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Die Aufbauorganisation eines Krankenhauses. Welche Verbesserungspotenziale gibt es?

Titel: Die Aufbauorganisation eines Krankenhauses. Welche Verbesserungspotenziale gibt es?

Hausarbeit , 2007 , 16 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Dr. Manuel Anhold (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit werden aufbauorganisatorische Verbesserungspotenziale eines Krankenhauses erörtert. Ausgehend von Grundlegenden Begriffsbestimmungen sollen anhand eines exemplarischen Organigramms organisatorische Gestaltungsfragen nach den Kriterien der Stellenbildung, Leitungsbeziehungen und Entscheidungsspanne beleuchtet werden.
Diese werden zunächst unter Berücksichtigung in der Literatur genannter allgemeiner Vorzüge und Nachteile ausführlich zusammenfassend dargestellt.

Das moderne Krankenhaus ist ein Dienstleistungsanbieter im Sektor Gesundheitswesen. Unter dem Begriff Krankenhaus soll hier eine Einrichtung des Gesundheitswesens verstanden werden, in der unter ständiger ärztlicher Leitung bei nach wissenschaftlich anerkannten Methoden Krankheiten, Leiden und körperliche Schädigungen durch ärztliche und pflegerische Maßnahmen festgestellt, geheilt oder gelindert werden. Auch die Geburtshilfe zählt zu den Aufgaben der Krankenhausbehandlung.
In Deutschland wird entsprechend dem Krankenhausfinanzierungsgesetz unter Krankenhaus ein Betrieb verstanden, in dem zu versorgende Personen unter-gebracht und verpflegt werden.

Bei der Gestaltung der Aufbauorganisation können als „fundamentale Strukturierungsprinzipien“ die Stellenbildung, Bildung von Leitungsprinzipien und Kontrollspannen sowie die Regelung von Entscheidungskompetenzen differenziert werden. Als Ergebnis einer horizontalen Differenzierung kann eine Divisional- und eine Funktionalorganisation differenziert werden. Eine Gliederung nach produktbezogenen Teilbereichen/Objekten (Produkte, Regionen, Projekte, Prozesse) führt zu einer Divisionalorganisation, während eine Gliederung nach Verrichtungen/Funktionen einer Funktionalorganisation entspricht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

HAUSARBEIT

1. EINLEITUNG

2. BEGRIFFSBESTIMMUNGEN

2.1. Definition Krankenhaus

2.2. Organisatorische Strukturmerkmale

2.2.1. Prinzipien der Stellenbildung: Objekt- und Verrichtungsprinzip

2.2.2. Leitungsbeziehungen und Kontrollspannen: Einlinien- und Mehrliniensystem

2.2.3. Entscheidungskompetenz: Dezentralisierung vs. Zentralisierung

3. KRANKENHAUSCHARAKTERISTIK UND ORGANIGRAMM

4. AUFBAUORGANISATORISCHE VERBESSERUNGSPOTENZIALE

4.1. Allgemeine Vor- und Nachteile aufbauorganisatorischer Prinzipien

4.1.1. Objekt- und Verrichtungsprinzip

4.1.2. Einlinien- und Mehrlinienprinzip

4.1.3. Zentralisierung und Dezentralisierung

4.2. Fallbezogene Betrachtung am Beispielkrankenhaus

5. DISKUSSION

6. LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht aufbauorganisatorische Strukturen eines Krankenhauses, um Optimierungspotenziale im Hinblick auf Leitungsbeziehungen, Entscheidungsspannen und Stellenbildung zu identifizieren. Dabei wird die theoretische Literatur zu Organisationsprinzipien mit der praktischen Anwendung in einem Beispielkrankenhaus verknüpft, um Schwachstellen und Verbesserungsmöglichkeiten in der Ablauforganisation aufzuzeigen.

  • Analyse von Prinzipien der Stellenbildung (Objekt- vs. Verrichtungsprinzip)
  • Untersuchung von Leitungsbeziehungen (Einlinien- vs. Mehrliniensystem)
  • Bewertung von Zentralisierung und Dezentralisierung in Entscheidungsprozessen
  • Praxisorientierte Evaluation der Organisationsstruktur eines Akutkrankenhauses
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen zur Optimierung der Leitungsstruktur

Auszug aus dem Buch

4.1.2. Einlinien- und Mehrlinienprinzip

Die Linienorganisation stellt eine Art der Hierarchiebildung in Organisationen dar.

Das Einliniensystem überzeugt durch straffe und übersichtliche Organisation, da jeder Organisationseinheit klare Kompetenzen zugewiesen sind. Durch Eindeutigkeit von Dienstwegen und Verantwortungsbereichen werden Kompetenzen klar geregelt und gute Kontrollmöglichkeiten durch die Vorgesetzten infolge hohen Informationsflusses geschaffen. Starre und z. T. lange Dienstwege können zu Informationsverlust und -verfälschung führen und eine starke Auslastung durch Informationsflut der Vorgesetzten bedingen. Hier bestehen Möglichkeiten der Überorganisation und Bürokratisierung ebenso wie Demotivation untergeordneter Mitarbeiter13. Die Kommunikation zwischen gleichrangigen Stellen und damit die Koordination kann erschwert sein.

Im Mehrliniensystem stellen kurze Kommunikations- und Kooperationswege sowie geringe Reibungsverluste bei direkten Weisungs- und Informationswegen eindeutige Vorteile dar. Die Vorgesetzten sind durch ihren aufgrund der Spezialisierung hohen Sachverstand (hohe Problemlösungskapazität) als Entscheidungsträger besonders kompetent (Spezialisierung der Leitung und Funktionsverteilung). Es kommt zur relativen Entlastung von der Spitzen- und Zwischeninstanzen mit Entbürokratisierung. Zudem besteht in der funktionalen Autorität infolge fachlicher Kompetenz eine versachlichende und konstruktive Form der Auseinandersetzung (Betonung der Fachautorität).

Neben eindeutigen Vorteilen kann es im Mehrliniensystem zu Kompetenzkonflikten bei z. T. unmöglicher Kompetenzabgrenzung kommen. Da dadurch die Zurechenbarkeit der Einzelleistungen nicht mehr eindeutig erfolgen kann, ist eine gerechte Kontrolle und Bewertung erschwert (Abgrenzung von Zuständigkeiten). Infolge komplizierter Kommunikationsstrukturen können Kontrolle und Koordination erschwert werden und kann in reaktionsschnellen Entscheidungen von Nachteil sein. Ebenso besteht mitunter ein getrübter Blick für das Ganze. Hinzu kommt, dass die Mitarbeiter durch widersprüchliche Weisungen verunsichert werden könnten und eventuell ein höherer Bedarf an Leitungskräften mit ggf. Überlastung der Vorgesetzten entsteht 14 15 16.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Arbeit erörtert aufbauorganisatorische Verbesserungspotenziale eines Krankenhauses, indem sie grundlegende Begriffe definiert und Gestaltungsfragen anhand eines exemplarischen Organigramms beleuchtet.

2. BEGRIFFSBESTIMMUNGEN: In diesem Kapitel werden das Krankenhaus als Betrieb definiert sowie theoretische Grundlagen der Stellenbildung, Leitungsbeziehungen und Entscheidungskompetenzen erläutert.

3. KRANKENHAUSCHARAKTERISTIK UND ORGANIGRAMM: Dieser Abschnitt beschreibt das untersuchte, anonymisierte Beispielkrankenhaus als freigemeinnütziges Akutkrankenhaus der dritten Versorgungsstufe und skizziert dessen strukturelle Merkmale.

4. AUFBAUORGANISATORISCHE VERBESSERUNGSPOTENZIALE: Hier werden die allgemeinen Vor- und Nachteile verschiedener Organisationsprinzipien gegenübergestellt und auf das Beispielkrankenhaus angewandt, um strukturelle Besonderheiten zu analysieren.

5. DISKUSSION: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Analyse, insbesondere hinsichtlich der Probleme bei der Mehrfachunterstellung und der Notwendigkeit einer optimierten Leitungsstruktur durch Dezentralisierung.

6. LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS: Auflistung aller verwendeten Quellen und Literaturhinweise, die der theoretischen Fundierung der Arbeit dienen.

Schlüsselwörter

Krankenhausorganisation, Aufbauorganisation, Einliniensystem, Mehrliniensystem, Zentralisierung, Dezentralisierung, Stellenbildung, Krankenhaus, Entscheidungsspanne, Management, Organisationsstruktur, Fachautorität, Unternehmensführung, Patientenversorgung, Dienstleistungsmanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Optimierung der Aufbauorganisation eines Krankenhauses unter Berücksichtigung moderner betriebswirtschaftlicher Organisationsprinzipien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Stellenbildung, die Gestaltung von Leitungsbeziehungen (Einlinien- vs. Mehrliniensystem) sowie die Verteilung von Entscheidungskompetenzen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Schwachstellen in der aktuellen Struktur eines Beispielkrankenhauses aufzuzeigen und Potenzial für eine dezentralere und effizientere Leitungsstruktur abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin/der Autor nutzt eine literaturgestützte theoretische Analyse, die mit einer fallbezogenen Untersuchung eines konkreten (anonymisierten) Krankenhausorganigramms kombiniert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Erläuterung von Organisationsmodellen und deren anschließende Anwendung auf das Praxisbeispiel, wobei Vor- und Nachteile der gewählten Strukturen diskutiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Aufbauorganisation, Krankenhausmanagement, Zentralisierung, Dezentralisierung sowie die spezifischen Leitungssysteme in medizinischen Einrichtungen.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Radiologie im Beispielkrankenhaus?

Die Arbeit identifiziert die Radiologie als einen Bereich ohne klares Unterstellungsverhältnis, was zwar gewisse Autonomievorteile bietet, aber gleichzeitig Risiken hinsichtlich einer möglichen Fehlversorgung birgt.

Welche Herausforderungen identifiziert die Arbeit an Schnittstellen?

Die Arbeit stellt fest, dass insbesondere an interdisziplinären Schnittstellen wie der Notaufnahme organisatorische Hürden und unklare Kompetenzabgrenzungen bestehen, die den reibungslosen Behandlungsverlauf erschweren.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Aufbauorganisation eines Krankenhauses. Welche Verbesserungspotenziale gibt es?
Hochschule
SRH Hochschule Riedlingen
Note
2,3
Autor
Dr. Manuel Anhold (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
16
Katalognummer
V497102
ISBN (eBook)
9783346066671
ISBN (Buch)
9783346066688
Sprache
Deutsch
Schlagworte
aufbauorganisation krankenhauses welche verbesserungspotenziale
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Manuel Anhold (Autor:in), 2007, Die Aufbauorganisation eines Krankenhauses. Welche Verbesserungspotenziale gibt es?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/497102
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Leseprobe aus  16  Seiten
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