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Wissenschaft im Nationalsozialismus. Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Titel: Wissenschaft im Nationalsozialismus. Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Hausarbeit , 2017 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Steffen Köller (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Zustand der Wissenschaft im Nationalsozialismus. Nach einem allgemeinen Teil zu den Deutschen Universitäten im Nationalsozialismus geht es im weiteren um die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel im Dritten Reich und dann im speziellen um das Historische Seminar der Universität zwischen 1933 und 1945.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Deutsche Universitäten im Nationalsozialismus

3. Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in der Zeit des Nationalsozialismus

4. Das Historische Seminar der Christian-Albrechts-Universität 1933-1945

4.1 Carl Petersen

4.2 Otto Scheel

5. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht am Beispiel der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und ihres Historischen Seminars, inwieweit sich die wissenschaftliche Forschung zwischen 1933 und 1945 in den Dienst des nationalsozialistischen Regimes stellte. Im Fokus steht dabei die Analyse der ideologischen Ausrichtung des Lehrkörpers sowie die Frage nach der Instrumentalisierung der Geschichtswissenschaft im „Dritten Reich“.

  • Wissenschaft und Ideologie im Nationalsozialismus
  • Gleichschaltungsprozesse an deutschen Universitäten
  • Die Kieler Universität als „Grenzlanduniversität“
  • Rolle und Wirken der Historiker Carl Petersen und Otto Scheel

Auszug aus dem Buch

4.1 Carl Petersen

Der am 05.03.1885 in Hvidding geborene Carl Ernst Johann Petersen gehört zu einem der Professoren des Kieler Historischen Seminars, die bereits im Ersten Weltkrieg kämpften. 1911 legte er seine Dissertation an der Humboldt-Universität Berlin vor und habilitierte 1922 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. 1927 begann er seine Tätigkeit als Vertretungsprofessor für Schleswig-Holsteinische-, Nordische- und Reformationsgeschichte, bevor er dann in die Neuere Geschichte wechselte und dort auch weiter tätig blieb.

Carl Petersens Weg als sogenannter Volkstumshistoriker begann schon lange vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Bereits in den 1920er Jahren begründete er zusammen mit Friedrich Wolters eine Arbeitsgemeinschaft, die ein fünfbändiges Werk mit dem Titel „Der Deutsche“ veröffentlichte. Weiterhin befassten sich die beiden mit Heldensagen der germanischen Frühzeit. Er sah in der „Rückbesinnung auf das Wesen volkstümlicher Geistesform und durch die Neuzeugung einer Deutschheit einen Hoffnungsschimmer“ der die Krisen seiner Generation bewältigen konnte.

Nach der Machtergreifung Hitlers dauerte es dann auch nicht lange bis sich Petersen mit der Neuausrichtung der Universität und der Wissenschaft befasste. Zusammen mit dem Physikochemiker Karl Lothar Wolf veröffentlichte er 1933 „Die Stellung der Natur- und Geisteswissenschaften in der neuen Universität und die Aufgabe ihrer Fachschaften“. In dem kleinen Band rechnen die beiden Wissenschaftler mit dem Wissenschaftsliberalismus des 19. Jahrhunderts ab. So heißt es dort in Bezug auf die Geschichtswissenschaft:

„Wir wählen uns unsere geistigen Ahnen, d.h. die, welche unseres Wesens sind und uns helfen können, und wir werten die Großen der Vergangenheit danach, ob sie unseres Wesens sind oder nicht, und inwiefern sie es sind. So treffen wir eine bewusste und gewollte Auslese und nichts gilt uns, weil es war, sondern weil es so war, wie wir es für uns und für heute wollen müssen. Die Frage ist müßig, ob wir damit etwa geschichtliche Tatsachen umdeuten: ein „objektives“ Geschichtsbild gibt es nicht, und wir können nie erfahren, „wie es wirklich gewesen ist“.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz des Themas „Wissenschaft im Nationalsozialismus“ und stellt die Forschungsfrage nach der Anpassung der Kieler Universität sowie des Historischen Seminars an das NS-Regime vor.

2. Deutsche Universitäten im Nationalsozialismus: Dieses Kapitel skizziert den allgemeinen Prozess der Selbstgleichschaltung an deutschen Hochschulen und analysiert die Hintergründe für das antidemokratische Denken unter Lehrenden und Studierenden.

3. Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in der Zeit des Nationalsozialismus: Der Text beleuchtet die politische Entwicklung in Schleswig-Holstein und zeigt auf, wie die Kieler Universität durch Personalentlassungen und ideologische Neuausrichtung in den NS-Staat eingegliedert wurde.

4. Das Historische Seminar der Christian-Albrechts-Universität 1933-1945: Hier wird die spezifische Politisierung der Geschichtswissenschaft in Kiel untersucht, insbesondere durch die Untersuchung der Professoren Carl Petersen und Otto Scheel.

5. Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst zusammen, dass die Kieler Universität als Paradebeispiel für die bereitwillige Instrumentalisierung der Wissenschaft für NS-Ideologie diente und plädiert für eine kritische Auseinandersetzung mit dieser Vergangenheit.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Kieler Universität, Historisches Seminar, Wissenschaftsgeschichte, Gleichschaltung, Carl Petersen, Otto Scheel, NS-Ideologie, Geschichtswissenschaft, Grenzlanduniversität, völkisches Denken, Weimarer Republik, Drittes Reich, Universitätspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhalten und die ideologische Ausrichtung des Historischen Seminars der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel während der Zeit des Nationalsozialismus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Gleichschaltung der Universitäten, die Rolle des Lehrkörpers bei der Etablierung nationalsozialistischer Ideologie und der spezifische Kontext der „Grenzlanduniversität“ Kiel.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, ob und wie sich die Kieler Forschung in den Jahren 1933 bis 1945 dem NS-Regime andiente und moralische sowie fachliche Standards der Wissenschaft aufgab.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine historische Analyse basierend auf zeitgenössischen Quellen, insbesondere wissenschaftlichen Publikationen, Festschriften und Briefen der untersuchten Professoren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die allgemeine Gleichschaltung der deutschen Universitäten, die spezifische Situation in Kiel sowie die individuellen Biografien und ideologischen Schriften der Professoren Carl Petersen und Otto Scheel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Nationalsozialismus“, „Gleichschaltung“, „Wissenschaftsgeschichte“ und die institutionelle Rolle der Universität als politisches Instrument charakterisiert.

Welche Rolle spielte die „Würzburger Erklärung“?

Sie dient in der Arbeit als Beleg für den Willen der Hochschullehrer zur Selbstgleichschaltung und ihre Hoffnung auf die „Wiedergeburt“ des deutschen Volkes unter der NS-Herrschaft.

Warum wurde Carl Petersen als Fallbeispiel gewählt?

Petersen war ein bekannter Volkstumshistoriker, der bereits vor 1933 völkisches Gedankengut vertrat und sich maßgeblich an der ideologischen Neuausrichtung der Geschichtswissenschaft beteiligte.

Was unterscheidet die „Grenzlanduniversität“ von anderen Hochschulen?

Die Kieler Universität sah sich aufgrund ihrer geographischen Lage zu Dänemark in einer besonderen Rolle, die „deutsche Kultur“ nach Norden zu verteidigen, was die ideologische Anbindung an den NS-Staat verstärkte.

Wie bewertet die Arbeit die Entnazifizierung nach 1945?

Die Schlussbemerkungen kritisieren die Verdrängung der Vergangenheit durch die Professoren nach dem Krieg und die Ausstellung sogenannter „Persilscheine“, die eine rein wissenschaftliche Arbeit während des Regimes vortäuschen sollten.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wissenschaft im Nationalsozialismus. Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Geschichte der Geschichtswissenschaft in Kiel
Note
1,0
Autor
Steffen Köller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
17
Katalognummer
V496943
ISBN (eBook)
9783346015143
ISBN (Buch)
9783346015150
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wissenschaft Nationalsozialismus Kiel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Steffen Köller (Autor:in), 2017, Wissenschaft im Nationalsozialismus. Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496943
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Leseprobe aus  17  Seiten
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