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Der Konstruktivismus - eine Denkschule in der Wissenschaft von den Internationalen Beziehungen

Title: Der Konstruktivismus - eine Denkschule in der Wissenschaft von den Internationalen Beziehungen

Seminar Paper , 2002 , 15 Pages , Grade: unbenotet

Autor:in: Tina Dutschmann (Author)

Politics - General and Theories of International Politics
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In der Wissenschaft von den internationalen Beziehungen werden unter anderem Theorien bzw. theoretische Ansätze wie beispielsweise der Realismus, der Institutionalismus, der Liberalismus und der Konstruktivismus verwendet, um empirische Fälle (z.B. die Kosovo-Krise, der Klimawandel und die EU-Osterweiterung) erklären zu können.
Obwohl der Konstruktivismus nicht beansprucht eine ausgearbeitete Theorie der IB bieten zu können, und er einer Theoriebildung, bei der aus allgemeinen Annahmen Gesetzesaussagen (Hypothesen) abgeleitet werden, eher kritisch gegenübersteht, soll es uns in dieser Arbeit dennoch um die Denkschule des Konstruktivismus gehen.
Zuerst nehmen wir eine geschichtliche Einordnung vor. Danach stellen wir einige wesentliche Grundannahmen des Konstruktivismus in der internationalen Politik auf. Im Anschluss daran erklären wir von welchen Zielen die zentralen Akteure motiviert werden, und wie die Struktur des internationalen Systems aussieht. Bevor wir konstruktivistische Hypothesen formulieren, wenden wir uns der Außenpolitik zu und üben dann Kritik am Konstruktivismus. Eine kurze, prägnante Zusammenfassung soll die wichtigsten Punkte enthalten. Am Ende dieser Arbeit versuchen wir Hypothesen aufzustellen, welche sich auf unsere drei empirischen Fälle beziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. geschichtlicher Hintergrund

3. Aus welchen Gründen erlebte der Konstruktivismus mit Ende des Kalten Krieges sein „Revival“?

4. Grundannahmen

5. Akteur und Struktur

6. Die Struktur des internationalen Systems

7. Außenpolitikhypothese

8. Probleme und Perspektiven (Kritik)

9. Zusammenfassung

10. Hypothesen

11. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Konstruktivismus als eine bedeutende Denkrichtung innerhalb der Wissenschaft der Internationalen Beziehungen (IB) zu verorten und dessen zentrale Annahmen sowie Anwendungsmöglichkeiten in der Außenpolitik systematisch darzulegen.

  • Historische Einordnung des Konstruktivismus in den IB
  • Analyse der Akteurs-Struktur-Beziehung
  • Konstruktivistische Perspektiven auf das internationale System und Anarchie
  • Erklärung von Außenpolitik und staatlichem Handeln durch soziale Normen
  • Kritische Reflexion der theoretischen Grenzen des Konstruktivismus

Auszug aus dem Buch

3. Aus welchen Gründen erlebte der Konstruktivismus mit Ende des Kalten Krieges sein „Revival“?

Die zentrale Rolle spielte die Fähigkeit bzw. Unfähigkeit des wissenschaftlichen Mainstreams der IB-Theorien, damit sind u.a. der Realismus und der Liberalismus gemeint, Phänomene wie das Ende des Ost-West-Konflikts, das Entstehen von Internationalen Organisationen oder das Aufkommen von Frieden unter demokratischen Staaten, zu erklären. Der Realismus ist nur fähig strukturellen Wandel im Internationalen System in einem materialistischen Sinne zu erklären. D.h. Wandel kann nur stattfinden, wenn sich die Verteilung der Ressourcen und u.a. die militärischer Fähigkeiten ändern. So lässt sich nicht nur das Ende des Kalten Krieges, sondern auch der Wandel vom Feudalismus zum Nationalstaat nicht erklären. Die Änderung der Polarität im Internationalem System nach 1990 kam eher aus der Rekonstruktion des inneren politischen Systems der UDSSR als aus materiellen Gründen zustande.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der behandelten Theorien und Zielsetzung der Arbeit zur Auseinandersetzung mit dem Konstruktivismus.

2. geschichtlicher Hintergrund: Skizzierung der Entwicklung des Konstruktivismus und seiner ideengeschichtlichen Wurzeln.

3. Aus welchen Gründen erlebte der Konstruktivismus mit Ende des Kalten Krieges sein „Revival“?: Analyse der theoretischen Erklärungslücken klassischer Ansätze bezüglich globaler Wandlungsprozesse.

4. Grundannahmen: Erläuterung der konstruktivistischen Kernthese, dass Weltwahrnehmung und soziale Konstruktionen die Realität prägen.

5. Akteur und Struktur: Darstellung der wechselseitigen Bedingtheit von Akteuren und sozialen Strukturen.

6. Die Struktur des internationalen Systems: Diskussion des Anarchie-Begriffs als von Akteuren sozial konstruierte Gegebenheit.

7. Außenpolitikhypothese: Untersuchung der Logik des angemessenen Handelns im Vergleich zu rein nutzenorientierten Ansätzen.

8. Probleme und Perspektiven (Kritik): Auseinandersetzung mit der fehlenden politischen Theoriebildung und methodischen Herausforderungen des Konstruktivismus.

9. Zusammenfassung: Rekapitulation der wesentlichen Argumente zu den drei Säulen der konstruktivistischen Theorie.

10. Hypothesen: Formulierung konkreter Annahmen für die Anwendung auf empirische Fälle wie die EU-Osterweiterung oder Klimapolitik.

11. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Konstruktivismus, Internationale Beziehungen, Soziale Normen, Identität, Interessenbildung, Anarchie, Außenpolitik, Ideenträger, Struktur, Handlungslogik, Interdependenz, Sozial konstruierte Realität, Internationale Institutionen, Definitionsmacht, Kognition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Konstruktivismus als theoretischen Ansatz in den Internationalen Beziehungen und beleuchtet dessen Sichtweise auf soziale Konstruktionen, Normen und die Akteurs-Struktur-Beziehung.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die Grundannahmen des Konstruktivismus, das Verständnis von Anarchie im internationalen System, die Rolle von Identitäten und Normen in der Außenpolitik sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Theorie.

Was ist das primäre Ziel der wissenschaftlichen Arbeit?

Das Ziel ist es, den Konstruktivismus von traditionellen materialistischen Theorien abzugrenzen und aufzuzeigen, wie er Phänomene erklären kann, bei denen klassische Ansätze an ihre Grenzen stoßen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretisch-analytische Methode, um die Konstruktivismus-Debatte anhand zentraler Literatur und bestehender politikwissenschaftlicher Konzepte aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der historischen Einordnung, der Analyse der wechselseitigen Abhängigkeit von Akteur und Struktur sowie der Anwendung konstruktivistischer Hypothesen auf konkrete Politikfelder.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem soziale Normen, kollektive Identitäten, Definitionsmacht, "logics of appropriateness" und die soziale Konstruktion von Anarchie.

Wie unterscheidet sich der "konstruktivistische Akteur" vom rationalistischen Akteur?

Während der rationale Akteur seine strategischen Ziele optimiert, folgt der konstruktivistische Akteur der "Logik der Angemessenheit" und handelt in Übereinstimmung mit sozialen Normen und seiner Identität.

Warum wird die Vernachlässigung von Macht im Konstruktivismus kritisiert?

Kritiker bemängeln, dass der Konstruktivismus die Entstehung von Ideen oft unzureichend hinterfragt und dabei ausblendet, wie Machtverhältnisse oder "Definitionsmacht" die Verbreitung bestimmter Ideen steuern.

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Details

Title
Der Konstruktivismus - eine Denkschule in der Wissenschaft von den Internationalen Beziehungen
College
University of Tubingen  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Seminar: Einführung in die Internationalen Beziehungen
Grade
unbenotet
Author
Tina Dutschmann (Author)
Publication Year
2002
Pages
15
Catalog Number
V4965
ISBN (eBook)
9783638130240
ISBN (Book)
9783640098835
Language
German
Tags
Konstruktivismus Normen Identitäten Interessen homo sociologicus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tina Dutschmann (Author), 2002, Der Konstruktivismus - eine Denkschule in der Wissenschaft von den Internationalen Beziehungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4965
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