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Die legitime und illegitime Macht. Macht, Herrschaft, Widerstand und Freiheit in Foucaults Werk

Title: Die legitime und illegitime Macht. Macht, Herrschaft, Widerstand und Freiheit in Foucaults Werk

Term Paper , 2018 , 21 Pages , Grade: 3

Autor:in: Anonym (Author)

Philosophy - Miscellaneous
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Diese Hausarbeit soll die vorgetragene Kritik von Nancy Fraser überprufen und herausarbeiten, ob sich in Foucaults Werk wirklich keine normativen Kriterien finden lassen. Denn gerade in den letzten Jahren wurden postum auch immer wieder Interviews, kleinere Texte und Vorlesungen aus Foucaults Spätwerk veröffentlicht, die eine Kritik gegenüber Frasers Kritik gewinnbringend erscheinen lassen. Zudem haben sich in den letzten 20-30 Jahren rund um Foucaults Werk viele philosophische Deutungsoptionen und Debatten entwickelt, die es nicht normativ verworren erscheinen lassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Frasers Kritik an Foucault

3. Genealogie und Normativität

3.1 Genealogie in der Praxis

3.2 Kritik ohne normative Kriterien

4. Der Widerstand gegen die moderne Macht

5. Herrschaft und Widerstand bei Foucault

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Kritik von Nancy Fraser am Machtbegriff von Michel Foucault, insbesondere den Vorwurf einer fehlenden normativen Fundierung. Ziel ist es, durch eine detaillierte Analyse von Foucaults Spätwerk und Konzepten wie der „Praxis der Freiheit“ aufzuzeigen, dass Foucaults genealogische Kritik sehr wohl politische Potenzialitäten für Widerstand und Subjektwerdung enthält.

  • Die liberale vs. foucaultsche Machtkonzeption
  • Methodologische Grundlagen der Genealogie
  • Das Spannungsfeld zwischen Macht, Herrschaft und Freiheit
  • Strategien des Widerstands durch Selbstsorge und Subjektivierung

Auszug aus dem Buch

3.1 Genealogie in der Praxis

Im zweiten Teil ihrer Untersuchung gibt Fraser nochmal präzisierter an, dass sich für Foucault das Macht/Wissen-Regime vor allem mit Beginn der Moderne im späten 18. Jahrhundert Schritt für Schritt entwickelte und langsam perfektionierte. Die Entwicklung des Macht/Wissen-Regimes begann nämlich zunächst mit einer Vielzahl von Mikropraktiken, wie sie Foucault auch nennt. Diese Mikropraktiken stellt er als Techniken zur Ausübung von Macht über Individuen dar, die sich über die Zeit zu einer ganzen Wissenschaft vom Menschen entwickelten und welche sich in die politischen Strategien und Zielsetzungen von sogenannten disziplinierenden Institutionen integrierten.

Fraser führt im weiteren Verlauf ihres Abschnitts verschiedene Details zu den Mikropraktiken auf, welche ich jedoch mit einem inhaltlich gleichwertigen Beispiel von Foucault abkürzend und klarer darstellen möchte, um zu zeigen, was unter der Entwicklung von Mikropraktiken zu verstehen ist.

Foucault gibt in einer seiner Vorlesungen zum Thema Macht ein Beispiel der Entwicklung der Armee vor, welche ab dem Ende des 16. Jahrhunderts bis zum Ende des 18. Jahrhunderts einen Umbruch erlebte. Am Anfang jenes Zeitraums war die Armee in kleine Einheiten mit relativ austauschbaren Individuen organisiert, die im weiteren Verlauf durch hierarchische Einheiten mit Unterführern und Unteroffizieren ersetzt wurden. Der Grund hierfür war die Erfindung des technischen Gewehrs, welches die Armee auch wirkungsvoll einsetzen wollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, die Foucaults Machtverständnis der liberalen Perspektive gegenüberstellt und die Kritik von Nancy Fraser einführt.

2. Frasers Kritik an Foucault: Darstellung der drei zentralen Kritikpunkte von Fraser bezüglich der fehlenden normativen Kriterien, der Unklarheit der Machtbegriffe und des vermeintlich fehlenden Widerstandspotenzials.

3. Genealogie und Normativität: Auseinandersetzung mit Foucaults genealogischer Methode sowie eine Verteidigung gegen den Vorwurf der Irrationalität durch Autoren wie David Owen.

3.1 Genealogie in der Praxis: Analyse der Mikropraktiken und wie diese in der Moderne zur Entwicklung von Macht/Wissen-Regimen beigetragen haben.

3.2 Kritik ohne normative Kriterien: Erläuterung der Relevanz von Genealogie als Kritik des eigenen Selbst anstelle einer rein moralischen oder normativen Bewertung.

4. Der Widerstand gegen die moderne Macht: Diskussion darüber, warum klassische liberale Widerstandsbegriffe bei modernen Machtstrukturen greifen müssen, um diese effektiv zu konfrontieren.

5. Herrschaft und Widerstand bei Foucault: Klärung des Machtbegriffs als Machtbeziehungen und Abgrenzung zwischen strategischen Spielen und verfestigten Herrschaftszuständen.

6. Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse und Bestätigung, dass Foucaults Werk durch die Praxis der Freiheit ein wirksames Gegengift gegen moderne Machtstrukturen bietet.

Schlüsselwörter

Michel Foucault, Nancy Fraser, Macht, Genealogie, Herrschaft, Widerstand, Freiheit, Machtbeziehungen, Subjektivierung, Moderne, Mikropraktiken, Normativität, Disziplin, Selbstsorge, Kritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Kritik von Nancy Fraser an Michel Foucaults Machtverständnis und untersucht, ob Foucaults Werk tatsächlich, wie von Fraser behauptet, „normativ verworren“ ist oder ob es eigene Ansätze zur politischen Kritik bietet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die genealogische Methode, der Begriff der modernen Macht/Wissen-Regime, die Unterscheidung zwischen Machtbeziehungen und Herrschaftszuständen sowie die Rolle der Selbstsorge als Widerstandspraxis.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu prüfen, ob sich in Foucaults Werk trotz der Kritik Frasers normative oder zumindest kritische Ansätze finden lassen, die eine bewusste Reflexion des Selbst und einen Widerstand gegen moderne Machtmechanismen ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die philosophische Textanalyse und vergleichende Lektüre, wobei sie auf Foucaults genealogische Schriften sowie auf interpretative Texte von Autoren wie Martin Saar und David Owen zurückgreift.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Frasers Kritikpunkte detailliert dargelegt und systematisch mit Gegenargumenten entkräftet, wobei Foucaults Definitionen von Machtbeziehungen und seine Ansätze zur Selbstkonstitution (Praxis der Freiheit) im Fokus stehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Macht, Genealogie, Herrschaft, Widerstand, Freiheit und Subjektivierung.

Warum hält Fraser Foucaults Werk für „normativ verworren“?

Sie kritisiert, dass Foucault auf die explizite normative Bewertung von Machtformen verzichte, was es schwierig mache, seine Begriffe von Herrschaft und Unterwerfung von legitimer Machtausübung zu unterscheiden.

Was bedeutet „Gefährlichkeit“ in Bezug auf Foucaults Philosophie?

Im Kontext der Arbeit bedeutet „Gefährlichkeit“ nicht das Böse an sich, sondern das Aufzeigen von sozialen Praktiken und Institutionen, die unsere Freiheit einschränken, um eine Reflexion über das eigene Gewordensein zu provozieren.

Inwiefern unterscheidet sich Foucaults Herrschaftsbegriff vom liberalen Verständnis?

Während das liberale Verständnis Herrschaft oft als von außen ausgeübten Zwang durch den Staat sieht, begreift Foucault Herrschaft als verfestigte, asymmetrische Machtbeziehungen, die den Spielraum für Freiheit blockieren.

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Details

Title
Die legitime und illegitime Macht. Macht, Herrschaft, Widerstand und Freiheit in Foucaults Werk
College
University of Potsdam
Grade
3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2018
Pages
21
Catalog Number
V496862
ISBN (eBook)
9783346008404
ISBN (Book)
9783346008411
Language
German
Tags
macht herrschaft widerstand freiheit foucaults werk
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2018, Die legitime und illegitime Macht. Macht, Herrschaft, Widerstand und Freiheit in Foucaults Werk, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496862
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