Das in der Masterarbeit entwickelte Konzept soll einen Beitrag dazu leisten Transportprozesse zu digitalisieren, transparenter zu gestalten und die Produktivität der Fahrer erhöhen.
Der Logistiksektor in Deutschland ist geprägt durch den Mittelstand. In der Transportabwicklung nehmen sie die dominante Rolle ein. Das Geschäft ist gezeichnet durch geringen Margen und dem enormen Wettbewerbsdruck. Hohe Personalkosten, die aus einem hohen Koordinationsaufwand resultieren, charakterisieren die papiergesteuerten Prozesse in der Transportlogistik. Weiterhin wirkt sich die erhöhte Komplexität internationaler Wertschöpfungsketten in die Prozesse, die einen enormen Bedarf an Fachkräften erfordern, um die Wünsche des Kunden zu erfüllen. Vor allem der Mangel an Lastkraftwagenfahrern stellt ein wachsendes Defizit dar.
Wie im Verlauf der Arbeit verdeutlicht wird, stehen in den nächsten Jahren elementare Veränderungen der Arbeitsweise in der Logistik an. Unternehmen mit traditionellen Arbeitsweisen, also ohne umfangreichen Einsatz von IT, könnten zunehmend unter Druck geraten. Diese traditionellen Arbeitsweisen, wie die Nutzung veralteter Kommunikationstechnologie, sind im Bereich der Transportabwicklung etabliert. Zwar nutzt bereits die Mehrheit der Transportunternehmen technische Hilfsmittel, wie zum Beispiel Telematiksysteme, Identifikationssysteme oder Electronic Data Interchange. Dennoch existieren unzählige Unternehmen in Deutschland, die bereits einen erhöhten Wettbewerbsdruck spüren.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Masterarbeit
2 Grundlagen und Stand der Technik
2.1 AutoID-Systeme
2.2 Digitalisierung
2.3 Transportlogistik
2.4 Technologien in der Transportlogistik
2.5 Anwendungsbeispiele in der Transportlogistik
3 Methodik, Entwicklungsstufen des TSMS und Anwendungsszenario
3.1 Methodik zur Entwicklung eines Konzeptes und verwendete Technologien
3.2 Entwicklungsstufen des TSMS und Zukunftsszenario
3.3 Abgrenzung des Anwendungsszenarios
4 Demonstration und Darstellung der Ergebnisse
4.1 Funktionen des TSMS
4.2 Ablauf des Programms
4.3 Erzeugter Nutzen und Differenzierungsmerkmale
4.4 Zusammenfassung
5 Fazit
5.1 Schlussbetrachtung
5.2 Weitere Forschungsgebiete
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Masterarbeit ist die Entwicklung eines technischen Systems, das in Sattelaufliegern installiert wird, um Transportprozesse durch Datenerfassung zu digitalisieren und transparenter zu gestalten, um so die Arbeitsprozesse für Fahrer und Disponenten zu erleichtern. Die Forschungsfrage lautet: „Wie kann die Installation eins technischen Systems im Sattelauflieger die Arbeitsprozesse in der Transportabwicklung erleichtern?“
- Konzeptentwicklung für digitalisierte Transportabwicklung bei Nutzfahrzeugen
- Einsatz von AutoID-Systemen und Sensorik in der Transportlogistik
- Prototypenentwicklung auf Basis eines Raspberry Pi und Node-Red
- Schrittweise Entwicklung von Assistenzsystemen bis hin zum Cyber-Physischen System
- Automatisierte Erfassung von Materialflüssen und Transportkonditionen
- Optimierungspotenziale durch Echtzeit-Datenanalysen und transparente Wertschöpfungsketten
Auszug aus dem Buch
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
Branchenübergreifende Transporte sind die Grundvoraussetzung für Wohlstand und ermöglichen die arbeitsteilige Volkswirtschaft, die in Deutschland herrscht. Die Erhaltung und Förderung von leistungsfähigen Logistiknetzen sichert das Wirtschaftswachstum. Experten gehen davon aus, dass die elektronische Datenverarbeitung (EDV) zu dieser modernen und leistungsfähigen Logistik führt, welche ein entscheidender Faktor für die wirtschaftliche Spitzenposition Deutschlands ist.
Der Logistiksektor in Deutschland ist geprägt durch den Mittelstand. Annähernd 99 % der Unternehmen im Logistikmarkt sind kleine oder mittlere Unternehmen (KMU). Auch in der Transportabwicklung nehmen sie die dominante Rolle ein. Die Strukturen dieses Geschäfts sind gezeichnet von geringen Margen, resultierend aus geringen Eintrittsbarrieren in den Markt und dem enormen Wettbewerbsdruck. Ein weiteres Merkmal ist der hohe Anteil der Personalkosten. Sie entstehen auf Basis des hohen Koordinationsaufwandes, der vornehmlich auf Papier abgewickelt wird. Prozesse in der Transportlogistik sind ohne den Einsatz von Papier nicht durchführbar. Die internationalen Wertschöpfungsketten erhöht die Komplexität in den Logistikprozessen. Hieraus resultiert ein enormer Bedarf an Fachkräften, um die anfallenden Aufgaben abzustimmen und im Sinne des Kunden durchzuführen. Vor allem der Mangel an Lastkraftwagenfahrern wird immer deutlicher und stellt ein wachsendes Defizit dar. Hierdurch ist in den letzten Jahren die Verfügbarkeit von Transportkapazitäten gesunken.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Bedeutung der Logistik in Deutschland, identifiziert den Trend zur Digitalisierung und definiert das Ziel, durch ein technisches System im Sattelauflieger die Transportprozesse zu erleichtern.
2 Grundlagen und Stand der Technik: Dieses Kapitel definiert relevante Begriffe wie AutoID-Systeme und Digitalisierung, erläutert die Bedeutung der Transportlogistik und analysiert den aktuellen technologischen Stand sowie Herausforderungen wie Fachkräftemangel und Komplexität.
3 Methodik, Entwicklungsstufen des TSMS und Anwendungsszenario: Hier werden das agile Vorgehen bei der Prototypenentwicklung, die Hardware-Komponenten, die verschiedenen Entwicklungsstufen bis hin zum Zukunftsszenario sowie die notwendigen Abgrenzungen des Anwendungsszenarios beschrieben.
4 Demonstration und Darstellung der Ergebnisse: Dieses Kapitel zeigt die konkrete Umsetzung des TSMS, erklärt die Funktionen, den Programmablauf anhand von Node-Red, erörtert den generierten Nutzen und führt eine ausführliche Labortestung durch.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Praxistauglichkeit des entwickelten Konzepts und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungs- und Entwicklungsfelder.
Schlüsselwörter
Transportlogistik, Digitalisierung, Sattelauflieger, TSMS, Transport Status Management System, AutoID, Barcode, Sensorik, Raspberry Pi, Node-Red, Wertschöpfungskette, Effizienzsteigerung, Echtzeitdaten, Prozessoptimierung, Nutzfahrzeuge
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es grundsätzlich in der Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeptentwicklung eines technischen Systems namens "Transport Status Management System" (TSMS), das in Sattelaufliegern zur Digitalisierung von Transportabwicklungen eingesetzt wird.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Transportlogistik, den Einfluss von Digitalisierung auf Logistikprozesse, den Einsatz moderner IT-Komponenten (AutoID, Sensorik) und die Bewältigung logistischer Komplexität.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, ein benutzerfreundliches und kosteneffizientes System zu entwerfen, das durch Datenerfassung administrative Tätigkeiten im Transportprozess reduziert und die Transparenz innerhalb der Logistikkette erhöht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit orientiert sich am agilen Projektmanagement nach Kent Beck, um durch iterative Zyklen und fortlaufendes Kundenfeedback eine praxisnahe Prototypenentwicklung zu ermöglichen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die technischen Komponenten und deren Integration (z.B. Raspberry Pi, Sensoren, Barcodescanner) beschrieben, die Funktionsweise des TSMS erläutert und die Ergebnisse anhand von Labortests demonstriert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Transportlogistik, Digitalisierung, TSMS, Echtzeitdaten, Prozessoptimierung, Sensorik und Wertschöpfungskette.
Wie unterscheidet sich das TSMS von kommerziellen Systemen?
Im Gegensatz zu vielen proprietären Insellösungen am Markt setzt das TSMS auf Open-Source-Technologien, was Kosteneffizienz und eine höhere Flexibilität für die Individualisierung an die Bedürfnisse von KMU bietet.
Welche Rolle spielt der Fahrer in dem Konzept?
Der Fahrer steht im Mittelpunkt, wobei das System ihn von administrativen Aufgaben entlasten soll, indem die manuelle Datenerfassung durch automatisierte Barcodescans und Sensorabfragen ersetzt oder vereinfacht wird.
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- Daniel Büttner (Author), 2018, Konzeptentwicklung eines Systems zur digitalisierten Transportabwicklung für Nutzfahrzeuge, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496921