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Die Lasswell-Formel: Ursprung und Bedeutung

Title: Die Lasswell-Formel: Ursprung und Bedeutung

Seminar Paper , 2000 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Stefan Meingast (Author)

Communications - Theories, Models, Terms and Definitions
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Zu den Pionieren der Kommunikationsforschung zählt der amerikanische Wissenschaftler Harold Dwight Lasswell. Seine Hauptforschungsbereiche waren Soziologie und Politologie, im Speziellen internationale Beziehungen, Propaganda und Machtstrukturen in staatlichen Gemeinschaften. In den 40er Jahren machte er jedoch entscheidende Schritte auf einem anderen Gebiet, welches damals noch in den Kinderschuhen steckte: der Kommmunikationswissenschaft. Lasswells besonderes Interesse galt in diesem Zusammenhang der Inhalts- und Wirkungsforschung. Mit der Erstellung seiner Formel im Jahr 1948 knüpfte er nicht nur an traditionelle Kommunikationstheorien der Vergangenheit an, sondern schuf Ansatzpunkte für spätere rhetorikorientierte Kommunikationsmodelle. Die Lasswell-Formel brachte es rasch zu großer Berühmtheit, weil sie einfach und einleuchtend den komplizierten Vorgang der Massenkommunikation beschreibt. Sie stellt eines der ersten Wortmodelle überhaupt dar, die für den publizistischen Prozess entwickelt wurden.
In der vorliegenden Arbeit sollen die Lasswell-Formel und die in Lasswells Aufsatz "The Structure and Function of Communication in Society" formulierten Theorien zur Massenkommunikation vorgestellt werden. In diesem Zusammenhang wird das Stimulus-Response-Modell Beachtung finden, welches als Basis der Überlegungen Lasswells gilt. Auf die kritischen Betrachtungen der Lasswell-Formel von Klaus Merten wird im Anschluss daran eingegangen. Am Schluss der Arbeit soll die Frage beantwortet werden, welche Bedeutung die Lasswell-Formel im heutigen Kommunikationsprozess hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die Lasswell-Formel

2.1 Fünf Fragepronomen

2.2 Die zugewiesenen Forschungsbereiche

2.3 Massenkommunikation nach Lasswell

III. Stimulus-Response-Modell als Basis

3.1 Entstehung des Stimulus-Response-Ansatzes

3.2 Weiterentwicklung des Stimulus-Response-Modells

3.3 Berücksichtigung des S-O-R-Modells in der Lasswell-Formel

IV. Mertens Kritik der Lasswell-Formel

4.1 Die Formel von Douglas Waples

4.2 Erfüllung der Modellfunktionen

4.3 Bedeutung der Lasswell-Formel nach Merten

4.4 Bewertung der Kritik Mertens

V. Ergebnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Ursprung, die theoretische Fundierung sowie die wissenschaftliche Relevanz der Lasswell-Formel. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie das Stimulus-Response-Modell als Basis diente, welche Kritikpunkte der Kommunikationswissenschaftler Klaus Merten vorbrachte und welche Bedeutung dem Modell im heutigen Kommunikationsprozess zukommt.

  • Ursprung und theoretische Grundlagen der Lasswell-Formel
  • Analyse des Stimulus-Response-Modells und dessen Erweiterung zum S-O-R-Modell
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Modellstruktur durch Klaus Merten
  • Einordnung der Formel in den historischen Kontext der Massenkommunikationsforschung
  • Bewertung der Anwendbarkeit und Leistungsfähigkeit des Modells in aktuellen Prozessen

Auszug aus dem Buch

2.1 Fünf Fragepronomen

Lasswell eröffnete seine Analyse von Kommunikationsprozessen im Jahr 1948 mit folgenden Worten:

"A convenient way to describe an act of communication is to answer the following questions:

Who

Says what

In which channel

To whom

With what effect?"

In diesem rhetorikorientierten Modell sind der Kommunikator (Who), welcher "Erstbeweger" der Aussage ist, und der Rezipient (To whom) die entscheidenden Strukturelemente. Durch den einfachen Aufbau soll die komplizierte Struktur der Massenkommunikation einsichtig gemacht werden, was man als Reduktionismus der rhetorik-orientierten Modelle der Massenkommunikation bezeichnet. Das Modell gibt aber keinen Hinweis darauf, woher der Kommunikator den Stoff für seine Aussage nimmt.

Im Lasswell-Modell stehen Kommunikator und Rezipient in einer kommunikativen Beziehung. Das Medium (In which channel) erscheint lediglich als Transportmittel oder als Kanal der Kommunikatoraussage. Das Modell fragt zwar nach dem Effekt der Kommunikation, die als Einbahnstraße vom Kommunikator zum Rezipienten verläuft; letztlich lässt das Lasswell´sche Kommunikationsmodell die Möglichkeit eines Feedbacks aber unberücksichtigt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Einführung in die Person Harold Dwight Lasswell und die Zielsetzung der Arbeit, die Lasswell-Formel sowie deren theoretische Basis und Kritik zu beleuchten.

II. Die Lasswell-Formel: Vorstellung der berühmten fünf Fragepronomen und der damit verknüpften Forschungsbereiche sowie Erläuterung der Funktionen der Massenkommunikation nach Lasswell.

III. Stimulus-Response-Modell als Basis: Analyse der theoretischen Herkunft der Formel aus der Instinkttheorie und der Theorie der Massengesellschaft sowie die Entwicklung hin zum S-O-R-Modell.

IV. Mertens Kritik der Lasswell-Formel: Darstellung der fundierten Kritik von Klaus Merten, insbesondere bezüglich der mangelnden Modellfunktionen und der historischen Einordnung gegenüber der Waples-Formel.

V. Ergebnis: Synthese der Erkenntnisse, die die Lasswell-Formel als vereinfachtes, mechanistisches Modell identifiziert, das jedoch aufgrund seiner Grundstruktur weiterhin als Einstieg in die Kommunikationsforschung dient.

Schlüsselwörter

Lasswell-Formel, Kommunikationsforschung, Massenkommunikation, Stimulus-Response-Modell, S-O-R-Modell, Klaus Merten, Kommunikator, Rezipient, Inhaltsforschung, Wirkungsforschung, Propaganda, Rhetorik, Modelltheorie, Kommunikation, Medieneffekt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die berühmte "Lasswell-Formel", ihren Ursprung im Jahr 1948 und ihre Bedeutung innerhalb der Kommunikationswissenschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt die fünf Fragepronomen der Formel, die theoretische Basis des Stimulus-Response-Modells und die maßgebliche Kritik von Klaus Merten.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist es, den wissenschaftlichen Wert der Lasswell-Formel kritisch zu hinterfragen und zu klären, warum sie trotz zahlreicher Mängel eine solche Berühmtheit erlangte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die zentrale kommunikationswissenschaftliche Texte und Sekundärquellen auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Formel, die theoretische Einbettung in das S-R- bzw. S-O-R-Modell sowie eine ausführliche kritische Auseinandersetzung mit der Rezeption der Formel.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Kommunikationsmodell, Lasswell-Formel, Medientheorie, Stimulus-Response und wissenschaftliche Kritik.

Inwiefern beeinflusste die "Waples-Formel" die Bewertung der Lasswell-Formel?

Klaus Merten nutzt die Waples-Formel, um aufzuzeigen, dass Lasswells Ansatz nicht originär war und wichtige Dimensionen wie die "Kommunikationsbedingungen" oder nonverbale Kommunikation fehlten.

Warum kommt der Autor zu dem Schluss, dass das Modell einen Einstieg bietet?

Obwohl das Modell zu simpel ist, um komplexe moderne Kommunikation vollständig zu erklären, liefert es eine einleuchtende Grundstruktur, die für Studierende und Einsteiger in die Disziplin sehr verständlich ist.

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Details

Title
Die Lasswell-Formel: Ursprung und Bedeutung
College
LMU Munich
Course
Theorien und Modelle der Massenkommunikation
Grade
2,0
Author
Stefan Meingast (Author)
Publication Year
2000
Pages
16
Catalog Number
V49661
ISBN (eBook)
9783638460477
ISBN (Book)
9783638773065
Language
German
Tags
Lasswell-Formel Ursprung Bedeutung Theorien Modelle Massenkommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Meingast (Author), 2000, Die Lasswell-Formel: Ursprung und Bedeutung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49661
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