Die Jugend Japans liebt und lebt einen westlichen Lebensstil mit Computern, Smartphones und mp3-Playern. Besonders beliebt bei Jugendlichen sind sogenannte Manga. Dabei handelt es sich um die japanische Variante von Comics. Wie auch in anderen Teilen der Welt gibt es Manga für alle Geschlechter und Altersstufen. Diese japanischen Comics sollen auch das Thema dieser Hausarbeit stellen. Inwieweit wird durch den Einfluss des in Shojo Manga vermittelten Frauenbildes die Wahrnehmung des eigenen Geschlechts junger Mädchen in Deutschland beeinflusst?
Ich möchte im Verlauf dieser Arbeit sowohl versuchen den Begriff der interkulturellen Kommunikation zu erklären, als auch die Frauenbilder innerhalb der japanischen und der deutschen Kultur darzustellen und zu vergleichen. Im Anschluss daran soll die Geschichte der Shojo-Manga näher erläutert und das vermittelte Frauenbild des Shojo-Manga „Tokyo Mew Mew“ analysiert werden. Daraus ergibt sich als letzter Punkt die Analyse möglicher Einflüsse des vermittelten Frauenbildes auf junge Mädchen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition „Interkulturelle Kommunikation“
3. Frauenbilder
3.1. Das Frauenbild innerhalb der japanischen Kultur
3.2. Das Frauenbild innerhalb der deutschen Kultur
3.3. Vergleich
4. Geschichte der Shojo Manga
4.1. Der Shojo Manga „Tokyo Mew Mew“
4.2. Das vermittelte Frauenbild in „Tokyo Mew Mew“
4.3. Einfluss des vermittelten Frauenbildes auf junge Mädchen
5. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des in Shojo-Manga vermittelten Frauenbildes auf die Wahrnehmung des eigenen Geschlechts bei jungen Mädchen in Deutschland unter Berücksichtigung interkultureller Perspektiven.
- Grundlagen der interkulturellen Kommunikation
- Vergleichende Analyse japanischer und deutscher Frauenbilder
- Geschichte und Entwicklung des Genres Shojo-Manga
- Medienanalyse des Manga „Tokyo Mew Mew“
- Psychologische Auswirkungen von Rollenbildern auf Jugendliche
Auszug aus dem Buch
4.2. Das vermittelte Frauenbild in „Tokyo Mew Mew“
Bereits bei der Betrachtung des Covers lässt sich klar erkennen, dass sich dieser Comic an Mädchen und junge Frauen richten soll. Die zentral gewählte Farbe rosa wird in vielen Kulturen als klassische „Mädchenfarbe“ angesehen. Daher ist die verwendete Bildsprache sowohl im japanischen, als auch im deutschen Kulturkreis zu deuten.
Da sich bereits auf dem Titelbild einer der Hauptcharaktere befindet, lässt sich allein durch deren Betrachtung erahnen, worum es in dem Manga gehen wird. Es wird ein Mädchen in einem rosa Kostüm dargestellt. Der tiefe Ausschnitt des Dekolletés zeichnet ein sehr weibliches Bild der Protagonistin. Untermalt wird dies durch die Körperhaltung, sowie die große Schleife mit einem angehängten Glöckchen am Katzenschwanz. Ichigo soll auf diesem Cover die Pose einer Katze einnehmen. Sie hat ihre linke Hand wie eine Katzenpfote zusammen gerollt. Auch ihr Gesichtsausdruck soll eine miauende Katze imitieren. Leserinnen wird somit bereits auf dem Cover eine anzügliche Darstellung eines jungen Mädchens demonstriert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in das Thema der japanischen Manga-Kultur und die Problemstellung hinsichtlich der Vermittlung von Frauenbildern in Shojo-Manga.
2. Definition „Interkulturelle Kommunikation“: Theoretische Herleitung des Begriffs der interkulturellen Kommunikation und deren Bedeutung für das Verständnis fremder kultureller Lebensformen.
3. Frauenbilder: Untersuchung der soziokulturellen Konstruktion von Geschlechterrollen in Japan und Deutschland sowie ein direkter Vergleich der Bedingungen.
4. Geschichte der Shojo Manga: Historischer Abriss des Genres und detaillierte Analyse der Darstellung von Frauen im Manga „Tokyo Mew Mew“ sowie dessen Einfluss auf die Leserschaft.
5. Fazit: Zusammenfassende Reflexion über die Rolle von Manga als Botschafter japanischer Kultur und deren Auswirkungen auf die Identitätsbildung junger Mädchen.
Schlüsselwörter
Shojo Manga, Tokyo Mew Mew, Interkulturelle Kommunikation, Frauenbild, Gender, Japanische Kultur, Rollenbilder, Medienanalyse, Sozialisation, Identitätsentwicklung, Geschlechterrollen, Jugendliteratur, Sexualisierung, Mädchen, Manga.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Einflüsse von japanischen Mädchen-Comics (Shojo-Manga) auf die Identitätswahrnehmung junger Mädchen in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Untersuchung umfasst die kulturelle Definition von Geschlechterrollen, die Geschichte der Manga-Industrie sowie medienpsychologische Aspekte der Charakterdarstellung.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit fragt, inwieweit das in Shojo-Manga vermittelte Frauenbild die Wahrnehmung des eigenen Geschlechts bei jungen Mädchen in Deutschland beeinflusst.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine medien- und kommunikationswissenschaftliche Analyse unter Heranziehung soziologischer und kulturvergleichender Literatur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Kultur und Kommunikation, den Vergleich japanischer und deutscher Frauenbilder sowie die exemplarische Analyse des Manga „Tokyo Mew Mew“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Shojo Manga, Frauenbild, interkulturelle Kommunikation, Geschlechterrollen und Sozialisation.
Welche Rolle spielt „Tokyo Mew Mew“ in der Analyse?
Der Manga dient als konkretes Fallbeispiel, um die Darstellung von Mädchenfiguren und die damit verbundene Sexualisierung sowie das vermittelte Rollenverhalten zu untersuchen.
Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Rolle von Eltern?
Die Autorin empfiehlt Eltern, den Medienkonsum ihrer Kinder aktiv zu begleiten und bei einem Rückzug aus sozialen Kontakten das Gespräch zu suchen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Manga Mania. Der Einfluss von Shojo Manga auf das Frauenbild von jungen Mädchen in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496208