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Kostenrechnung für eine Klinik mit erheblichem Defizit

Eine Fallaufgabe

Title: Kostenrechnung für eine Klinik mit erheblichem Defizit

Elaboration , 2014 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Manuel Anhold (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Die Arbeit stellt eine Kostenrechnung für eine Klinik, bei der kein wirtschaftlicher Überschuss, sondern ein erhebliches Defizit herrscht, vor. Es wird ein Überblick über alle wichtigen Kennzahlen gegeben, um die Sach- und die Prozesskosten sowie das Target Costing zu ermitteln. Zur Veranschaulichung eines Leistungscontrollings werden verschiedene Modelle des Berichtswesens sowie das Abrechnungssysteme „DRG-Vergütung“ vorgestellt.

Beim DRG-System erfolgt die Vergütung eines Behandlungsfalles aufgrund von im Vorfeld mit den Kostenträgern vereinbarter Pauschalen. Die DRGs lassen sich betreffend des Erlöses nach Schweregraden unterscheiden. Die Einführung des DRG-Systems und Abkehr vom „Pflegesatz-System“ hat ein konsequentes Umdenken hinsichtlich der Kostenrechnung im Krankenhaus notwendig gemacht, da wirtschaftlicher Misserfolg bei zu hoher Kostenstruktur nun möglich geworden ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Beschreibung der Problemlage

2 Übersicht relevanter Kennzahlen

2.1 Bettenauslastung

2.2 Fallzahlsteigerung

2.3 Ist-Soll-Vergleich der Vollzeitstellen

2.4 Sachkosten

2.5 Prozesskostenrechnung

2.6 Target Costing

3 Grundgerüst eines Berichtwesens

3.1 Berichtswesen mit dem Adressaten Geschäftsführer

3.2 Berichtswesen mit dem Adressaten Pflegedienstleistung

3.3. Berichtswesen mit dem Adressaten Chefarzt

4 Abrechnungssysteme „DRG-Vergütung“ vs. „Pflegesatzsystem“

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die wirtschaftliche Schieflage einer Klinik, die trotz scheinbar positiver Kennzahlen ein Defizit aufweist, und untersucht die Notwendigkeit einer modernen Kostenrechnung sowie eines effektiven Berichtswesens im Kontext des DRG-Systems.

  • Kritische Analyse von Leistungskennzahlen wie Bettenauslastung und Fallzahlsteigerung
  • Gegenüberstellung des veralteten Pflegesatzsystems und der modernen DRG-Vergütung
  • Konzeption eines zielgruppenspezifischen Berichtswesens für Geschäftsführer, Pflegedienstleitung und Chefarzt
  • Einführung in Methoden zur Kostensteuerung wie Prozesskostenrechnung und Target Costing
  • Identifikation von Ursachen für wirtschaftliche Defizite im Krankenhausbetrieb

Auszug aus dem Buch

1 Beschreibung der Problemlage

In der geschilderten Situation besteht bei der Klinik entgegen der bisherigen Annahme des Geschäftsführers Herrn Träumer sowie dessen bisheriger Kommunikation auch mit dem Beirat des Krankenhauses kein wirtschaftlicher Überschuss, sondern ein erhebliches Defizit.

Der Geschäftsführer geht aufgrund der günstigen Kennzahlen für Auslastung (89 Prozent), Fallzahlsteigerung (4 Prozent), plangemäßer Besetzung mit Vollkräften und erwarteter Sachkostensteigerung von 1,2 Prozent irrig von einer für die Klinik günstigen wirtschaftlichen Entwicklung aus.

In seinem Monatsbericht wird allerdings die als überholt geltende Kostenbetrachtung nach dem Selbstkostendeckungsprinzip und tagesgleichen Pflegesätzen herangezogen („Pflegesatz“). Beim Selbstkostendeckungsprinzip leiteten sich der Gewinn einer Klinik vor allem aus Fallzahl bzw. Fallzahlsteigerung und der Liegezeit pro Behandlungsfall ab. Die tagesgleichen Pflegesätze deckten dabei im Allgemeinen die Behandlungskosten.

Diese Betrachtungsweise muss mit ersten Einführungen von DRG und Sonderentgelten 1993 und 1995, spätestens jedoch seit der flächendeckenden Einführung der Diagnosis Related Groups (DRG) infolge des Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)-Reformgesetz 2000, als überholt gelten [vgl. Clade, 2000]. Herr Pfennig, als Leiter Rechnungswesen, hat gemäß der Fallschilderung bereits mehrjährig auf die Herausforderung einer pauschalierten Vergütung unter DRG-Bedingungen hingewiesen, die seitens des Geschäftsführers nachdrücklich als „neumodisch“ abgetan und nicht beachtet wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Beschreibung der Problemlage: Darstellung der Diskrepanz zwischen wahrgenommenen positiven Kennzahlen und der tatsächlichen wirtschaftlichen Defizitsituation einer Klinik aufgrund veralteter Kostenrechnungsmodelle.

2 Übersicht relevanter Kennzahlen: Untersuchung zentraler Leistungsindikatoren wie Bettenauslastung, Fallzahlsteigerung und Personalkennzahlen sowie eine Einführung in Prozesskostenrechnung und Target Costing.

3 Grundgerüst eines Berichtwesens: Entwurf eines systematischen Berichtswesens zur Leistungssteuerung, unterteilt nach den spezifischen Informationsbedürfnissen von Geschäftsführung, Pflegedienstleitung und Chefärzten.

4 Abrechnungssysteme „DRG-Vergütung“ vs. „Pflegesatzsystem“: Historische und inhaltliche Abgrenzung des alten, auf Selbstkostendeckung basierenden Pflegesatzsystems gegenüber dem modernen, leistungsorientierten DRG-System.

Schlüsselwörter

Kostenrechnung, Krankenhauscontrolling, DRG-System, Pflegesatzsystem, Fallzahlsteigerung, Bettenauslastung, Berichtswesen, Prozesskostenrechnung, Target Costing, Selbstkostendeckungsprinzip, Krankenhausmanagement, Case-Mix-Index, Wirtschaftlichkeit, Leistungskennzahlen, Krankenhausentgeltgesetz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die wirtschaftliche Lage einer Klinik, bei der eine Diskrepanz zwischen optimistischer Einschätzung des Managements und tatsächlichem wirtschaftlichem Defizit besteht.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Kennzahlenanalyse, dem Vergleich von Abrechnungssystemen (DRG vs. Pflegesatz) und dem Aufbau eines strukturierten Berichtswesens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, warum die Anwendung veralteter Steuerungsmodelle zu einem wirtschaftlichen Misserfolg führt und wie ein modernes, datengestütztes Controlling diese Situation verbessern kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse zum Krankenhauscontrolling sowie der Anwendung betriebswirtschaftlicher Kennzahlensysteme auf ein konkretes Fallbeispiel.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine kritische Bewertung von Leistungskennzahlen, die methodische Einordnung von Prozesskostenrechnung und Target Costing sowie konkrete Entwürfe für das Berichtswesen verschiedener Managementebenen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Krankenhauscontrolling, DRG-System, Prozesskostenrechnung, Selbstkostendeckungsprinzip und die Differenzierung zwischen medizinischen und ökonomischen Leistungszahlen.

Warum wird das Pflegesatzsystem heute als überholt angesehen?

Es basierte auf einem Selbstkostendeckungsprinzip, das keine Anreize zu wirtschaftlichem Handeln bot, während das DRG-System durch Pauschalen einen Anreiz zur effizienten Fallsteuerung setzt.

Welche Rolle spielt das Berichtswesen für den Chefarzt?

Der Chefarzt benötigt als Schnittstelle zwischen medizinischer Leistung und ökonomischer Verantwortung wöchentliche Kennzahlen zu Kosten, Erlösen und Kodierqualität, um die Fachabteilung effizient zu führen.

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Details

Title
Kostenrechnung für eine Klinik mit erheblichem Defizit
Subtitle
Eine Fallaufgabe
College
Apollon University of Applied Sciences Bremen
Course
Modul Internes Rechnungswesen
Grade
1,0
Author
Manuel Anhold (Author)
Publication Year
2014
Pages
12
Catalog Number
V497195
ISBN (eBook)
9783346029461
ISBN (Book)
9783346029478
Language
German
Tags
kostenrechnung klinik defizit eine fallaufgabe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuel Anhold (Author), 2014, Kostenrechnung für eine Klinik mit erheblichem Defizit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/497195
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