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Chancen und Grenzen des "No Blame Approach" als Maßnahme gegen Bullying

Titel: Chancen und Grenzen des "No Blame Approach" als Maßnahme gegen Bullying

Hausarbeit , 2019 , 26 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Melina Wiese (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

"Hilfe ein Schüler von mir wird gemobbt!" – Mobbing in der Schule ist eine Realität, die in den meisten Fällen viel zu spät erkannt wird. Nach wie vor begegnet man im heutigen Schulkontext immer noch einer Reihe von Mythen bezüglich des Themas Mobbing – „Es handelt sich nur um eine kleine Hänselei“ oder „Mobbing – das gibt es nicht in meiner Klasse“. Letztlich ist das Thema Mobbing heute aber aktueller denn je. Nicht zuletzt aufgrund des grausamen Vorfalls in Berlin Reinickendorf der erst kürzlich durch die Schlagzeilen gegangen ist, sondern auch durch die gehäuften Vorkommnisse von Mobbing an deutschen Schulen.

Aber was kann man tun, wenn man Mobbing vermutet oder beobachtet? Schulen stehen in der Verantwortung sicherzustellen, dass Schülerinnen und Schüler ohne Angst in die Schule gehen, daher muss im Fall eines Mobbingverdachts immer überprüft werden, ob es sich im Fall einer Schülerin bzw. eines Schülers wirklich um eine Mobbingproblematik handelt oder nicht.
Es benötigt also ein Bewusstsein für Mobbing – ausgezeichnet durch ein geschultes Lehrpersonal und ein schlüssiges Präventionskonzept. Schulen benötigen also klar definierte, festgelegte Präventionsprogramme und Interventionsinstrumente. Aber welche Methoden gibt es? Und wie effektiv und nachhaltig sind diese?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. BULLYING ALS SYSTEM

2.1 DEFINITION VON BULLYING

2.2 DAS SYSTEM BULLYING

2.3 BULLYING-SIGNALE: DIE MOBBINGBRILLE

3. NO BLAME APPROACH

3.1 HERKUNFT DES ANSATZES UND EINFLUSS ANDERER ANSÄTZE

3.2 VORGEHENSWEISE DES NO BLAME APPROACHES: DER DREISCHRITT

3.4 CHANCEN UND SCHWIERIGKEITEN

3.5 AUSBLICK FÜR DIE PRAXIS

4. FAZIT UND SCHLUSSFOLGERUNG

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den "No Blame Approach" als Interventionsmethode gegen Bullying im schulischen Kontext mit dem Ziel, dessen Chancen und Grenzen kritisch zu beleuchten und Handlungsempfehlungen für die Praxis zu erarbeiten.

  • Theoretische Fundierung des Phänomens Bullying als Gruppendynamik.
  • Methodische Analyse des "No Blame Approach" und seiner systemischen Grundlagen.
  • Diskussion der Wirksamkeit und Limitationen des Ansatzes im Schulalltag.
  • Entwicklung von Modifikationen zur besseren Einbindung betroffener Schülerinnen und Schüler.
  • Praktische Implementierungsmöglichkeiten und notwendige Rahmenbedingungen an Schulen.

Auszug aus dem Buch

3.2 Vorgehensweise des No Blame Approaches: Der Dreischritt

Während das vorherige Kapitel den NBA in seinen Grundzügen dargestellt hat, fokussiert sich das folgende Kapitel auf die allgemeine Vorgehensweise des NBAs in konkreten Situationen. Der NBA ist wie bereits gesagt ein Interventionsansatz, dessen Vorgehensweise klar definiert ist. Er untergliedert sich in drei zeitlich aufeinander folgende Schritte, die innerhalb eines Zeitraums von ca. zwei Wochen durchgeführt werden (Blum & Beck 2016).

Der erste Schritt im Rahmen des Ansatzes ist das Gespräch mit der vom Bullying betroffenen Person. Dieses Gespräch ist streng vertraulich und sollte unauffällig arrangiert werden. Das primäre Ziel dieses Erstgespräches ist zunächst Zuversicht zu vermitteln. Der betroffenen Person soll vermittelt werden, dass sich die Situation ändern lässt. In diesem Zusammenhang ist es auch besonders wichtig wie Blum & Beck (2016) hervorgeben der Person Sicherheit zu bieten und Engagement zu zeigen. Es muss deutlich gemacht werden, dass sich die Situation nicht verschlimmern wird und man willig ist sich für die Person mit all seinen Mitteln einzusetzen. Da die Lehrperson nachfolgend im Namen der Schülerin bzw. des Schülers handeln wird ist es entscheidend, dass die betroffene Person dieser Verantwortungsübernahme zustimmt. Nur bei einer Zustimmung kann der NBA fortgeführt werden (vgl. Abbildung 2). Wichtig ist, dass bei dem Gespräch ein detailliertes Erfragen der Vorfälle seitens des Pädagogen vermieden wird. Es soll nur gesagt sein, dass man beobachtet hat, dass Person X sich in der Klasse nicht mehr wohlfühlt und das es einem persönlich wichtig ist dies zu ändern. Hier sei angemerkt, dass man die Begriffe Bullying- bzw. Mobbing-Opfer gänzlich vermeiden sollte, um der Person nicht das Gefühl zu geben selber für die Situation verantwortlich zu sein. Allerding müssen in diesem Gespräch die Namen von Mitschülern erfragt werden, die am der Situation negativ beteiligt sind, aber auch solche, die positiv daran beteiligt sind. Letztere sind Mitschülerinnen und Mitschüler, die im nachfolgenden Gespräch eine unterstützende und konstruktive Rolle einnehmen (Blum & Beck 2015). Zuletzt wird noch ein Termin zum Nachgespräch vereinbart.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in das Problem Mobbing an Schulen ein, begründet die Relevanz des Themas und stellt den "No Blame Approach" als zentralen Untersuchungsgegenstand vor.

2. BULLYING ALS SYSTEM: Dieses Kapitel definiert Bullying, ordnet es systemtheoretisch ein und beleuchtet die Rollenverteilungen innerhalb einer Klasse sowie Signale zur Erkennung von Mobbing.

3. NO BLAME APPROACH: Hier werden die Herkunft und die systemischen Grundlagen des Ansatzes erläutert, die konkrete Vorgehensweise im Dreischritt dargestellt sowie Chancen, Schwierigkeiten und Praxisperspektiven diskutiert.

4. FAZIT UND SCHLUSSFOLGERUNG: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet den Ansatz kritisch und gibt Empfehlungen für eine erfolgreiche Implementierung im Schulalltag.

Schlüsselwörter

Bullying, Mobbing, No Blame Approach, Interventionsmethode, Schule, systemische Therapie, lösungsorientierte Kurztherapie, Unterstützergruppe, Schulpraxis, Rollenverteilung, Prävention, Coping Strategien, Gruppendynamik, Intervention, Schulalltag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Einsatz des "No Blame Approach" als eine nicht-konfrontative Methode zur Intervention bei Mobbingfällen an Schulen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Einordnung von Bullying als Systemphänomen sowie die praktische Anwendung und Evaluierung des No Blame Approach.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Chancen und Grenzen des No Blame Approach aufzuzeigen und konkrete Ansätze für die praktische Umsetzung an Schulen zu formulieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturanalyse, die den Ansatz systematisch aufarbeitet und in den aktuellen Forschungsstand einbettet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Bullying, die Vorstellung des No Blame Approach inklusive des dreistufigen Ablaufs sowie die Diskussion der Wirksamkeit und notwendiger Anpassungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Bullying, No Blame Approach, Schulpraxis, Intervention, Prävention und systemische Therapie.

Warum wird im Rahmen dieser Arbeit eine Modifikation des Ansatzes vorgeschlagen?

Die Autorin schlägt die Einbindung des betroffenen Schülers in die Unterstützergruppe vor, um gezielt Coping-Strategien zu erlernen, da der ursprüngliche Ansatz hier eine Schwachstelle aufweist.

Wie bewertet die Arbeit die Frage nach Sanktionen bei Mobbing?

Der No Blame Approach verzichtet bewusst auf Sanktionen; die Arbeit diskutiert dies jedoch kritisch und verweist auf die Notwendigkeit, bei schwerwiegenden Fällen ggf. doch klassische Maßnahmen in Betracht zu ziehen.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Chancen und Grenzen des "No Blame Approach" als Maßnahme gegen Bullying
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Note
1,0
Autor
Melina Wiese (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
26
Katalognummer
V496692
ISBN (eBook)
9783346013293
ISBN (Buch)
9783346013309
Sprache
Deutsch
Schlagworte
chancen grenzen blame approach maßnahme bullying
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Melina Wiese (Autor:in), 2019, Chancen und Grenzen des "No Blame Approach" als Maßnahme gegen Bullying, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496692
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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