Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History

Die Verhandlung des Erbsünden-Dekrets auf dem Konzil von Trient

Aufbau, Inhalt und Canones des Erbsünden-Dekrets

Title: Die Verhandlung des Erbsünden-Dekrets auf dem Konzil von Trient

Term Paper , 2018 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Ann-Christin Bossuyt (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Arbeit setzt sich mit dem Konzil von Trient auseinander, explizit mit dem Erbsünden-Dekret, das auf dem Konzil verhandelt wurde.

Zu Beginn werden die Aufgaben und Ziele des Konzils benannt, danach wird der Weg zum Konzil beschrieben. Anschließend werden die einzelnen Phasen des Konzils als auch das Erbsünden-Dekret behandelt. Hierfür konzentriert sich der Autor auf die Darstellung der Dekrete und auf die Merkmale, die die jeweiligen Phasen voneinander unterscheiden und entscheidend für den weiteren Verlauf des Konzils waren. Anschließend folgt die Analyse des Erbsünden-Dekrets, das zu starken Kontroversen zwischen Katholiken und Protestanten führte. Es wird auf den Aufbau und Inhalt des Dekrets sowie auf die einzelnen Canones eingegangen. Anknüpfend daran werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der katholischen und reformatorischen Lehre in Bezug auf das Erbsünden-Dekret herausgearbeitet.

Als die Reformation sich immer weiter ausbreitet, muss die katholische Kirche agieren. Einerseits um auf die Vorwürfe lutherischer Seite zu reagieren, andrerseits um sich von der reformatorischen Lehre abzugrenzen, um sich ein eigenes Glaubensgut zu schaffen. Dazu wird das Konzil von Trient einberufen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Konzil von Trient

2.1 Der Weg zum Konzil

2.2 Die Phasen des Konzils

2.2.1 Erste Konzilsphase (1545-1547)

2.2.2 Zweite Konzilsphase (1547-1561)

2.2.3 Dritte Konzilsphase (1562-1563)

3 Das Erbsündendekret

3.1 Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen katholischer und evangelischer Auffassung der Erbsünde

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Konzil von Trient mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem Erbsündendekret. Dabei wird analysiert, wie die katholische Kirche durch die Definition ihrer Lehre eine klare Abgrenzung zur reformatorischen Auffassung vornahm und welche Rolle das Konzil bei der innerkirchlichen Erneuerung spielte.

  • Historischer Kontext und Einberufung des Konzils von Trient
  • Die drei Phasen des Konzils und deren politisch-kirchliche Rahmenbedingungen
  • Analyse des Erbsündendekrets und seiner theologischen Canones
  • Vergleich der Konzeption von Erbsünde und Konkupiszenz in katholischer und reformatorischer Lehre
  • Die Auswirkungen des Konzils auf die kirchliche Einheit und Lehre

Auszug aus dem Buch

3 Das Erbsündendekret

Entscheidende Unterschiede zwischen der katholischen und der reformatorischen Seite bestehen in der Lehre über die Erbsünde und über die Rechtfertigung. Somit beschließen die Legaten diese beiden Dekrete an den Anfang des Konzils zu stellen. Im Zeitraum von April bis Juni 1546 diskutieren die Konzilsteilnehmer über das Erbsündendekret, indem sie sich über dessen Ursprung, Verbreitung sowie dessen Nachlass und Wirkung beraten. Dafür greifen sie auf Beschlüsse aus bereits vorherigen Konzilien zurück, setzen sich mit diesen auseinander und ergänzen sie in Abgrenzung an die Reformation. Besonders die unterschiedlichen Position zu Nachlass und der Wirkung der Erbsünde führen zu starken Kontroversen zwischen Reformatoren und Katholiken. Innerhalb der Debatte um die Erbsünde entstehen zwei aufeinander aufbauende Entwürfe. Der zweite Entwurf, der eine Fortführung des ersten ist, wird schließlich fast gleichstimmig beschlossen.

Das Erbsündendekret setzt sich aus einem Prooemium und sechs Canones zusammen. Wobei der sechste Canon von der Unbefleckten Empfängnis Mariens ausgelassen wird, da die Synode von Trient dies nicht im Rahmen um die Debatte des Erbsündendekrets behandeln wollte. Thematisch handelt es von der Ursünde und ihrer Heilung. Die fünf Canones bauen aufeinander auf. Der erste handelt von der Sünde Adams im Paradies und ihrer Auswirkung. Im zweiten Canon geht es um ihre Folge in Bezug auf die Nachkommenschaft Adams. Der dritte Canon beschreibt, wie die Ursünde weitergegeben wird und ihre Heilung. Im vierten Canon wird die Notwendigkeit der Kindestaufe erläutert. Der fünfte Canon legt die Wirkung der Taufe in Bezug auf die verbleibende Konkupiszenz aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Ausgangslage der Reformation und die Notwendigkeit der Einberufung des Konzils von Trient ein, um die katholische Lehre abzugrenzen und zu erneuern.

2 Das Konzil von Trient: Das Kapitel beschreibt den langwierigen und von politischen Interessen geprägten Weg zur Einberufung des Konzils sowie die drei zentralen Konzilsphasen zwischen 1545 und 1563.

3 Das Erbsündendekret: Dieser Abschnitt analysiert das Erbsündendekret, seine Entstehung aus sechs Canones sowie die zentralen Unterschiede zur reformatorischen Auffassung, insbesondere in Bezug auf die Konkupiszenz.

4 Fazit: Das Fazit zieht eine Bilanz des Konzils, welches zwar die Kirchenspaltung nicht verhindern konnte, jedoch maßgeblich zur Festigung und Profilierung der katholischen Lehre beitrug.

Schlüsselwörter

Konzil von Trient, Erbsünde, Reformation, katholische Kirche, Konkupiszenz, Canones, Sola Scriptura, Konfessionsspaltung, Rechtfertigung, Trient, Dogmatik, Kirchenerneuerung, Taufe, Konzil, Theologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und den Beschlüssen des Konzils von Trient als Antwort der katholischen Kirche auf die Herausforderungen der Reformation.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die historischen Phasen des Konzils, das spezifische Erbsündendekret sowie der theologische Vergleich zwischen katholischer und reformatorischer Glaubensauffassung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Untersuchung?

Die Arbeit untersucht, wie das Konzil durch die Definition des Erbsündendekrets seine Lehre profilierte und inwiefern dies zur Abgrenzung vom Protestantismus beitrug.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf Fachliteratur sowie zeitgenössischen Konzilbeschlüssen und theologischen Dekreten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der drei Konzilsphasen und eine detaillierte exegetische Analyse der Canones zum Erbsündendekret.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Konzil von Trient, Erbsünde, Konkupiszenz, Reformatorische Lehre und Konfessionsbildung.

Warum war das Thema der Konkupiszenz für das Konzil so bedeutsam?

Die Konkupiszenz war ein zentraler Streitpunkt: Während die Reformatoren sie als Sünde betrachteten, definierte das Konzil sie lediglich als Neigung zum Bösen, die durch die Taufe nicht als Sünde im eigentlichen Sinne gilt.

Welche Rolle spielte die Konzilverlegung nach Bologna?

Die Verlegung unter Papst Julius III. markierte einen politischen Wendepunkt, der den Einfluss des Kaisers schwächte und die kirchliche Souveränität über die Konzilsagenda sicherte.

Wie ist ein Canon des Erbsündendekrets aufgebaut?

Jeder Canon beginnt mit der konditionalen Formel "si quis" (wenn jemand) und endet mit der bekräftigenden Aussage "anathema sit" (der sei verflucht), ergänzt durch Begründungen aus der Heiligen Schrift.

Excerpt out of 14 pages  - scroll top

Details

Title
Die Verhandlung des Erbsünden-Dekrets auf dem Konzil von Trient
Subtitle
Aufbau, Inhalt und Canones des Erbsünden-Dekrets
College
University of Siegen
Grade
2,0
Author
Ann-Christin Bossuyt (Author)
Publication Year
2018
Pages
14
Catalog Number
V496126
ISBN (eBook)
9783346011541
ISBN (Book)
9783346011558
Language
German
Tags
Konzil von Trient Erbsünde
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ann-Christin Bossuyt (Author), 2018, Die Verhandlung des Erbsünden-Dekrets auf dem Konzil von Trient, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496126
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  14  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint