Sicherheitsnetzwerke bei der Deutschen Bahn AG


Hausarbeit, 2019
16 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen
2.1 Was versteht man unter einem Sicherheitsnetzwerk
2.2 Plural Policing
2.3 Beispiele für Kooperationen

3 Themenschwerpunkt DB AG
3.1 Sicherheitsakteure bei der DB AG
3.1.1 Die Bundespolizei
3.1.2 DB Sicherheit / private Sicherheitsdienstleister
3.1.3 Sonstige Akteure
3.2 Ordnungspartnerschaft
3.3 SIPAM

4 Zusammenfassung

Anhang

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Wir leben in einer zunehmend komplexen Welt, in der die Sicherheitsproduktion durch Normen und einem steigenden Sicherheitsbedürfnis der Menschen hohe Anforderungen erfährt. Sicherheit als interdisziplinäres Themengebiet ist aufgrund der Vielschichtigkeit kaum mehr von einem Akteur oder auch wenigen zu erfassen und zu gewährleisten. Daher ist es wichtig, dass sich entsprechende (spezialisierte) Akteure zusammenschließen und Netzwerke bilden.

Netzwerken ist nicht nur ein Thema in der Informationstechnologie, sondern beschreibt im Allgemeinen die Kooperation verschiedener Partner / Spezialisten um übergeordnete, einander verbindende Ziele zu erreichen. Dies geschieht in Form eines kommunikativen Austausches in einem konkreten Bereich zu dem die Beteiligten einen gemeinsamen Bezug haben, z. B. mittels Bereitstellung von Informationen zum Abruf für die anderen bzw. Leistung von Hilfestellungen sowie deren Inanspruchnahme. Dies gilt natürlich auch für das Thema Sicherheit.

Sicherheitsnetzwerke ist ein sehr weitreichendes, komplexes Themengebiet mit vielen Erscheinungsformen und Akteuren. Daher kann diese Hausarbeit nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Dennoch befasst sie sich intensiv mit der Frage welche Bedeutung Sicherheitsnetzwerke haben, wozu es sie gibt und wer daran beteiligt ist.

Zu Beginn wird erläutert was unter einem Sicherheitsnetzwerk zu verstehen ist und es wird beschrieben, zwischen welchen Partnern und auf welchen Gebieten es bestehen sollte. Das Kapitel Plural Policing befasst sich mit den Akteuren und der Zusammensetzung von Sicherheitsnetzwerken im Allgemeinen. Beispiele für Kooperationen folgen dann in Kap. 2.3. Kapitel 3, als thematischer Schwerpunkt, setzt das Thema Sicherheitsnetzwerke in Kontext mit der Deutschen Bahn AG und beschreibt die konkreten Akteure. Des Weiteren folgt eine Betrachtung der Ordnungspartnerschaft zwischen DB AG und BPol. Insbesondere wird hierbei aufgezeigt, wieso es überhaupt einer Partnerschaft zwischen diesen Akteuren bedarf. Eine Zusammenfassung und kurze Bewertung bilden den Abschluss dieser Hausarbeit.

2 Grundlagen

2.1 Was versteht man unter einem Sicherheitsnetzwerk

Kooperation, Kommunikation und Koordination

Ein Sicherheitsnetzwerk im Schnittfeld von Public Safety und Security Governance basiert auf der Zusammenarbeit unterschiedlicher Sicherheitsakteure mit teils unterschiedlichen Motivationen. Ziel ist es, die entsprechenden Kompetenzen aller Beteiligten zusammenzuführen, um auf sicherheitsrelevante Ereignisse bestmöglich vorbereitet zu sein und diese im Vorfeld zu vermeiden.[1] Frei nach Aristoteles: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.

Peilert (2003) beschreibt, dass das Kooperationsprinzip auf Ausnutzung von Synergieeffekten zur Bewältigung komplexer gesellschaftlicher Aufgaben basiert.[2]

Ein Sicherheitsnetzwerk kann u. a. als Schnittstelle zwischen öffentlichen Sicherheitsbehörden, privaten Sicherheitsdienstleistern und weiteren Akteuren, wie im folgenden Abschnitt beschrieben, bezeichnet werden. Diese erlauben einen umfassenderen Blick auf sicherheitsrechtliche Aspekte und ermöglichen eine sich gegenseitig begünstigende Zusammenarbeit mit dem Ziel der Sicherheitsproduktion.[3]

Somit wird auch schnell ersichtlich, zwischen welchen Partnern und auf welchen Gebieten ein Sicherheitsnetzwerk bestehen sollte. Sinnvollerweise kooperieren hier Partner miteinander, die ein gemeinsames Ziel verfolgen und sich mit ihren individuellen Stärken (Wissen, Erfahrungen, etc.) gegenseitig ergänzen und fördern. Welche Partner dabei konkret zusammenarbeiten (sollten), ist von Fall zu Fall unterschiedlich und wird im folgenden Abschnitt aufgegriffen.

2.2 Plural Policing

Denkt man darüber nach, welche Sicherheitsakteure es gibt, dann kommt einem wohl am ehesten der Staat als schutzgewährleistende und -erbringende Institution in den Sinn. Fest in der deutschen Verfassung verankert heißt es in Art. 20 II GG: „ Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus “. Die Bürger übertragen dabei die Aufgaben zu Ihrem Schutz dem Staat, der wiederum an Recht und Gesetze gebunden ist und dem Prinzip der Gewaltenteilung unterliegt. Schaut man sich in der Stadt um, fallen einem schnell auch private Sicherheitsdienstleister auf, die ebenfalls einen Beitrag zur Sicherheit beisteuern. Aber auch darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Akteure, die an der Sicherheitsproduktion beteiligt sind.

Genannt wurde bereits der Staat, der seinen Beitrag mittels seiner Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben leistet. Dazu zählen insbesondere die Bundes- und Länderpolizeien. Hinzu kommen weitere öffentliche Träger, die einen indirekten, aber nicht unwesentlichen Beitrag zur Sicherheit erbringen, wie z. B. die Jugend- und Sozialhilfe. Ebenfalls bereits benannt sind die nicht-staatlichen Sicherheitsakteure, die im privatwirtschaftlichen Interesse an der Sicherheitsherstellung beteiligt sind. Auch gemeinnützige zivilgesellschaftliche Organisationen und Vereine dürfen in der Aufzählung nicht fehlen, also bspw. Wohlfahrtsverbände mit ihren Hilfsangeboten im sozialen Bereich und im Gesundheitswesen oder der Weisse Ring mit seiner Unterstützung von Kriminalitätsopfern. Eine weitere gewichtige Gruppe von Akteuren sind Wirtschaftsunternehmen, die bspw. in Form des Einzelhandels, Gastronomie und Wohnungsgesellschaften Sicherheitsleistungen einfordern. Letztlich zählen natürlich auch der politische Diskurs und normative Festschreibungen in Bezug auf den Handlungsrahmen (Erwartungen, Erfordernisse, Handlungsmöglichkeiten) als wesentliche Beitrage zur Sicherheitsproduktion eine große Rolle. In Anbetracht der vielen Akteure spricht man in diesem Kontext auch vom Plural Policing.[4] Plural Policing soll aber nicht so verstanden werden, als gäbe es ein eindimensionales Modell eines Sicherheitsnetzwerkes, welches sich auf sämtliche Kooperationsformen übertragen lässt. Sicherheitsnetzwerke können unterschiedlich zusammengesetzt sein und auf unterschiedlichen Ebenen existieren. So können einzelne Kooperationspartner wiederum Teil eigener oder weiterer Sicherheitsnetzwerke sein.

Als Beispiel wurde gerade die BPol genannt. Sie ist im Allgemeinen einer der potenziellen Sicherheitsakteure bspw. in Kooperation mit der DB AG. Die BPol ist aber auch Teil eines Sicherheitsverbunds mit den Länderpolizeien und anderen Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern und darüber hinaus von vielen ausländischen Grenzbehörden.[5]

2.3 Beispiele für Kooperationen

Tabelle 1: Kooperationen zwischen Beteiligten im Bereich ÖPNV-Sicherheit. Quellen: BIGS (2010), www.deutschebahn.com, www.imu-berlin.de

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[6] [7]

3 Themenschwerpunkt DB AG

In diesem Abschnitt folgt eine Betrachtung eines Sicherheitsnetzwerkes am Beispiel der DB AG stellvertretend für andere (Eisenbahnverkehrs-) Unternehmen. Dabei kann es natürlich unterschiedliche Ausprägungen und differenzierte Schwerpunktsetzungen geben, aber im Allgemeinen lässt sich die kooperative Sicherheit auf andere Unternehmen im Grundsatz übertragen und dient in erster Linie der Veranschaulichung..

[...]


[1] Vgl. Voelzke, 2019 sowie Frevel und Schulze, 2011.

[2] Vgl. Peilert, 2003

[3] Vgl. www.vsw-bb.de; zuletzt abgerufen am 04.05.2019

[4] Vgl. Kober und Frevel, 2016.

[5] Vgl. www.bundespolizei.de (Unser Auftrag); zuletzt abgerufen am 04.05.2019

[6] In der gemeinsamen Initiative stellen die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG und der Fahrgastverband PRO BAHN zusammen mit weiteren Partnern die Verbesserung der subjektiven Sicherheit von Beschäftigten und Fahrgästen im Schienenverkehr in den Fokus. Ziel ist es, einen Beitrag zur Erhöhung der subjektiven Sicherheit von Mitarbeitern und Fahrgästen zu leisten. (www.imu-berlin.de)

[7] Siehe Anlagen (Abb. 2)

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Sicherheitsnetzwerke bei der Deutschen Bahn AG
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Note
1,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
16
Katalognummer
V496632
ISBN (eBook)
9783346013354
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sicherheitsnetzwerke, DB, Deutsche Bahn, Sicherheit, Eisenbahnverkehr, Netzwerken, Plural Policing, Kooperation, Kooperationen, Sicherheitsmanagement, Ordnungspartnerschaft, Public Safety, Security Governance, Kooperationsprinzip, Sicherheitsproduktion, Sicherheitsakteure, SIPAM, DB Sicherheit GmbH, Sicherheitsrunden, Sicherheitspartnerschaft, Metalldiebstahl, kooperative Sicherheit, Sicherheitsdienstleister, Jedermannsrechte, DB AG, ÖPNV, Sicherheitskooperationspartner, public-privat-partnership, Sicherheitspolitik, Sicherheitsdienste
Arbeit zitieren
Pierre Schweizer (Autor), 2019, Sicherheitsnetzwerke bei der Deutschen Bahn AG, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496632

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