Der Umgang mit Prozessmanagement bei mittelständischen Unternehmen


Hausarbeit, 2019

20 Seiten, Note: 1,0

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

A Einleitung
I. Einführung in das Prozessmanagement
1. Problemstellung und Zielsetzung
2. Definitionen
2.1 Definition und Sinn für den Einsatz von Prozessmanagement
2.2 Die verschiedenen Arten von Prozessmanagement
II. Daten und Fakten zu mittelständischen Unternehmen
1. Klassifizierung nach Betriebsgrößen
2. Das mittelständische Unternehmen im Fokus
2.1 Potenzial für mittelständische Unternehmen

B Der Einsatz von Prozessmanagement
I. Fallstudie von bitkom und ZDH zur Digitalisierung des Handwerks
1. Der Fliesenlegerbetrieb der Zukunft als Einführungsbeispiel
2. Offenheit für Digitalisierung
3. Statistiken zur Befragung im Überblick
3.1 Herausforderungen aus Sicht der Betriebe
3.2 Digitale Anwendungen um Kundenbeziehungen zu pflegen
II. Die Vorgehensweise und Technologie zur Umsetzung des Geschäfts- Prozessmanagements
1. Die Entwicklung der Kompetenz
2. Der Bedarf
2.1 Die unterschiedlichen Bedarfe zwischen den KMU's und den Großunternehmen
2.2 Personelle Bedarfe
2.2.1 Kompetenzbedarf
2.2.2 Bedarf künftiger Mitarbeiterfähigkeiten
3. Politische Einflüsse und Auswirkungen
4. Potenziale
4.1 Elektronische Rechnungen
4.2 Papierakten
4.3 Die Investition in die Digitalisierung
4.3.1 Entwicklungsstand im Jahr 2016

C Resümee

Anhang

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Die Definition von Prozessmanagement

Abb. 2: Bewertung von Digitalisierung und Industrie 4.0

Abb. 3: Unternehmen investieren in die Digitalisierung

Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Einzelne Betriebsgrößen im Überblick

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

A Einleitung

I. Einführung in das Prozessmanagement

1. Problemstellung und Zielsetzung

Der Einsatzumfang des Prozessmanagements ist in mittelständischen Unter­nehmen bisher nur anteilig operationalisierbar. Dadurch kann die Herkunft der Erfolge nicht konkret auf bestimmte Vorgänge zugewiesen werden, was dazu führt, dass eine Verbesserung bzw. Veränderung nicht (immer) zielgerichtet durchgeführt werden kann. Durch die zugrundeliegende Arbeit soll festgestellt werden, in welchem Ausmaß Prozessmanagement im Mittelstand eingesetzt wird und wie letztendlich damit umgegangen wird. Das Ergebnis dieser Litera­turrecherche gibt damit einen Überblick über den Entwicklungsstand und soll ggf. neue Ansätze aufdecken.

2. Definitionen

2.1 Definition und Sinn für den Einsatz von Prozessmanagement

In der heutigen Zeit ist der Einsatz von Prozessmanagement nicht nur für Großunternehmen interessant, sondern auch bei mittelständischen Unterneh­men finden Ablauforganisationen ihren Einsatz. Dafür gibt es unterschiedliche Ansichten und Definitionen. Das Prozessmanagement erstreckt sich über die operative Ebene bis hin zur ablauforientierten Unternehmensführung.1 Anhand folgender Definition aus einer konventionellen Literatur wird der Begriff »Prozessmanagement« erläutert.

Abb. 1: Die Definition von Prozessmanagement

Die Organisation von Geschäftsprozessen eines Unternehmens wird als Prozessma­nagement betitelt. Neben der Einbindung in das Unternehmen, seine Unternehmenskul­tur und der strategischen Ausrichtung, wird u.a. auf die effiziente Orientierung der Ge­schäftsabläufe geachtet. Die Erhebung, Gestaltung, Dokumentation und Umsetzung von Prozessen sind (unabdingbare) Bestandteile des Geschäftsprozessmanagements.

Quelle: Verlag, Springer Gabler. "Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Prozessmanagement."

2.2 Die verschiedenen Arten von Prozessmanagement

Der Begriff >>Prozessmanagement<< ist ein Oberbegriff und wird grundsätzlich zwischen zwei Arten unterschieden. Zum einen gibt es das strategische Pro­zessmanagement das bei der Führung von Organisationen ansetzt und sich mit allen Aufgaben innerhalb des Lebenszyklus der Prozesse vertraut macht. Zum anderen wird das operative Prozessmanagement für Verbesserungen von ein­zelnen Prozesse oder Prozessbereichen angewendet.2 In der übersichtlichen Grafik (siehe Anhang 1) werden beide Regelkreisläufe, die über Top-Down und Bottom-Up-Ansätze verknüpft sind, dargestellt.

II. Daten und Fakten zu mittelständischen Unternehmen

1. Klassifizierung nach Betriebsgrößen

Bevor auf die Verwendung von Prozessmanagement eingegangen wird, sollte man zwischen den Betriebsgrößen von kleinen, mittelgroßen und großen Un­ternehmen unterscheiden. Die Europäische Beobachtungsstelle für KMU, die sich an dem Vorschlag der EU-Kommission bedient, teilt die Betriebsgröße in drei Kategorien auf.3 In der nachfolgenden Tabelle werden die Unterschiede ersichtlich.

Tab. 1: Einzelne Betriebsgrößen im Überblick

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zu beachten ist, dass die IfM Bonn (seit 01.01.2016) vorgibt, ein Unternehmen erst ab einer Beschäftigtenzahl von 500 Mitarbeitern als Großunternehmen ein­zustufen und das HGB für Kapitalgesellschaften ebenfalls andere Regelungen vorsieht.4

2. Das mittelständische Unternehmen im Fokus

Eine gesetzlich vorgeschriebene Definition für das Wort »Mittelstand« exis­tiert nicht. In der Vergangenheit waren mittelständische Unternehmen meist Familienunternehmen und einheimische Betriebe. Ein hervorragendes Buch über die Geschichte des Mittelstandes namens „Die Mission des Mittelstandes", verfasste Walter Woldemar Wilhelm im Jahre 1925. In diesem Buch schrieb er 99 Thesen für das schaffende Volk nieder und spiegelte die damalige Situation wider. Ferner wird heutzutage zwischen qualitativen und quantitativen Kriterien unterschieden. Die quantitativen stehen im Zusammenhang mit den kleinen und mittleren Unternehmen. Das Akronym hierfür heißt KMU. Wann ein Unterneh­men zum Mittelstand zugehörig ist, wird nicht anhand der Betriebsgröße be­stimmt, stattdessen sind hier die qualitativen Merkmale maßgeblich. Definiert wird der Mittelstand durch die Einheit von Eigentum und Leitung.5

Indizien für die Einheit von Eigentum und Leitung sind folgende:

- das Unternehmensrisiko trägt der Unternehmer selbst
- es wird ein maßgeblicher persönlicher Einfluss ausgeübt
- Sicherung von persönlichen Erwerbs- und Existenzgrundlagen.

2.1 Potenzial für mittelständische Unternehmen

In der Webseite des Statistischen Bundesamtes ist nachzulesen, dass die KMU’s in Deutschland mit 99,3 % Gesamtanteil gegenüber den Großunterneh­men (0,07 %) erheblich überwiegen. Die Statistik lässt erschließen, dass das Einsatzspektrum von Prozessmanagement im Mittelstand gewaltig ist und hier noch sehr viel Potenzial besteht den Sektor zu fördern und weiterzuentwickeln. Erstaunlich ist auch, dass 80 % der Auszubildenden in Deutschland ihre Ausbil- dung in einem mittelständischen Unternehmen genießen. Dies bedeutet, es würden auch zahlreiche Nachwuchskräfte zur Verfügung stehen, welche früh­zeitig in das Prozessmanagement eingebunden werden, um die anfallenden organisatorischen Tätigkeiten nachhaltig zu gestalten.

Im Anschluss folgt eine Fallstudie die in das Thema heranführen soll.

B Der Einsatz von Prozessmanagement

I. Fallstudie von bitkom und ZDH zur Digitalisierung des Hand­werks

1. Der Fliesenlegerbetrieb der Zukunft als Einführungsbeispiel

Kunde A beauftragt Fliesenlegerbetrieb B, Fliesen als Fliesenspiegel in der Kü­che zu verlegen und zu verfugen. Das Wunschmuster sowie die Maße der Flie­sen, wählt der Kunde in der Homepage des Auftraggebers aus. Dafür wird ein sogenanntes ERP-System eingesetzt. Damit wird der Auftrag an den Groß­händler gesendet, der nach Eingang des Auftrags, die Fliesen zum Fliesenle­gerbetrieb versenden wird. Zum nächstmöglichen Termin erscheint Fliesenleger B, um den Auftrag des Kunden A auszuführen. Kunde A unterschreibt den Auf­trag am Smartphone des Handwerkers. Hierbei kommt das CRM-System zum Einsatz. Mittels dieses Systems, wird der Auftrag erfasst und digital archiviert. Dadurch erspart sich das Unternehmen Materialkosten für Papier und Verwal­tungskosten für das archivieren. Nahezu jedes zweite Unternehmen macht heutzutage von diesem Geschäftsprozess gebrauch. Nachdem Kunde A unter­schrieben hat, wird automatisch eine E-Mail mit der Rechnung als Anhang, an den Auftraggeber versendet. Zur digitalen Organisation von Dokumenten, findet die ECM-Software ihren Einsatz. Dies ist ein Programm, das zur Planung und Steuerung von Unternehmensressourcen dient. Mittels eines CAD-Programms, kann beispielsweise eine Schreinerei auf seine Homepage einen 3D- Konfigurator für Möbel einsetzen, um passgenaue Regale zu konzipieren. „Handwerksbetriebe, die konsequent digitale Technologien einsetzen, gewinnen Zeit für ihre eigentliche Aufgabe: das Handwerk", sagte bitkom- Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.6

2. Offenheit für Digitalisierung

Bei einer Befragung (n=504) von mittelständischen Handwerksunternehmen, stehen vier von fünf Handwerksbetrieben dem Einsatz von digitalen Technolo­gien bzw. Prozessmanagement aufgeschlossen gegenüber. Ungefähr zwei Drit­tel der Befragten, nehmen die Modernisierung als Chance wahr. Interessant dürfte der Einsatz von Prozessmanagement für die Logistik sein. Etwa 91 Pro­zent der Befragten, sehen den größten Nutzen in der optimierten Lagerung und der Verteilung von Betriebsmitteln. Das Resultat sind geringere Kosten, wegen kürzerer Lagerung und geringem Arbeitsaufwand. Einen hohen Stellenwert hat auch die Zeitersparnis. 81 Prozent der Befragten sehen Zeitersparnis als es­senziell an und 78 Prozent erhoffen sich dadurch flexiblere Arbeitszeiten.

3. Statistiken zur Befragung im Überblick

3.1 Herausforderungen aus Sicht der Betriebe

Aus Firmenperspektive der mittelständischen Unternehmen, sehen 56 Prozent der Unternehmen die Digitalisierung als große Herausforderung an. Außerdem fühlen sich 26 Prozent der Befragten, in ihrer Existenz bedroht. Die Befragung hat ebenfalls ergeben, dass 29 Prozent der Befragten, Probleme haben die Di­gitalisierung zu bewältigen und 10 Prozent haben das Gefühl, durch die ITK- Branche aus dem Markt verdrängt zu werden.

3.2 Digitale Anwendungen um Kundenbeziehungen zu pflegen

In der bitkom-Forschung wird ersichtlich, dass das CRM-System mit 46 Pro­zent, den meisten Einsatz findet. 11 Prozent planen den Einsatz des CRM- Systems, um die Handhabung mit Kundenbeziehungen zu erleichtern.

[...]


1 Schröder, A.: Prozessmanagement & Prozesse zum Leben erwecken, Seite 5. [Zugriff am 14.04.2017]

2 Schröder, A.: Prozessmanagement & Prozesse zum Leben erwecken, Seite 5. [Zugriff am 14.04.2017]

3 Statistisches Bundesamt: Kleine & mittlere Unternehmen, Mittelstand. [Zugriff am 14.04.2017]

4 § 267 Abs.1 i.V.m. Abs.2 und Abs.3 HGB

5 IfM Bonn: Definitionen [Zugriff am 15.04.2017]

6 bitkom: Presseinformation, Zwischen Tradition und Innovation [Zugriff am 20.04.2017]

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Der Umgang mit Prozessmanagement bei mittelständischen Unternehmen
Hochschule
Fachhochschule Amberg-Weiden
Veranstaltung
Anwendungskonzeption und Prozessmodellierung
Note
1,0
Jahr
2019
Seiten
20
Katalognummer
V497068
ISBN (eBook)
9783346008787
ISBN (Buch)
9783346008794
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Prozessmanagement, mittelständische Unternehmen, Digitalisierung, KMU, Geschäftsprozessmanagement, Elektronische Rechnungen, Digital, Strategisch, Operativ
Arbeit zitieren
Anonym, 2019, Der Umgang mit Prozessmanagement bei mittelständischen Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/497068

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