vom geförderten Bereich der Berufsorientierung über die vorberufliche Bildung, die überbetriebliche Aus- und Weiterbildung bis hin zu Umschulungsangeboten.

Das Sprachzentrum ist auch vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge als Integrationskursträger anerkannt. Das Institut bietet Integrationskurse im Sinne der Integrationskursverordnung an. Mein wesentliches Interesse für das Praktikum in dem Sprachzentrum wurde durch die offizielle Webseite des Instituts über die Praktika für die Bachelor- und Master Studierenden geweckt. Nachdem ich telefonisch Kontakt mit dem Zentrum aufgenommen und mit der Ansprechpartnerin über die Notwendigkeit meines Praktikums gesprochen habe, habe ich mich um eine Stelle Praktikantin Jena beworben. Bei einem zweiten Gespräch wurde mir meine Betreuerin vorgestellt und der Zeitplan meines Praktikums besprochen. Am 23. Mai 2016 erhielt ich meine erste Hospitationserfahrung im Jugendintegrationskurs und unterschrieb meinen Praktikumsvertrag.

2.1 Die Zielsetzung des Instituts

Das Angebot von Integrationskursen spielt eine sehr wichtige Rolle für ausländische Mitbürger, die in Deutschland leben und Deutsch lernen möchten. Nur so kann man eine Arbeit finden, benötigte Anträge ausfüllen, miteinander kommunizieren oder neue Menschen kennen lernen. Dazu gehört natürlich auch, Kenntnisse über das Land zu haben, in welchem man lebt. So ist ein allgemeines Wissen über die Geschichte, Kultur, aber auch die Rechtsordnung wichtig. Diese Informationen und noch viele mehr werden in den Integrationskursen vermittelt. Somit hat sich das Sprachzentrum das Hauptziel gesetzt, junge und erwachsene Migrantinnen und Migranten gesellschaftlich zu integrieren.

Da die Integrationskurse von speziell dafür ausgebildeten und vom Bundesamt zugelassenen Lehrkräften durchgeführt werden, wird meiner Meinung nach das Ziel der Zusammenarbeit erfolgreich erreicht.

2.2 Kursangebote

Um auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen einzugehen, bietet das Institut verschiedene Kursarten vom Sprachniveau A1 bis C1 an. Durch mein Praktikum konnte ich durch Beobachtungen und dadurch, dass ich selbst Unterricht erteilen dürfte, Einblicke in verschiedene Kursangebote, wie Jugendintegrationskurse, Erwachsenenintegrationskurse und Alphakurse mit dem Schwerpunkt „Integration“ bekommen. Die Teilnehmer werden je nach Einstufung in den Kursverlauf und die damit verbundenen Unterrichtseinheiten integriert.

Die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) allgemeinen Integrationskurse sind für die Teilnehmenden ab 17 Jahren mit 660 Unterrichtseinheiten (UE) (1 UE = 45 Minuten), die in 600 Stunden Sprachunterricht und 60 Stunden Orientierungskurs gegliedert sind, vom Sprachniveau A1 bis B1 angegeben.

In den Jugendintegrationskursen werden zudem Themen behandelt, die speziell für junge Menschen interessant sind. Mit einer Praktikumsphase können die Teilnehmenden die Bildungseinrichtungen und Arbeitsstellen direkt kennenlernen. Dafür werden 960 Unterrichtsstunden, also 900 Stunden Sprachunterricht mit Praktikumsphase und 60 Stunden Orientierungskurs, vom Sprachniveau A1 bis B1 benötigt. Nicht mehr schulpflichtige Jugendliche und junge Erwachsene können bis zum Alter von 27 Jahren an einem Integrationskurs für junge Erwachsene teilnehmen, um die deutsche Sprache zu lernen.

Der Intensivkurs, der ebenfalls vom BAMF gefördert wird, ist speziell für die Teilnehmenden ab 17 Jahren, die in kurzer Zeit Deutsch lernen wollen. Für den Abschluss des Kurses müssen insgesamt 430 Unterrichtsstunden, also 400 Stunden Sprachunterricht und 30 Stunden Orientierungskurs, besucht werden.

Für Menschen ab 17 Jahren, die lesen und schreiben lernen möchten oder diejenigen, die zwar lesen und schreiben können, aber nicht in lateinischer Schrift, wird der Alphabetisierungskurs mit 960 Unterrichtsstunden, 900 Stunden Sprachunterricht und 60 Stunden Orientierungskurs, vom Sprachniveau A1 bis B1 angeboten.

In einem Frauenkurs gibt es für Frauen ab 17 Jahren die Möglichkeit, Informationen zu besonderen Themen, wie z.B. Kindererziehung, zu erhalten. Dabei lernen sie auch die Schulen oder Kindergärten ihrer Kinder kennen und erhalten einen Einblick in spezielle Beratungsangebote. Dieser Kurs wird von einer Frau geleitet und beinhaltet insgesamt 960 Unterrichtsstunden vom Sprachniveau A1 bis B1.

Der Elternkurs mit 960 Unterrichtsstunden, 900 Stunden Sprachunterricht und 60 Stunden Orientierungskurs, ist besonders für die Frauen und Männer (ab 17 Jahren) von Interesse, die ebenfalls während des Kurses die Kindergärten und Schulen ihrer Kinder kennenlernen wollen. Dabei helfen Kursleiter oder Kursleiterin den Eltern dabei, Kontakt zu den Erziehern oder Lehrkräften aufzubauen und kompetente Entscheidungen für ihr Kind zu treffen.

Die Teilnehmenden, die berufstätig sind und auf das Arbeitsleben bezogene Deutschkenntnisse benötigen, können im berufsbezogenen Kurs die deutsche Sprache in verschiedenen Bereichen, wie Kaufmännisches, Medizin, Pflege, Technik oder Soziales, erlernen. Das Sprachniveau und die Unterrichtszeiten werden nach den individuellen Bedürfnissen vereinbart.

Der studienvorbereitende Kurs vom Sprachniveau B1 bis C1 ist gezielt für die Teilnehmenden, die ein Studium beabsichtigen.

Wenn die KursteilnehmerInnen die Abschlussprüfung bestehen, erhalten sie das "Zertifikat Integrationskurs". Das ist eine international anerkannte Sprachprüfung. Sie hilft ihnen zum Beispiel bei der Arbeitssuche und ist nützlich, wenn sie eine Niederlassungserlaubnis haben möchten.

Dank der verschiedenen Kursangebote war es mir möglich, im Laufe der Praktikumszeit in verschiedenen Bereichen Hospitationserfahrungen zu sammeln. So konnte ich auch als Beobachterin an der mündlichen Modulprüfung „telc Start Deutsch 1“ teilnehmen und so die besonderen Richtlinien zur Durchführung einer solchen Prüfung erfahren.

In dem Bereich DaF/DaZ des Sprachzentrums sind insgesamt 10 Lehrkräfte unterschiedlicher Herkunft (u.a. kommen sie aus Syrien, Eritrea oder Indien) angestellt, die verschiedenen Kursarten durchführen.

Aber es gibt weder im Integration-, noch im Alphabetisierungskurs ein allgemein gültiges Lehrwerk wie Netzwerk oder Menschen, das von der jeweiligen Lehrkraft zur eigenen Zielsetzung ausgewählt wird. Um den Wortschatz und die Grammatik besser zu üben, werden Unterrichtsmaterialien aus verschiedenen Büchern, wie Deutsch als Fremdsprache Langenscheidt Grammatiktraining und Bilderbücher wie Langenscheidt (Wie heißt das?), ausgeteilt.

In den Kursräumen sind verschiedene Sitzordnungen zu erkennen. So gibt es in den Erwachsenenkursen sowie im Alphabetisierungskurs eine frontale Sitzordnung, im Jugendintegrationskurs dagegen stehen die Bänke in Hufeisenform (u-förmig). Diese ist sehr gut für den Sprachkursunterricht geeignet. Die Räume sind mit Whiteboard, Laptop, Beamer und Kassettenrecorder ausgestattet, müssen aber vorab für die Kurse reserviert werden. An den Wänden hängen viele Plakate und Arbeitsblätter, die von den Lernenden erstellt wurden. Im Gegensatz dazu steht für die Erwachsenenkurse sowie Alphabetisierungskurse keine ausreichende Lernausstattung zur Verfügung, da die Räume sehr klein sind. Aber bei allen Kursen spielt die ruhige Atmosphäre eine wichtige Rolle, die den Teilnehmenden die volle Konzentration auf den Unterricht ermöglicht.

3. Hospitationsprotokoll am Praktikumsort mit didaktischem Kommentar

Zu Beginn des Praktikums sollten meine Erwartungen und Ziele in schriftlicher Form festgehalten werden. Diese Zielvereinbarung dient zur Bewusstmachung und Selbstreflexion des geplanten Praktikums. Sie wird von der Hospitierenden und der Praktikumsbetreuerin der Institution auf dem Zielvereinbarungsbogen dokumentiert und unterschrieben. (Siehe Anhang 1.)

Während meines Praktikums habe ich dafür das Praktikumsportfolio, das vom Team Sprachkurse des Sprachzentrums entwickelt worden ist und allen Hospitierenden eine ausreichende Orientierung für die Beobachtung und Selbsterteilung des Unterrichts in verschiedenen Kursarten mit dem Schwerpunkt „Integration“ geben soll, erhalten. Am ersten Hospitationstag wurde mir eine detaillierte Unterrichtsplanung von der Lehrperson ausgehändigt. Damit sollte ich gezielt beobachten, wie der Unterricht nach dem vorgelegten Plan aufgebaut und durchgeführt wird, ob Abweichungen auftreten und wenn ja, - warum. Der erste Hospitationstag diente dazu, sich über den Unterricht Gedanken zu machen und das Unterrichtsgeschehen aus der beobachtenden Perspektive bewusst wahrzunehmen und zu reflektieren.

Am zweiten Hospitationstag habe ich von der Betreuerin eine leere variable Tabelle zur Unterrichtsplanung erhalten, in welcher ich die Phasen, die Aktivitäten, die Sozialformen, meine Reflexion sowie Ziele und Inhalte des Unterrichts eintragen sollte. Eine solche Tabelle sollte ich im Anschluss nicht nur in meinen Hospitationseinheiten im Alpha- und Erwachsenenkurs einsetzen, sondern auch bei meinen selbst erteilten Unterrichtseinheiten verwenden.

Ab dem dritten Tag bzw. den darauffolgenden Hospitationstagen habe ich die Unterrichtsbeobachtung nach den Kriterien aus dem Katalog zu Beobachtungsschwerpunkten und den in der Zielvereinbarung definierten Zielen durchgeführt. Dieser Bogen diente dazu, die Beobachtungsschwerpunkte/ Beobachtungsziele für den jeweiligen Unterrichtstag festzulegen und sie zu evaluieren. D.h. dieser Bogen wird jedesmal eingesetzt, wenn der/die Hospitierende den Unterricht nach bestimmten Schwerpunkten beobachtet. Nach diesem Schema habe ich auch die Unterrichtsmethoden im Jugendintegrationskurs A1.2, der von der Lehrkraft durchgeführt wurde, protokolliert. (Siehe Anhang 2.)

Das hinzugefügte Hospitationsprotokoll (Siehe Anhang Nr. 3), das im Jugendintegrationskurs A1.2 mit 11 Kursteilnehmern im Alter zwischen 17- 27 Jahren angefertigt wurde, zeigt, wie die ausgewählten wissenschaftlichen Beobachtungsschwerpunkte Sozialformen, Kommunikation und Interaktion in 4 Unterrichtseinheiten genauer beobachtet wurden. Laut Lektion 10 des Lehrwerks Netzwerk A1.2 wurde den Kursteilnehmenden das Thema Kleidung und Mode mit einer interaktiven Einführung der Lehrkraft vorgestellt. Dadurch wurde bei allen das Interesse auf dieses Thema geweckt. In dieser Einstiegsphase konnte man erkennen, wie gut die Lehrkraft die eigenen kreativen Gedanken in den DaF Unterricht didaktisch und methodisch eingebracht hat. Zur Erweiterung des Wortschatzes wurde eine spielerische Aufgabe formuliert, bei welche alle Kursteilnehmer zum Sprechen animiert wurden.

Was ich als nächstes bemerkt habe, war die aktive Kommunikation zwischen den Kursteilnehmern, obwohl sie zur heterogeneren Gruppe gehörten. Sie haben bei allen Aufgaben gut mitgespielt und mitgewirkt. Die Lehrkraft stand jederzeit zur Verfügung, um Arbeitsanweisungen zu wiederholen. Nicht nur bei der Mitarbeit, auch beim Üben der Grammatik und den Wiederholungen waren die Teilnehmenden sehr motiviert. Betrachtete man die Schreibfähigkeit, so konnte festgestellt werden, dass noch viele Rechtschreibfehler gemacht wurden, im Gegensatz dazu war die produktive Sprechfertigkeit besser entwickelt.

4. Unterrichtsentwurf mit didaktischen Kommentaren

Der vorliegende Unterrichtsentwurf (Siehe Anhang 4) wurde von mir für den Jungendintegrationskurs des Sprachniveaus A1.2 ausgearbeitet. Bei der Themenauswahl war mir wichtig, das Interesse für das Thema Urlaub aus der Lektion 12 des Lehrwerks Netzwerk zu wecken und interaktiv einzuführen. Dazu musste ich die Lernziele des Unterrichts, z.B. verschiedene Urlaubspläne verstehen, Urlaubsziele und Urlaubsaktivitäten erkennen, einen Koffer packen und notwendige Dinge dafür besorgen, formulieren. Daraus ergaben sich zwei Schwerpunkte, um den thematischen Teil und den grammatisch wiederholenden Teil miteinander zu verbinden.

Durch den Unterrichtseinstieg mit der allgemeinen Fragestellung zum Thema Urlaub wurde die Motivation der Teilnehmenden geweckt. Danach kam die Phase mit der Gruppenbildung an die Reihe. Durch ausgeteilte Kärtchen mit unterschiedlichen Urlaubzielen wurden die Teilnehmenden in vier Gruppen eingeteilt. Zum besseren Verständnis der Arbeitsanweisungen wurden Beispielsätze von der Lehrkraft formuliert.

Am Ende der Gruppenarbeit wurden vier große Plakate mit den Titeln Badeurlaub, Campingurlaub, Skiurlaub und Stadturlaub an die Wand gehängt. Sie stellten unterschiedliche Aktivitäten mit dem dazu passenden Wortschatz dar. Während der Gruppenarbeit konnte ich selbst beobachten, dass sich die meisten Lernenden mit der Wortschatzsuche, der Einordnung der wichtigsten Wörter und dem Weglassen unpassender Vokabeln sowie der Plakaterstellung viel Mühe gegeben haben. Um den Unterricht interaktiv zu gestalten, sollte eine Person jeder Gruppe das eigene Plakat im Plenum präsentieren. Die anderen sollten gleichzeitig intensiv beobachten und erkennen, welcher neue Wortschatz bei den verschiedenen Urlaubszielen vorkam. Während dieser Phase wurden vorher erlernte grammatische Teile, wie Modalverben und trennbare Verben, wiederholt und vertieft. Aufgrund des unterschiedlichen Niveaus innerhalb der Gruppe wurden einige ausgewählte Beispiele zu der Grammatik auf das Whiteboard geschrieben und erneut erklärt.

In der vierten Phase sollten sich die Teilnehmenden mit Hilfe des neu erlernten Wortschatzes mit den Aufgaben des Kursbuches beschäftigen und in Einzelarbeit den Lückentext füllen. Mögliche Lösungen wurden im Anschluss von der Lehrkraft im Plenum korrigiert. Zur Vertiefung der Vokabeln sollten einige Aufgaben im Arbeitsbuch als Hausaufgabe gemacht werden.

5. Fazit und Reflexion

Nach dem Abschließen der variablen Moduleinheiten des Studiums habe ich innerhalb von drei Semestern die theoretisch-didaktischen Grundlagen erlernt. Die Theorie und das erworbene Wissen, besonders aus dem Praxismodul K06, konnte ich während meines Praktikums sehr gut anwenden. Diese Erfahrung hilft mit dabei, mich wieder in mein Berufsleben als Dozentin in Sri Lanka einzuleben, denn ich studiere dieses Master Studium während meines Fortbildungsurlaubs von meiner Arbeitsstelle. Während meines Praktikums habe ich das Pflichtmodul (K06) des Studiums „Deutsch als Fremd- und Zweitsprache“ absolviert und am Ende auch meine Erwartungen und Ziele realisiert.

Durch die Zusammenarbeit mit meiner freundlichen Betreuerin und der spezifischen Zielgruppe, nämlich die der jungen Migranten, hatte ich die Gelegenheit, in verschiedenen Kursen viele interessante Erlebnisse beim Deutsch-Unterrichten und Hospitieren zu sammeln. Damit konnte ich in jeder Einheit neue Erkenntnisse bekommen. Mein wesentliches Interesse am Unterrichten wurde durch die regelmäßige positive Rückmeldung der Betreuerin und KursteilnehmerInnen verdoppelt. Die erste Unterrichtserfahrung bei den Analphabeten hat mir zudem gezeigt, dass die Automatisierung bei der Entwicklung der produktiven Fertigkeiten beim Alphakurs eine bedeutende Rolle spielt. Aufgrund der sprachlichen Heterogenität und Binnendifferenzierung sollte ich mich an das optimale Unterrichtstempo anpassen, da nicht alle Teilnehmenden die Ziele des Unterrichts gleichzeitig erlangen können. Daher habe ich vor dem Start meines Praktikums viel Zeit investiert, um mir dies bewusst zu machen und den Unterricht didaktisch sinnvoll vorzubereiten. Damit konnten zwar nicht alle, aber einige der geplanten Lernziele innerhalb des Unterrichts erreicht werden.

Obwohl ich keine modernen mediendidaktischen Unterrichtseinheiten verwendet habe, zum Beispiel Learningsapps von Smart Phons oder Tablets, aufgrund des Zeitdrucks und meiner Lernziele des Lehrwerks durchzuführen, waren alle Unterrichtseinheiten trotzdem sehr gelungen. Mit den unterschiedlichen Arbeitsformen und selbst erstellten extra Arbeitsmaterialien zusätzlich zum Lehrwerk war ein guter und abwechslungsreich strukturierter Unterricht möglich. Zusammenfassen kann man sagen, dass ich durch die praxisbezogene Teilnahme am Unterricht sehr viel gelernt habe und ist das Institut als empfehlenswerte Praktikumstelle für DaF/DaZ Bereich zu erkennen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten

Details

Titel
Deutsch als Fremdsprache. Unterrichtseinheiten in einem Jugendintergrationskurs
Untertitel
Praktikumserfahrung im DaF/DaZ-Unterricht
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Veranstaltung
Master DaF/DaZ
Note
Sehr Gut
Autor
Jahr
2016
Seiten
36
Katalognummer
V496016
ISBN (eBook)
9783346011169
Sprache
Deutsch
Schlagworte
deutsch, fremdsprache, unterrichtseinheiten, jugendintergrationskurs, praktikumserfahrung, daf/daz-unterricht
Arbeit zitieren
Yoganjana S. Menike (Autor), 2016, Deutsch als Fremdsprache. Unterrichtseinheiten in einem Jugendintergrationskurs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496016

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