Ziel der Arbeit ist es herauszufinden, welche Erwartungen die Generation Y an den Arbeitgeber hat und wie diese, durch auf sie abgestimmte Onboarding Programme, an Unternehmen gebunden werden können. Zweck des strukturierten Onboardings ist es, die Generation Y emotional an das Unternehmen zu binden, sozial besser zu integrieren und extrinsisch stärker zur Zielerreichung des Unternehmens zu motivieren. Dadurch entsteht eine langfristige Bindung an die Organisation.
Der Autor analysiert hierfür Charakteristika der Generation Y und möchte herausfinden, wie Millennials in der Arbeitswelt ticken, welche Erwartungen sie an ihren zukünftigen Arbeitgeber haben und was es braucht, um sie langfristig im Unternehmen zu halten. Dabei wird der Fokus speziell auf den gebildeten Teil der Generation Y gelegt, da dieser für Unternehmen aufgrund der zunehmenden Wissensgesellschaft im Mittelpunkt steht. Darauf aufbauend werden diverse Onboarding Maßnahmen examiniert und Empfehlungen speziell für die Generation Y abgeleitet.
Die Generation Y betritt nach und nach die Arbeitswelt. Eine Generation, geprägt von Mobilität und Multioptionalität, die vielseitige Ansprüche an den Arbeitgeber hat und es Unternehmen zunehmend schwer macht, sie an sich zu binden. Im Hinblick auf den demographischen Wandel entsteht auf dem Arbeitsmarkt ein Wettbewerb um die begehrtesten Talente dieser Generation. Onboarding Programme unterstützen Unternehmen dabei, Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, da sie die Grundlage für ein organisationales Vertrauen schaffen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage und Problemdarstellung
1.2 Forschungsfragen
1.3 Ziele und Nicht- Ziele der Arbeit
2 Methodik
2.1 Theoretischer Teil
2.2 Empirischer Teil
2.3 Forschungsdesign
3 Theoretischer Teil
3.1 Generation Y
3.1.1 Charakteristika der Generation Y
3.1.2 Gewinnung und Bindung der Generation Y
3.2 Onboarding
3.2.1 Begriffsdefinition
3.2.2 Elemente von Onboarding-Programmen
3.2.2.1 Onboarding Maßnahmen vor Arbeitsbeginn
3.2.2.2 Onboarding Maßnahmen bei Arbeitsbeginn
3.2.2.3 Onboarding Maßnahmen nach Arbeitsbeginn
3.2.2.4 Checklisten
3.2.3 Evaluation von Onboarding Maßnahmen
3.2.3.1 Vier- Ebenen Modell von Kirkpatrick
3.2.3.2 Systematische Evaluation von Onboarding Maßnahmen
4 Empirischer Teil
4.1 Planung und Durchführung der Interviews
4.1.1 Entwicklung des Leitfadens
4.1.2 Auswahl der Interviewpartner
4.1.3 Durchführung der Interviews
4.2 Auswertung der Interviews
4.2.1 Zusammenfassende Inhaltsanalyse nach Mayring
5 Ergebnisse
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Beantwortung der Forschungsfrage
6 Resümee und Ausblick
6.1 Empfehlungen für die Praxis
6.1.1 Best Practice Beispiel
6.2 Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf
6.3 Kritik an der Arbeit
7 Zusammenfassende Betrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, welche Erwartungen die Generation Y an potenzielle Arbeitgeber stellt und wie Unternehmen diese Generation durch maßgeschneiderte Onboarding-Maßnahmen erfolgreich integrieren und langfristig an sich binden können, um im sogenannten "War for Talents" zu bestehen.
- Charakteristika und Werte der Generation Y in der modernen Arbeitswelt
- Systematische Analyse von Onboarding-Programmen als Bindungsinstrument
- Empirische Untersuchung der Erwartungen von Millennials an den Onboarding-Prozess
- Entwicklung von Handlungsempfehlungen für praxisnahe Onboarding-Konzepte
Auszug aus dem Buch
1.1 Ausgangslage und Problemdarstellung
Unternehmen befinden sich derzeit in einem Umbruch, denn sie stehen mitten im „War for Talents“. Dabei handelt es sich um den Krieg der einzelnen Unternehmen, die besten Talente für sich zu gewinnen (Deutsche Gesellschaft für Personalwesen, 2014, S.7). Ausschlaggebend für den „War for Talents“ ist der demographische Wandel, der darin resultiert, dass qualifiziertes Personal eine immer knapper werdende Ressource im Arbeitsmarkt darstellt. Die Baby-Boomer Generation (Jahrgänge 1955-1965), welche als geburtenstarke Generation auftritt, wird bis 2030 den Arbeitsmarkt verlassen (Dietz, Enste & Eyerund, 2016, S.28). Das Interesse an nachfolgenden Generationen, die gut ausgebildet und engagiert sind, wächst daher stetig (Deutsche Gesellschaft für Personalwesen, 2013, S.60).
Das lässt den gebildeten Teil der Generation Y, nämlich jener mit Hochschul oder Fachhochschulabschluss, in den Fokus von Unternehmen rücken (Deutsche Gesellschaft für Personalwesen, 2013, S.60; Sujansky & Ferri Reed, 2009, S.3). Der Grund dafür ist, dass Wissen für Unternehmen eine immer wichtigere Ressource wird und intellektuelles Kapital, gemessen an Mitarbeiterqualifikation, -bindung und -zufriedenheit, zukünftig für Unternehmensbewertungen herangezogen wird (Kopf, 2015, S.83; Fetka & Tomaschitz, 2017, S.31).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beleuchtet den demographischen Wandel und den "War for Talents" als Treiber für die zunehmende Relevanz der Generation Y auf dem Arbeitsmarkt.
2 Methodik: Beschreibt das wissenschaftliche Vorgehen, bestehend aus einer umfassenden Literaturrecherche und einer qualitativen Datenerhebung mittels Tiefeninterviews.
3 Theoretischer Teil: Analysiert die Charakteristika der Generation Y und stellt Onboarding als zentrales Instrument für die Mitarbeiterbindung und fachliche wie soziale Integration vor.
4 Empirischer Teil: Detailliert die Planung, Durchführung und Auswertung der geführten Interviews zur Ermittlung der Bedürfnisse von Millennials.
5 Ergebnisse: Präsentiert die gewonnenen Erkenntnisse aus den Interviews und interpretiert diese im Kontext der theoretischen Grundlagen.
6 Resümee und Ausblick: Zieht ein Fazit über die Notwendigkeit individueller Onboarding-Programme und gibt Empfehlungen für die Praxis sowie zukünftigen Forschungsbedarf.
7 Zusammenfassende Betrachtung: Fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit hinsichtlich der Bedeutung von Onboarding-Maßnahmen für die Integration der Generation Y nochmals zusammen.
Schlüsselwörter
Generation Y, Millennials, Onboarding, Integrationsmanagement, Mitarbeiterbindung, Arbeitgeberattraktivität, War for Talents, Qualitativen Inhaltsanalyse, Tiefeninterviews, Arbeitsmarkt, Fachkräftemangel, Onboarding-Elemente, Onboarding-Evaluation, Personalentwicklung, Work-Life-Balance.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Masterarbeit untersucht die Herausforderungen der Mitarbeiterbindung in Zeiten des demographischen Wandels und analysiert, wie Unternehmen spezifisch durch Onboarding-Prozesse die Generation Y für sich gewinnen können.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Werte der Generation Y, die Bedeutung einer strukturierten Einarbeitung (Onboarding) sowie die Evaluation dieser Prozesse hinsichtlich ihrer Wirksamkeit für die Mitarbeiterbindung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, herauszufinden, welche konkreten Onboarding-Maßnahmen die fachliche und soziale Integration von Personen der Generation Y unterstützen und so eine langfristige emotionale Bindung an das Unternehmen ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse kombiniert mit einer qualitativen Datenerhebung in Form von zehn Tiefeninterviews, die nach der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Was steht im Hauptteil der Untersuchung?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Generationenmerkmale und Onboarding-Elemente sowie einen empirischen Teil, in dem die Erwartungen der Zielgruppe analysiert werden.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Zentrale Begriffe sind Generation Y, Onboarding, Mitarbeiterbindung, Arbeitgeberattraktivität und qualitative Inhaltsanalyse.
Welche Rolle spielt das "Paten-System" laut der Untersuchung?
Das Paten-System wird als eine der beliebtesten und effektivsten Onboarding-Maßnahmen identifiziert, da es eine direkte Vertrauensperson bietet, die sowohl bei der fachlichen als auch bei der sozialen Integration maßgeblich unterstützt.
Wie flexibel sollte ein Onboarding-Programm laut der Autorin sein?
Die Autorin plädiert für eine "Baukasten-Lösung", da es kein universelles Patentrezept für die gesamte Generation Y gibt. Unternehmen sollten aus einem Maßnahmenkatalog individuelle Programme zusammenstellen, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Einzelnen gerecht zu werden.
- Arbeit zitieren
- J. Graz (Autor:in), 2019, Unterstützung der Integration und Bindung der Generation Y durch Onboarding-Maßnahmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496296