Das Ziel dieser Arbeit besteht in einer Weiterführung der Bachelorarbeit "Empirische Untersuchung von Konsumentenentscheidungen auf Grundlage der Prospect – Theorie", in-dem im Zuge dieser Untersuchung ausgewählte Heuristiken hinsichtlich ihrer Unabhängigkeit überprüft wurden. Mit Hilfe eines Online – Fragebogens wurden N = 101 Entscheider (Nweiblich: 67, MAlter = 33.39, MNettoeinkommen = 1,727.24) zu ihrem Entscheidungsverhalten befragt. Im Mittelpunkt standen sechs Zielsetzungen: die Überprüfung der Abhängigkeit zwischen dem Besitz eines Objekts und dessen Wertschätzung, die Überprüfung der Abhängigkeit der Entscheidung von der Darstellung der Entscheidungssituation, die Überprüfung eines Zusammenhangs zwischen vergangenen und gegenwärtigen irrationalen Entscheidungen, die Überprüfung eines Zusammenhangs zwischen der Marke und der Höhe des Preises bei der Beurteilung der Qualität eines Produktes, die Überprüfung der Wahrnehmung von Preisen in Abhängigkeit von Referenzgrößen und die Überprüfung der Abhängigkeit der Zahlungsbereitschaft von der Vorgabe eines Zahlenwertes.
Zusätzlich wurde die Stärke des Zusammenhangs quantifiziert und überprüft, ob das Auftreten einer Heuristik abhängig von den demografischen Eigenschaften der Entscheider ist. Die Ergebnisse zeigen, dass ein signifikanter, positiver und starker Zusammenhang zwischen der Marke und dem Preis bei der Beurteilung der Qualität des Produktes besteht. Folglich sollte eine Marke immer in Verbindung mit einem höheren Preis kommuniziert werden. Weiter konnte ein sehr signifikanter, positiver und starker Zusammenhang zwischen hohen und niedrigen Referenzpreisen nachgewiesen werden. Preisvorteile sollten demnach immer in Verbindung mit Referenzpreisen kommuniziert werden. Im Hinblick auf die demografischen Eigenschaften der Entscheider konnte diese Untersuchung aufzeigen, dass sowohl Priming – als auch Referenzpreiseffekte positiv mit dem Grad des Bildungsstandes der Entscheider korrelieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Methoden
2.1 Stichprobenbeschreibung
2.2 Design
2.3 Messinstrumente/Material
2.4 Durchführung
3. Ergebnisse
3.1 Besitztumseffekt
3.2 Framing
3.3 Gratisangebote
3.4 Priming
3.5 Referenzpreise
3.6 Anker
4. Diskussion
4.1 Limitationen und Implikationen
4.1.1 Limitationen
4.1.2 Implikationen für die Praxis
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Entscheidungsverhalten von Konsumenten unter Berücksichtigung verschiedener Heuristiken der Prospect-Theorie. Ziel der Untersuchung ist es, Zusammenhänge zwischen ausgewählten heuristischen Effekten und dem Konsumentenverhalten empirisch zu überprüfen, zu quantifizieren und praxisrelevante Marketingimplikationen abzuleiten.
- Analyse verhaltensökonomischer Heuristiken wie Besitztumseffekt und Framing
- Einfluss von Priming auf die Qualitätsbeurteilung von Produkten
- Rolle von Referenzpreisen bei der Preiswahrnehmung
- Untersuchung von Ankereffekten bei Zahlungsbereitschaften
- Empirische Validierung durch quantitative Online-Befragungen
Auszug aus dem Buch
Design
Zur Überprüfung der Forschungshypothesen wurde ein korrelatives Querschnittsdesign als nicht – experimentelle Untersuchungsform gewählt. Die relevanten Merkmale wurden folglich einmalig und innerhalb eines kurzen Zeitraumes erfasst, um die Korrelation, also den Zusammenhang zwischen jeweils zwei Merkmalen, zu beschreiben (Tausendpfund, 2018). Dabei wurde weder ein Treatment verabreicht noch eine Randomisierung durchgeführt. Eine Stichprobenselektion wurde ebenfalls nicht durchgeführt.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Dieses Kapitel begründet die Relevanz der Untersuchung von Konsumentenentscheidungen für das Marketingmanagement und definiert die Zielsetzung der empirischen Arbeit.
Methoden: Hier wird das methodische Vorgehen beschrieben, angefangen bei der Beschreibung der Stichprobe über das gewählte Forschungsdesign bis hin zur Gestaltung der Messinstrumente und der Durchführung der Datenerhebung.
Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die empirisch erhobenen Daten präsentiert, wobei die statistischen Ergebnisse zu den verschiedenen Heuristiken (Besitztumseffekt, Framing, Gratisangebote, Priming, Referenzpreise, Anker) detailliert aufgeführt werden.
Diskussion: Dieses Kapitel interpretiert die Ergebnisse, stellt die Signifikanz der untersuchten Effekte dar, benennt Limitationen der Studie und leitet konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis ab.
Schlüsselwörter
Konsumentenentscheidungen, Prospect-Theorie, Heuristiken, Besitztumseffekt, Framing, Priming, Referenzpreise, Ankereffekt, Marketing, Konsumentenverhalten, quantitative Forschung, Online-Befragung, Kaufentscheidung, Preispsychologie, statistische Analyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht das Entscheidungsverhalten von Konsumenten aus verhaltensökonomischer Perspektive, insbesondere basierend auf den Prinzipien der Prospect-Theorie.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Heuristiken, die Kaufentscheidungen beeinflussen, darunter der Besitztumseffekt, Framing, Priming, Referenzpreise und der Ankereffekt.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Zusammenhänge dieser Heuristiken empirisch zu prüfen, ihre Stärke zu quantifizieren und zu analysieren, wie diese Erkenntnisse im Marketing genutzt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wurde eine quantitative Online-Befragung mit 101 Teilnehmern durchgeführt, deren Ergebnisse mittels Chi²-Unabhängigkeitstests und statistischer Korrelationsmaße ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil analysiert?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung des Studiendesigns und die detaillierte Darstellung der statistischen Ergebnisse zu den aufgestellten Null- und Alternativhypothesen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Prospect-Theorie, Konsumentenentscheidungen, verhaltensökonomische Heuristiken, Preispsychologie und statistische Signifikanz.
Gab es einen signifikanten Einfluss des Bildungsstandes?
Ja, die Untersuchung konnte zeigen, dass sowohl Priming-Effekte als auch Referenzpreiseffekte positiv mit dem Bildungsstand der befragten Konsumenten korrelieren.
Wurde der Besitztumseffekt in der Studie bestätigt?
Nein, für den Besitztumseffekt konnte in dieser spezifischen Untersuchung kein signifikanter Zusammenhang nachgewiesen werden, weshalb die entsprechende Alternativhypothese verworfen wurde.
- Quote paper
- Claudia Schiefler (Author), 2019, Kontingenzanalyse von Konsumentenentscheidungen auf Grundlage der Prospect-Theorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496925