Der Gesundheitssektor unterliegt einem stetigen Wandel. Neue Begriffe wie mHealth und eHealth kommen auf und die Vermessung von Vitaldaten wird immer verbreiteter. Auch das gesundheitsbewusste Arbeiten liegt im Trend.
Doch bedeuten digitale Lösungen im betrieblichen Gesundheitsmanagement einen Mehrwert für Mitarbeitende und Unternehmen? Welche Barrieren und Risiken müssen dabei berücksichtigt werden? Denise Schulze betrachtet die wichtigsten Aspekte und aktuellen Herausforderungen eines betrieblichen Gesundheitsmanagements.
Sie setzt sich dabei mit ersten digitalen Einsatzmöglichkeiten auseinander und untersucht, inwiefern diese die arbeitsbedingten Belastungen reduzieren können. Im Zentrum steht hierbei die Frage, wie das betrieblichen Gesundheitsmanagement digitale Lösungen einsetzt und erfolgreich umsetzt. Schulze untersucht außerdem, wie offen die Gesellschaft für digitale Lösungen bereits ist.
Aus dem Inhalt:
- Betriebssport;
- Stress;
- Burnout;
- Mitarbeitergesundheit;
- Mitarbeiterzufriedenheit
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Teil
2.1 Begriffsbestimmung Betriebliches Gesundheitsmanagement
2.2 Gründe zur Einführung eines BGMs
2.3 Gesetzliche Vorgaben in Deutschland
2.4 Aktuelle Herausforderungen für das BGM
2.5 Einsatz von digitalen Lösungen im Bereich des BGMs
2.5.1 Webportale
2.5.2 Wearables
2.5.3 Gesundheits-Apps
2.5.4 Onlinecoaching/Webinare
2.5.5 EAP- Employee Assistance Programm
2.5.6 BGM-Komplettsystem
2.6 Barrieren, Risiken und Chancen
2.7 Datenschutzrechtliche Aspekte
3 Empirischer Teil
3.1 Hypothesenbildung
3.2 Methodik und Vorgehen
3.3 Erhebung
4 Auswertung
4.1 Auswertung der Umfrage
4.2 Zusammenfassende Betrachtung
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Potenziale und Herausforderungen des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) durch den Einsatz digitaler Lösungen zu analysieren, um so Handlungsempfehlungen für eine zukunftsorientierte Gesundheitsstrategie in Unternehmen abzuleiten.
- Theoretische Grundlagen und aktuelle Herausforderungen des BGM
- Einsatzmöglichkeiten digitaler Instrumente (Apps, Wearables, Webportale)
- Empirische Untersuchung zur Akzeptanz digitaler Lösungen bei Arbeitnehmern
- Analyse von Datenschutzaspekten und Barrieren bei der Implementierung
Auszug aus dem Buch
2.5.3 Gesundheits-Apps
Gesundheits-Apps sind Applikationen, die auf das Smartphone oder Tablet heruntergeladen werden können. Beliebt sind Apps aus den Bereichen Sport, Ernährung, Lifestyle sowie der Gewichtsregulierung.80 Mit einer App werden verschiedene Wirkungsbereiche angesprochen: Die Vorbereitung spricht die Informationsvermittlung an, die Befähigung stärkt das Bewusstsein und die Verstärkung unterstützt mithilfe von aktiven Hilfestellungen.81 Dabei können die Applikationen ähnlich wie Wearables verschiedene Funktionalitäten aufweisen wie z.B. die zurückgelegten Schritte, Ernährungstagebuch oder die Aufnahme anderer Vitalwerte. Somit ist eine individuelle Datenauswertung möglich, die zur Unterstützung des gesundheitsförderlichen Verhaltens genutzt werden kann.82 Abgesehen davon können sie durch Nachrichten und akustische Signale den Mitarbeitenden erinnern, etwas für seine Gesundheit zu tun.83 Für Unternehmen gibt es immer mehr Anbieter, die solche Apps anbieten. Vor Einführung einer geeigneten App sollte ein Unternehmen den möglichen Nutzen und die Informationen, die darüber bereitgestellt werden, überprüfen.84 Als ein Beispiel wird nun auf die App ‚humanoo‘ von der eTherapists GmbH näher eingegangen. Die App ‚humanoo‘ sieht sich als erster digitaler Gesundheitscoach für Körper und Geist. Sie bietet den Mitarbeitenden einen digitalen Begleiter mit den Modulen: Training, Ernährung, Challenges, Akute Hilfe & Live Chat, Gesundheitsindex und Neuigkeiten an. Die Inhalte umfassen Fitness, Mentaltraining, Ernährung und Physiotherapie.
Durch die Gesundheitsapp ist es möglich, maßgeschneiderte Lösungen für jeden einzelnen Nutzer anzubieten. Durch die App hat der Mitarbeitende die Möglichkeit, seinen eigenen Gesundheitsindex zu messen und auf spielerische Art und Weise aktiv zu steuern. Zudem kann er durch die Gesundheits-App mit Erinnerungsmeldungen an ein gesundheitsförderliches Verhalten erinnert werden. Möglich sind auch Challenges und Vergleiche mit anderen Mitarbeitenden, die zugleich die Motivation aller Mitarbeitende steigen lässt, etwas für ihre Gesundheit zu tun.85 Zusätzlich dazu lässt sich ‚humanoo‘ mit einer Vielzahl von Geräten und Apps zum Aufnehmen der Vitalwerte verbinden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, erläutert die Problemstellung im Kontext der Arbeit 4.0 und definiert das Ziel sowie den Aufbau der vorliegenden Untersuchung.
2 Theoretischer Teil: Hier werden die Grundlagen des betrieblichen Gesundheitsmanagements, aktuelle Herausforderungen, verschiedene digitale Lösungsansätze sowie rechtliche Rahmenbedingungen und Datenschutzaspekte detailliert behandelt.
3 Empirischer Teil: Dieses Kapitel widmet sich der wissenschaftlichen Methodik der Arbeit, inklusive der Hypothesenbildung und dem Vorgehen bei der Durchführung der quantitativen Onlineumfrage.
4 Auswertung: Hier erfolgt die detaillierte Darstellung und Analyse der erhobenen Umfragedaten, gefolgt von einer zusammenfassenden Betrachtung der Ergebnisse.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung digitaler Lösungen für die Gesundheitskompetenz in Unternehmen.
Schlüsselwörter
Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Digitalisierung, Arbeit 4.0, Gesundheits-Apps, Wearables, Gesundheitsförderung, Prävention, Onlinecoaching, Datensicherheit, Mitarbeitermotivation, Gesundheitskommunikation, Empirische Forschung, Onlineumfrage, eHealth
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie betriebliches Gesundheitsmanagement durch den Einsatz digitaler Technologien wie Apps oder Wearables in der heutigen Arbeitswelt unterstützt und verbessert werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen des BGM, aktuelle Herausforderungen für Unternehmen, digitale Einsatzmöglichkeiten zur Gesundheitsförderung sowie die Analyse von Akzeptanz und Risiken bei Arbeitnehmern.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, den Mehrwert digitaler Lösungen für Mitarbeitende und Unternehmen zu evaluieren und Handlungsempfehlungen für ein zukunftsorientiertes, digitales Gesundheitsmanagement zu formulieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine quantitative Forschungsmethode in Form einer Onlineumfrage gewählt, um Daten über die Meinung und das Nutzungsverhalten von Arbeitnehmern zu gewinnen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Abschnitt, der Konzepte wie Webportale, Wearables und EAP-Programme beschreibt, sowie einen empirischen Teil, der die Ergebnisse der durchgeführten Befragung auswertet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie BGM, Digitalisierung, Gesundheits-Apps, Prävention, Datensicherheit und Arbeitnehmer-Motivation charakterisiert.
Welche Rolle spielt der Datenschutz beim Einsatz digitaler Tools?
Der Datenschutz ist ein kritischer Erfolgsfaktor; die Arbeit betont, dass hohe Transparenz, Anonymisierung von Daten und Vertrauen der Mitarbeitenden notwendig sind, um Akzeptanz zu sichern und Missbrauch zu verhindern.
Wie stehen die Umfrageteilnehmer zu digitalen Lösungen im BGM?
Die Ergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Befragten digitalen Lösungen grundsätzlich offen gegenübersteht, insbesondere wenn es um die Nutzung von Fitnesstrackern oder Gesundheits-Apps zur persönlichen Zielerreichung geht.
- Arbeit zitieren
- Denise Schulze (Autor:in), 2019, Betriebliches Gesundheitsmanagement im Zeitalter der Digitalisierung. Möglichkeiten und Barrieren von digitalen Lösungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496937