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Einflussfaktoren der beruflichen Orientierung

Welche Akteure müssen verstärkt kooperieren, damit eine qualifizierte Berufswahlentscheidung bei Jugendlichen erreicht wird?

Title: Einflussfaktoren der beruflichen Orientierung

Term Paper , 2019 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Tobias Ochs (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Welche Akteure sollten zukünftig vermehrt miteinander zusammenarbeiten, um die Qualität der Berufswahlkompetenz der Jugendlichen zu verbessern? Aufgrund der Komplexität und Reichweite der Thematik bezieht sich die Arbeit auf die Sekundarstufe I, also auf Jugendliche, die sich nach der Realschule für eine Ausbildung entscheiden.

Die Arbeit gibt einen Überblick über Akteure und wie der Austausch miteinander aussehen kann. Es werden Lücken aufgezeigt und Ideen herausgearbeitet, wie diese zu schließen sind, um eine möglichst qualifizierte Berufswahlentscheidung bei Jugendlichen zu gewährleisten.

Ein Blick auf die gängigen Standardwerke zum Thema Berufsorientierung zeigt, dass die Berufsorientierung selten als ganzheitliche Aufgabe der beteiligten Akteure gesehen wird. Daraus ergibt sich ein gemeinsames Problem. Der Prozess der Berufsorientierung wird oft nur aus der Sicht von einem oder zwei Akteuren betrachtet. Der Austausch aller beteiligten Akteure (Schule, Eltern, Unternehmen und Peer Groups) ist nur vereinzelt vorhanden und es fehlt ein ganzheitliches Konzept, um eine qualitativ hochwertige Berufsorientierung zu erreichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Relevanz einer qualifizierten Berufswahlentscheidung

3. Die Bewegungsfelder der Jugendlichen und der Einfluss der Akteure

3.1 Der Privatbereich – die Bezugspersonen

3.2 Der Nahbereich – die Schule

3.3 Der öffentliche Raum – die Unternehmen

4. Die unzureichende Nutzung der Kooperationen

5. Die Möglichkeiten guter Kooperationen und der Mehrwert entstehender Synergien

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einflussfaktoren auf die berufliche Orientierung von Jugendlichen der Sekundarstufe I und analysiert, wie die beteiligten Akteure – Schule, Eltern und Unternehmen – kooperieren müssen, um eine qualifizierte Berufswahlentscheidung zu fördern und Ausbildungsabbrüche zu reduzieren.

  • Bedeutung einer fundierten ersten Berufswahlentscheidung für die Erwerbsbiographie.
  • Analyse der Einflussnahme durch Bezugspersonen, Peers und Bildungseinrichtungen.
  • Bewertung der aktuellen Kooperationsstrukturen und Identifikation von Optimierungspotenzialen.
  • Bedeutung der strukturellen Verzahnung von Schule und Wirtschaft zur Vermeidung von Mismatch-Problemen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Privatbereich – die Bezugspersonen

Der Privatbereich von Jugendlichen besteht nicht nur aus dem Freundeskreis und den Eltern, sondern aus einer Vielzahl von Personen wie zum Beispiel der Geschwister, Verwandten und Bekannten. Da der Einfluss des Freundeskreises, den sogenannten Peers und den Eltern am größten ist, wird hierauf das Augenmerk gelegt.

Die Jugendstudie 2015 zeigt deutlich, dass die Eltern die wichtigsten Partner für ihre Kinder bei der Berufswahl darstellen (vgl. Shell Jugendstudie 2015, S. 77). Allerdings sind die Förderungen seitens der Eltern individuell und auch die Familienkonstellation ist zu beachten. Vielen Eltern ist ihre Rolle in der Berufsorientierung nicht immer bewusst, aber die Elternarbeit stellt ein hilfreiches Instrument in diesem Zusammenhang dar. Wenn sich Eltern einbringen, führt es meistens dazu, dass die Jugendlichen beruflich erfolgreicher und zufriedener sind, vor allem aber seltener die Ausbildung abbrechen (vgl. Baum et al. 2011, S.64).

Elternarbeit bedeutet aber nicht nur, dass sie mit ihren Kindern über eine berufliche Zukunft sprechen, sondern sie bedeutet auch, sie zu aktiven Unterstützern ihrer Kinder bei der Berufswahl zu etablieren. Die Arbeit mit und an den Eltern lebt vor allem auch von deren Individualität und Vielfalt, sowie von deren bisherigen Erfahrungen in der Berufswelt. Genau deshalb sollten alle Akteure, die mit den Eltern in Kontakt treten, diesen Erfahrungsschatz miteinbeziehen und nicht unbemerkt lassen. Für die Schule besteht die Aufgabe, den Eltern mit Toleranz und Respekt entgegenzutreten, um eine Basis für die Zusammenarbeit zu schaffen (vgl. Sacher 2014, S. 141). Kinder haben ihre Eltern immer auch als Vorbilder und nehmen diese in ihren unterschiedlichsten Alltagsrollen wahr: als Berufstätige, Eltern, Studierende, Arbeitssuchende und in vielen mehr und immer abhängig von der individuellen Lebenssituation.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung und die heutige Komplexität der Berufswahl und verdeutlicht die Notwendigkeit einer systemübergreifenden Zusammenarbeit zur Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen.

2. Die Relevanz einer qualifizierten Berufswahlentscheidung: Das Kapitel unterstreicht die hohe Bedeutung der Erstberufswahl für die gesellschaftliche Identität und die langfristige Lebensarbeitszeit eines Jugendlichen.

3. Die Bewegungsfelder der Jugendlichen und der Einfluss der Akteure: Es wird die zentrale Rolle von Gatekeepern wie Eltern, Lehrkräften und Peers untersucht, die den Berufswahlprozess durch Motivation oder Hemmung maßgeblich beeinflussen.

3.1 Der Privatbereich – die Bezugspersonen: Dieser Abschnitt analysiert den Einfluss von Eltern und Peers, wobei insbesondere die Eltern als wichtigste Orientierungshilfe und die Peers als Tandempartner für den Erfolg hervorgehoben werden.

3.2 Der Nahbereich – die Schule: Hier wird die Rolle der Schule als zentrale Verknüpfungsstelle und Ort der Kompetenzentwicklung zur Vorbereitung auf die Ausbildungsreife diskutiert.

3.3 Der öffentliche Raum – die Unternehmen: Das Kapitel beleuchtet die strategische Neuorientierung der Unternehmen, die angesichts des Fachkräftemangels zunehmend proaktiv in der Berufsorientierung agieren müssen.

4. Die unzureichende Nutzung der Kooperationen: Es wird kritisiert, dass trotz zahlreicher Förderinitiativen oft eine mangelnde Vernetzung und fehlende Kontinuität in den Maßnahmen bestehen, was zu ungenutzten Potenzialen führt.

5. Die Möglichkeiten guter Kooperationen und der Mehrwert entstehender Synergien: Dieses Kapitel plädiert für eine systematisierte Kooperation, bei der Unternehmen sich stärker für Schulen öffnen, um durch Synergieeffekte eine höhere Qualität der Berufswahlentscheidungen zu erreichen.

6. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Notwendigkeit zusammen, Berufsorientierung unter betrieblicher Beteiligung ganzheitlich zu denken und digital zu unterstützen, um den künftigen Anforderungen der Arbeitswelt gerecht zu werden.

Schlüsselwörter

Berufsorientierung, Berufswahlentscheidung, Ausbildungsabbruch, Sekundarstufe I, Kooperation, Akteure, Gatekeeper, Duales System, Kompetenzentwicklung, Schule, Elternarbeit, Unternehmen, Mismatch-Problem, Synergieeffekte, Bildungslandschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Einflussfaktoren der beruflichen Orientierung bei Jugendlichen und hinterfragt, wie eine verbesserte Kooperation zwischen den beteiligten Akteuren zu qualitativ besseren Berufswahlentscheidungen führen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Bedeutung der Erstberufswahl, die Rolle von Bezugspersonen und Lehrkräften als Gatekeeper sowie die Notwendigkeit einer systemischen Verzahnung von Bildungs- und Wirtschaftssystem.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, welche Akteure der beruflichen Orientierung verstärkt kooperieren sollten und wie diese Zusammenarbeit gestaltet sein muss, um Jugendlichen eine qualifizierte Berufswahlentscheidung zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Ausarbeitung, die auf der Analyse bestehender Fachliteratur, aktueller Studien (z.B. Jugendstudien, Berufsbildungsberichte) und theoretischer Konzepte wie dem Gatekeeper-Modell basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Bewegungsfelder (Privatbereich, Schule, Unternehmen), die kritische Auseinandersetzung mit bestehenden Kooperationsdefiziten und die Darstellung von Mehrwerten durch eine systematische Zusammenarbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Berufsorientierung, Kooperation, Ausbildungsabbruch, Gatekeeper, Schule, Eltern, Unternehmen, Synergieeffekte.

Warum spielt die Elternarbeit eine so große Rolle für den Erfolg der Berufsorientierung?

Studien belegen, dass Eltern die wichtigste Orientierungshilfe für Jugendliche sind; eine aktive Einbindung der Eltern in den Orientierungsprozess erhöht die berufliche Zufriedenheit und senkt die Wahrscheinlichkeit für Ausbildungsabbrüche.

Was bedeutet das erwähnte Mismatch-Problem in der Arbeit?

Das Mismatch-Problem beschreibt eine Lücke zwischen den Berufswünschen der Jugendlichen und den angebotenen Ausbildungsplätzen in der Region, die häufig aus unzureichenden oder unrealistischen Berufsvorstellungen resultiert.

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Details

Title
Einflussfaktoren der beruflichen Orientierung
Subtitle
Welche Akteure müssen verstärkt kooperieren, damit eine qualifizierte Berufswahlentscheidung bei Jugendlichen erreicht wird?
College
Karlsruhe University of Education
Grade
2,0
Author
Tobias Ochs (Author)
Publication Year
2019
Pages
22
Catalog Number
V496786
ISBN (eBook)
9783346017130
ISBN (Book)
9783346017147
Language
German
Tags
Berufsorientierung Berufliche Orientierung Peer Groups Kompetenzen für die Berufswahl
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Ochs (Author), 2019, Einflussfaktoren der beruflichen Orientierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496786
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