Die folgende Arbeit befasst sich mit der Frage, wie eine erfolgreiche Sprach- und Leseförderung für Schüler einer 7. Klasse einer Hauptschule gelingen kann.
„Sprache ist von zentraler Bedeutung für das menschliche Leben. Erst seine Sprache macht den Menschen zu dem, der er ist.“ (Ulrich 2010, S.VII). Die Fähigkeit, Schriftsprache zu verstehen und zu nutzen, stellt einen zentralen Aspekt der Sprache dar. Sie gilt als wesentlicher Teil der Allgemeinbildung und ist Grundvoraussetzung für den Erwerb von Bildung. Ziel des Deutschunterrichts muss es demnach sein, SchülerInnen in den verschiedenen Aspekten der Schriftsprache auszubilden. Die Bildungsstandards für das Fach Deutsch an der Hauptschule formulieren dafür die zwei Kompetenzbereiche Schreiben und Lesen-mit Medien und Texten umgehen. Im Bereich Lesen wird der Erwerb der Lesefertigkeiten betont, wozu auch das flüssige Lesen gehört. Ziel des Unterrichtsvorhabens soll es deshalb sein, die Leseflüssigkeit der SchülerInnen zu fördern.
Das Praxissemester wurde an einer 7. Klasse einer Förderschule mit den Schwerpunkten Lernen sowie sozial-emotionale Entwicklung absolviert. Aufgrund der spezifischen Voraussetzungen der Schulklasse sollte die Lesefähigkeit auf niedrigem Niveau gefördert werden. Die Lerneinheit II der Vorbereitungsveranstaltung für das Praxissemester im Fach Deutsch beschreibt die Bedeutung der Leseflüssigkeit und betont, dass sie die Grundlage des verstehenden Lesens darstellt. Ziel des Unterrichtsvorhabens soll es deshalb sein, die Methode "Lesetandem" in den Unterrichtsalltag zu implementieren, um eine Voraussetzung für die Förderung der Leseflüssigkeit in allen Fächern zu schaffen. Dafür sollen die SchülerInnen die Methode im Deutschunterricht kennenlernen und ausprobieren. Im Zuge der Reihe soll die Kooperationsfähigkeit der SchülerInnen gefördert werden, da dies ein elementares Förderziel im Bereich Lernen sowie sozial-emotionale Entwicklung darstellt .
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Unterrichtsentwurf
- 2.1 Personelle und institutionelle Voraussetzungen
- 2.2 Kompetenzangaben
- 2.3 Sachanalyse
- 2.4 Didaktische Analyse
- 2.5 Verlaufsplanung
- 3. Reflexion
- 4. Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Ziel des Unterrichtsvorhabens ist die Förderung der Leseflüssigkeit der SchülerInnen in einer 7. Klasse einer Förderschule. Die Unterrichtsreihe soll die Methode „Lesetandem“ nach Rosebrock et al. (2011) in den Unterrichtsalltag implementieren und damit eine Voraussetzung für die Förderung der Leseflüssigkeit in allen Fächern schaffen.
- Einführung der Methode „Lesetandem“
- Förderung der Leseflüssigkeit bei SchülerInnen mit besonderen Bedürfnissen
- Steigerung der Motivation und Freude am Lesen
- Entwicklung der Kooperationsfähigkeit der SchülerInnen
- Anpassung der Methode an die spezifischen Bedürfnisse der Klasse
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung
Die Einleitung stellt die Bedeutung der Lesefähigkeit für die Bildung und die allgemeine Entwicklung von Kindern heraus. Sie beschreibt die Situation an der Aloysius Schule, einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen sowie sozial-emotionale Entwicklung. Die Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse haben unterschiedliche Lernvoraussetzungen und einige zeigen Defizite in der Lesekompetenz. Die besondere Situation der Schule und der SchülerInnen wird im Kontext der sozialen Bedingungen des Stadtteils Seeheim beleuchtet. Die Einleitung argumentiert, dass die Förderung der Leseflüssigkeit durch die Methode „Lesetandem“ eine wichtige Maßnahme zur Verbesserung der Bildungsgerechtigkeit darstellt.
2. Unterrichtsentwurf
Das Kapitel „Unterrichtsentwurf“ beschreibt die personellen und institutionellen Voraussetzungen des Unterrichtsvorhabens. Es werden die Kompetenzangaben des Lehrplans erläutert und die Sachanalyse sowie die didaktische Analyse der Unterrichtsreihe „Wir lernen das Lesetandem kennen“ dargestellt. Abschließend wird ein Stundenentwurf zur Einführung des Lesetandems präsentiert.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselwörter des Textes sind Leseflüssigkeit, Lesetandem, Förderschule, Lernen, sozial-emotionale Entwicklung, Unterrichtsgestaltung, Unterrichtsvorhaben, Kompetenzerwerb.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Methode "Lesetandem"?
Beim Lesetandem lesen zwei Schüler (ein lesestärkerer "Tutor" und ein leseschwächerer "Sportler") gemeinsam laut einen Text, um die Leseflüssigkeit und Sicherheit zu trainieren.
Warum ist Leseflüssigkeit so wichtig?
Sie ist die Grundlage für das verstehende Lesen. Nur wer flüssig liest, hat genügend kognitive Ressourcen frei, um den Inhalt des Textes zu erfassen.
Wie wird Leseförderung an Förderschulen umgesetzt?
An Förderschulen (z.B. mit Schwerpunkt Lernen) muss die Förderung auf niedrigem Niveau ansetzen, hochmotivierend sein und oft soziale Aspekte wie Kooperationsfähigkeit einbeziehen.
Welche Rolle spielt die Motivation beim Lesenlernen?
Besonders Schüler mit Defiziten benötigen Erfolgserlebnisse. Methoden wie das Lesetandem steigern die Freude am Lesen durch soziale Interaktion und sichtbare Fortschritte.
Kann das Lesetandem in allen Fächern genutzt werden?
Ja, das Ziel der vorgestellten Unterrichtseinheit ist es, die Methode so zu etablieren, dass sie als fächerübergreifendes Werkzeug zur Informationsentnahme genutzt werden kann.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2019, Erfolgreiche Sprach- und Leseförderung in der Hauptschule. Ein Unterrichtsentwurf, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496157