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Implementierung von Werten und Prinzipien in Unternehmen

Titel: Implementierung von Werten und Prinzipien in Unternehmen

Bachelorarbeit , 2016 , 43 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Alexander Hölzl (Autor:in)

BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Infolge der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise 2008/2009 hat das Bewusstsein der ManagerInnen für unternehmerisch ethisches Handeln einen neuen Aufschwung erlebt. Die Öffentlichkeit hinterfragt zunehmend die moralischen Auswirkungen der unternehmerischen Aktivitäten. Auf diese Entwicklung wird durch diverse Konzepte – wie „Corporate Social Responsibility“ oder „Good Corporate Citizenship“ – reagiert, um das Vertrauen der Öffentlichkeit wiederzugewinnen.

Über die Frage, was auf allgemeiner Ebene als moralisch gutes Handeln angesehen werden kann, herrscht grundsätzlich Übereinstimmung. Schwieriger wird es jedoch, wenn es um die konkrete unternehmerische Umsetzung der festgelegten Werte und Standards geht. Das Ziel der Arbeit ist die Herausarbeitung von Maßnahmen, wie MitarbeiterInnen und Führungskräfte dazu angeregt werden können, im Sinne der Individual- und Tugendethik in Übereinstimmung mit den unternehmerischen Wertvorstellungen zu handeln.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Ausgangssituation und Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Fragestellungen

1.3 Methodische Vorgehensweise

1.4 Aufbau der Arbeit

2 Begriffsdefinitionen

2.1 Moral, Ethos und Ethik

2.2 Normen und Werte

2.3 Wirtschaftsethik, Unternehmensethik und Individualethik

3 Wertemanagementsystem nach Wieland

3.1 Kodifizieren

3.2 Implementieren

3.3 Systematisieren

3.4 Organisieren

3.5 Vorteile von Wertemanagementsystemen

4 Umsetzung und Maßnahmen

4.1 Operationalisierung der Unternehmensgrundwerte

4.1.1 Vorgangsweise

4.1.2 Detaillierungsgrad

4.2 Kommunikation

4.3 Personalpolitische Maßnahmen

4.3.1 Personalauswahl

4.3.2 Anreizsysteme

4.3.3 Coaching

4.3.4 Personalfreisetzung

4.4 Organisationale Maßnahmen

4.4.1 „Ethics-Offices“

4.4.1.1 Aufgaben

4.4.1.2 „Ethics-Officer“

4.4.1.3 „Ethics-Committee“

4.4.2 Aufbauorganisatorische Eingliederung

4.5 Evaluierung der Verhaltensregeln

4.6 Grenzen von Verhaltensregeln

5 Individual- und Tugendethik

5.1 Nikomachische Ethik von Aristoteles

5.1.1 Strebensethik

5.1.2 Einteilung der Tugenden

5.1.3 Beispiele ethischer Tugenden

5.2 Anwendung der aristotelischen Tugendethik

5.2.1 Lehre der rechten Mitte

5.2.2 Entwicklung von tugendhaften MitarbeiterInnen und Führungskräften

5.3 Grenzen der Individual- und Tugendethik

6 Fazit

6.1 Zusammenfassung

6.2 Beantwortung der Forschungsfrage

6.3 Persönliche Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Erarbeitung von Maßnahmen, die MitarbeiterInnen und Führungskräfte dazu anregen, im Sinne der Individual- und Tugendethik in Übereinstimmung mit unternehmerischen Wertvorstellungen zu handeln. Dabei wird untersucht, wie institutionelle Wertemanagementsysteme durch tugendethische Ansätze ergänzt werden können, um eine nachhaltige Verhaltensänderung zu fördern.

  • Grundlagen von Moral, Ethik und Werten in Unternehmen.
  • Analyse des Wertemanagementsystems nach Josef Wieland.
  • Operationalisierung von Unternehmenswerten in konkrete Verhaltensstandards.
  • Diskussion personalpolitischer und organisationaler Implementierungsmaßnahmen.
  • Einbindung der aristotelischen Tugendethik zur Förderung von Eigenverantwortung.

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Vorgangsweise

Zunächst sollen die Grundwerte operationalisiert werden: Es soll eindeutig festgelegt werden, wie sich die MitarbeiterInnen im konkreten Einzelfall verhalten sollen. Die einzelnen Verhaltensregeln sollen direkt und kurz – in einem Satz, aber ausreichend detailliert – formuliert werden. Wichtig ist, dass kein Interpretationsspielraum offengelassen wird – es darf keinen Zweifel geben, was mit den jeweiligen Verhaltensregeln gemeint ist. (vgl. Sheehan/Isaac 2014, S. 25 f.) Obligatorisch ist auch, dass zwischen den Grundwerten und Verhaltensregeln Konsistenz herrscht und keine Widersprüche bestehen. Deshalb sollte ausnahmslos jeder Verhaltensgrundsatz von einem höheren Prinzip abgeleitet sein. (vgl. Wieland 2004, S. 35) Die Verhaltensstandards können auf einen bestimmten Adressatenkreis oder auf eine bestimmte Handlung bzw. ein bestimmtes Verhalten bezogen werden. Dadurch soll ein „Commitment“ bzw. eine „konkrete Norm“ entstehen. Dies kann durch eine Wert-Adressaten-Matrix dargestellt werden – wie in Abbildung 2 beispielhaft veranschaulicht wird. (vgl. Clausen 2009, S. 141-143)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Implementierung von ethischem Handeln in Unternehmen ein und definiert die zentrale Forschungsfrage sowie die methodische Vorgehensweise.

2 Begriffsdefinitionen: Hier werden die theoretischen Grundlagen zu Moral, Ethik, Werten, Normen sowie den verschiedenen Ebenen der Ethik (Wirtschafts-, Unternehmens- und Individualethik) dargelegt.

3 Wertemanagementsystem nach Wieland: Das Kapitel stellt das Modell von Josef Wieland vor, das aus den vier Stufen Kodifizieren, Implementieren, Systematisieren und Organisieren besteht.

4 Umsetzung und Maßnahmen: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit den praktischen Instrumenten zur Operationalisierung von Werten, einschließlich Kommunikation, Personalpolitik und organisationaler Strukturen.

5 Individual- und Tugendethik: Dieses Kapitel beleuchtet die aristotelische Tugendethik als ergänzenden Ansatz, um die Motivation und das Handeln des Individuums jenseits starrer Regeln zu fördern.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfrage und gibt eine persönliche Stellungnahme zu den untersuchten Implementierungsstrategien ab.

Schlüsselwörter

Wertemanagement, Unternehmensethik, Individualethik, Tugendethik, Implementierung, Verhaltensstandards, Aristoteles, Werte, Normen, Führungskräfte, Personalentwicklung, Compliance, Unternehmenskultur, Motivation, Handlungsrichtlinien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, wie abstrakte Unternehmenswerte und Prinzipien in den Arbeitsalltag von MitarbeiterInnen und Führungskräften integriert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind Wertemanagementsysteme, die Operationalisierung von Verhaltensregeln, die Rolle der Individual- und Tugendethik sowie die praktische Umsetzung durch Personal- und Organisationsmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: Durch welche Maßnahmen wird im Rahmen eines Wertemanagementsystems erreicht, dass die MitarbeiterInnen und Führungskräfte im Sinne der Individual- und Tugendethik übereinstimmend mit den unternehmerischen Wertvorstellungen handeln?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer literaturbasierten Forschungsarbeit, bei der klassische philosophische Texte, aktuelle Managementliteratur und Fachartikel analysiert wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt systematisch das Wertemanagement-Modell nach Wieland sowie verschiedene praktische Maßnahmen zur Operationalisierung, Kommunikation und Evaluation von Werten, ergänzt durch einen Fokus auf die aristotelische Tugendethik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Wertemanagement, Unternehmensethik, Tugendethik, Implementierung und Verhaltensstandards.

Warum hält der Autor die Entmündigung der Mitarbeiter durch strikte Regeln für problematisch?

Der Autor argumentiert, dass starre Regelwerke die Autonomie und das eigenverantwortliche Denken der Individuen einschränken, was letztlich der inneren Überzeugung entgegensteht.

Welche Rolle spielt das Aristoteles-Konzept der "rechten Mitte" im Management?

Es dient als Orientierungshilfe, um bei Managemententscheidungen nicht in extreme Positionen zu verfallen, sondern eine ausgewogene und vernunftbasierte Lösung für die jeweilige Situation zu finden.

Wie könnten Unternehmen die Tugendethik konkret in die Personalentwicklung integrieren?

Dies kann durch gezielte Förderung der moralischen Wahrnehmung, Schulungen im Bereich Emotionsmanagement und die Einordnung ethischer Kompetenzen in das Anforderungsprofil von MitarbeiterInnen erfolgen.

Was sind die Grenzen der alleinigen Verwendung von Verhaltensregeln laut dieser Arbeit?

Der Autor zeigt auf, dass rein regelbasierte Systeme oft komplexe Situationen nicht abdecken können und die Gefahr besteht, dass die intrinsische Motivation der Beschäftigten zugunsten extrinsischer Kontrolle untergraben wird.

Ende der Leseprobe aus 43 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Implementierung von Werten und Prinzipien in Unternehmen
Hochschule
FHWien der WKW
Note
1,0
Autor
Alexander Hölzl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
43
Katalognummer
V496774
ISBN (eBook)
9783668994218
ISBN (Buch)
9783668994225
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Werte Prinzipien Implementierung Individualethik Tugendethik wertmanagementsystem aristoteles
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Hölzl (Autor:in), 2016, Implementierung von Werten und Prinzipien in Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496774
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Leseprobe aus  43  Seiten
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