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Gefühle und Praktische Identität. Die Veränderung von Gefühlen durch praktische Rationalität

Titel: Gefühle und Praktische Identität. Die Veränderung von Gefühlen durch praktische Rationalität

Hausarbeit , 2017 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Philosophie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

John Christman vertritt die These, dass eine Person über basale Aspekte ihrer Identität, die einschränkend bzw. entfremdend wirken, über längere Zeit reflektiert werden sollte und sich daraus ein Verhältnis der Akzeptanz bzw. Nicht-Entfremdung zu diesem Aspekt ergibt. Der Schlüssel dieser Reflexion ist, dass sie den Aspekt umfassend betrachtet und sich immer wieder fragt, „[...] whether I can take this as part of my ongoing autobiography, looking at my past as well as projecting into the future, and avoid the feelings of resistance and rejection characteristic of alienation”. Die zentrale Annahme von Christman lautet hier, dass die Reflexion Effekte bewirkt, die Personen zur Akzeptanz bzw. Nicht-Entfremdung von basalen Aspekten, welche sie als störend empfinden, führen wird und sogar körperliche Ausdrücke übertrumpfen wird. Wie es zu diesen Effekten jedoch im Einzelnen kommt, wird in seinem Konzept scheinbar verschwiegen. Daher werde ich in dieser Hausarbeit eine mögliche Interpretation darstellen, wie es zu diesen Effekten im Zusammenhang mit Selbstreflexion kommen könnte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Authentizität nach John Christman

1.2 Practical Identity

1.3 Diachronic Practical Identity

1.4 Embodiment and Alienation

1.4 Self-Reflection und Non-alienation

2. Kritik

3. Rationalität und Affektivität

Schluss

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, wie die Veränderung von Gefühlen durch praktische Rationalität und Selbstreflexion möglich ist. Dabei wird das Konzept der personalen Authentizität von John Christman kritisch betrachtet und durch die affektiv-theoretische Perspektive von Jan Slaby ergänzt, um den Zusammenhang zwischen Identitätsbildung, Entfremdung und emotionaler Regulation zu beleuchten.

  • Personale Authentizität und Autonomie nach John Christman
  • Die Rolle der diachronen praktischen Identität bei der Selbstreflexion
  • Phänomene der Entfremdung und deren Überwindung
  • Der Einfluss von Affektivität und hedonischer Valenz auf die Motivation
  • Synthese von rationaler Reflexion und emotionaler Bedeutung

Auszug aus dem Buch

1.4 Embodiment and Alienation

Die Identität des Menschen als diachronic practical identity schafft sich ihre Autorität, aus den menschlichen Fähigkeiten zu reflektieren und zu begründen. Jedoch gibt es, wie schon angedeutet, auch verankerte Aspekte unserer Identität, die einen basalen Teil unserer Identität ausmachen, aber nie von uns selbst gewählt wurden, wie zum Beispiel unser biologisches Geschlecht, bestimmte Affekte oder anerzogene moralische Werte. Christman verweist hier auf den Begriff der Verkörperung und drückt damit die Passivität von vielen Faktoren aus, die unsere Verhalten, Reaktionen sowie Handlungen beeinflussen und damit auch unsere Identität ausmachen. Doch oft sind diese verkörperten Aspekte in unserem Denken so verankert, dass sie als Begründung für ein z.B. reflektiertes Verhalten gar nicht infrage kommen oder dass bestimmte Begründungen noch so logisch erscheinen, aber keine Wirkung auf Verhalten und Handeln haben. Christman gibt hier das Beispiel von der bedingungslosen Elternliebe an. Man kann sich zudem vorstellen, dass jegliche Gründe nach bestimmten Vorfällen gegen diese Liebe sprechen können, aber sie trotzdessen spürbar über lange Zeit erhalten bleibt. Dies ist zugleich ein Beispiel, welches Personen in ambivalente Zustände versetzen kann, wenn reflektierte rationale Begründungen uns etwas ganz anderes vermitteln, als letztlich unser Körper uns mitteilt. Christman sagt dazu ganz klar, dass wir zu Recht davon ausgehen können, dass unsere eigentliche Handlungsmacht aus unserer Körperlichkeit entsteht. Jedoch scheint Christman damit nicht ausdrücken zu wollen, dass wir unwillkürlich dieser Körperlichkeit ausgeliefert sind.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in den Begriff der Person und die Relevanz der Identitätskonstruktion sowie des Selbstverhältnisses.

1. Authentizität nach John Christman: Darlegung der Autonomiebedingungen Christmans mit Fokus auf kritische Reflexion und die Vermeidung von Entfremdung.

1.2 Practical Identity: Analyse des Konzepts der praktischen Identität als freie Selbstbestimmung und deren Einbettung in soziale und biographische Kontexte.

1.3 Diachronic Practical Identity: Erläuterung der Bedeutung von Erinnerungsprozessen für ein kohärentes Selbstverständnis über die Zeit hinweg.

1.4 Embodiment and Alienation: Diskussion der passiven, verkörperten Aspekte der Identität und wie diese zu Entfremdungszuständen führen können.

1.4 Self-Reflection und Non-alienation: Untersuchung, wie durch Selbstreflexion eine motivationale Neuorientierung und die Überwindung von Entfremdung erreicht werden kann.

2. Kritik: Kritische Auseinandersetzung mit der Offenheit in Christmans Modell hinsichtlich der konkreten Wirkweise von Reflexion auf affektive Zustände.

3. Rationalität und Affektivität: Integration von Jan Slabys Konzept der Affektivität zur Erklärung, wie rationale Prozesse und emotionale Werte interagieren.

Schluss: Zusammenfassende Synthese, die zeigt, wie durch die Änderung von Begrifflichkeiten und Selbstverständnis eine aktive Affektregulation möglich wird.

Schlüsselwörter

Authentizität, Praktische Identität, Selbstreflexion, Entfremdung, Personale Autonomie, Diachrone Identität, Verkörperung, Affektivität, Hedonische Valenz, Motivation, Selbstbild, Selbstentwurf, John Christman, Jan Slaby, Intentionalität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Untersuchung von Identität und der Frage, wie Menschen durch Selbstreflexion und praktische Rationalität ein authentisches Selbstverhältnis aufbauen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind die Theorie der Person, das Konzept der diachronen praktischen Identität, die Phänomenologie der Entfremdung und die Rolle der menschlichen Affektivität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Veränderung von Gefühlen durch praktische Rationalität ermöglicht wird und wie Christmans Konzept durch die Perspektive von Jan Slaby sinnvoll ergänzt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine analytische philosophische Hausarbeit, die auf einer Literaturanalyse und einer kritischen Interpretation bestehender philosophischer Konzepte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Bedingungen für personale Authentizität, das Identitätskonzept von Christman, die Rolle von Verkörperung und Entfremdung sowie die Verknüpfung von Rationalität und Affekt nach Slaby.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Authentizität, Entfremdung, Praktische Identität, Affektivität, Selbstreflexion und hedonische Valenz.

Wie unterscheidet sich der Begriff der Entfremdung in diesem Werk?

Entfremdung wird nicht als einfaches Fehlen von Identifikation definiert, sondern als eine starke Reaktion, die mit Widerstand gegen basale Aspekte der Persönlichkeit einhergeht.

Wie kann laut der Autorin ein "anderes Fühlen" zu einem "anderen Handeln" führen?

Durch die Veränderung des Selbstverständnisses und die Anwendung neuer Begrifflichkeiten für das eigene Erleben können sich affektive Bewertungen verschieben, was wiederum das motivierende Handeln beeinflusst.

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Details

Titel
Gefühle und Praktische Identität. Die Veränderung von Gefühlen durch praktische Rationalität
Hochschule
Universität Potsdam
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
17
Katalognummer
V496866
ISBN (eBook)
9783346008480
ISBN (Buch)
9783346008497
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gefühle praktische identität veränderung gefühlen rationalität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Gefühle und Praktische Identität. Die Veränderung von Gefühlen durch praktische Rationalität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496866
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Leseprobe aus  17  Seiten
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