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Staatliche Souveränität und Schutz der Menschenwürde - Humanitäre Interventionen weltweit

Title: Staatliche Souveränität und Schutz der Menschenwürde - Humanitäre Interventionen weltweit

Term Paper , 2005 , 34 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Diplom-Kaufmann Immo Kramer (Author)

Ethics
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Das Prinzip der humanitären Intervention gehört heute zu den wichtigsten Themen des internationalen Krisenmanagements und damit zum modernen Völkerrecht. Streitpunkte liegen offensichtlich bei der Legitimität solcher Maßnahmen, verbunden mit den Fragen nach staatlicher Souveränität und individuellen Menschenrechten. Die Konfliktprävention wird ebenso heftig diskutiert, wie die Bedingungen für den eigentlichen Schritt der Intervention, dem Wiederaufbau und natürlich der Autorität solcher Entscheidungen. Kann man für den Einsatz militärischer Zwangsmittel zum Schutz fremder Menschen auf fremden Territorien einen internationalen Konsens finden?

Zweck dieser Arbeit ist es, das Verhältnis zwischen staatlicher Souveränität und den Kompetenzen internationaler Organisationen in Bezug auf den praktischen Schutz von Menschenrechten hin zu untersuchen. Ereignisse in Somalia, Ost-Timor und dem ehemaligen Jugoslawien zeigen beispielhaft, wie schwierig es tatsächlich ist, geeignete Mittel zum Schutz von Menschenrechten zu finden. Der Völkermord in Ruanda macht die Notwendigkeit von klaren Bestimmungen und Regeln und einer einfachen Entscheidungsfindung der internationalen Staatengemeinschaft deutlich.

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Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. INTERNATIONALE MENSCHENRECHTE

2.1. Allgemeine Erklärungen

2.2. Der Menschenrechtsbegriff regional

2.3. Der Völkerrechtsbegriff

2.4. Internationaler Menschenrechtsschutz

3. DER BEGRIFF DER HUMANITÄREN INTERVENTION

3.1. Das Interventionsverbot

3.2. Ein Recht auf humanitäre Intervention?

3.3. Die internationale Kommission zu Intervention und staatlicher Souveränität ICISS

3.3.1. Die Verantwortung zu Verhüten

3.3.2. Die Verantwortung zu Reagieren

3.3.3. Die Verantwortung zum Wiederaufbau

4. RUANDA 1994

5. ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Das Ziel dieser Arbeit ist es, das Verhältnis zwischen staatlicher Souveränität und den Kompetenzen internationaler Organisationen im Hinblick auf den praktischen Schutz der Menschenrechte zu untersuchen. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob für den Einsatz militärischer Zwangsmittel zum Schutz fremder Menschen auf fremden Territorien ein internationaler Konsens gefunden werden kann.

  • Prinzipien der humanitären Intervention im modernen Völkerrecht
  • Kulturelle Unterschiede im Verständnis von Menschenrechten
  • Strukturen des internationalen Menschenrechtsschutzes
  • Die Arbeit der "International Commission on Intervention and State Sovereignty" (ICISS)
  • Analyse des Genozids in Ruanda 1994 als Fallbeispiel

Auszug aus dem Buch

3.1. Das Interventionsverbot

Das Prinzip der Nichteinmischung ist in Art. 2 Ziff. 7 der Satzung der Vereinten Nationen (SVN) festgehalten. Dieses Prinzip beinhaltet zwei Tatbestände. Einerseits darf sich die Organisation nicht in die inneren Angelegenheiten ihrer Mitgliedstaaten einmischen, andererseits besteht auch keine Verpflichtung der Mitgliedstaaten, diese Angelegenheiten einer Regelung durch die Vereinten Nationen zuzuführen. Die Satzung der Vereinten Nationen bekennt sich nunmehr zum Selbstbestimmungsrecht, zur territorialen Unversehrtheit und zur politischen Unabhängigkeit der Mitgliedstaaten. So verbietet der Art. 2 Abs. 4 SVN jede Intervention, die unter Androhung oder Anwendung von Gewalt geschieht. Dieses generelle Verbot gilt nach Art. 2 Abs. 7 SVN auch für die UN selbst.

Kapitel VII der Satzung der Vereinten Nationen berechtigt jedoch den Sicherheitsrat zum Beschluss von Zwangsmaßnahmen unter bestimmten Voraussetzungen und unter dem Vetorecht aller Ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates. So sind gewisse berechtigte Ausnahmen des Interventionsverbotes natürlich zugelassen, wie zum Beispiel eine Intervention bei besonders schweren Verstößen gegen die Menschenrechte. Auch die Bedrohung des Weltfriedens ist als Ausnahme anerkannt. Gerade auf Grund der Souveränität der Staaten können diese auch selbst entscheiden, ob sie gegebenenfalls eine Intervention ersuchen oder einer solchen einfach zustimmen (problematisch ist hierbei jedoch eine nachträgliche Genehmigung). Ein weiterer Fall der Durchbrechung des Interventionsverbotes liegt vor, wenn der betroffene Staat zur Duldung der Intervention völkerrechtlich verpflichtet ist, diese Themen werden im folgenden Abschnitt ausführlich betrachtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der humanitären Intervention und Darlegung der Forschungsabsicht bezüglich des Spannungsfeldes zwischen staatlicher Souveränität und Menschenrechtsschutz.

2. INTERNATIONALE MENSCHENRECHTE: Untersuchung der verschiedenen kulturellen und rechtlichen Verständnisse von Menschenrechten sowie Darstellung der völkerrechtlichen Grundlagen und Schutzmechanismen.

3. DER BEGRIFF DER HUMANITÄREN INTERVENTION: Definition des Interventionsbegriffs unter Berücksichtigung des Interventionsverbots und Vorstellung des ICISS-Konzepts der "Verantwortung zu Beschützen".

4. RUANDA 1994: Analyse des Völkermords in Ruanda als Fallbeispiel für ein zu spätes und unzureichendes Eingreifen der internationalen Staatengemeinschaft.

5. ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Bestätigung, dass die Sicherung individueller Menschenrechte heute Vorrang gegenüber der staatlichen Souveränität haben muss.

Schlüsselwörter

Humanitäre Intervention, Staatliche Souveränität, Menschenrechte, Völkerrecht, ICISS, Schutzverantwortung, Konfliktprävention, Ruanda, Genozid, Interventionsverbot, UN-Charta, Internationale Gemeinschaft, Menschenwürde, Friedenssicherung, Krisenmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Prinzip der humanitären Intervention und dem daraus resultierenden Konfliktpotenzial zwischen der staatlichen Souveränität und dem Schutz individueller Menschenrechte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören das moderne Völkerrecht, die unterschiedlichen regionalen Menschenrechtsauffassungen, die Problematik von Interventionsverboten sowie Konzepte für militärische und zivile Interventionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie das Verhältnis zwischen staatlicher Souveränität und den Kompetenzen internationaler Organisationen beim Schutz von Menschenrechten gestaltet ist und ob ein internationaler Konsens für militärische Interventionen möglich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoriegeleitete politikwissenschaftliche Analyse, die völkerrechtliche Dokumente, Berichte internationaler Kommissionen sowie historische Fallbeispiele auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert zunächst theoretische Grundlagen der Menschenrechte und des Völkerrechts, definiert den Begriff der Intervention, erläutert das ICISS-Modell der "Verantwortung zu Beschützen" und evaluiert diese Ansätze anhand des Ruanda-Konflikts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Humanitäre Intervention, Schutzverantwortung (Responsibility to Protect), Staatliche Souveränität, Menschenrechtsschutz und Konfliktprävention.

Warum wird Ruanda 1994 als Fallbeispiel genutzt?

Ruanda dient als drastisches Beispiel für das Versagen der internationalen Gemeinschaft, rechtzeitig auf massive Menschenrechtsverletzungen und Völkermord zu reagieren, was die Notwendigkeit klarer Interventionsregeln unterstreicht.

Was bedeutet die "Verantwortung zu Beschützen" (ICISS)?

Dieses Konzept verschiebt den Fokus von einem "Recht auf Intervention" hin zu einer Verantwortung der Staatengemeinschaft, Bevölkerungsgruppen vor schwerem Leid zu schützen, wenn der Heimatstaat dazu nicht in der Lage oder willens ist.

Spielt die kulturelle Prägung bei Menschenrechten eine Rolle?

Ja, die Arbeit stellt fest, dass unterschiedliche religiöse und historische Hintergründe (z.B. westlich, islamisch, afrikanisch, asiatisch) das Verständnis von Menschenrechten stark beeinflussen, was die Suche nach einer globalen Grundlage erschwert.

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Details

Title
Staatliche Souveränität und Schutz der Menschenwürde - Humanitäre Interventionen weltweit
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Professur für Katholische Theologie unter besonderer Berücksichtigung der Sozialwissenschaften und der Sozialethik, Univ.-Prof. Dr. theol. Thomas Hoppe)
Course
Hausarbeit im Rahmen der Vorlesungsveranstaltung katholische Sozialethik
Grade
2,3
Author
Diplom-Kaufmann Immo Kramer (Author)
Publication Year
2005
Pages
34
Catalog Number
V49729
ISBN (eBook)
9783638461016
ISBN (Book)
9783638660532
Language
German
Tags
Staatliche Souveränität Schutz Menschenwürde Humanitäre Interventionen Hausarbeit Rahmen Vorlesungsveranstaltung Sozialethik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Kaufmann Immo Kramer (Author), 2005, Staatliche Souveränität und Schutz der Menschenwürde - Humanitäre Interventionen weltweit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49729
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